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DAX und US-Börsen: Gold-Rally trifft auf Tech-Ausverkauf

DAX und US-Börsen: Gold-Rally trifft auf Tech-Ausverkauf
Grafik: ChatGPT

Nach dem jüngsten Absturz der Gold- und Silberpreise bleibt der Rohstoffmarkt auch am heutigen Handelstag ein zentrales Thema an den Börsen. Die Edelmetalle setzen ihre Erholung vom Vortag fort, wobei der Goldpreis bis auf 5.090 Dollar steigt. Die jüngste Rally sorgt zugleich für eine Stabilisierung an den Aktienmärkten. Auch der DAX profitierte zunächst davon und kletterte zeitweise über die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten, konnte dieses Niveau jedoch nicht verteidigen.

Nach einem Plus von 1,2 Prozent bis auf 25.098 Punkte setzten kräftige Gewinnmitnahmen ein, wodurch der Leitindex wieder in Richtung 24.700 Punkte abrutschte. Am Ende des Tages schloss er nahezu unverändert bei 24.780 Punkten.

Zusätzlicher Gegenwind kam von den US-Börsen: Dort scheiterte der S&P 500 erneut an der Marke von 7.000 Zählern, was die Stimmung auch in Europa belastete. Vor allem ein deutlicher Ausverkauf bei Tech-Aktien, ausgelöst durch Unsicherheiten rund um das KI-Tool von Anthropic, drückte die Kurse nach unten und sorgte für Zurückhaltung an den Aktienmärkten.

Börsen weiter ohne klare Richtung

Insgesamt bleibt die Lage beim DAX trendlos. Es wechseln sich starke Richtungsbewegungen ab, ohne dass sich dabei ein nachhaltiger Trend etabliert. Zwar wurde der kurzfristige Abwärtstrend durch den Anstieg über 25.020 Punkte vorübergehend gebrochen, doch der anschließende Rückfall unterstreicht die derzeitige Unsicherheit an den Börsen.

Neue Impulse könnten nun aus der Berichtssaison kommen. In Deutschland stehen noch Zahlen von Konzernen wie Infineon an, während in den USA Alphabet und Amazon ihre Ergebnisse am Mittwoch bzw. Donnerstag nach Börsenschluss präsentieren. Auch saisonal gilt der Februar als durchwachsen, was die Schwankungen zusätzlich verstärken könnte.

DAX rückt an 25.000 Punkte heran

Nach der gestrigen Erholung und dem erneuten Scheitern an der 25.000-Punkte-Marke rücken nun zentrale Rücklaufmarken in den Fokus, die der DAX verteidigen muss, damit sich das Chartbild weiter aufhellen kann. Der erste wichtige Unterstützungsbereich zwischen dem 38,2- und 50er-Retracement bei 24.783 bis 24.685 Punkten wurde am Dienstag bereits angelaufen und zunächst erfolgreich gehalten. Von dieser Zone aus könnten die Bullen einen neuen Anlauf auf die runde 25.000er-Marke starten.

Rutscht der Index jedoch unter das 61er-Retracement bei 24.587 Punkten, würde sich das kurzfristige technische Bild wieder eintrüben. In diesem Fall stünde ein erneuter Test der MOB-Unterstützung bei 24.500/24.470 Punkten auf der Agenda.

Auf der Oberseite bleiben oberhalb von 25.000 Punkten zunächst die horizontale Widerstandszone bei 25.060 sowie das gestrige Tageshoch 25.098 Punkten entscheidend. Ein dynamischer Ausbruch darüber könnte weiteres Momentum freisetzen und den DAX in Richtung der offenen Kurslücke bei 25.279 Punkten tragen.

DAX richtungslos: Gold steigt - US-Börsen sorgen für Gegenwind

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützung:

24.703 – Tagestief 03.02.

24.685 – 50er Retracement

24.650 – Horizontale

24.587 – 61,8 Retracement

24.582 – Zwischenhochs

24.475 – MOB-Marke

24.384 – Tagestief 02.02.

24.266 – Jahrstief

DAX Widerstände:

24.926 – Tageshoch 28.01.

24.938 – SMA200

25.000 – Psycho-Marke

25.020 – Verlaufshoch

25.060 – Horizontale

25.098 – Tageshoch 03.02.

25.204 – Horizontale

25.279 – Gap 16.01.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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1 Kommentar

  1. Zwar investiert die Siemens AG in den USA in Sachen Energieversorgung für KI. Die Künstliche Intelligenz benötigt allerdings auch den Rohstoff Seltene Erden. Die Zahlen für den US-Techriesen Amazon in Verbindung mit mobilen Endgeräten bleiben abzuwarten.

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