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Entkoppelt von der Wall Street DAX trotzt US-Schwäche – erneuter Angriff auf 25.000

DAX trotzt US-Schwäche – erneuter Angriff auf 25.000
Grafik: ChatGPT

Trotz anhaltend schwächerer US-Börsen hat der DAX seine jüngste Schwächephase überwunden und erneut die Marke von 25.000 Punkten ins Visier genommen. Im Abwärtssog der Wall Street eröffnete der deutsche Leitindex am Dienstag zunächst tiefer, konnte jedoch im weiteren Verlauf seine Verluste wettmachen, nachdem auch die US-Börsen nach erneuten Kursrückgängen einen Turnaround vollzogen hatten. So stand für den DAX am Ende des Tages ein Plus von 0,8 Prozent bei 24.998 Punkten zu Buche. Vorbörslich notiert der Index am Mittwoch bereits wieder fester und damit über der runden Marke von 25.000 Punkten.

Währenddessen setzte sich unter der Oberfläche an den US-Börsen der Ausverkauf bei Technologieaktien fort, insbesondere bei Werten, die als anfällig für eine mögliche KI-Disruption gelten. Die Sorge vor überhöhten KI-Bewertungen sowie vor anhaltend hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz belastet nicht nur die Nasdaq, sondern auch den Gesamtmarkt. Entsprechend bleibt die Frage, wie lange der deutsche Leitindex sein vergleichsweise robustes Eigenleben gegenüber den US-Indizes behaupten kann.

Zudem trübten überraschend schwache ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland die Stimmung. Gleichzeitig gaben auch Edelmetalle und Kryptowährungen nach, was die Risikoaversion unter Anlegern unterstreicht. Nun richten sich die Blicke auf wichtige US-Konjunkturdaten, darunter das FOMC-Protokoll am Mittwochabend sowie die PCE-Preisdaten und das Bruttoinlandsprodukt am Freitag. Je nach Datenlage dürften diese sowohl die US-Börsen als auch den DAX bewegen.

DAX erneut über 25.000 Punkte

Der DAX hat vorbörslich die Marke von 25.000 Punkten zurückerobert und notiert damit fester. Aus charttechnischer Sicht rückt nun die Widerstandszone zwischen 25.080 und 25.100 Punkten in den Fokus. Gelingt der Ausbruch über diesen Bereich, eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial bis 25.200 und 25.240 Punkte. Darüber hinaus könnte auch die noch offene Kurslücke bei 25.279 Punkten angelaufen werden, sofern der Index das letzte lokale Hoch bei 25.239 Punkten nachhaltig überwindet. Dieser Bereich fungiert jedoch als markanter Widerstand, weshalb ein Rückfall in die etablierte Seitwärtsrange nicht ausgeschlossen ist.

Auf der Unterseite bietet sich zunächst Unterstützung im Bereich von 24.925 Punkten. Fällt der DAX darunter, dürften 24.870 sowie 24.790 Punkte als nächste Zielzonen in den Blick rücken. Dort verläuft eine relevante Supportzone, an der eine technische Gegenbewegung einsetzen könnte.

DAX stemmt sich gegen schwache US-Börsen: 25.000 Punkte im Blick

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützung:

24.870 – Horizontale

24.790 – SMA200

24.734 – Tagestief 17.02.

24.714 – Tagestief 09.02.

24.620 – Horizontale

24.500/475 – MOB-Marke

DAX Widerstände

25.024 – Tageshoch 17.02.

25.098 – Horizontale

25.239 – Tageshoch 12.02.

25.279 – Gap 16.01.

25.356 – Horizontale

25.507 – Rekordhoch

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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2 Kommentare

  1. Die ZEW-Konjunkturerwartungen und der Dax sind zwei Seiten einer Medaille.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die Bullen werden weiterhin versuchen den DAX in Richtung der 25 500 zu forcieren…dem All Time High vom Januar…

    Unterstützung erhält man von Seiten der Notenbanken…die schon wieder Staatsanleihen zukaufen…

    Also nichts mehr ….mit dem Egalisieren der Bilanzen auf das Vorkrisenniveau von 2007…wie ursprünglich versprochen…

    Auslaufende Anleihen werden sofort durch Neue ersetzt…

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