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Indizes

Dax: Truthähne vor Thanksgiving

Den Bullen geht es wie den Truthähnen vor Thanksgiving: nichts scheint die Laune verderben zu können, alles läuft prima, warum also vorsichtig sein?

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Historisch gesehen ist es häufig so: wenn der Dax wie in den letzten knapp zwei Wochen hinter der Wall Street zurück bleibt, dann aber plötzlich diese Lücke mit einer schnellen Bewegung wieder schließt (so wie gestern), dann sind solche Aufholmanöver auffallend häufig mit schlechtem Timing versehen! Sprich: der Dax entschließt sich nach langem Zögern zum Gleichlauf mit den US-Indizes, die dann nicht selten kurz danach eine Vollbremsung einlegen und den Dax damit auf dem völlig falschen Fuß erwischen!

Kommt es auch diesmal so? Der Dax jedenfalls hat sich so viel Zeit gelassen, dass die Wall Street inzwischen in einem Maße überkauft ist, das nach einer Korrektur geradezu schreit! Solche Überkauftheiten könen durchaus länger anhalten als man eigentlich glaubt – aber dann kommt es in schöner Regelmäßigkeit zum Abbau der Überkauftheit durch eine schärfere Korrektur:


(Dax schwarz, S&P orange; Chart durch anklicken vergrößern)

Jedenfalls hat der deutsche Leitindex nun erst einmal das Seitwärts-Geschiebe beendet und ist aus der „Box“ zwischen 11100 Punkten und 11220 Punkten nach oben ausgebrochen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Denkbar wäre nun ein Rücksetzer bis zu jener Marke, die als Widerstand gestern recht glatt durchstoßen wurde: der Bereich bei 11280 Punkten. Sollte diese Unterstützung nicht halten, würde der Dax das Ausbruchsniveau bei 11220 Punkten noch einmal testen , was einem durchaus typischen Muster entsprechen würde: ein Kurs bricht über einen Widerstand aus und steigt zunächst impulsiv, um dann noch einmal zurück zu setzen auf das Ausbruchsniveau (und dort fällt dann die Richtungsentscheidung).

So oder so: nichts scheint derzeit die Bullen aus der Ruhe bringen zu können: die Fed wieder dein Freund und Helfer (was jedoch zu bezweifeln ist..), im Handelskrieg zwischen den USA und China wird nett verhandelt, die US-Berichtssaison ist nicht gut, aber eben auch keine Katastrophe (erstmals seit dem Jahr 2009 steigen die Aktien jener Unternehmen, die ihre Zahlen vorlegen, am selben Tag durchschnittlich mehr als +1% – offenkundig war hier viel Pessimismus eingepreist).

Den Bullen geht es wie den Truthähnen vor Thanksgiving: nichts scheint die Laune verderben zu können, alles läuft prima, warum also vorsichtig sein? Wir glauben: das dicke Ende wird kommen, und es ist nicht mehr sehr weit entfernt..

 

Von Andy Reago & Chrissy McClarren – Wild Turkey, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47672945

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Der Boom ist zu Ende

Nach Jahren des Booms soll es 2019 einen Rückgang von bis zu 20% im Bereich von Fusionen und Übernahmen in Deutschland geben. Dabei setzte bei der Spitzendisziplin des Investmentbankings (M&A) im ersten Quartal bereits ein Schrumpfen von 67 % bei den Ankündigungen ein, wie der Finanzdatenanbieter Refinitiv ausgerechnet hat. Im ersten Quartal 2018 hatte es noch einen richtigen Rausch auf diesem Gebiet gegeben.

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Auch das Geschäft mit Börsengängen (IPOs) ist im ersten Quartal richtiggehend eingeschlafen. Das Geschäft mit Aktienemissionen brach laut Refinitiv um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Zuletzt hatte Volkswagen den Börsengang seiner Nutzfahrzeugsparte unter dem Namen Traton abgesagt.

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