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Dax und Nasdaq zu Beginn der Berichtssaison: Weiter aufwärts?

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Wie erwartet konnte sich der Dax nicht auf dem hohen Niveau behaupten. Die Verluste, welche sich daraufhin eingestellt haben, liegen noch im Rahmen des erträglichen und sollten nicht gleich zu panischen Reaktionen veranlassen. Mit dieser Performance unterstreicht der Dax den Korrekturcharakter der seit Ende´18 laufenden Bewegung, und untermauert zudem meine langfristige Ansicht, welche folgend sich der Index lediglich in einer Korrektur innerhalb eines völlig intakten Aufwärtstrends befindet. Der Chart zeigt dieses Szenario auf.

 

Dax – der Ausblick:

Die aktuell noch laufende kleine Korrektur dient der Ausbildung der ersten Phase der übergeordneten Welle (d). Der bislang ausgebliebene Schlußkurs unterhalb des 0.50 Retracements (12.317 Punkte) läßt auf eine ganz leichte Erholung schließen. Im Verlauf dieser Minirallye kann der Dax erneut bis zur eingangs erwähnten Widerstandslinie steigen. Ein signifikant höheres Ansteigen erwarte ich dementgegen nicht. Vielmehr sollte der Bruch der 0.50-Unterstützung (12.317 Punkte) ins Kalkül gezogen werden. Das idealtypische Ziel von Welle (d) liegt auf dem Niveau des größeren 0.62 Retracements bei 11.720 Punkten.

 

 

Aber auch auf dieser Seite sehe ich den ganz großen Durchbruch; im wahrsten Sinn des Wortes. Die sich anschließenden Monate werden eine eher seitliche Performance hervorbringen, wie ich es im Chart bereits simuliert habe. Größere Ausbruchsversuche, ganz gleich in welche Richtung, sind daher nicht zu erwarten. Zudem deutet die Struktur von Welle (c) auf die Ausbildung eines Triangles hin. Hierüber ist indes noch nicht das letzte Wort gesprochen. Größeres Ungemach würde sich erst durch einen eventuellen Bruch des 0.62 Retracements (11.720 Punkte) manifestieren.

 

Fazit für den Dax:

Der Dax bildet aktuell noch eine etwas größere Korrektur aus. Diese wird ein größeres temporäres Ausmaß annehmen, weshalb ich Ihnen von einer erneuten Positionierung abrate. Ein Kaufsignal ist auf absehbare Zeit nicht zu erkennen. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.76; spätestens 0.62 Retracement (12.142/11.720 Punkte) ab.

 

 

Nasdaq

Der breit aufgestellte Technologieindex Nasdaq 100 hat sich wieder einmal wesentlich besser geschlagen, als es den meisten seiner Kollegenschaft gelungen ist. An den zurückliegenden beiden Wochen konnte sich der Aktienindex weiter emporschrauben und damit das größere Ziel bei 7.842 Punkten anlaufen. Dennoch findet das Geschehen unter dem Mantel einer großen Korrektur statt, wie ich es seit Monaten hier an dieser Stelle aufzeige. Doch so ganz verloren ist die Situation noch nicht. Wie der Langzeitchart es aufzeigt, steht dem Nasdaq noch etwas Raum zur Verfügung.

 

Ausblick:

Die aktuell noch laufende Welle (c) hat mit dem Erreichen des 1.00 Retracements (7.842 Punkte) einen großen und mächtigen Widerstand angelaufen. Das leichte Überschießen dieser Linie sollte nicht überbewertet werden. Dennoch geht von diesem Schritt eine schwache positive Wirkung aus, wird dadurch die Korrekturgefahr und speziell das Potenzial, etwas relativiert. Ungeachtet dessen erwarte ich für die Folgezeit eine größere Korrektur, in deren Folge der Index wieder auf das Niveau des 0.76 Retracements (aktuell 7.157 Punkte) fallen wird. In der ersten Phase fällt der Nasdaq bis zur 0.50-Unterstützung bei aktuell 7.413 Zählern.

 

Von diesem Niveau kann sich eine kleinere im Chart nicht dargestellte aufwärtsgerichtete Korrektur einstellen. Im Wesentlichen wird sich die Performance der folgenden Monate seitlich darstellen, wenngleich sich die innere Struktur teilweise sehr dynamisch einstellen kann und wohl auch wird. Auch werden sich die Amplituden als nutzbar erweisen, wie ich es im Chart angedeutet habe. Gefahren für das beschriebene Bild würden sich erst durch einen eventuellen Bruch des 0.76 Retracements (aktuell 7.157 Punkte) einstellen. Realistisch sehe ich diesen Schritt indes nicht an.

 

Fazit:

Auch wenn der Chart zur Euphorie verleiten könnte, rate ich aktuell noch zur Zurückhaltung. Ein erneutes Kaufsignal ist zeitnah nicht zu erwarten. Das bisherige Signal bleibt auch weiterhin gültig, lediglich die Absicherung hat sich etwas verändert. Zur Absicherung Ihrer Positionen sollten Sie das 0.76 Retracement bei aktuell 7.157 Punkten verwenden.

