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Dax und S&P 500: Größere Korrektur vor allem an den US-Märkten

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Dax

Der Dax konnte sich an den letzten Handelstagen recht deutlich stabilisieren. Mit dieser Performance hat der deutsche Leitindex meine jüngste Sichtweise sehr genau nachvollzogen. Dennoch sollte diese Performance mit Vorsicht betrachtet werden. Denn, so wie der Chart es aufzeigt, spielt sich das Geschehen im Rahmen einer größeren Korrektur ab. Die langfristigen durchaus positiven Avancen bleiben nach wie vor bestehen. Der Langzeitchart zeigt meine langfristige Sichtweise auf. Dieser Sichtweise folgend wird sich die aktuell laufende Korrektur noch länger fortsetzen.

 

Ausblick:

Bedingt durch das Aufsetzen auf dem 0.50 Retracement (11.854 Punkte) konnte die kleine Welle (b) abgeschlossen werden. Die sich daraufhin einstellende kleine Aufwärtsbewegung dient der Ausbildung von Welle (c) der komplexen Korrektur (abc-x-abc), in welcher sich der Index seit gut fünf Monaten aufhält. Die kleine Himmelfahrt kann durchaus bis zur 0.62-Linie bei 12.566 Punkten verlaufen. Mit dem 1.00 Retracement (13.035 Punkte) liegt das nächste mögliche Ziel in relativ großer Entfernung. Dennoch ist der Lauf bis zu diesem Widerstand rein regeltechnisch möglich.

Besonders positiv für das gezeichnete Bild ist der bislang ausgebliebene Bruch der 0.50-Unterstützung bei 11.854 Punkte zu werten. Allein dieser Aspekt läßt für die kommenden Tage weiterhin freundliches Wetter erwarten. Ungeachtet dessen wird sich bereits an den folgenden Tagen eine leichte Korrektur einstellen. Solange sich das kleine 0.76 Retracement (11.957 Punkte) behaupten kann, besteht für den Aufwärtstrend keine größere Gefahr. Erst ein eventueller Bruch des 0.50 Retracements (11.854 Punkte) würde die Rallye vorzeitig stoppen. Sehr realistisch erscheint mir diese Option indes nicht.

 

Fazit:

Auch wenn der Chart ein sehr positives Bild vermitteln könnte, rate ich aufgrund der korrektiven Konstitution von einer erneuten Positionierung ab. Ein kleineres Signal, mit Fantasie bis 13.035 Zählern, entsteht erst oberhalb des 0.62 Retracements (12.566 Punkte). Sichern Sie auf dem 0.50 Retracement bei 11.854 Punkten ab.

 

S&P 500

Der kleine Anstieg der letzten Tage konnte meine jüngste Sichtweise sehr genau nachvollziehen. Dennoch versteht sich diese positive Performance lediglich als erste Phase einer größeren Korrektur. Diese Korrektur kann im weiteren Verlauf durchaus für eine Trendwende größeren Stiles verantwortlich sein. Im Chart habe ich diese Option bereits dargestellt, wenngleich die regeltechnische Bestätigung hierüber noch ausständig ist. Wie der Langzeitchart es aufzeigt, wird uns die korrektive Verfassung, in welcher sich der S&P seit über einem Jahr befindet, noch längere Zeit erhalten bleiben.

 

Ausblick:

Der Schlußkurs unterhalb des 0.62 Retracements (2.849 Punkte) ist ein relativ negatives Vorzeichnen auf die zu erwartende Entwicklung. Die aktuell noch ablaufende Welle (b) kann sich ungeachtet dessen noch deutlich weiter entwickeln. Das nächste Ziel wird dabei durch das 0.62 Retracement bei 2.895 Punkten gebildet. Sollte sich ein nachhaltiger Schlußkurs über diesem Widerstand einstellen, öffnet sich der Aktienindex damit den Weg bis zur 1.38-Linie bei 3.012 Punkten. Grundsätzlich sehe ich den Index nicht in einem derart sonnigen Licht, doch rein regeltechnisch wäre dieser Schritt nachvollziehbar.

Für die sich anschließenden Wochen erwarte ich die Fortsetzung der Korrektur, wie der Chart es zeigt. Der erneute Startschuß für die dritte Phase der Korrektur fällt mit Unterschreiten des 0.62 Retracements (2.849 Punkte). Die sich daran anschließende Bewegung dient der Ausbildung von Welle (c) und kann durchaus sehr dynamisch verlaufen. Das eigentliche Ziel dieser Welle wird durch das große 0.62 Retracement bei 2.586 Punkten gebildet. Wesentlich tiefer sehe ich den Trend indes nicht verlaufen. Auf der anderen Seite kann ich auch keine Anzeichen erkennen, deren Interpretationen auf eine nachhaltige Verbesserung schließen lassen könnten.

 

Fazit:

Die aktuelle Konstellation läßt ein erneutes Engagement nicht gerechtfertigt erscheinen. Daher rate ich Ihnen hiervon ab. Das bestehende Signal bleibt weiterhin aktiv, steht aber schon zur Disposition. Sichern Sie auf dem 0.62 Retracement bei 2.849 Punkten ab.

 

Die New York Stock Exchange im Jahr 2009
By Government of Thailand – Flickr, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=26323620

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Indizes

Rüdiger Born: Fed-Entscheidung heute Abend – Chancen im Dow

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Die Fed-Entscheidung heute Abend ist sehr wichtig! Im Dow gibt es eine Chance auf weiter steigende Kurse. Kurzfristig sieht er eher bärisch aus. Dazu mehr im folgenden Video. Die Tesla-Aktie ist aktuell mein „Trade des Tages“. Lesen Sie diese und alle noch folgenden Analysen gratis. Dazu melden Sie sich bitte hier an.

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Aktien

Schwarze Schwäne und wichtige Termine – geliebter Herbst

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Die noch verbleibenden 14 Handelswochen dieses Jahres versprechen Spannung pur. Allein die schon bekannten Termine bergen enormen Sprengstoff. Und dann gibt es ja noch Schwarze Schwäne, die wieder gehäuft auftauchen. Werfen wir also einen Blick voraus bis zum Jahresultimo.

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Schwarze Schwäne lieben den Herbst

Der Herbst ist historisch betrachtet die spannendste Phase an den Märkten. Nicht umsonst fanden 6 der 11 größten Crashs der Börsengeschichte im September und Oktober statt. Dafür gibt es zwei nachvollziehbare Gründe: Erstens kommt der Börsenhandel nach der Sommerpause wieder in Schwung und etliche Marktteilnehmer bilden sich zunächst ein neues Bild von der Gesamtlage und passen ihre Portfolios dem entsprechend an. Zweitens ist der Herbst ökonomisch betrachtet das Gegenstück zur Frühjahrsbelebung. Dieses Phänomen ist in einigen Bereichen signifikant ausgeprägt und gesamtwirtschaftlich spürbar, z. B. beim Tourismus und der Gastronomie, am Bau und im Immobilienmarkt und sogar bei den Automobilverkäufen. Die Konsumenten halten sich generell bis zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts Mitte November etwas zurück. Ausnahmen sind hier die „Back to School Season“ von Ende August bis Anfang September und Kleiderkäufe für die kalte Jahreszeit. In Summe ist die Zeit vom Ende der Sommerferien bis in den November hinein jedoch von saisonaler wirtschaftlicher Schwäche geprägt.

In diesem Jahr gehen viele Volkswirtschaften bereits geschwächt in die Herbstberuhigung und das könnte die Abschwungdynamik in den nächsten Monaten nochmals verstärken. Unvorhersehbare Ereignisse, die zu Marktturbulenzen führen, finden gehäuft in den letzten Wochen des Jahres statt. Man könnte sagen, dass das Immunsystem sowohl der Wirtschaft als auch der Märkte im Herbst angeschlagen ist. Gestern gab es bereits einen Vorgeschmack auf das, was sich jetzt wieder öfter zeigen könnte: Schwarze Schwäne. Das erste Mal seit der Finanzkrise musste die US-Notenbank den Geldmarkt mit bislang 53,15 Mrd. US-Dollar vor dem Kollaps bewahren. Der Auslöser dafür ist erschreckend banal und sollte in seiner Dimension eigentlich für einen Markt mit „gesunder Finanzmarktstabilität“ (O-Ton der Fed) ohne Weiteres verkraftbar sein. Doch mit der Stabilität scheint es nicht weit her zu sein, wenn lange absehbare Zahlungen von Unternehmenssteuern und die Emission von US-Staatsanleihen in Höhe von 78 Mrd. US-Dollar das gesamte System ins Wanken bringen und die Zentralbank zu Notmaßnahmen zwingen.

Auch auf geopolitischer Ebene drohen Überraschungen, so wie die jüngsten Attacken auf saudische Ölanlagen am vergangenen Wochenende im Zuge der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Regionalmächten Iran und Saudi Arabien und ihren Koalitionären (China und Russland vs. USA und Israel). Bereits in der kommenden Woche gibt es zu dieser Entwicklung einen sehr wichtigen Termin anlässlich der UN-Generaldebatte in New York. Ein weiteres politisches Großereignis ist der nach wie vor drohende harte Brexit am 31. Oktober. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sagte nach seinem ergebnislosen Treffen mit Premier Johnson am Montag: „Das Risiko eines harten Brexit ist nun mit Händen zu greifen“. In Deutschland könnte die SPD zum Jahresende für Turbulenzen sorgen, wenn sich die Genossen für eine neue Führungsspitze entscheiden sollten, die die große Koalition ablehnt.

