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Dax und Dow Jones: Freigabe zum Shorten

Markus Fugmann

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am

Von Michael Leist

„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen“ (Niels Bohr). Daher sind historische und insbesondere periodisch auftretende Ereignisse von immensem Wert, um uns im vermeintlichen Chaos dieser Welt zurechtzufinden. Darüber hinaus sind diese periodischen Ereignisse das einzige Mittel, um überprüfbare Vorhersagen zu treffen und eine Theorie zu untermauern. Dieses allgemeine Wissenschaftsprinzip gilt seit der erstmaligen Berechnung der Planetenbahnen – und warum also sollte es mit dieser Methode nicht auch möglich sein, die Bewegungsrichtung eines Marktes zu bestimmen?

Seit dem vermehrten Eingreifen der Notenbanken in den freien Markt wird allerdings die Aussagekraft der technischen Markanalyse in Frage gestellt. Ich teile diese Meinung allerdings nicht. Nachdem ich bereits anhand von Marktindikatoren Zielprognosen erstellt habe (30. Juni: „Drei Gründe warum der DAX-Crash kommt“; 15. September: „Die Märkte sind überreif für eine Korrektur“), halte ich es nun jedoch für nötig, diese noch einmal in Zusammenhang darzustellen und um die Analyse der sogenannten Elliott-Wellen zu ergänzen.

Elliott-Wellen beschreiben im Wesentlichen Zyklen an den Finanzmärkten als Fraktale, d.h. als ein Wellenmuster, das sich im größeren wie im kleineren Maßstab betrachtet gleichermaßen fortsetzt. Dabei stellen fünfgliedrige Wellen (1-5) einen Bullen-Markt dar, während dreier Wellen (A-C) den Bären-Markt kennzeichnen. Die erste, dritte und fünfte Welle bestehen dabei gleichfalls aus fünf Wellen, während die 2. und 4. Welle zumeist eine dreiförmige Korrekturwelle ist. Diese Gleichförmigkeit wird jedoch durch größere Korrekturen und Umkehrformationen (A-E) unterbrochen. Es ist daher sinnvoll, Elliott-Wellen zusammen mit Markindikatoren zu betrachten, um nicht den Gesamtüberblick zu verlieren.

Schaut man sich mit diesem Wissen den DAX-Wochenchart an (Abbildung 1), so wird schnell klar, dass wir uns wie zuvor 2008 und 2011 im fünften Wellenzyklus befinden. Diese unterscheidet sich jedoch von der regulären Welle 3 bezüglich ihrer wiederum fünfgliedrigen Unterwellen. Denn laut Regelwerk sollte die fünfte Welle (ob nun „Unter“- oder „Ober“- Welle) stets größer sein als die dritte. Dies trifft jedoch nicht für die fünfte Unterwelle der fünften Oberwelle zu (rote Ziffer). Es handelt sich daher um eine Versagerunterwelle die mit der fünften und letzten Oberwelle des längerfristigen Zyklus zusammenfällt und weiter fallende Kurse impliziert. (Beachte, dass mit der 5.Oberwelle die langfristige rote Unterstützungslinie an der drei-zu-vier Unterwellenkorrekturen gebrochen wurde.)

Der Zyklus 1-5 kann darüber hinaus durch Divergenzen (mit Pfeilen gekennzeichnet) im MACD Indikator und dem Chaikin Oszillator beschrieben werden. Hierbei korreliert eine Divergenz im MACD Histogramm mit den Wellen 1-4 – und kann wie das Aufblasen eines Ballons verstanden werden, welches zu einer anschließenden Marktübertreibung führt. Diese Übertreibung des Marktes (bei der grauen Vertikalen) kann als Überwindung des blauen Trendkanals beschrieben werden und stellt die fünfte Elliott-Oberwelle da. Das Trendumkehrpotenzial, das sich bereits aus der Versagerwelle der fünften Oberwelle ableiten lässt, wird noch durch eine Divergenz in der MADC Linie verstärkt und durch eine Divergenz im Chaikin Oszillator bestätigt.