 

 

Der Dax hinkt den US-Märkten hinterher

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Jan

    15. Juli 2019 21:21 at 21:21

    Ich verstehe die NAS Empfehlung nicht.
    Wenn der letzte Linie nach unten zeigt, verlassen wir jetzt gleich der spitze. Das ist doch der beste punkt um zu kassieren. Oder glauben Sie ihre Vorhersage selber nicht?
    Ich finde der Skizze sehr hilfreich und gehe Short.

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Rüdiger Born: Bullenmarkt in Frage gestellt

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Der Bullenmarkt für Aktien ist erst einmal in Frage gestellt. Dies schaue ich mir im Video am Dow-Chart genauer an. Auch blicke ich auf eine mögliche Idee bei Gold.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Bullen, Bären und fliegende Schweine

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Ab morgen startet das verlängerte Thanksgiving-Wochenende in den USA. Die gut laufenden Kurse im November sind im Fokus seiner heutigen Berichterstattung.

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Aktienmärkte: Abkühlung gefällig nach dem Novemberwunder?

Der Börsenmonat November wird in die Statistik eingehen, als Ausnahmemonat für die Aktienmärkte, wie es ihn in Jahrzehnten nicht gegeben hat!

Wolfgang Müller

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Wenn es noch ein paar Tage so weitergeht, wird der Börsenmonat November in die Statistik eingehen, als Ausnahmemonat für die Aktienmärkte, wie es ihn in Jahrzehnten nicht gegeben hat. Doch gemach, zieht man die zwei vorherigen Monate mit in die Betrachtung, sieht es schon erheblich unspektakulärer aus. Dennoch lagen die Indizes am gestrigen Börsenschluss wieder deutlich im Plus und die Frage wird täglich aufs Neue gestellt: Wann kommt die Abkühlung?

Aktienmärkte: Die aktuelle Novemberbilanz

Vier Handelstage vor dem Monatsultimo – in den USA wegen Thanksgiving nur zweieinhalb – bahnt sich eine extrem gute Monatsbilanz der Aktienmärkte an. Am Ende des gestrigen Tages lagen sowohl Dow Jones, als auch S&P 500 mit 10 Prozent auf Monatssicht im Plus. Besonders spektakulär das Durchbrechen der 30.000-Punkte-Marke beim altwürdigen Index. Hatte nicht Präsident Trump davon gesprochen, dass die Aktienmärkte dramatisch einbrechen würden, falls er nicht wiedergewählt werden sollte? Ich hatte schon am 5.11. in einem Artikel („Aktienmärkte und Wahlausgang: Warum fallen die Märkte nicht?“) mit historischen Daten belegt, warum die Rolle des Präsidenten für die Aktienmärkte überschätzt werde, es geht um andere Kriterien. Erstaunlicherweise liegt der Dax mit 11,5 Prozent seit der US-Wahl plus noch vor den US-Indizes, sicher auch wegen der Branchenrotation hin zu Value und weil der deutsche Leitindex einfach stets volatiler daherkommt.

Damit hätte der Monat bereits die durchschnittliche Jahresperformance der großen Indizes, über mehrere Jahrzehnte gerechnet, übertroffen. Und dies in einer Phase, in der viele Staaten gerade wieder in eine Rezession abrutschen. Aber das ist wiederum sehr häufig an der Börse, auch wenn Beobachter wieder viele unheimliche Kräfte für das Spiel verantwortlich machen. Wenn ein Wirtschaftsabschwung auf ein Ende zugeht, kommen oft die größten Zuwächse, wenn er dokumentiert wird, die Gewinnmitnahmen. Oder, „wenn die Nacht am dunkelsten ist, ist die Dämmerung am nächsten.“

Die aktuelle Konjunkturlage

Am gestrigen Tag wurde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das dritte Quartal in Deutschland veröffentlicht, es fiel mit plus 8,5 Prozent besser aus, als die vorherige Schätzung. Was aber kurstechnisch keine Rolle spielt, denn „fürs Gehabte gibts nichts“ so ein bekannter Börsenspruch aus der Vergangenheit. Aber vermutlich auch nicht für den Ifo-Index, der bereits zum zweiten Mal in Folge gefallen ist und die ständig weiter nach unten geschraubten Wachstumszahlen für Q4 des laufenden und Q1 des kommenden Jahres. Eine „Double-Dip-Recession“ steht in vielen Industriestaaten an, dennoch dürfte sich der Kursschaden (temporär) sehr in Grenzen halten, denn es gibt gewaltige Gegenkräfte. Doch dazu später mehr.

Die Branchenrotation

Auch wenn es bisher nicht zum Abverkauf der dominanten Hightech-Titel gekommen ist, wie ETFs auf „Information Technology“ beweisen, so ist doch eine gewaltige Rotation hin zu Value, zu Industrietiteln und vor allem zu Nebenwerten erkennbar (Russel 2000). Die Techwerte laufen seitwärts, die Zurückgebliebenen haussieren.

So im SPDR Industrial erkennbar, einem ETF auf amerikanische Industriewerte, genau wie in einem Sammelindex für die Luftfahrtindustrie, in einem Bankenindex, bei Versicherungen, bei Reise- und Freizeitindizes, im Energiesektor und bei Grundstoffwerten. Am stärksten lief die Rally bisher im Nebenwerte-Segment, dessen Index sich schon über 25 Prozent von seinem Aufwärtstrend nach oben abgesetzt hat.

Was sagt uns das alles? Die Aktienmärkte blicken nicht auf die Aktualität, wie eigentlich immer, auch wenn dies viele, gebannt durch die tägliche Berichterstattung nicht wahr haben wollen, sondern deutlich in die Zukunft. Und da erwartet man die Rückkehr zur Normalität, die Coronazeit wird ausgepreist.

Die Notenbankpolitik

Hat nicht vor kurzem eine US-Großbank von einem Re-Balancing bei Mischfonds gesprochen, dergestalt, dass man die Aktien/Anleihe-Relation von 60/40 wiederherstellen müsse und damit bis zum Jahresende weltweit Aktien in Höhe von 300 Milliarden Dollar zu verkaufen wären? Aber was ist diese Summe gegen die Geldflut der Notenbanken (Fed, EZB, BoJ, BoE, SNB), um nur die Größten zu nennen, die demnächst aktiv werden? Soll nicht Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden, die ehemalige Chefin von Jerome Powell? Der Fed-Chef wird sich eher mit der Professorin in Verbindung setzen, als mit Steven Mnuchin zu diskutieren, der in gut 30 Handelstagen sowieso nichts mehr zu sagen hat und wenn, könnte es die Neue umgehend wieder korrigieren.

Was nichts anderes heißt, als dass man in der schwierigen Phase des nochmaligen Anschwellens der Coronazahlen die Notenpresse in Gang hält, um zu unterstützen, wie es Jerome Powell erst kürzlich betont hat. In Kürze jährt sich der Kommunikationsgau von Powell zum zweiten Mal, als er 2018 die Aktienmärkte mit „hawkishen“ Bemerkungen bis fast ins Bärenterritorium gejagt hatte. Er wird gerade in der Phase der „transition“, des Übergangs, alles Marktschädliche unterlassen.

Die Impfhoffnung und die möglichen Konsequenzen

Auch wenn die Kursreaktionen nach jeder Impfstoffmeldung abnehmen, verbleibt das Vakzin gegen Covid-19 der fast alles bestimmende Faktor. Hunderte Impfzentren entstehen allein in Deutschland und wie viele werden es wohl weltweit werden, demnächst? Wird die Meldung für die Zulassung eines Impfstoffes und damit dem Beginn der Impfungswelle nicht noch einmal für einen Kurssprung sorgen? Wenn es Realität würde, dass man in 2 Minuten einen Menschen impfen könnte, so wie es in Deutschland berichtet wurde und das tausendfach in hunderten Impfzentren.

Würde dann die Zahl der Geimpften nicht schneller steigen, als es die Zahl bei den Infektionen in der Spitze getan haben – nur dann kontinuierlich? Ist es das, was die Märkte für das nächste Halbjahr einpreisen?

Fazit

Es kommt schon Vieles zusammen im Nebelmonat November. Ein Wahlkrimi, der anlegertechnisch in eine gewaltige Short Squeeze mündete und in eine Branchenrotation, die es nur ganz selten in dieser Ausprägung gab. Dann kamen noch die Impfstoffmeldungen, als Game Changer oben drauf, die das Ganze noch verstärkten. Als Turbo für viele ängstliche Investoren, die plötzlich Licht am Horizont sahen und eine Notwendigkeit für viele Investmentfonds, wenn man nicht endgültig gegen die passiven Vehikel ins Hintertreffen geraten will.

Am 9. November wurde durch die Märkte das Ende von Corona ausgerufen. Das Ergebnis ist eine Euphorie, die in normalen Situationen in einen gewaltigen Kurseinbruch münden würde. Wahrscheinlich aber nicht zum Ende des Coronajahrs 2020, in dem sich zwei Kräfte gegenseitig potenzieren: Die Hoffnung auf einen Anstieg der Wirtschaft zur Jahresmitte 2021, wenn „tote“ Branchen aufgrund der Impfauswirkungen zum Leben erweckt werden und eine Geldversorgung durch Notenbanken, die die Kapitalanleger „noch“ in eine Anlageklasse zwingt. Dennoch: Sollte es tatsächlich noch bis zum Monatsende mit den Kursen weiter nach oben gehen, der Monat November zum Jahrhundertrekord avancieren? Ich denke spätestens dann im Anschluss sollte die Schwerkraft mal kurz und kräftig zuschlagen. Ich bin nur auf den Anlass gespannt, wenn es wieder heißt „die Kurse machen die Nachrichten“  und die Aktienmärkte dann eine Zwischenkorrektur einlegen..

Die Aktienmärkte erleben im November eine Art Wunder

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