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Dax: Trügerische Ruhe und das Signal Chinas!

Es ist selten, dass wir eine Empfehlung aussprechen – aber heute wollen wir das tun: achten Sie auf Dollar-Yuan!

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Es herrscht aktuell eine trügerische Ruhe an den Märkten: kaum Volatilität, geringe Handelsspannen, wenig Volumen. Dabei setzt sich der Trend der Wall Street fort, die großen fünf Tech-Aktien (Apple, Amazon, Microsoft, Google und Facebook) werden weiter gekauft – die Geschwindigkeit, mit der die Marktkapitalisierung steigt, ist atemberaubend – und schon weil das so ist, kann es nicht mehr lange weiter gehen! Eines sollte man dabei im Hinterkopf behalten: ausser Apple sind diese US-Tech-Giganten in dem entscheidenden Wachstumsmarkt der Zukunft, also in Asien, praktisch nicht vertreten – in der Rückschau wird das ganz klar als Blase erkennbar sein, die eine Verabsolutierung der westlichen Welt ist, die doch eigentlich eher auf dem absteigenden Ast ist inzwischen, noch aber mit übertriebenen Zukunfts-Erwartungen gefeiert wird!

Wir glauben: China hat heute Nacht den Schalter umgelegt und über den Yuan ein Signal gegeben! Und das nach den gestrigen Attacken des Wirtschaftsberaters Trumps, Larry Kudlow, auf Xi Xinping persönlich, den mächtigsten Mann Chinas seit Mao. Jedenfalls lautet dieses Signal Chinas: wir lassen eine weitere Abwertung des Yuan zu, und helfen gleichzeitig mit einer Art QE den (staatlichen) chinesischen Banken (durch Liquiditätszufuhr). Das ist eine Art Erdbeben, das da stattfindet – und dieses Erdbeben bewegt die tektonischen Platten unter der Oberfläche der Finanzmärkte. Diese Platten sind nun in Bewegung gesetzt – und es werden die schwachen Glieder der Kette sein, an denen dann zuerst die Soll-Bruchstellen des Systems  erkennbar werden!

Also gibt es Grund der derzeitigen Ruhe an den Märkten zu mißtrauen. Auch wenn eben diese Ruhe noch weiter anhalten kann – so wie es meist besonders ruhig und windstill ist vor den Stürmen. Und beim Dax war es besonders ruhig, nur vorgestern kam Bewegung auf, als der Index den Sprung über den zentralen Widerstandsbereich 12600/12650 geschafft hatte.

 

Aber was nun? Ist der Weg nach oben weiter offen? Eigentlich charttechnisch schon, aber bislang kann der Dax eben auch kein weiteres Land gewinnnen und stagniert über dem ehemaligen Widerstand 12600/50:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nun ist die untere Kante des Abwärts-Gaps aus dem Juni erreicht im Bereich 12760/70 – jetzt braucht der Dax Dynamik, um gleich das nächste Kursziel bei 12920 zu erreichen.

Es ist selten, dass wir eine Empfehlung aussprechen – aber heute wollen wir das tun: achten Sie auf Dollar-Yuan (USD/CNH; also den offshore Yuan zum US-Dollar)!


(Dollar-Yuan, USD/CNH; Grafik durch anklicken vergrößern)

 

 


Die Wirtschaftsmetropole Shenzhen
Von Mauchai – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7650610

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Finanznews

Schock für die Wall Street! Marktgeflüster (Video)

Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: die Aktienmärkte hängen vor allem am Tropf der Notenbanken, Realwirtschaft spielt keine Rolle

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Was heute an der Wall Street passiert, ist geradezu symptomatisch: ganz schwache US-Konjunkturdaten werden völlig ignoriert (Einkaufsmanagerindex Gewerbe fällt erstmals seit 119 unter die 50er-Marke, sprich die US-Industrie schrumpft). Dann aber der Auftritt des Fed-Chefs von Philadelphia, Patrick Harker, in einem CNBC-Interview mit hawkishen Aussagen (keine Zinssenkung notwendig, Fed sollte erst einmal abwarten, weil US-Wirtschaft stark und Inflation langsam anzieht) – und schon reagierte die Wall Street mit einem Abverkauf. Das zeigt einmal mehr, dass die Aktienmärkte vor allem am Tropf der Notenbanken hängen und die Realwirtschaft praktisch keine Rolle spielt. Die Aussagen von Fed-Gouverneur Harker unmittelbar vor der Rede von Jerome Powell in Jackson Hole dürften kein Zufall sein – sie sind eine Botschaft an die Märkte..

Hinweis: Das heutige Webinar muß leider entfallen – die Technik spielt uns immer neue Streiche! Sorry – und die Bitte um Verständnis, aber wir wollen es nicht riskieren, Sie wieder umsonst warten zu lassen.
Wenn wir sicher sind, dass es technisch klappt, wird das nächste Webinar zeitnah anberaumt und angekündigt!

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Rüdiger Born: Chance in US-Indizes?

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Bei den US-Indizes hatten wir ein schönes charttechnisches Bild. Hier könnte ein Trade möglich sein. Mein „Trade des Tages“ entfiel heute auf ein sehr exotisches Währungspaar. Wollen Sie täglich kostenfrei meine Anylsen lesen, dann melden Sie sich bitte an dieser Stelle an.

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Indizes

Hongkong – Proteste eine Gefahr für Zukunft des Finanzzentrums?

