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Dax und Dow: Kurzfristig 20 Prozent Absturz? Wo sind die Argumente?

Redaktion

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am

Erst gestern schrieben wir, dass die Crash-Gurus und Pessimisten die letzten Wochen wohl ins Klo gegriffen haben, weil Dax, Dow und Co immer weiter angestiegen waren. Ja, Stand jetzt lagen die Pessimisten daneben. Aber kommt die zweite Abwärtswelle in den Aktienindizes trotzdem noch? Der bekannte Börsen-YouTuber Lars Erichsen hat aktuell verkündet (siehe folgendes Video), dass er kurzfristig mit einer Korrektur von 20 Prozent rechnet. Er erwartet keine neuen Tiefstkurse, aber von jetzt aus halt eben eine Korrektur von 20 Prozent.

Ausführlich geht er im folgenden Video darauf ein, warum die Party in den USA derzeit wieder laufe, und warum die Amerikaner wieder volle Pulle konsumieren würden. Und ja, was er sagt, ist natürlich eine Tatsache. Viele Amerikaner erhalten derzeit als Arbeitslose sogar mehr Geld, als wenn sie arbeiten würden. Die Regierung flutet das Land aktuell mit Geld. So haben auch zahlreiche Amerikaner zum Beispiel ihr vom Staat erhaltenes Geld in die Börse gesteckt, nachdem sie bei gebührenfreien Onlinebrokern Konten eröffnet hatten.

Kursziele für Dax und Dow

Die Marktbreite beim Anstieg der letzten Wochen sei nicht gegeben, was Lars Erichsen anhand des Russell 2000-Index bespricht. Bei Dax und Dow spricht er davon, dass aus technischen Gründen einfach noch eine zweite Abwärtswelle im Chart fehle. Im Dow könne es bis 22.600 Punkte abwärts gehen. Wenn der Dax auf 10.200 Punkte zurückkäme, dann wäre der Markt für Lars Erichsen „technisch“ gesund. Harte fundamentale Gründe für seine 20 Prozent-Absturz-Vorhersage kann man im Video (ab Minute 14) nicht wirklich entdecken. Wo bleiben sie, die harten Argumente für die Abwärtsseite? Tja, es ist einfach die Meinung von Lars Erichsen, dass eine zweite Welle nach unten aus technischer Sicht von Nöten ist. Es bleibt also eine Glaubensfrage. Er kann recht haben, oder ins Klo greifen, wie Dirk Müller und Co, die schon seit April von dem noch größeren Crash reden.

Dass der Aktienmarkt jetzt im Sommer fallen werde aufgrund der normalen Sommer-Saisonalität, dem widerspricht Lars Erichsen im Video vehement. Denn, so hätten seine Analysen ergeben: Ja, August und September seien in der Regel schwache Börsenmonate. Aber nicht in Wahljahren in den USA! Und diesen November wird ja in den USA gewählt.

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Zimmermann

    7. Juli 2020 17:02 at 17:02

    Na dann hoffen wir mal, dass das viele Geld der Notenbanken, die aus technischen Gründen fehlende zweite Abwärtswelle nicht verhindert.

  2. Avatar

    Ranzentier

    7. Juli 2020 18:18 at 18:18

    …na also FMW schreibt und redet aber auch seit Monaten von tieferen Kursen…da muss man den Erichsen und den Herrn Müller aber nicht so scharf attackieren…immer auch die eigene Analyse mit hinterfragen…

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Rüdiger Born: Aufwärtsszenario für den Nasdaq

Rüdiger Born

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Im folgenden Video spreche ich ein Aufwärtsszenario für den Nasdaq an. Was sagt uns die Charttechnik? Schauen wir uns das mal genauer an.

