Der DAX ist schwach in die neue Woche gestartet, nachdem die Märkte die Ereignisse im Iran vom Wochenende verarbeitet und entsprechend eingepreist hatten. Der Abwärtstrend vom Vortag dürfte sich auch am Dienstag fortsetzen, da der Index vorbörslich bereits deutlich im Minus notiert. Obwohl sich die US-Börsen überraschend robust zeigten, konnte dies den deutschen Leitindex am Montag nicht stützen. Zum Handelsschluss stand daher ein klares Minus von 2,6 Prozent bei 24.638 Punkten zu Buche. Vor allem die gestiegenen Energiepreise im Zuge des Iran-Kriegs sowie die anhaltende Blockade der Straße von Hormus belasteten die Kurse am deutschen Aktienmarkt spürbar.
Steigende Energiepreise belasten Börsen
Die Eskalation im Mittleren Osten hat somit spürbare Verwerfungen an den Finanzmärkten ausgelöst. Da durch die Straße von Hormus rund ein Viertel der weltweiten Öl- und Gasexporte transportiert wird, gilt die inoffizielle Sperrung als gravierender Einschnitt für den globalen Energiemarkt. Infolgedessen zogen die Energiepreise für Öl und Gas deutlich an. Analysten an der Wall Street warnen zudem, dass der Rohölpreis infolge der Blockade auf 100 US-Dollar oder mehr steigen könnte. Dies hätte nicht nur konjunkturelle Konsequenzen, sondern würde zugleich die zuletzt rückläufige Inflation wieder anheizen und damit Zinssenkungserwartungen dämpfen.
US-Präsident Donald Trump stellte unterdessen eine mindestens vierwöchige Operation in Aussicht. Entscheidend für DAX und Co. bleibt daher, ob die wichtige Handelsroute zeitnah wieder geöffnet wird. Anleger suchten zwischenzeitlich Schutz in sicheren Häfen wie Gold und Silber, wobei die Edelmetalle ihre frühen Gewinne im Zuge der US-Erholung teilweise abgaben. Charttechnisch rückt beim DAX jetzt die Marke von 24.500 Punkten in den Fokus, da ein nachhaltiger Rutsch darunter, die Abwärtsdynamik beschleunigen könnte.
DAX fällt unter wegweisende Marke
Der DAX dürfte – wie bereits am Vortag – mit einem deutlichen Abwärts-Gap in den Handel starten. Vorbörslich rutschte der Index unter die Marke von 24.400 Punkten und notiert damit klar unter der wegweisenden Unterstützungszone bei 24.500/24.475 Punkten. Gelingt keine zügige Rückeroberung dieses Bereichs, dürfte der Abwärtsdruck anhalten. In den Fokus rückt damit erneut das Doppeltief bei 24.270 Punkten. Diese Marke fungiert als charttechnische Schlüsselzone; ein Bruch würde das übergeordnete Chartbild spürbar eintrüben und die runde Marke von 24.000 Punkten als nächstes Kursziel aktivieren.
Auf der Oberseite liegen erste Widerstände bei 24.500 Punkten sowie im Bereich von 24.600/24.620 Punkten. Erst ein dynamischer Ausbruch über diese Hürden würde die kurzfristige technische Lage stabilisieren und Raum für eine Erholung eröffnen.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützung:
24.240 – Doppeltief
24.176 – SMA200 (daily)
24.000 – Psycho-Marke
23.850 – Horizontale
DAX Widerstände
24.500 – MOB-Marke
24.620 – Horizontale
24.750/800 – WS-Zone
24.836 – SMA50 (daily)
25.000 – Psycho-Marke
25.166 – Tagestief 27.02.
25.284 – Gap 21.02.
25.315 – Tageshoch 18.02.
25.336/331 – Tageshoch 27.02. / 20.02.
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Naja- wenn ich so zurückdenke, dann waren die Spritpreise an der Tankstellen vor 50 Jahren, gegenüber den Gehältern, teurer.
Und das, trotz gestiegener Mehrwertsteuer, Mineralölsteuern und CO2- Abgaben.
Aber mal sehen wo es nun hingeht.
…Die Benzinpreise in Deutschland sind in den letzten 50 Jahren (ca. 1975–2025) drastisch gestiegen, von umgerechnet deutlich unter 1 Euro pro Liter auf über 1,70 Euro im Jahr 2025. Während Superbenzin 1975 noch rund 86 Pfennig (ca. 44 Cent) kostete,..
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Diesel kostete in Holland um 1970 noch 20 Pfennig pro Liter. Früher war eben alles billiger…..
„Früher war eben alles billiger…..“
Nicht unbedingt.
Ende November 2023 kostete 1 US-Dollar schlappe 4,2 Billionen Reichs-Papiermark.
“ Jede Mark wurde gedruckt von Deutschen unter einer Regierung, die nur aus Deutschen bestand.
Es waren deutsche Parteien, wie die Sozialisten, die deutsche Zentrumspartei und die Demokraten – verschiedene Koalitionsregierungen bildend -, die allein verantwortlich waren für die politischen Maßnahmen.
Eine Übernahme der Verantwortung für die missliche Lage kann natürlich von keiner politischen Partei erwartet werden. “
(Zitat Hanns Sennholz aus dem Jahr 1976)
Andererseits:
1980 musste ich ich für eine Halbe Bier (2 Mark) bei einem Stundenlohn von 12 Mark / Stunde zehn Minuten arbeiten, in einem Schüler-Ferienjob im Gartenbau.
Wie lange muss ein Schüler heute für die gleiche Menge arbeiten, bei einem Preis von 5 EUR / Halbe ?
Bzw. welchen Stundenlohn muss er bekommen, um eine Halbe in zehn Minuten zu erwirtschaften ?
Muss natürlich heissen „Ende November 1923“
Zwar ist die Deutsche Lufthansa AG momentan im MDax. Airbus jedoch gehört neben Boeing zur Lufthansa-Flotte, und ist somit auch Gegenstand des Flottenerneuerungsprogramms von seiten des Kranich-Konzerns.
Der DAX Performance Index wird bald wieder mit den 24 000 zu kämpfen haben. Besonders wird’s die Spekulanten betreffen,die auf Pump ihr Depot finanziert haben.
Und ob die FED oder EZB sich getraut in dieser Marktphase Geld zu drucken,darf angesichts der Inflation bezweifelt werden.
Eigentlich müsste die FED jetzt schon ihr Mini- QE reduzieren. Ihr neues Mini QE das seit einiger Zeit läuft.
Naja- Di Palma
Im Oktober 1923 kostete eine Unze Gold in Deutschland aufgrund der Hyperinflation astronomische
241,84 Billionen Papiermark.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut