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Dax und S&P 500: Korrektur überfällig

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Dax

Nun hat sich der deutsche Leitindex offenbar doch dazu entscheiden eine kleinere Verschnaufpause einzulegen. Mit der aktuell ablaufenden kleineren Korrektur bestätigt der Dax meine Prognose, welcher zufolge sich eine etwas größere Pause einstellen sollte. Angst muß man vor diesem Szenario nicht haben, denn wie der Langzeitchart es aufzeigt, befindet sich der Dax meiner Lesart folgend immer noch in einer völlig intakten Aufwärtsbewegung. Das dieser Welle zur Verfügung stehende Potenzial stellt sich durchaus groß dar, auch wenn die mediale Berichterstattung ein völlig konträres Bild vermittelt.

 

Ausblick:

Mit dem Aufsetzen auf dem 0.76 Retracement (11.983 Punkte) hat der Dax ein erstes Warnzeichen gelifert. Allerdings würde erst der nachhaltige Bruch dieser Unterstützungslinie die Bestätigung über den Abschluß von Welle (a) herleiten. Diesen Schritt erwarte ich erst etwas später, denn für die sich anschließenden Tage ist von einer leichten Erholungsbewegung auszugehen. Über nennenswertes Potenzial verfügt diese Bewegung nicht, weshlab ich nicht näher darauf eingehen werde. Vielmehr sollte der Fokus auf das größere Bild gelegt werden.

Hier erwarte ich den Abverkauf bis zur 0.62-Linie bei aktuell 11.720 Punkten und erst dann eine durchaus nutzbare aufwärtsgerichtete Bewegung. Mit Ausbildung von Welle (b) muß der Dax zwingend auch den seit Ende´18 währenden Aufwärtstrend verlassen. Der Chart zeigt dieses Szenario auf. Einen wesentlich stärkeren Punkteverlust, als den beschriebenen, erwarte ich indes nicht. Die sich anschließende Performance wird, aus größerer Höhe betrachtet, eine eher seitliche Ausrichtung annehmen. Eine grundlegende Verbesserung der Konstellation ist ebenfalls nicht zu erwarten.

 

 

Fazit:

Die momentan laufende Korrektur läßt ein erneutes Engagement äußerst riskant erscheinen. Zudem ist das zur Verfügung stehende Potenzial sehr klein und daher nicht wirklich nutzbar. Ein Kaufsignal ist daher nicht zu benennen. Sichern Sie auf dem 0.76 Retracement (11.983 Punkte) ab.

 

 

S&P 500

 

Dieser Schritt war im Grunde genommen längst überfällig. Gemeint ist mit diesem Intro natürlich die sich seit einigen Tagen in Szene setzenende Korrektur. Diese Bewegung bewegt sich noch in den Kinderschuhen, doch besteht durchaus die Möglichkeit, daß der S&P 500 in eine größere, vor allem in temporärer Sicht, Korrektur einmündet. Der oben dargestellte Langzeitchart zeigt das noch zur Verfügung stehende Potenzial auf. Der Chart zeigt allerdings auch, daß sich der S&P immer noch im Rahmen des seit 2009 laufenden völlig intakten Aufwärtstrends bewegt.

 

Ausblick:

Hervorgerufen durch das Anlaufen an das 0.62 Retracement (2.849) konnte die erste Phase (a) der Korrektur bereits abgeschlossen werden. Bedingt durch den ausgebliebenen Schlußkurs unterhalb dieser massiven Unterstützung wird sich an den folgenden Tagen eine leichte Erholung einstellen. Diese kleine Welle (b) kann ohne Weiteres bis zur 0.62-Linie bei aktuell 2.904 Punkten verlaufen. Selbst ein leichtes Überschreiten dieses Niveaus läge noch im Bereich des Möglichen. Nach Abschluß von (b) wird die sich anschließende (c) den Index wieder deutlichem Druck aussetzen.

Im Chart habe ich eine sehr dramatische Korrektur dargestellt. Ganz so heftig muß sich die tatsächliche Performance nicht einstellen. Doch sehe ich schon, daß der index bis in den Bereich um 2.700 Punkte hinein fallen. Mit dieser Welle würde sich die übergeordnete Welle (E) des Triangles (A-B-C-D-E) abgeschlossen. In meiner jüngsten Langzeitausgabe für den S&P hatte ich speziell auf die Struktur der großen Korrektur Eingang gehalten und eben die Ausbildung eines Triangles favorisiert. Größeres Ungamch kann ich dem Chart ablesen. Hierzu müßte sich der index schon massiv unter das 0.62 Retracement (2.586 Punkte) begeben.
Fazit:
Die aktuelle Korrektur verläuft momentan noch in der ersten Phase. Ungeachtet der kurzfristigen positiven Avancen, rate ich von einem erneuten Engagement in den Index ab. Das bisherige sehr erfolgreiche Kaufsignal bleibt zunächst noch bestehen. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem 0.62 Retracement bei 2.849 Punkten ab.

 

Foto: Deutsche Börse AG

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Dax: Neutrale Stimmung lässt Fortsetzung der Rallye vermuten – nur wann?

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So viel passiert und so wenig zu sehen: Nach einer ereignisreichen Woche notiert der DAX nahezu unverändert auf dem Niveau von vor einer Woche. Dabei haben wir diverse Übernahmen, Börsengänge und Tech-Ausverkäufe gesehen, sowie eine Notenbankentscheidung und Betrugsvorwürfe verarbeitet. Wenn ich mir das vor Augen führe, dann hat sich der Aktienmarkt doch erstaunlich robust gezeigt.

Auch unsere Sentiment-Analyse zeigt erstaunlich wenig Bewegung: Die Stimmung bleibt auf einem neutralen Niveau bei -0,1. Die Verunsicherung unter den Anlegern bleibt moderat bei -1,4. Sogar die Zukunftserwartung bleibt mit einem Wert von +1,2 auf dem gleichen Stand wie vor einer Woche. Das ist mäßiger Optimismus, eine dünne Mehrheit für die Optimisten vor den Pessimisten, wobei die neutral gestimmten Anleger die größte Gruppe bilden.

Einzig bei der Investitionsbereitschaft gibt es ein wenig Bewegung: Nach 2,0 in der Vorwoche ist der Indikator nun auf 1,1 gesunken. 2% der Umfrageteilnehmer, die vor einer Woche noch Kaufen wollten, sind nun ins Lager derer übergesiedelt, die Verkaufen möchten. Kaufabsicht ist eine wichtige Voraussetzung für steigende Kurse, doch nur eine von vielen. Es kann auch sein, dass bereits ein nachlassender Verkaufsdruck für steigende Kurse sorgt.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger notiert ebenfalls unverändert bei neutralen -2. Profis, die sich über die Eurex absichern, verhalten sich ebenfalls neutral. Das Put/Call-Verhältnis von 1,3 liegt nur leicht unter dem Durchschnitt von 1,4.

In den USA sieht es da anders aus. Das Put/Call-Verhältnis der CBOE notiert weiterhin bei 0,45 Punkten und damit in einem Bereich, der so bullisch ist wie in den vergangenen fünf Jahren nicht. Das Vertrauen in Präsident Trump, bis zu den Wahlen eine gute Börsenstimmung zu schaffen (wichtiger Faktor für Wiederwahl!), ist sehr groß.

Ganz anders sehen dies Fondsmanager, deren Investitionsquote vor einer Woche um 40% auf 53% eingebrochen war. Diese Woche folgte nur eine leichte Gegenbewegung auf 59%. Jetzt wird ein Schuh draus: Fondsmanager haben schon vor einer Woche Cash generiert, um für die anstehenden Börsengänge von Snowflake, Amwell und bald folgend vielleicht auch Palentir und AirBnB gerüstet zu sein. Ohh, und nicht zu vergessen, vielleicht besteht Trump auf einen Börsengang der US-Sparte von TikTok?

Unter US-Privatanlegern dominieren die Pessimisten, das Bulle/Bär-Verhältnis steht bei -8,4%.

Die technisches Verfassung der US-Märkte ist neutral, wenn wir dem Angst & Gier Indikator des S&P 500 glauben (53%).

Dax Sentiment – die Interpretation

Es hat den Anschein, Anleger sind erst einmal überfordert, die vielen Ereignisse der abgelaufenen Woche einzuordnen, denn die Stimmung hat sich seit der vergangenen Woche kaum verändert. Es bleibt bei der Aussage der vergangenen Wochen: Rotation! Es gibt einige Aktien, die sind bereits zu hoch gelaufen. Gleichzeitig gibt es aber noch viele Aktien, die besser aus der Coronakrise kommen, als viele das erwartet haben.

Aus Sicht der Sentiment-Theorie kann ich keine künftige Richtung ableiten. Grundsätzlich würde ich die Stimmungslage dahingehend interpretieren, dass noch reichlich Luft nach oben für diese Rallye besteht. Der Optimismus ist überaus moderat und in der Regel enden Rallyes mit überschäumender Feierlaune bei großem Optimismus. Davon sind wir weit entfernt.

Doch ich kann der aktuellen Stimmungslage nicht entnehmen, ob wir vor der Wiederaufnahme der Rallye beim Dax noch einen Rücksetzer verkraften müssen, oder nicht. Ich weiß also nicht, ob Sie jetzt schon investiert sein sollten, oder noch eine bessere Gelegenheit dafür bekommen. Daher bleibe ich auch hier bei meiner Standard-Empfehlung: Schrittweise vorgehen :-). Jetzt gibt es bei einzelnen Werten schon Kaufkurse. Wir haben in den vergangenen Wochen bereits neue Positionen aufgebaut. Aber Sie sollten noch Pulver trocken halten, falls es noch einen Rücksetzer gibt.

Die Stimmung zum Dax ist neutral

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