Folgen Sie uns

FMW

Dax: Umschichtungen

Die zurück fließenden Kapitalströme nach dem Macron-Sieg dürften den Dax erst einmal weiter unterstützen. Das Risiko liegt vor allem in den USA und China..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Versetzt man sich in die Lage eines Fondsmanagers, scheint die Sache ziemlich zwingend zu sein: in den USA ein irrlichtender Präsident, zuletzt eher enttäuschende Wirtschaftsdaten und eine nicht gerade geringe Bewertung an den Märkten – das erklärt, warum zuletzt Gelder aus ETFs, die den amerikanischen Markt abbilden, abgezogen worden sind.

Dagegen Europa nach den Wahlen und den sich nicht bestätigten Sorgen um den Sieg rechtspopulistischer Bewegungen, dazu immer besser zu werden scheinende Konjunkurdaten und noch Bewertungen, die deutlich günstiger sind als in den USA. Dazu kommt noch eine Berichtssaison in Europa, die besser war als in den USA – spricht nur fast niemand darüber..

All das spricht für den Dax, keine Frage. Auch die derzeit negative Stimmung der Profis (Umfrage der Deutschen Börse) macht noch einmal einen Short-Squeeze nicht gerade unwahrscheinlich. Also alles super? Jein. Denn andernorts zeigen sich doch dunkle Wolken, in den USA und in China, also den „Dickfischen“ der Weltkonjunktur. Noch nimmt man das nicht allzu ernst, weil sich vor allem in den USA die Aktienmärkte von den Konjunkturdaten entkoppelt haben – aber die Historie zeigt, dass das mit Verzögerung dann eben doch an den Aktienmärkten ankommt.

In Asien gemischte Vorgaben trotz der unter den Erwartungen liegenden Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte:

Shanghai Composite +0,29%
CSI300 +0,45%
ChiNext +0,40%
Nikkei -0,15%

Der X-Dax startet jedoch angesichts der höheren US-Futures unmittelbar am Allzeithoch – wir sind jetzt wieder da, wo der Dax in Vorfreude kurz vor der Wahl Macrons stand:

Steigt der Dax auch im Kassa-Handel über das bisherige Allzeithoch (auf X-Dax-Basis 12837 Punkte), könnte noch einmal Dynamik aufkommen. Schon deswegen, weil laut Umfrage der Deutschen Börse 49% der Profis einen fallenden Dax erwartet hatten, vermutlich also eher auf der Short-Seite positioniert sind und nun unter Druck kommen mit ihren Verlust-Positionen.

Nach oben lassen sich rein charttechnisch angesichts bisher unbekannten Geländes keine vernuünftigen Widerstände ableiten, Orientierung könnten nur Fibonacci-Levels bieten – und demgemäß läge ein großes Kursziel sogar über der Marke von 13100 Punkten. Die nächste relevante Unterstützung dagegen der Doppel-Boden bei 12660/65 Punkten, darüber leichtere Unterstützung in der Zone 12790-12800 Punkte:

Die zurück fließenden Kapitalströme nach dem Macron-Sieg dürften den Dax erst einmal weiter unterstützen. Das Risiko liegt vor allem in den USA und China..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Mike

    15. Mai 2017 12:04 at 12:04

    „Die nächste relevante Unterstützung dagegen der Doppel-Boden bei 12760/65 Punkten“ ?
    100 Punkte weniger oder ?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      15. Mai 2017 12:05 at 12:05

      @Mike, richtig, gemeint ist 12660/65, also 100 Punkte tiefer; danke für den Hinweis, ich korrigiere das im Text..

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktien: Generation Z und die Spekulation! Marktgeflüster (Video)

Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht wieder Schlagzeilen und pusht auch heute wieder bestimme Aktien nach oben. Das böse Ende aber wird kommen..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht auch heute wieder Schlagzeilen und pusht wieder Aktien wie Gamestop oder Beyond Meat nach oben. Diese Generation Z wird nicht nur den Klimawandel ausbaden müssen, sondern ahnt auch, dass sie seit langer Zeit die erste Generation sein wird, für die der Kuchen nicht größer, sondern vermutlich kleiner sein wird. Und diese Generation Z wähnt sich nun durch die Fed und andere Notenbanken in einem Casino, in dem man ohne Risiko zocken könne – weil Aktien angeblich immer steigen. Aber an der Börse hat die Mehrheit schon immer verloren, und das wird diesmal nicht anders sein..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktien: Attacke auf die Wall Street! Videoausblick

Was gestern mit Aktien wie Gamestop passiert ist, kann man durchaus als geplante Attacke auf die Wall Street bezeichnen! Eine junge Generation vor schmerzhaften Erfahrungen..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Was gestern mit Aktien wie Gamestop passiert ist, kann man durchaus als geplante Attacke auf die Wall Street bezeichnen! Da hat sich über die Plattform Reddit ein Flash Mob verabredet mit dem Ziel, jene Aktien nach oben zu pushen, die von einigen Hedgefunds an der Wall Street stark geshortet worden sind. Die Folge: einer dieser Hedgefunds, Melvin Capital, musste offenkundig durch eine Geldspritze von 2,7 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden. Wir erleben derzeit eine Euphorie vor allem bei jener Generation, die weder das Platzen der Dotcom-Blase noch die Finanzkrise an der Börse mitgemacht hat. Diese Generation wird bald schmerzhaftes Lehrgeld bezahlen!

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Finanznews

Aktien: Flash Mob – jetzt wird es gefährlich! Marktgeflüster (Video)

Ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen verabredet, kauft Aktien über Call-Optionen. Warum das für die Märkte gefährlich ist!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die Dinge werden immer extremer: ein Flash Mob, der sich auf social media-Kanälen wie Reddit verabredet, kauft Aktien über weit aus dem Geld liegende Call-Optionen – und bringt damit sowohl Short-Seller (wie heute Citron im Falle der Aktie Gamestop) unter Druck. Aber auch die Broker, die diese Call-Optionen verkaufen, denn diese müssen sich dann häufig durch den (physischen) Kauf der jeweiligen Aktie absichern: gelingt das nicht, bringt das immense Risiken mit sich, die zum „Aus“ des Brokers (und des Short-Sellers) führen können. War es ein Zufall, dass heute in den USA fast alle Neo-Broker Probleme hatten und phasenweise offline waren? Wohl nicht. Für die Märkte bringen solche Flash Mobs Instabilität und unkalkulierbare Risiken mit sich..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage