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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Dax und S&P 500: Die Lage

Die Ausgangslage bei den beiden Indizes!

Veröffentlicht

am

Dax

Die zurückliegende Handelswoche konnte bedingt durch den leichten Anstieg meine letzte Prognose für den Dax sehr genau nachzeichnen. Obwohl das Bild nicht so recht in ein gängiges Muster einzufügen ist, wird sich das freundliche Wetter für den deutschen Leitindex auch weiter fortsetzen. Dennoch finden die aktuellen Aktionen unter dem Schirm einer großen seit über einem Jahr währenden Korrektur statt. Wie es der Chart aufzeigt, wird sich an dieser Konstellation zeitnah auch nicht viel verändern. In meiner jüngsten Langzeitausgabe hatte ich darauf Eingang genommen.

 

Ausblick:

Momentan bildet sich im Dax ein kleiner Aufwärtstrend als Welle (d; nicht dargestellt) aus. Diese für sich genommen dreiteilige (a-b-c) Bewegung befindet sich aktuell in Welle (c) und damit in der finalen Phase. Bedingt durch das Aufsetzen auf dem 0.38 Retracement bei 10.904 Punkte konnte mit Welle (1) die erste Unterwelle von (c) ausgebildet werden. Für die folgenden Tage ist dennoch von einem weiteren Ansteigen auszugehen. Als Ziel kann das 0.50 Retracement bei 11.635 Punkten angesehen werden. Somit schließe ich ein signifikant höheres Ansteigen so gut wie aus.


(Chart durch anklicken vergrößern)

Die sich daran anschließende Korrektur kann den Dax maximal bis zur 0.76-Linie (aktuell 11.008 Punkte) fallen lassen. Erst ein eventueller Bruch dieser Unterstützung würde das beschriebene Bild ins Wanken bringen. Das eigentliche Ziel von Welle (c) liegt im Bereich des 0.76 Retracements (12.728 Punkten) und wird, aller Voraussicht nach nicht mehr in der ersten Jahreshälfte angelaufen. Größere Gefahren für den Aufwärtstrend würden sich erst durch den Bruch des 0.62 Retracements bei 10.661 Punkten einstellen. Aus aktueller Sicht heraus räume ich diesem Schritt nur wenige Chancen auf Umsetzung ein.

 

Fazit:

Der kleine Aufwärtstrend bewegt sich in der anschließenden Phase, sodaß erneute Engagements von erhöhtem Risiko belastet sind. Ein erneutes Kaufsignal entsteht erst über dem 0.50 Retracement bei 11.635 Punkte. Sichern Sie auf dem 0.62 Retracement (10.661 Punkte) ab.

 

S&P 500

Die vergangene Woche konnte keinen signifikanten Einfluß auf das größere Geschehen im S&P 500 nehmen. Die nur sehr kleinen Kursbewegungen haben im Grunde meine Sichtweise bestätigt, wenngleich das prognostizierte Ziel noch nicht erreicht wurde. Doch der noch fehlende Schritt nimmt sich derart klein aus, daß dieser einerseits zu vernachlässigen wäre, andererseits an nur einem Handelstag erfolgen könnte. Wie dem auch sei, der seit einigen Monaten laufende sehr dynamische Aufwärtstrend neigt sich unweigerlich seinem vorläufigen Ende zu.

 

Ausblick:

Der S&P bildet derzeit noch Welle (5) der übergeordneten Welle (a) aus. Im Verlauf dieser Welle kann der Trend durchaus noch bis zur 1.00-Linie bei 2.818 Punkten verlaufen. Das Zeitlineal gibt als temporäre Zielzone den 25. Februar (0.62 Retracement) an. Dieses Ziel stellt sich allemal realistisch dar. Auf diesem Niveau sollten sich dann erst einmal Ernüchterung einstellen, denn allein das große 0.76 Retracement bei 2.788 Punkten sorgt für erheblichen Widerstand und sollte somit ein unvermitteltes weiteres Ansteigen unwahrscheinlich werden lassen.


(Chart durch anklicken vergrößern)

Vorerst zumindest, denn die sich anschließende Korrektur stellt sich lediglich als Welle (b) der abc-Formation dar. Dennoch sollte das Potenzial, welches Welle (b) zur Verfügung steht, nicht unterschätzt werden. Wie im Chart ersichtlich kann die Korrektur durchaus bis zur 0.62-Unterstützung bei 2.516 Punkten verlaufen. Eine Welle „B“ verläuft in aller Regel nicht so dramatisch und endet häufig im Bereich des 0.50 Retracements, hier bei aktuell 2.571 Punkten. Der Startschuß für diese Korrektur fällt mit Unterschreiten des kleinen 0.62 Retracements bei aktuell 2.686 Punkten.

 

Fazit:

Der seit Dezember´18 laufende Aufwärtstrend wird sich bereits an den kommenden Tagen in eine abwärtsgerichtete Korrektur (b) verwandeln und für zum Teil deutliche Verluste einstehen. Von einer erneuten Positionierung rate ich, zum gegenwärtigen Zeitpunkt, noch ab. Bestehende Positionen sollten auf dem 0.62, spätestens auf dem größeren 0.62 Retracement (2.686/2.516 Punkte) abgesichert werden.

 

Foto: Deutsche Börse AG

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Finanznews

Chimerica zerbricht! Marktgeflüster (Video)

Warum das Auseinanderbrechen der Nutz-Beziehung USA-China ein ökonomisches und politisches Erdbeben auslösen wird!

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am

Der britische Historiker Niall Ferguson prägte 2007 den Begriff „Chimerica“ – und meinte damit die unausgesprochenen Deal beider Länder, wonach China produziert und Amerika konsumiert, wobei China die Schulden der USA kauft und damit das Ungleichgewicht ausgleicht. Diese unausgesprochene Wirtschaftsallianz scheint nun zu zerbrechen durch den Bann von Huawei und den daraus resultierenden praktischen Konsequenzen (Google blockt Zugang zu Android-Systemen etc.). Die Folgen des absehbaren Auseinanderbrechens von „Chimerica“ sind unabsehbar – und werden vor allem in den USA stark unterschätzt, denn damit ist das „Leben über die eigenen Verhältnisse“ in Frage gestellt! Die US-Aktienmärkte, zuletzt gestützt vor allem durch defensive Werte, sind noch weit entfernt davon, dieses Auseianderbrechen adäquat einzupreisen!

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Indizes

Über Prognosen und Prognostiker an den Finanzmärkten – „Dartpfeile werfender Schimpansen“

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am

Von

Von Thomas Müller

Seit ich mich mit Finanzmärkten und entsprechend mit Prognosen beschäftige – also seit rund 25 Jahren – fällt mir auf, dass immer wieder Prognostiker zu großer Bekanntheit gelangen oder gar so etwas wie Gurus werden, also von einer eingeschworenen Schar Anhänger gegen jede Kritik verteidigt werden, obwohl die Prognosen nach meinem subjektiven Empfinden diesen Status keineswegs rechtfertigen. Bei einigen Prognostikern/Kommentatoren war ich sogar sehr sicher, dass sie wenig Ahnung haben, wovon sie sprechen, ohne dies aber wirklich geprüft zu haben. Allerdings war da auch immer die Stimme im Kopf, die mir sagte, diese Leute haben so viele Anhänger und tauchen regelmäßig in den Medien auf, irgendetwas muss an diesen Leuten dran sein.

 

„Superforecasting“

Nun bin ich kürzlich auf das Buch „Superforecasting“ von Philip Tetlock gestoßen und muss dabei immer wieder an die diversen aus Fernsehen und Presse bekannten Prognostiker denken. Gleich am Anfang stellt er fest: „Viele verkünden ihre Prognosen mit dem Brustton der Überzeugung. Und einige verkaufen sich als Propheten, die Jahrzehnte in die Zukunft blicken können. Von einigen Ausnahmen abgesehen stehen sie nicht etwa vor der Kamera, weil sie sich durch hervorragende Weitsichtigkeit ausgezeichnet hätten. Ob sie mit ihren Prognosen richtigliegen oder nicht, scheint niemand wissen zu wollen. [..] Die Fernsehorakel haben vor allem ein Talent: Sie können selbstbewusst auftreten und eine überzeugende Geschichte erzählen. Mehr müssen sie gar nicht können.“

Das, was hier noch eine Behauptung ist, belegt Tetlock dann im Weiteren. Über einen Zeitraum von 20 Jahren untersuchte Tetlock die Prognosen zahlreicher Experten und kam zu dem Ergebnis, dass die meisten nicht besser waren, als ein Dartpfeile werfender Schimpanse – oft waren die Prognosen der Experten sogar schlechter.

Die Unterschiede, ob ein Prognostiker gut oder schlecht war, führt Tetlock auf die Methodik zurück und unterscheidet zwei (Extrem-)Typen: Die Füchse und die Igel. Die Bezeichnungen sind angelehnt an einen Satz des griechischen Dichters Archilochos: „Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel eine große Sache.“

Soll heißen, es gibt die eine Gruppe, die viele Aspekte mit in eine Prognose einbezieht und in Wahrscheinlichkeiten denkt. Es fallen selten Wörter wie „unmöglich“ oder „unausweichlich“, aber oft Wörter wie „möglicherweise“, „einerseits und andererseits“. Die andere Gruppe verfolgt einen großen Gedanken, um den alles kreist und auf den alles hinausläuft. Die Füchse geben in allen Bereichen bessere Prognosen ab und zwar sowohl zuverlässiger als auch schärfere Prognosen. Die Igel aber sind viel häufiger in den Medien gefragt als die Füchse. Die Zuschauer/Leser wollen kein „vielleicht“ und „möglicherweise“ hören, sondern eine konsistente Story mit einem klaren Ergebnis.

