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Dax-Stimmung: Zulauf ins verwaiste Bären-Lager

Noch in der Vorwoche war der Optimismus große bei den institutionellen Investoren, vor allem aber bei den Privatinvestoren. Aber dann kamen die Turbulenzen um die Deutsche Bank ins Rollen..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Noch in der Vorwoche war der Optimismus große bei den institutionellen Investoren, vor allem aber bei den Privatinvestoren. Aber dann kamen die Turbulenzen um die Deutsche Bank ins Rollen, der Dax fiel kurzzeitig impulsiv bis knapp unter die 10200er-Marke und sorgte so für allgemeine Verunsicherung. Zwar hat sich der Dax in der Summe im Vergleich zur Vorwoche dann im Endeffekt nur wenig bewegt, aber die Stimmung hat sich druch das zwischenzeitliche Abrutschen doch eingetrübt, die Sorglosigkeit der Vorwoche ist angekrazt. Das zeigt sich recht klar in der neuesten Umfrage der Deutschen Börse: dort verlor das Bullenlager sowohl bei den Institutionellen als auch bei den Privaten um jeweils 5%, sodass derzeit nur noch 48% der Profis bullisch sind für den Dax, bei den Privaten immerhin noch 56% (und damit auf nach wie vor auf recht hohem Niveau).

Was vor allem den Profis auf´s Gemüt schlägt, sind die jüngsten Berichte über das mögliche „Tapering“ der EZB. Während viele Privatanleger „Tapering“ vermutlich für die neueste Tapezier-Methode halten, schrillen bei den Profis offenkundig die Alarmglocken, wenn die Aussixht droht, dass die europäische Notenbank die Anleihekäufe reduziert. Das hat man vor allem bei den (Staats-)Anleihemärkten gesehen (wo sich überwiegend ja Profis tummeln), die deutloch unter Druck kamen aufgrund der „Tapering-Gerüchte“. Man nimmt das also ernst seitens der Profis. Und Liquidität oder Nicht-Liquidität, das ist inzwischen konditioniertes Verhalten bei den Profis, ist die Frage nach dem investieren oder nicht investieren!

Und so erklärt sich, dass vor allem bei den Profis das Bärenlager mit einem Zuwachs von 12% im Vergleich zur Vorwoche deutlich zulegen kann (auf nun 35%), während bei den Privaten nur 5% ins Lager der Pessimisten gewandert sind (auf nun 26%). Neutral sind nun 17% der Profis (+7%), 18% der Privaten (unverändert).

Joachim Goldberg fasst das Ergebnis der Umfrage so zusammen im Hinblick auf den weiteren Dax-Verlauf:

„Auch wenn der Optimismus bei den Privatanlegern derzeit noch nicht spürbar zurückgegangen ist, kann man bei den institutionellen Investoren von einer Marktbereinigung sprechen. Denn mit einem Wert von +13 Punkten befindet sich deren Sentiment-Index fast genau auf dem Sechsmonats-Durchschnitt, weshalb wir in der relativen Betrachtung der Stimmungsentwicklung derzeit von einer verzerrungsfreien Marktwahrnehmung und einer geringen Zahl von Schieflagen heimischer Investoren ausgehen. Damit sind die Chancen für einen ausgeprägten DAX-Trend ohne die Mitwirkung neuer langfristiger Kapitalströme relativ begrenzt. Gleichzeitig erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der DAX seine Konsolidierung zwischen rund 10.200 und 10.800 Zählern zunächst fortsetzen wird.“

Mithin dürfte also der Dax weiter in der etablierten Handels-Range bleiben.

Interessanterweise ist das Bilde in den USA bei den dortigen Privat-Investoren genau umgekehrt, wie die neueste AAII-Umfrage zeigt: demnach verlieren die Bären deutlich mit einem Minus von 9,2% auf nun nur noch 27,9%. Gewinner sind die Bullen mit einem Plus von 4,8% auf nun 28,8%. Nach wie vor dominant bleibt aber das Lager der Neutralen, das 4,4% zulegen kann auf nun 43,3%.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    bauer

    6. Oktober 2016 11:46 at 11:46

    Der DACHS steuert auf einen JAHRESVERLUST zu!
    Alles über 10000 VERKAUFEN!
    Salamicrash seit April 2015 bis 2020…..langsam geht die BRD seinen leidigen Weg.
    Die gelben Unzen sind heute wieder günstig zu haben!

    MfG

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Quartalssaison: Hier die wichtigsten Termine

Claudio Kummerfeld

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Wall Street Schild

Die Quartalssaison hat begonnen. Letzte Woche meldeten bereits die großen US-Banken und Netflix. Aber nun geht es so richtig los. Hier eine Übersicht der wichtigsten Termine von deutschen und US-Konzernen für die nächsten Tage. Wichtig: Diese Termine haben wir direkt aus den Finanzkalendern der Unternehmen entnommen. Denn manchmal sind Webportale mit ihren Terminübersichten zu den Quartalszahlen unzuverlässig, da hier zukünftige Termine zu Finanzkennzahlen manchmal einfach nur basierend auf den Terminen vergangener Quartale von einer Computersoftware abgeschätzt werden, und daher fehlerhaft sein können.

Microsoft: 26. Januar

General Electric: 26. Januar

BASF: 26. Februar

Facebook: 27. Januar

Boeing: 27. Januar

Apple: 27. Januar

Caterpillar: 29. Januar

SAP: 29. Januar

Alphabet (Google): 2. Februar

Amazon: 2. Februar

Exxon: 2. Februar

Deutsche Bank: 4. Februar

Twitter: 9. Februar

Delivery Hero: 10. Februar

Commerzbank: 11. Februar

Daimler 18. Februar

Walmart: 18. Februar

Bayer: 25. Februar

Deutsche Telekom: 26. Februar

Volkswagen: Ende Februar

Zalando: 2. März

Lufthansa: 4. März

Adidas: 10. März

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – die Woche der Quartalszahlen

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Er bespricht die nun anstehende wichtigste Woche bei den Quartalszahlen in den USA.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Der nächste Corona-Impfstoff steht in den Startlöchern – Werbung

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Lieber Börsianer,

nach den Präparaten von Moderna und BionTech steht mit dem Wirkstoff von AstraZeneca der nächste Impfstoff vor der Zulassung in der EU. Die Freigabe durch die Gesundheitsbehörden wird Ende Januar erwartet.

Vor einem Jahr starteten innerhalb kürzester Zeit weltweit mindestens 171 Impfstoffprojekte. Noch vor wenigen Jahren hätte man für die Erforschung eines Impfstoffes mindestens 15 bis 20 Jahre angesetzt. So viel Zeit hat die Welt jetzt nicht. Neue Technologien ermöglichten eine enorme Beschleunigung der Forschung, so dass jetzt bereits mit 2 Präparaten in Deutschland geimpft werden kann.

Es kann kaum schnell genug mit der Zulassung gehen

Dennoch wird der Impfstoff von AstraZeneca sehnsüchtig erwartet. Die Produktionskapazität von Moderna und BionTech-Partner Pfizer reichen bei Weitem nicht aus, um große Teile der Bevölkerung schnell zu impfen. Zudem stehen die Lieferketten unter einem enormen Druck, weil die Impfdosen bei zweistelligen Minusgraden transportiert und gelagert werden müssen. Der neue Impfstoff von AstraZeneca kommt hingegen mit normalen Kühlschrank-Temperaturen aus.

Mehrere Staaten, darunter Österreich, Tschechien, Dänemark, Griechenland und die Balkan-Staaten forderten bereits, den Impfstoff schon vor der eigentlichen Zulassung zu verteilen.

Impfstoffproduktion führt zu Milliardeneinnahmen

Die zugelassenen Präparate werden den Herstellern derzeit förmlich aus den Händen gerissen. Die Herstellung und der Vertrieb der Impfdosen ist ein Milliardengeschäft. Die Konzerne verdienen noch mindestens so lange, bis genug Menschen geimpft sind, um die Krankheit wirksam zurückzudrängen. Doch sind die Unternehmen deshalb eine gute Geldanlage?

Machen Sie nicht jeden Trend mit

Viele Anleger investieren jetzt in Moderna. Die Aktie hat in den vergangenen Monaten mehr als tausend Prozent gewonnen. Die Story klingt ja auch zu schön. Es gibt eine Krankheit, die unsere ganze Welt in…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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