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Dax und Dow Jones: Jetzt noch kaufen?

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Der Dax konnte an den letzten Tagen der zurückliegenden Woche, das von mir prognostizierte Ziel bei 12.613 Punkten (1.00 Retracement) anlaufen. Damit kann der kleine Aufwärtstrend bereits als abgeschlossen angesehen werden, doch mit dieser These halte ich mich noch etwas zurück. Vielmehr wird durch diese Performance der korrektive der seit Ende´18 laufenden Bewegung bestätigt. Mit dieser Entwicklung fügt sich der Dax sehr schön in meine Langzeitanalyse ein, wie der  Chart es zeigt.

 

Ausblick für den Dax:

Durch das Erreichen des 1.00 Retracements (12.613 Punkte) hat der Dax Welle (c) regelkonform abgeschlossen. Der regelkonforme Abschluß wird indes erst durch das Unterschreiten des 0.62 Retracements (12.370 Punkte) bestätigt. Ganz leicht positiv wirkt sich der schwache Schlußkurs über dem 1.00 Retracement aus. Dennoch sollte dieser Aspekt nicht überbewertet werden. Um sich in signifikant besseres Licht zu manövrieren, müßte der Dax einen deutlichen Sprung über diesen Widerstand absolvieren. Gesetzt den Fall steigt der kleine Trend dann sehr schnell bis zur 1.62-Linie bei 13.016 Punkten.

 

Steh der Dax vor einer deutlichen Korrektur?

Diese Option sollte in Betracht gezogen werden, wenngleich ich eine andere Variante favorisiere. Wie der Chart es zeigt, erwarte ich zeitnah eine Trendwende, allerdings nur auf kurzfristiger Ebene. Diese Bewegung nimmt mit Unterschreiten der 0.62-Unterstützng (12.370 Punkte) den Lauf und führt den Dax maximal bis zur größeren 0.62-Unterstützung bei 11.720 Punkten. Den unvermittelten Bruch dieser sehr wichtigen Supportline erwarte ich dementgegen nicht. Wenn doch, würde sich die Korrektur beschleunigen und das 1.62 Retracement (10.365 Punkte) in den Fokus rücken. Diese Option erwarte ich indes nicht.

 

Fazit:

Der Aufwärtstrend des Dax steht unmittelbar vor dem Abschluß, wenn auch noch geringe Chancen auf eine Fortführung existieren. Resultierend daraus rate ich von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Das bisherige Kaufsignal behält zunächst noch Bestand. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.76 Retracement bei aktuell 12.092 Punkten ab.

 

 

Dow Jones

Obwohl der Dow Jones an den zurückliegenden Tagen leichte Zugewinne verbuchen konnte, bleibt der Index aus größerer Höhe betrachtet fast unverändert auf dem Vorwochenniveau stehen. Mit dieser Performance unterstreicht der Aktienindex die Verunsicherung, welche derzeit an den Finanzmärkten vorherrscht. Und so ganz unbegründet ist die Angst vor einer Trendwende nicht. Lediglich das Ausmaß der Korrektur wird meiner Ansicht nach deutlich dramatisiert. Wie der Langzeitchart es aufzeigt, erwarte ich keine größere Korrektur, jedenfalls nicht zum jetzigen Zeitpunkt.

Ausblick für den Dow Jones:

Momentan bildet sich noch Welle (c) der übergeordneten Welle (D) des großen Triangles (A-B-C-D-E) aus. Allem Anschein nach will sich (c) eines Diagonalimpulses (i-ii-iii-iv-v) als Wellenabschluß bedienen. Eine abschließende Beurteilung ist mir aufgrund der mir zur Verfügung stehenden Tageskurse nicht möglich. Dieses Szenario vorausgesetzt, sollten sich im Verlauf bis zu meiner nächsten Ausgabe weitere leichte Kursgewinne einstellen. Über ein nennenswertes Maß verfügt diese Wellenabschlußformation nicht.

 

Auch wenn ich im Chart den Anstieg bis zur 0.62-Linie bei 27.746 Punkten eingezeichnet habe, stellt diese Option das Maximum dar und sollte eigentlich nicht umgesetzt werden. Mit Unterschreiten des 0.24 Retracements (26.364 Punkte) endet der Höhenflug abrupt. Denn sollte sich der Index dazu entscheiden, folgt eine sehr dynamische Korrektur, in deren Verlauf die 0.76-Unterstützungslinie bei 25.188 Punkten in den Fokus rücken wird. Aber selbst diese Korrektur würde lediglich die erste Phase einer größeren Korrektur darstellen. Auch wenn ich keine dramatische Performance erwarte, doch bis zur 1.62-Unterstützung bei 21.797 Punkten kann die Talfahrt schon verlaufen.