Betrachtet man allein die fünfte Oberwelle im DAX-Tageschart (Abbildung 2), so erkennt man, dass der DAX in dieser Zeit viele open gaps wieder geschlossen hat. Nach der Regel „exhaustion gaps werden geschlossen“ und „common gaps bleiben offen“ (oder schließen sich erst viel später wie die blau dargestellten Kreise) zeigt auch dies die erschöpfende Schwäche im DAX an. Darüber hinaus lässt sich bereits ein neuer Abwärtstrendkanal (lila) ausmachen. Auch das in einem Aktienindex relativ seltenen auftretende, 1234er-Short-signal sowie das Kreuzen der 50 mit der 90 Tagestrend-Line von oben nach unten, was als Todeskuss bezeichnet wird, bestätigen die Vermutung einer Trendumkehr. Gleichzeitig ist es wohl noch nicht die Zeit für „heiße“ Scheine. Denn solange die Unterstützung bei 9423 Punkten immer wieder zurückerobert werden kann, hält sich der DAX in der waagerechten.

Kurzfristig ist im Rahmen der laufenden ABC Korrektur das Ziel von 936x Punkten gerechtfertigt. Daraufhin könnte sich abermals ein rebound bis zu 9721 Punkten ergeben. Die 10.000 Punkte sollten wir allerdings lange nicht mehr sehen, denn auch der Dow Jones Index schickt sich an in den Reigen der Trendumkehrsignale einzufallen.
Auch im Wochenchart des Dow Jones (Abbildung 3) korreliert eine Elliott-Wellen Umkehrformation (A-E) mit einer Divergenz der MACD Linie, die wiederum durch eine Divergenz im Chaikin Oszillator bestätigt wird. Hinzu kommt, dass auch hier die langfristige rote Unterstützungslinie innerhalb dieser Wellenformation gebrochen wurde. All das mündet in einem negativen Harami chandelstick pattern für den Monat September. Dieses Zeichen wurde in den letzten zehn Jahren im DJ-Index auf Monatsbasis nur zweimal zuvor 2008 und 2011 gesichtet (blaue Rechtecke) und beide Male schlossen sich starke Abverkäufe an.

Zusammengefast spricht alles dafür, dass die Märke in naher Zukunft eine heftigere Korrektur (Crash) erleben werden. Das Ziel dieser Korrektur wird vermutlich die 61,8% Fibronacci Marke um 14690 Punkten im Dow Jones und 8100 Punkten im DAX sein. Letzteres war auch im DAX das Top von 2008.

DAX Versager Abbildung 1

DAX Versager Abbildung 2

DAX Versager Abbildung 3

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Gold & Silber, nächster Rush nach…

Rüdiger Born

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Gold und Silber erhitzen die Gemüter, das war schon immer so und zwar völlig zu recht. Doch jetzt gibt es neuen Grund, denn eine neue schnelle Bewegung steht an. Ob diese allerdings allen Marktteilnehmern schmecken wird und wie man als Händler auf diese Bewegung sinnvoll reagieren kann, wollen wir uns in diesem Beitrag einmal genauer anschauen, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen hier aktuell recht günstig.

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Dax: Euphoire abgebaut, die Rally kommt ins Stocken

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Die Euphorie läßt nach

Stephan Heibel

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Wir befinden uns weiterhin in der Verarbeitung der Kursgewinne der vergangenen Wochen: Wie angekündigt pendelt der DAX kräftig hin und her, wenngleich diese Bewegung im Wochenvergleich mit +0,8% kaum zu sehen ist.

Immer wieder startet der DAX im Minus, rauscht noch ein wenig tiefer, um sich dann im Tagesverlauf wieder zu erholen. Ich vermute, dass Gewinnmitnahmen zum Börsenstart zunächst für Verunsicherung sorgen, so dass sich ein Abwärtstrend verstärkt, bis dann langfristig optimistisch gestimmte Anleger Aktien einsammeln, denen sie eine rosige Zukunft ausmalen.

So ist das Anlegersentiment diese Woche leicht gegenüber der Vorwoche angestiegen (+0,8 auf 2,0). Auch die Selbstzufriedenheit konnte leicht auf 2,5 zulegen.

Den größten Sprung gab es bei der Zukunftserwartung, die um 1,9 auf 2,8 angesprungen ist. Die Bullen haben also wieder klar die Oberhand. Und besser noch, sie wollen ihre optimistische Überzeugung auch durch Käufe zum Ausdruck bringen: Die Investitionsbereitschaft ist auf 1,4 gestiegen.

