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US-Inflation und Berichtssaison im Blick DAX trotzt Sommerflaute – Neue Impulse für die Börsen

DAX trotzt Sommerflaute – Neue Impulse für die Börsen
Grafik: ChatGPT

Nach einer starken Handelswoche hat der DAX am Freitag eine leichte Verschnaufpause eingelegt. Mit einem Rückgang von lediglich 0,12 Prozent schloss der deutsche Leitindex bei 24.162 Punkten zwar im Minus, verzeichnete auf Wochensicht jedoch ein deutliches Plus von rund 3,2 Prozent. Die jüngste Erholung wurde dabei von der Hoffnung auf eine mögliche Waffenruhe in der Ukraine unterstützt. Dennoch trüben anhaltende globale Konjunktursorgen und die Auswirkungen der Zölle die Stimmung an den Börsen. Es steht eine spannende Woche bevor, in der die Berichtssaison der DAX-Konzerne sowie die US-Inflationszahlen im Fokus stehen werden.

US-Inflation und Berichtssaison im Blick

Am Dienstag richtet sich das Augenmerk vor allem auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise. Analysten erwarten, dass sowohl die Gesamtinflation als auch die Kernrate zugelegt haben. Dies könnte die Entscheidung der US-Notenbank Fed über den weiteren geldpolitischen Kurs erschweren. Einerseits wachsen Sorgen für zunehmenden Infaltionsdruck durch die Zölle, andererseits steigt der politische Druck, die Zinsen zu senken. Doch selbst eine Lockerung der Geldpolitik dürfte angesichts der aktuellen Unsicherheiten nicht zwangsläufig zu steigenden Kursen führen, da die Risiken für DAX und US-Börsen akut bleiben.

Parallel dazu läuft die Berichtssaison der Unternehmen hierzulande auf Hochtouren. Es stehen in den kommenden Tagen Zahlen von Schwergewichten wie Hannover Rück, Eon, Renk, RWE und Thyssenkrupp an. Diese könnten wichtige Impulse für den Markt liefern. Trotz der hohen Bewertung und saisonal schwacher Tendenzen im August zeigt sich der DAX bislang widerstandsfähig.

Geopolitisch blicken die Anleger gespannt auf ein mögliches Treffen zwischen US-Präsident Trump und Russlands Präsident Putin, das Fortschritte im Ukraine-Konflikt bringen könnte. Unterm Strich bleibt die Stimmung vorsichtig optimistisch – doch ohne klare Fortschritte bei Konjunktur und Politik dürfte der Spielraum für weitere Kursgewinne begrenzt sein.

DAX: Bullen am Ruder

Long: Vorbörslich zeigt sich der DAX etwas fester. Auf der Oberseite stehen ihm jedoch die Hürden bei 24.310 und 24.375 Punkten im Weg. Diese müssen durchbrochen werden, damit er in den Bereich von 24.439 bis 24.479 Punkten vorstoßen kann. Vor allem die Zone um das alte Rekordhoch von 24.479 Punkten sowie die Horizontale bei 24.500 Punkten sind dabei richtungsweisend. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg zum Allzeithoch von 24.639 Punkten freimachen.

Short: Sollte der DAX hingegen unter 24.310 Punkten bleiben, ist mit weiteren Rücksetzern in Richtung 23.110/095 Punkten zu rechnen. Ein Rutsch darunter würde zudem weiteres Abwärtspotenzial bis 24.000 bzw. 23.960 Punkten freisetzen. Hier könnte er schließlich wieder Halt finden und die nächste Aufwärtsbewegung starten. Unter 23.960 Punkten würde sich das kurzfristige Chartbild dagegen wieder eintrüben.

DAX: Berichtssaison und US-Inflationsdaten als Impulsgeber für Börsen

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützungen:

24.162 – Schlusskurs 08.08.

24.150 – Horizontale

24.096 – Tagestief 08.08.

24.000 – Bulle-Bär-Marke

23.899 – Tagestief 07.08.

23.860 – EMA50 (daily)

23.806 – Tagestief 06.08.

23.785 – Tagestief 05.08.

23.757 – Gap 04.08.

DAX Widerstände:

24.268 – Tageshoch 08.08.

24.312 – Zwischenhochs

24.375 – Horizontale

24.392 – Tageshoch

24.479 – ex Allzeithoch

24.500 – Horizontale

24.639 – Rekordhoch

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Jenseits der 24 000 wird’s schwer…sehr schwer…

    Wichtig zu wissen, es kommen in diesem Jahr auch noch kaum neue Dividendenpunkte hinzu…

    Richten wir unseren Blick deshalb auf den Kursdax… der mit den 9 000 kämpft… was knapp 50 Prozent Zuwachs seit dem Jahr 2000 entspricht…6266 damals in der Spitze…

    Auch hier wird es unmöglich sein …die Vergangenheit zu wiederholen…

    Alles in allem liegt das Gros der Performance in diesem Zyklus hinter uns…der seinerzeit im März 2009 begann…

    Ein Ende ist absehbar…und dann wird’s bitter, ganz bitter…vor allem für die zu spät gekommenen…

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