 

Crashpropheten und ihre Prognosen

Die Untersuchung Tetlocks fand zwar in den USA statt, passt aber genauso auch nach Deutschland. Seit Jahren wird prophezeit, dass wir uns „im Endspiel befinden“, dass der finale Crash nun bald kommt, die Systemwende bevorsteht. Es werden also einerseits Extremprognosen aufgestellt; der totale Zusammenbruch, ein großer, wenn nicht gar der endgültige Crash, das Ende von Euro, USD, der EU. Das ist das die „große Sache“ des Igels.

Alle (Teil-)Prognosen laufen auf dieses Szenario hinaus, egal was auch passiert, alles wird durch die Brille dieser einen großen Prognose gesehen. Jeder Rückgang der Börsenkurse, jede Abschwächung des BIP-Wachstums, jeder noch so kleine Wahlerfolg einer eurokritischen Partei dient dann als Beleg. Obwohl die Prognosen scheinbar so eindeutig sind, sind sie tatsächlich sehr weich, d.h. es wird kein Zeithorizont angeben und die Ereignisse werden nicht konkretisiert.

Das Ergebnis kann regelmäßig beobachtet werden. Die Kritiker sagen, die Prognosen sind nicht eingetroffen, die Anhänger sagen, „abwarten“, es deutet doch bereits alles darauf hin. Und selbst gegenteilige Entwicklung werden dann umgedeutet. Erholt sich z.B. die Konjunktur heißt es, das zögert den Zusammenbruch nur hinaus, der wird dann umso schlimmer. Ist die Inflation nicht wie seit Jahren prognostiziert gestiegen, wird die Definition kurzerhand geändert. Aus Sicht der Anhänger (und ihrer eigenen) haben die Igel also immer Recht, selbst wenn sie seit Jahren komplett danebenliegen. Das sorgt zwar nicht für gute Prognosen, aber für regelmäßige Medienauftritte.

Umgekehrt erlebe ich sowohl im Alltag im echten Leben als auch in Internetforen oft, dass Prognosen aus meiner Sicht zu Unrecht angegriffen werden. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist die US-Präsidentschaftswahl 2016. Nate Silver schätze die Siegchancen von Trump auf rund 30% und als Trump dann bekanntermaßen gewonnen hatte, wurde ihm vorgeworfen, die Wahl falsch prognostiziert zu haben. Tetlock nennt hier als Beispiel Wetterprognosen, wo häufig bei einer Prognose von z.B. 70% Regenwahrscheinlichkeit von den allermeisten „Konsumenten“ davon ausgegangen wird, dass es regnet – regnet es dann nicht, ist die Prognose falsch.

 

Wetterbericht

Tetlock wählt das Beispiel Wetterbericht, weil es da leicht zu zeigen ist, wo der Irrtum liegt: Sagt ein Meteorologe in 100 Fällen eine Regenwahrscheinlichkeit von 70% voraus und regnet es tatsächlich in rund 70 dieser 100 Fälle, sind die Prognosen sehr gut. Bei der US-Präsidentschaftswahl lässt sich das nicht so leicht testen, das Grundprinzip ist aber das gleiche. Und letztlich bestätigt es das oben genannte Prinzip: Die Medienkonsumenten (und die meisten Internet-Foristen) schätzen Prognostiker mit sehr pointierten und scheinbar klaren, selbstbewusst vorgetragenen Prognosen weit mehr als abwägende, in Wahrscheinlichkeiten formulierte Prognosen.

Tetlock hofft, dass sich dieses Verhaltensmuster mittel- bis langfristig ändert, so wie auch in anderen Bereichen – er nennt z.B. die Medizin – im Vergleich zu früher mehr Rationalität etwa in Form von Doppelblindstudien Einzug gehalten hat. Angesichts des medialen Erfolgs der Igel bin ich da weniger optimistisch. Letztlich befriedigen die Igel eine im Publikum vorhandene Nachfrage, bei der es allenfalls vordergründig um die korrekte Prognose geht, tatsächlich aber um die Projektion und Bestätigung eines bestimmten Weltbilds.

 

Von Jeremy Weate from Abuja, Nigeria – Chimpas at Tacugama Sanctuary, near Freetown, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38733073

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Devisen

Rüdiger Born: Spannender Markt! Blick auf die Charts

Veröffentlicht

am

Der Markt ist momentan sehr spannend. Schauen wir im folgenden Video direkt auf die Charts. Der Dow könnte in Kürze eine Trendewende hinlegen und steigen. Interessante Chartverläufe will ich auch bei mehreren Devisenpaaren ansprechen. Haben Sie den Trade des Tages (heute USDJPY) noch nicht abonniert? Jeden Tag gibt es eine Detail-Analyse! Es ist vollkommen kostenlos! Einfach dazu hier anmelden.

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