Kursbeeinflussender Termine voraus

Im Folgenden finden Sie eine Liste, die ausgewählte börsenrelevante Termine in den kommenden Wochen und Monaten zeigt:

Schwarze Schwäne Terminliste

Fazit

Es brodelt gewaltig unter der Oberfläche, wie die massiven Umschichtungen und der Dollar-Liquiditätsstress zuletzt wieder gezeigt haben. Früher hätte schon allein der Kollaps der argentinischen Währungen die Alarmglocken der Marktteilnehmer schrillen lassen und sie zu mehr Risikosensibilität veranlasst. Doch diese Selbstschutzreflexe wurden den Marktteilnehmern durch Notenbank-Puts abtrainiert und auch die Algos wissen es nicht besser. Doch der Verlass auf die Zentralbanken und die Ignoranz gegenüber einer sich aufbauenden historischen Risikokulisse lassen Schwarze Schwäne nicht einfach verschwinden. Eher ist es so, dass man Ereignisse, die sich bereits als realistisches Risikoszenario seit Längerem abzeichnen ignoriert und sie dann bei ihrem Auftreten als unvorhersehbar deklariert. So gesehen sind viele Schwarze Schwäne nur eine Entschuldigung für die mangelnde Prognosequalität überbezahlter Analysten. Das gilt auch für die Kaiser der US-Fed, die sich heute wieder in ihrem Palast in Washington treffen. Sie könnten bald gänzlich ohne Kleider dastehen. Es wäre nicht das erste Mal, dass dies genau im Herbst und für viele Marktteilnehmer völlig überraschend passiert. Die bis Jahresultimo anstehenden wichtigen Ereignisse sind jedenfalls diplomatisch formuliert in Summe „herausfordernd“.

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Fed – jüngstes Gerücht: heute Start von QE!

Angesichts des massiven Anstiegs der repo rates macht heute das Gerücht die Runde, dass die Fed heute eine Art „QE light“ starten werde

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Was wird die Fed heute Abend entscheiden? Als sehr wahrscheinlich gilt, dass die US-Notenbank heute den Leitzins (Federal Funds Rate) heute um 0.25% senken wird – aber möglicherweise kommt doch mehr, zumal nach den gestrigen Ereignissen!

Denn gestern passierte Aussergewöhnliches – ein „Cash Crunch“ bei der Dollar-Refinanzierung mit einem fast absurden Anstieg der repo rate auf 10%:

Was ist da passiert? Plötzlich hatten die US-Banken ein akutes Liquiditätsproblem:

Die New York reagierte und pumpte erstmals seit der Finanzkrise Geld in den Repo-Markt (53 Milliarden Dollar), nachdem sie die Aktion nach einer technischen Panne vorher hatte abbrechen müssen. Gleichwohl stiegen die repo rates nach der Injizierung von Cash ins System wieder an:

Heute soll nun eine weitere Liquiditäts-Tranche der New York-Fed folgen im Volumen von ca. 70 Milliarden Dollar – die Ursache des „Cash Crunch“ ist nach wie vor unklar (Abführung von Steuern am kommenden Montag; Flut neuer US-Anleiheemissionen, die Liquidität absaugten sind erste Erklärungsansätze.).

Entscheidend aber ist, dass die Ereignisse über den plötzlichen Anstieg der repo rate die Fed unter Handlungsdruck bringen dürfte – in seinem webcast hatte gestern Bond-King Jeff Gundlach klar gemacht, dass die US-Notenbank wohl gar nicht anders handeln könne, als QE (Anleihekäufe) wieder einzuführen.

Also faktisch jenes Programm wieder zu aktivieren, dass dann die Bilanzsumme der Fed wieder erhöhen würde – und dessen Reduzierung mittels „Autopilot“, wie Jerome Powell einst auf der PK der Notenbank-Sitzung im Dezember 2018 formulierte, einen massiven Absturz der Wall Street auslöste. Auf der Sitzung im Januar 2019 machte Powel dann einen Rückzieher vom Begriff „Autopilot“ – es folgte eine heftige Rally der US-Indizes.

Angesichts des massiven Anstiegs der repo rates macht heute nun mehr und mehr das Gerücht die Runde, dass die Fed heute eine Art „QE light“ starten werde im Volumen von 100 bis 125 Milliarden Dollar pro Jahr:

Käme es so, wäre das für die Aktienmärkte – die sich über jede fudamentale Logik hinwegsetzen aufgrund der Erwartung weiterer Notenbank-Liquidität – ein weiterer Grund für eine Party! Zinssenkungen und QE, was will man mehr – dass die Weltwirtschaft ein Problem hat interessiert da doch eher nur am Rande..


Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

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