Fazit:

Der aktuell noch laufende Aufwärtstrend verfügt noch über etwas Potenzial, dennoch rate ich von einer erneuten Positionierung in den Index ab. Ein Kaufsignal ist auf längere Zeit nicht zu erwarten. Sichern Sie auf dem 0.24, spätestens 0.76 Retracement (26.364/25.188 Punkte) ab.

 

 

 

Der Dax vor einer Korrektur?

Foto: Deutsche Börse AG

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Rüdiger Born: Bullenmarkt in Frage gestellt

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Der Bullenmarkt für Aktien ist erst einmal in Frage gestellt. Dies schaue ich mir im Video am Dow-Chart genauer an. Auch blicke ich auf eine mögliche Idee bei Gold.

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Indizes

Aktienmärkte: Abkühlung gefällig nach dem Novemberwunder?

Der Börsenmonat November wird in die Statistik eingehen, als Ausnahmemonat für die Aktienmärkte, wie es ihn in Jahrzehnten nicht gegeben hat!

Wolfgang Müller

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Wenn es noch ein paar Tage so weitergeht, wird der Börsenmonat November in die Statistik eingehen, als Ausnahmemonat für die Aktienmärkte, wie es ihn in Jahrzehnten nicht gegeben hat. Doch gemach, zieht man die zwei vorherigen Monate mit in die Betrachtung, sieht es schon erheblich unspektakulärer aus. Dennoch lagen die Indizes am gestrigen Börsenschluss wieder deutlich im Plus und die Frage wird täglich aufs Neue gestellt: Wann kommt die Abkühlung?

Aktienmärkte: Die aktuelle Novemberbilanz

Vier Handelstage vor dem Monatsultimo – in den USA wegen Thanksgiving nur zweieinhalb – bahnt sich eine extrem gute Monatsbilanz der Aktienmärkte an. Am Ende des gestrigen Tages lagen sowohl Dow Jones, als auch S&P 500 mit 10 Prozent auf Monatssicht im Plus. Besonders spektakulär das Durchbrechen der 30.000-Punkte-Marke beim altwürdigen Index. Hatte nicht Präsident Trump davon gesprochen, dass die Aktienmärkte dramatisch einbrechen würden, falls er nicht wiedergewählt werden sollte? Ich hatte schon am 5.11. in einem Artikel („Aktienmärkte und Wahlausgang: Warum fallen die Märkte nicht?“) mit historischen Daten belegt, warum die Rolle des Präsidenten für die Aktienmärkte überschätzt werde, es geht um andere Kriterien. Erstaunlicherweise liegt der Dax mit 11,5 Prozent seit der US-Wahl plus noch vor den US-Indizes, sicher auch wegen der Branchenrotation hin zu Value und weil der deutsche Leitindex einfach stets volatiler daherkommt.

Damit hätte der Monat bereits die durchschnittliche Jahresperformance der großen Indizes, über mehrere Jahrzehnte gerechnet, übertroffen. Und dies in einer Phase, in der viele Staaten gerade wieder in eine Rezession abrutschen. Aber das ist wiederum sehr häufig an der Börse, auch wenn Beobachter wieder viele unheimliche Kräfte für das Spiel verantwortlich machen. Wenn ein Wirtschaftsabschwung auf ein Ende zugeht, kommen oft die größten Zuwächse, wenn er dokumentiert wird, die Gewinnmitnahmen. Oder, „wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist die Dämmerung am nächsten.“

Die aktuelle Konjunkturlage

Am gestrigen Tag wurde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal in Deutschland veröffentlicht, es fiel mit plus 8,5 Prozent besser aus, als die vorherige Schätzung. Was aber kurstechnisch keine Rolle spielt, denn „fürs Gehabte gibts nichts“ so ein bekannter Börsenspruch aus der Vergangenheit. Aber vermutlich auch nicht für den Ifo-Index, der bereits zum zweiten Mal in Folge gefallen ist und die ständig weiter nach unten geschraubten Wachstumszahlen für Q4 des laufenden und Q1 des kommenden Jahres. Eine „Double-Dip-Recession“ steht in vielen Industriestaaten an, dennoch dürfte sich der Kursschaden (temporär) sehr in Grenzen halten, denn es gibt gewaltige Gegenkräfte. Doch dazu später mehr.

Die Branchenrotation

Auch wenn es bisher nicht zum Abverkauf der dominanten Hightech-Titel gekommen ist, wie ETFs auf „Information Technology“ beweisen, so ist doch eine gewaltige Rotation hin zu Value, zu Industrietiteln und vor allem zu Nebenwerten erkennbar (Russel 2000). Die Techwerte laufen seitwärts, die Zurückgebliebenen haussieren.

