Indizes

Märkte außer Rand und Band DAX und Märkte unter Druck: Volatilität explodiert

DAX und Märkte unter Druck: Volatilität explodiert
Grafik: ChatGPT

Der DAX hat seinen jüngsten Abwärtstrend am Donnerstag konsequent fortgesetzt und damit das fragile Umfeld an den internationalen Börsen widerspiegelt. Vor allem eine Konjunkturabkühlung in den USA sowie wachsende Zweifel an der Nachhaltigkeit der KI-Geschäftsmodelle großer Technologiekonzerne belasten die Märkte. Diese Unsicherheit trifft auf einen ohnehin angeschlagenen Aktienmarkt, in dem die Risikobereitschaft der Anleger weiter nachlässt.

Ein deutliches Signal dafür kommt aus der Kryptowelt: Der anhaltende Krypto-Crash, ausgelöst durch den Rutsch des Bitcoin unter wichtige Unterstützungsmarken, zog den gesamten Kryptomarkt nach unten. Gleichzeitig gerieten auch Edelmetalle nach einer zweitägigen Erholungsphase erneut kräftig unter Druck, während sich der Ausverkauf bei Tech-Aktien fortsetzte. In der Summe ergibt sich damit ein schwieriger Mix aus schwachen US-Marktdaten, hoher Volatilität und geopolitischen Spannungen, der den Börsen derzeit kaum Luft zum Atmen lässt.

Der DAX schloss den Handel folglich mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 24.491 Punkten. Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage weiter eingetrübt, da der Index erneut unter die wichtige Marke von 24.500 Punkten gefallen ist. Positiv bleibt lediglich, dass das Jahrestief bei 24.266 Punkten mit einem Tagestief von 24.272 Punkten knapp verteidigt werden konnte. Daraus ergibt sich zwar die Chance auf ein mögliches Doppeltief, allerdings dürfte ein Bruch dieser Unterstützung im weiteren Handelsverlauf den Blick rasch auf die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten lenken.

DAX: Die Volatilität bleibt hoch

Die starken Kursschwankungen prägen das Marktgeschehen auch zum Wochenausklang. Nach einem erneuten Abwärtsimpuls im Zuge eines breit angelegten Ausverkaufs während des asiatischen Handels rutschte der DAX zwischenzeitlich bis auf 24.205 Punkte ab. In diesem Bereich setzte jedoch Kaufinteresse ein, sodass eine dynamische Gegenbewegung folgte. Der daraus resultierende Rebound führte den Index vorbörslich wieder über die Marke von 24.500 Punkten und unterstreicht damit die hohe Nervosität der Marktteilnehmer.

Damit bleibt der DAX weiterhin im Ringen um die richtungsweisende Zone um 24.500 Punkte. Auf der Oberseite stellt der Bereich um 24.600 Punkte den ersten potenziellen Widerstand dar. Gelingt ein nachhaltiger Ausbruch darüber, würde sich aus technischer Sicht weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen, zunächst in Richtung 24.710 Punkte und darüber hinaus bis an die Zone um 24.795 Punkte.

Auf der Unterseite bleibt das Bild jedoch fragil. Scheitert der Index erneut an den Widerständen bei 24.500 oder 24.600 Punkten, sind weitere Rücksetzer wahrscheinlich. Unterhalb von 24.475 Punkten rücken zunächst 24.390 Punkte in den Fokus, bevor erneut das markante Doppeltief im Bereich von 24.266 bis 24.272 Punkten getestet werden könnte. Insgesamt deuten die abrupten Richtungswechsel und die anhaltend hohe Volatilität darauf hin, dass sich derzeit kein klarer Trend etablieren kann und kurzfristig weiterhin erhöhte Vorsicht geboten ist.

Aktienmarkt: Der DAX bleibt volatil - Hohe Volatilität an den Märkten

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützung:

24.475 – MOB-Marke

24.390 – Horizontale

24.272 – Tagestief 05.02.

24.266 – Jahrstief

24.205 – außerbörsliches Tief 06.02.

24.180 – Horizontale

24.102 – Horizontale

24.000 – Psycho-Marke

DAX Widerstände:

24.475/500 – MOB-Marke

24.600 – Zwischenhoch

24.705 – Horizontale

24.795 – Horizontale

24.877 – Tageshoch 04.02.

24.918 – SMA200

24.926 – Tageshoch 28.01.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die FED kauft doch schon wieder Staatsanleihen zu. Zum einen… wird die Bilanz schon wieder vergrößert ….und nicht wie angegeben verkleinert ….und zum anderen werden auf Hypotheken basierende Wertpapiere… durch Staatsanleihen ersetzt.

    Seit dem Oktober 25 mit einem Volumen von über 200 Milliarden Dollar. Dabei ist nicht so sehr das Volumen entscheidend…. sondern das Signal…. das die FED damit an die Märkte sendet.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung


Meist gelesen 7 Tage