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Dax-Stimmung: Wo sind bloß die Käufer?

Es herrscht derzeit doch eine auffällige Stille bei den Dax-Optimisten – und das hat natürlich gute Gründe!

Markus Fugmann

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Es herrscht derzeit doch eine auffällige Stille bei den Dax-Optimisten – und das hat natürlich gute Gründe! Denn die Kurs-Fakten sind nicht wirklich ermutigend, der Dax deutlich unter der 12000er-Marke, und es droht, charttechnisch gesehen, noch weit Schlimmeres. Angesichts der aktuellen Lage lohnt daher ein Blick auf die Dax-Stimmung, die die Deutsche Börse bekanntlich wöchentlich erhebt.

Und siehe da: bislang ist von einem weiter verbreiteten Pessimismus wenig zu sehen, auch wenn sich die Stimmung doch deutlich eingetrübt hat. Etwa bei den Profis, bei denen Bullen (44%; -1% zur Vorwoche) und Bären (43%; +9% zur Vorwoche) fast gleichauf liegen. Auffällig ist bei den institutionellen Investoren, dass man doch eien starke Meinung hat: so sind nur 13% (-8% zur Vorwoche) neutral eingestellt, das ist der niedrigste Wert seit Februar!

Bei den Privatanlegern zeigt sich ein ähnliches Bild: 43% der Befragten sind bullisch (-7% zur Vorwoche), während das Lager der Bären kräftige +11% zur Vorwoche zulegen konnte auf nun 40%.

Die entscheidende Frage aber lautet doch: wo sind bloß die Käufer? Warum zeigt der Dax so wenig Gegenwehr? So schlecht ist die Nachrichten-Lage doch eigentlich nicht, dass der Dax nun auf den tiefsten Stand seit Anfang April fallen müßte!

Joachim Goldberg jedenfalls sieht die Sache so:


„Mit der heutigen Erhebung wird zweierlei deutlich. Zum einen haben sich die Sentiment-Indices der institutionellen und der Privatanleger nach der großen Divergenz der beiden vorangegangenen Wochen wieder weitgehend angenähert. Zum anderen hat selbst ein Kursrückgang von 3,3 Prozent im Wochenvergleich, der normalerweise als Kaufgelegenheit wahrgenommen wird, kaum jemanden dazu verlockt, Absicherungen oder Short-Positionen zurückzunehmen, geschweige denn in großem Stil zu bestehenden Long-Engagements zusätzliche Käufe („Hinzumischen“ bzw. „Verbilligen“) vorzunehmen. Was nichts anderes heißt, als dass die Sorgen vor einem größeren Kurseinbruch doch sehr stark wiegen. Auf der anderen Seite wäre in einem solchen Fall tatsächlich genügend heimische Nachfrage vorhanden, um einen etwaigen DAX-Einbruch abzufedern. Das gilt auch für den Fall, dass sich der DAX, etwa angetrieben durch langfristige Neuengagements (etwa aus dem Ausland), wieder erholen sollte. Dann müssten die Pessimisten von heute einem steigenden Markt hinterherlaufen.“

Müßten, könnten – aber bisher ist davon eben noch nichts zu sehen, und das obwohl die Wall Street mit Ausnahen der Tech-Werte, die in dieser Woche unter Druck gekommen sind, weitgehend stabil belibt (etwa der Dow Jones). A propos Wall Street: bei den US-Privatanlegern, die in der wöchentlichen AAII-Umfrage befragt werden, herrscht nach wie vor Optimismus: dort sind 42,2% optimistisch (-1,2% zur Vorwoche), während es die Bären lediglich auf 26,3% bringen (+1,9% zur Vorwoche). Faktisch also viel weniger Besorgnis bei den Amerikanern als hierzulande, gemäß dem Motto: wir leben in der Besten aller Welten, die US-Wirtschasft ist stark, die Zahlen der US-Unternehmen sind toll – und was geht uns denn der Handelskrieg an, den wir doch sowieso schon deshalb gewinnwen, weil wir viel weniger zu verlieren haben!

Abschließend noch einmal die Einschätzung von Joachim Goldberg zur Lage des Dax vor dem Hintergund der Stimmungslage im Video:

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Foto: Deutsche Börse AG

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Markus Fugmann

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