So im SPDR Industrial erkennbar, einem ETF auf amerikanische Industriewerte, genau wie in einem Sammelindex für die Luftfahrtindustrie, in einem Bankenindex, bei Versicherungen, bei Reise- und Freizeitindizes, im Energiesektor und bei Grundstoffwerten. Am stärksten lief die Rally bisher im Nebenwerte-Segment, dessen Index sich schon über 25 Prozent von seinem Aufwärtstrend nach oben abgesetzt hat.

Was sagt uns das alles? Die Aktienmärkte blicken nicht auf die Aktualität, wie eigentlich immer, auch wenn dies viele, gebannt durch die tägliche Berichterstattung nicht wahr haben wollen, sondern deutlich in die Zukunft. Und da erwartet man die Rückkehr zur Normalität, die Coronazeit wird ausgepreist.

Die Notenbankpolitik

Hat nicht vor kurzem eine US-Großbank von einem Re-Balancing bei Mischfonds gesprochen, dergestalt, dass man die Aktien/Anleihe-Relation von 60/40 wiederherstellen müsse und damit bis zum Jahresende weltweit Aktien in Höhe von 300 Milliarden Dollar zu verkaufen wären? Aber was ist diese Summe gegen die Geldflut der Notenbanken (Fed, EZB, BoJ, BoE, SNB), um nur die Größten zu nennen, die demnächst aktiv werden? Soll nicht Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden, die ehemalige Chefin von Jerome Powell? Der Fed-Chef wird sich eher mit der Professorin in Verbindung setzen, als mit Steven Mnuchin zu diskutieren, der in gut 30 Handelstagen sowieso nichts mehr zu sagen hat und wenn, könnte es die Neue umgehend wieder korrigieren.

Was nichts anderes heißt, als dass man in der schwierigen Phase des nochmaligen Anschwellens der Coronazahlen die Notenpresse in Gang hält, um zu unterstützen, wie es Jerome Powell erst kürzlich betont hat. In Kürze jährt sich der Kommunikationsgau von Powell zum zweiten Mal, als er 2018 die Aktienmärkte mit „hawkishen“ Bemerkungen bis fast ins Bärenterritorium gejagt hatte. Er wird gerade in der Phase der „transition“, des Übergangs, alles Marktschädliche unterlassen.

Die Impfhoffnung und die möglichen Konsequenzen

Auch wenn die Kursreaktionen nach jeder Impfstoffmeldung abnehmen, verbleibt das Vakzin gegen Covid-19 der fast alles bestimmende Faktor. Hunderte Impfzentren entstehen allein in Deutschland und wie viele werden es wohl weltweit werden, demnächst? Wird die Meldung für die Zulassung eines Impfstoffes und damit dem Beginn der Impfungswelle nicht noch einmal für einen Kurssprung sorgen? Wenn es Realität würde, dass man in 2 Minuten einen Menschen impfen könnte, so wie es in Deutschland berichtet wurde und das tausendfach in hunderten Impfzentren.

Würde dann die Zahl der Geimpften nicht schneller steigen, als es die Zahl bei den Infektionen in der Spitze getan haben – nur dann kontinuierlich? Ist es das, was die Märkte für das nächste Halbjahr einpreisen?

Fazit

Es kommt schon Vieles zusammen im Nebelmonat November. Ein Wahlkrimi, der anlegertechnisch in eine gewaltige Short Squeeze mündete und in eine Branchenrotation, die es nur ganz selten in dieser Ausprägung gab. Dann kamen noch die Impfstoffmeldungen, als Game Changer oben drauf, die das Ganze noch verstärkten. Als Turbo für viele ängstliche Investoren, die plötzlich Licht am Horizont sahen und eine Notwendigkeit für viele Investmentfonds, wenn man nicht endgültig gegen die passiven Vehikel ins Hintertreffen geraten will.

Am 9. November wurde durch die Märkte das Ende von Corona ausgerufen. Das Ergebnis ist eine Euphorie, die in normalen Situationen in einen gewaltigen Kurseinbruch münden würde. Wahrscheinlich aber nicht zum Ende des Coronajahrs 2020, in dem sich zwei Kräfte gegenseitig potenzieren: Die Hoffnung auf einen Anstieg der Wirtschaft zur Jahresmitte 2021, wenn „tote“ Branchen aufgrund der Impfauswirkungen zum Leben erweckt werden und eine Geldversorgung durch Notenbanken, die die Kapitalanleger „noch“ in eine Anlageklasse zwingt. Dennoch: Sollte es tatsächlich noch bis zum Monatsende mit den Kursen weiter nach oben gehen, der Monat November zum Jahrhundertrekord avancieren? Ich denke spätestens dann im Anschluss sollte die Schwerkraft mal kurz und kräftig zuschlagen. Ich bin nur auf den Anlass gespannt, wenn es wieder heißt „die Kurse machen die Nachrichten“  und die Aktienmärkte dann eine Zwischenkorrektur einlegen..

Die Aktienmärkte erleben im November eine Art Wunder

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