Nicht nur wegen der Proteste in Hongkong scheint China Pläne für eine Ablösung der Stadt als dominantes Finanzzentrum zu haben

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Hongkong gehört seit dem Abzug der Briten 1997 wieder zu China und hat eigentlich noch bis 2047 als so genannte Sonderverwaltungszone garantierte Sonderrechte. Diese sind durch die schon lange währenden Demonstrationen in Gefahr. China braucht Hongkong wirtschaftlich und umgekehrt. Aber jetzt bahnt sich eine neue Entwicklung an.

 

Hongkong – Bedeutung für Chinas Wirtschaft

Hongkong ist auf China angewiesen und vice versa. Wie amtliche Statistiken ausweisen, steht das Reich der Mitte allein schon durch seine geografische Nähe für die Hälfte von Hongkongs Handel. Zugleich stammen gut ein Viertel aller Auslandsinvestitionen in Hongkong aus China plus das Kapital aus diversen Steueroasen. Auch logistisch ist Hongkong vom Festland abhängig, denn ein Viertel des elektrischen Stroms bezieht man von dort sowie den größten Teil des benötigten Trinkwassers. Etwa 20 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet Hongkong mit Tourismus und Einzelhandel. Dabei kommen 80 Prozent der Touristen aus China, die in Hongkong Luxusgüter einkaufen.

Für chinesische Unternehmen hat Hongkong auch eine enorme Bedeutung. Die riesige Metropole ist ein Brückenkopf zu den globalen Finanzmärkten und Drehscheibe für viele Auslandsinvestitionen, die über die ehemalige britische Kronkolonie getätigt werden. Unbestritten auch die Dominanz der dort ansässigen Börse. Globale Investoren haben über die Börse in Hongkong 2,6 Billionen US-Dollar in chinesische Unternehmensaktien investiert. Chinesische Unternehmen nutzen die Stadt, um ausländisches Kapital einzusammeln. Dies ist aber nicht in Stein gemeißelt, wie wir gleich sehen werden.

 

Hongkong kämpft gegen die Rezession

 

Tourismus und Finanzindustrie sind wichtige Größen für das Bruttoinlandsprodukt Hongkongs. Die andauernden Proteste hinterlassen aber mehr und mehr Spuren in der Konjunktur. Allein die Schließung des Hongkonger Flughafens dürfte zu einem Ausfall von fast 14 Tausend Tonnen Fracht im Wert von rund 1,2 Milliarden US-Dollar geführt haben, wie ortsansässige Fondsmanager verlautbarten. Damit verbunden auch zurückgehende Besucherzahlen, schwächere Einzelhandelsumsätze und geringere Hotelbuchungen.

Hongkongs Regierung hat deshalb ein Konjunkturpaket im Wert von rund 19 Milliarden Hongkong-Dollar (circa 2,3 Milliarden Euro) angekündigt, was aber nicht besonders groß erscheint, wenn man Hongkongs BIP in Höhe von 330 Milliarden Euro in Relation dazu stellt.

Dessen Wirtschaft schwächelt bereits seit Monaten. Im zweiten Quartal des Jahres musste schon ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent vermeldet werden. Im laufenden Quartal dürfte es nicht besser laufen, sodass eine technische Rezession zu erwarten ist. 2018 war das Bruttoinlandsprodukt noch um drei Prozent gewachsen.

 

Chinas Zukunftspläne – Shenzen, die neue Finanzmetropole?

Auch wenn sich die Regierung in Peking dem Druck der Demonstrationen in Hongkong nicht beugen wird, so scheint man bereits Pläne für eine Ablösung der Stadt als dominantes Finanzzentrum zu haben.

Hongkongs Rolle als Finanzplatz könnte an Bedeutung verlieren.

Darauf deutet ein am Sonntag veröffentlichter Plan Pekings hin, in dem eine weitere Öffnung der Wirtschaft von Shenzhen bekanntgegeben wurde – eine riesige Stadt unweit zur Grenze von Hongkong. Die Stadt solle bis 2025 „eine der führenden Städte der Welt im Hinblick auf wirtschaftliche Stärke und die Qualität der Entwicklung“ werden und bis zur Mitte des Jahrhunderts eine der Top-Metropolen der Welt.

Chinesische Medien sprachen davon, dass Shenzhen besser werden solle als Hongkong und es die einzige Chance für das abtrünnige Hongkong sei, sich vollständig in China zu integrieren. Auch wenn dieses als Drohkulisse zu verstehen ist, als Warnung an die einstige britische Kolonie, den erworbenen Wohlstand nicht zu riskieren, scheint sich hier eine weitere Entwicklung in Gang zu setzen.

 

Fazit

Es wird aus vielen Aktionen deutlich. China möchte sich als Weltmacht etablieren, praktisch in einer neuen bipolaren Welt in Konkurrenz zum Westen auf technologischen und militärischen Gebieten. Gewissermaßen der „Nukleus“ für den laufenden und noch lange währenden Handelsstreit zwischen den USA und China. Seien es die Entwicklungen um Huawei und Co oder jetzt in Hongkong, man scheint auf eine Art Ost-West-Aufteilung neuer Prägung zuzusteuern. Mittendrin Deutschland, welches als Exportnation große Wirtschaftsbeziehungen sowohl mit den USA als auch mit China unterhält. Ob dies in Zukunft ohne Friktionen weiter möglich sein wird?

 

Hongkong war bislang der Hub für China zu den globalen Finanzmärkten

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