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DAX über 24.000 Punkten: Kommt jetzt der Ausbruch nach oben?

DAX über 24.000 Punkten: Kommt jetzt der Ausbruch nach oben?
Grafik: ChatGPT

Die jüngste Nervosität rund um eine mögliche Krise der US-Regionalbanken scheint vorerst überwunden. Die Aktienmärkte dies- und jenseits des Atlantiks haben die Befürchtungen über Bord geworfen und die Flucht nach vorne angetreten. Der DAX hat sich wieder oberhalb der Marke von 24.000 Punkten etabliert und zeigt damit eine bemerkenswerte Stabilität. Seit Anfang Oktober pendelt der DAX überwiegend über dieser psychologisch wichtigen Marke. Kurzzeitige Rücksetzer wurden rasch von kaufbereiten Anlegern aufgefangen – das Motto „Buy the Dip“ bleibt also intakt. Am Dienstag erreichte der Leitindex ein Tageshoch von 24.384 Punkten, bevor er zum Handelsschluss leicht nachgab und bei 24.330 Punkten schloss – ein moderates Plus von 0,3 Prozent.

Obwohl sich der DAX wieder in robuster Verfassung zeigt, fehlt ihm der entscheidende Impuls, um die richtungsweisende Hürde von 24.500 Punkten nachhaltig zu überwinden. Während sich die deutschen Aktien nur langsam nach oben vorkämpfen, präsentieren sich die US-Aktienmärkte bereits wieder in Rekordlaune. So erreichte der Old-Economy-Index Dow Jones ein neues Allzeithoch, und auch der S&P 500 und der Nasdaq 100 könnten bald folgen.

An der Wall Street sorgen positive Signale zur Beilegung des Haushaltsstreits, Fortschritte im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie starke Unternehmenszahlen aus der Berichtssaison für Auftrieb. Ob sich die Hoffnung auf eine baldigen Entspannung im Handelskrieg bestätigt, wird sich jedoch erst beim nächsten Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zeigen.

Im Gegensatz dazu standen Edelmetalle massiv unter Druck: Der Goldpreis fiel von seinem Rekordhoch bei 4.381 auf knapp 4.000 Dollar, auch Silber gab deutlich nach. Gewinnmitnahmen und der stärkere US-Dollar sorgten für Gegenwind. Für den DAX bleibt nun entscheidend, ob der Ausbruch über die wegweisende Marke von 24.500 Punkten gelingt – erst dann wäre der Weg zu neuen Höchstständen frei.

DAX im Aufwind

Der DAX präsentiert sich weiterhin in robuster Verfassung und verharrt über der Marke von 24.300 Punkten. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung in Richtung 24.500 Punkte. Dafür muss er allerdings den Widerstand bei 24.380 Punkten überwinden.

Fällt er hingegen unter das Zwischentief von 24.211 Punkten, könnte es zu einem Rücklauf bis 24.145 bzw. 24.090 Punkten kommen. Dort bestünde dann die Chance auf eine Wende und eine neue Aufwärtsbewegung. Aus Sicht der Bullen sollte es im heutigen Handel jedoch nicht tiefer gehen. Wenn doch, rückt die runde Marke von 24.000 Punkten erneut in den Fokus. Nachhaltige Kursrückgänge darunter würden das aktuell bullische Bild jedoch wieder infrage stellen.

DAX stabil über 24.000-Punkte-Marke - Aktienmärkte im Aufwind

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützungen:

24.201 – Tagestief 21.10.

24.170 – Horizontale

21.147 – SMA50

24.026 – Tagestief 20.10.

23.987 – Tageshoch 17.10.

23.975 – MOB-Marke

23.885 – Horizontale

23.830 – Gap 17.10.

23.700 – Horizontale

23.684 – Tagestief 17.10.

DAX Widerstände:

24.384 – Tageshoch 21.10

24.448 – Tageshoch 13.10.

24.500 – Horizontale

24.690 – Tageshoch 10.10.

24.715 – Fibo-Extension

24.771 – Tageshoch 09.10.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Der DAX steht und fällt mit Amerika. Der DAX kann kein eigenständiges Leben führen, das hat er oft genug bewiesen.

    In den USA wurden jetzt im S&P 500 eine Marktkapitalisierung von knapp 57 Billionen US-Dollar erreicht.

    Das Zehnfache der Finanzkrise. Würde sich der Index verdoppeln, so müssten weitere 57 Billionen US-Dollar in den Index fließen.
    Zwar passiert heute viel über Optionen, 50er…60er..70er Hebel..dennoch müsste das auch im Realhandel innerhalb der nächsten 50 bis 70 Tage bestätigt werden.
    Es ist also nicht davon auszugehen das sich der Index in den nächsten 16 Jahren nochmals verzehnfachfachen kann, schon eine Verdoppelung wird schwer.
    Denn alleine im Gold sind über 30 Billionen Dollar gebunden. Dazu kommt das Silber und die anderen Edelmetalle.
    Und die kryptographischen Währungen und das Öl und und und..
    Es ist richtig das die Geldmenge in den USA in den letzten 25 Jahren stark gestiegen ist, hauptsächlich getrieben durch die Verschuldung.
    Aber auch hier ist das Wachstum endlich. Schon heute müssen auf die Schulden über 5,5 Billionen US Dollar jährlich an Zinsen gezahlt werden.
    Es ist nunmal so das auf einem bestimmten Niveau das neue Wachstum immer schwächer wird. Das heißt das Ausgangsniveau ist schon viel zu hoch um weitere exponentielle Wertsteigerungen zu erzielen.
    Auch der DAX ist nicht mehr günstig. Wir stehen eben nicht mehr bei den 2166 vom März 2003… sondern fast beim Zwölffachen dessen…
    Man sieht es alleine daran wie schwer sich der DAX tut die 24 000 nachhaltig hinter sich zu lassen…

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