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MDax war auf lange Sicht die deutlich bessere Wahl als der Dax

Claudio Kummerfeld

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Der MDax repräsentiert sozusagen nach den 30 wichtigsten deutschen Börsentiteln (Dax) die nachfolgenden 50 wichtigsten Unternehmen. Sozusagen die „zweite Reihe“ in Sachen Größe, Volumen, Wichtigkeit und Bekanntheit. Auch wir bei FMW beachten in der Regel die großen Indizes wie den Dax, aber praktisch gar nicht den MDax. Dabei war der auf lange Sicht viel erfolgreicher als der Dax. Darauf hat die Deutsche Börse heute mit einer Info zum 25. Jubiläum des Index hingewiesen. Demnach hat der MDax seit seiner Auflegung eine Rendite von 1.083 Prozent erzielt, während der Dax um 485 Prozent zulegte – wobei der Großteil der Outperformance in den vergangenen zehn Jahren entstand.

Laut Deutscher Börse gab es den größten Tagesverlust im MDax mit -10,9 Prozent am 12. März 2020, und den größten Tagesgewinn mit +12 Prozent am 13. Oktober 2008. Zum Start im Jahr 1996 sah man einen Indexstand von 2.629 Punkten, und nun zum Jubiläum sehen wir 31.206 Punkte. Das entspricht einer jährlichen Performance von 10,9 Prozent. Schauen wir mal auf den folgenden Chart. Hier haben wir seit Sommer 2006 (also rechtzeitig vor Ausbruch der Finanzkrise 2008) den Dax vergleichen mit dem MDax. Der kleine Bruder erzielte 257 Prozent Plus, der große Brude „nur“ 130 Prozent.

Chart zeigt Langfristvergleich zwischen Dax und MDax

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Wall Street weiter im Rally-Modus? Der Leitindex S&P 500

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Mit einer kleinen Unterbrechung des Aufwärtstrends konnte sich der marktbreite Leitindex der Wall Street, der S&P 500, aus der Handelswoche verabschieden. Grundsätzliches konnte diese kleine Verschnaufpause natürlich nicht bewirken, wie der Chart es zeigt. Damit bleibt das bisherige Szenario auch weiterhin in Amt und Würden. Dieses kurzfristig relativ positive Bild sollte indes nicht darüberhinwegtäuschen, dass sich das Geschehen an der Wall Street in Gestalt einer Korrektur abspielt. Deren Ende steht auch nicht mehr in unendlichen Weiten, die Ökonomie wird hierüber ein scharfes Urteil sprechen!

Ausblick für den S&P 500 – den Leitindex der Wall Street:

Mit dem Aufsetzen, im Speziellen durch den dadurch vermiedenen Schlusskurs unterhalb, auf dem 0.38-Retracement bei 3.764 Punkten, konnte sich der S&P 500 die Chance auf die Fortführung des Aufwärtstrends wahren. Der kleine Wackler zum Wochenausklang, hat lediglich Welle (2) der fünfteiligen (1-2-3-4-5) Welle (c) gestaltet. Dieser Aspekt, sowie auch der Tagesverlauf, vom Freitag, liefern einen zuversichtlichen Ausblick, wie es im Chart bereits dargestellt ist.

Der S&P 500 als Leitindex der Wall Street

Demzufolge ist an den folgenden Tagen von einem erneuten Ansteigen der Wall Street insgesamt  auszugehen. Das idealtypische Ziel von Welle (c) wird durch das 0.62-Retracement (3.916 Punkte) gebildet. Den Anlauf an diesen Kursbalken erwarte ich bereits für den Zeitraum von 2-3 Wochen. Der Aufwärtstrend muss auf diesem Niveau noch nicht zwanghaft abgeschlossen sein, doch ist dann von einer etwas größeren Korrektur auszugehen. Das beschriebene Bild würde erst durch einen nachhaltigen Bruch der 0.76-Supportline (3.701 Punkte) außer Kraft gesetzt.

Fazit:

Obwohl ein erneutes Kaufsignal nicht zu benennen ist, bleibt das bisherige Signal weiterhin aktiv. Die Absicherung für Long-Positionen beim Leitidex der Wall Street sollte auf dem 0.76-Retracement (3.701 Punkte) erfolgen..

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