Damit hat die Seitwärtsbewegung im DAX der vergangenen zwei Wochen die Partylaune, den Überschwang beseitigt. Eine positive Grundstimmung bleibt. Für die Zukunft sehen Anleger nach diesen zwei Wochen der Bereinigung wieder positiver. Damit haben wir eine konstruktive Entwicklung im Anlegersentiment. Die Euphorie ist abgebaut, es besteht jedoch auf der anderen Seite noch kein Druck für bald steigende Kurse. Die Situation ist derzeit als neutral zu bezeichnen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger stieg erstmals seit September über Null an: Erstmals spekulieren wieder mehr Anleger auf steigende Kurse, als dass man sich gegen Kursverluste absichert.

Profis, die sich über die Eurex absichern, haben ihre Put-Positionen hingegen hochgefahren: Das Put/Call-Verhältnis zeigt eine gestiegene Absicherungstätigkeit der Profis an.

Dies steht im Widerspruch zu den US-Anlegern, deren Put/Call-Verhältnis weiterhin extrem niedrig ist: In den USA spekuliert man offensichtlich auf eine Fortsetzung der Rallye.

US-Fondsmanager haben ihre Investitionsquote sogar auf das höchste Niveau der vergangenen zwei Jahre gehievt: Über Hebelprodukte ist die Investitionsquote auf 113% des verwalteten Kapitals gestiegen.

Das Bulle/Bär-Verhältnis der US-Privatanleger steht bei 8% und zeigt einen nur noch leichten Bullenüberhang auf. Seit November ist der Bullenüberhang somit von 28% kontinuierlich zurückgegangen. Ein ähnliches Bild gibt auch die AAII-Umfrage unter Privatanlegern der USA wider. Das Bärenlager erhält Zulauf, wenngleich auf niedrigem Niveau.

Der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 67% eine neutrale Marktverfassung an.

Dax: Interpretation des Sentiments

Sowohl in Deutschland als auch in den USA haben wir eine deutliche Stimmungsabkühlung gesehen, während gleichzeitig der Zukunftsoptimismus angestiegen ist. Eigentlich eine gute Voraussetzung für den nächsten Kursanstieg. Es ist in meinen Augen daher nur die Frage, wann die Rallye beim Dax wieder aufgenommen wird, nicht ob.

Doch das „wann“ lässt sich schwer beantworten. Die USA haben die Amtsübergabe ihres Präsidenten erfolgreich hinter sich gebracht. Nun könnte man meinen, die Aktienmärkte sprengen die Ketten, in die sie zuvor gelegt worden waren.

Doch es wäre nicht das erste Mal, dass mit „sell the news“ Anleger zunächst Kasse machen, bevor die Rallye wieder aufgenommen werden kann. Und nach den exorbitanten Kursgewinnen der vergangenen Wochen und Monate kann dieser Prozess der Gewinnmitnahmen noch ein wenig länger dauern.

Somit bleibt die Grundaussage der vergangenen Wochen weiter bestehen: Stop Loss Marken sollten beachtet werden. An schwachen Tagen können Sie ihre Lieblinge einsammeln. Doch es gibt noch keinen Grund zur Eile.

Die Euphorie im Dax ist abgebaut

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Finanznews

Aktienmärkte: Ich werde bullisch – schnell verkaufen! Marktgeflüster (Video)

Wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen! Deshalb werde ich jetzt extrem bullisch – Aktien steigen immer!

Markus Fugmann

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Die Konjunktur in den USA brummt, wie heutige Daten zeigen – also werde ich jetzt bullisch für die Aktienmärkte! Denn wenn die Wirtschaft anspringt, dann müssen auch die Aktienmärkte steigen, oder? Dazu kommt jetzt auch noch der Stimulus in den USA – besser geht nicht! Und nächste Woche werden Apple, Facebook und Tesla ihre Zahlen berichten – das wird sicher extrem bullisch werden, denn die tollen Zahlen sind bestimmt noch nicht ausreichend eingepreist, oder? Ausserdem: Aktien steigen immer – das zeigt schon der Blick in die Geschichte! Und heute ist Janet Yellen als Finanzministerin bestätigt worden – können Sie sich an einen einzigen Tag erinnern, an dem die Aktienmärkte gefallen sind, als Yllen noch Fed-Chefin war? Eben..

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