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Dax: Unsicherheit mit der US-Wahl beseitigt – und daher Jahresendrally? Wohl nicht..

Warum sich die Ausgangslage für die Bullen nach der US-Wahl eher verschlechtert als verbessert hat!

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Alle Unklarheiten beseitigt?

Viele meinen: mit den US-Zwischenwahlen ist nun eine Unsicherheit beseitigt, die auf den Märkten gelastet habe – daher sei der Weg nun frei für eine Jahresendrally. Ähnlich argumentiert etwa der Trump-Berater Larry Kudlow, der die Turbulenzen an der Wall Street auf die nahenden US-Wahlen zurück führte, das sei daher nur eine normale Korrektur, die dann alsbald eben enden werde.

Ausgeschlossen ist das alles natürlich nicht – aber eben auch alles andere als sicher, dass es so kommen wird. Dass also mit den US-Wahlen die letzte Unsicherheit beseitigt sei und daher die Kurse noch einmal noch oben laufen.

Die Konsequenzen der US-Wahl sind nicht positiv für die Märkte

Dazu werfen wir ein Blick auf das, was aus der US-Wahl folgt:

– Trump könnte versuchen, noch eine Steuersenkung für die „Mittelklasse“ (wer auch immer das ist..) zu verabschieden, solange die alten Mehrheitsverhältnisse in Senat und Abgeordnetenhaus noch in Kraft bleiben (also bis Januar). Das wäre für die Märkte ein positives Szenario – allerdings wäre die Wirkung deutlich geringer als bei der großen Steurreform von Anfang 2018, bei der vor allem US-Konzerne profitierten (daher die Hausse an den Aktienmärkten)

– innenpolitisch wird es für Trump nun schwieriger, Gesetze durchzubringen

– aussenpolitisch, und das ist gewissermaßen die schlechte Nachricht für die Märkte, kann Trump weiter durchregieren, da das Amt des US-Präsidenten in Sachen Außenpolitik immense Kompetenzen hat. Das heißt im Klartext: in Sachen Handelskrieg gegen China hat Trump weiter freie Hand, Trumps Waffenstillstand mit Europa dürfte bald auslaufen.

Ein Präsident, der innenpolitisch weniger durchsetzen kann, dürfte aber außenpolitisch umso aktiver werden. Und Trump war vor allem innenpolitisch gut für die Aktiemärkte (Steuersenkung, Deregulierung), aber außenpolitisch ganz schlecht aus Sicht der Aktienmärkte (Handelskrieg; Aufhebung der Nachkriegsordnung mit verläßlichen Regeln).

 

Die Belastungsfakrtoren bleiben oder verstärken sich, die Positiv-Faktoren dagegen sind gefährdet

Faktisch heißt das: die Belastungsfaktoren bleiben für die Märkte unverändert (Handelskrieg; Fed), aber die Positiv-Faktoren (Deregulierung, Steuerfragen) sind eher gefährdet als vor den Wahlen. In dieser Hinsicht also haben sich die Argumente für eine Jahresendrally nicht gerade verstärkt!

Und was wird der Dax daraus machen? Auch für ihn gilt das oben gesagte – der Handelskrieg bleibt bestehen, wird sich vielleicht sogar noch intensivieren durch verstärkte außenpolitische Aktivität von Donald Trump. Charttechnisch wird es jetzt spannend: der Index muß möglichts schnell über das dreifache Top bei 11560 Punkten ansteigen:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wenn das gelingen sollte, öffnet sich wieder der Widerstandsbereich 11665 bis 11700 Punkte – erst darüber würde sich die Chancen auf eine Jahresendrally deutlich erhöhen. Fällt der Dax jedoch unter die Unterstützungen bei 11440 Punkten und dann auch unter die 11400er-Marke, ist die Jahresendrally wohl abgeblasen – denn dann wäre die Erholung vom Oktober-Tief bei 11050 Punkten bis zum bisherigen November-Hoch knapp unter der 11700er-Marke eben nur eine Erholung in einem ansonsten völlig intakten Abwärtstrend!

 

By Josemanuel. – Own work, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1284536

8 Kommentare

8 Comments

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    Wolfgang M.

    7. November 2018 10:03 at 10:03

    Nachdem ich erst kürzlich die Voraussetzungen für eine Jahresendrally – natürlich aus subjektiver Sicht – dargestellt habe, möchte ich angesichts des Ausgangs der Midterms, mit dem erwarteten Ergebnis, die Sache etwas aktualisieren.
    Gibt es noch genügend „Powder“ für eine Rallye, wie es die Amerikaner salopp auszudrücken pflegen?
    1. Der Einbruch im Oktober hat viele Institutionelle auf dem falschen Fuß erwischt und dafür gesorgt, dass sie ihre Investitionsquote sukzessive reduziert haben. Fondsmanager haben Ihre Cash-Quote drastisch erhöht und saßen auch noch zu Beginn der Woche, trotz der kleinen Gewinnperiode, auf hohen Beständen. Noch schlimmer erging es Hedgefonds, die zum einen große Verluste erlitten haben und laut CNBC (gestern) noch auf Cash sitzen oder in Shortprodukten. Ergo: Bei weiteren Kurssteigerungen sollten diese zum Einstieg gezwungen sein.
    2. Der Monat November ist der stärkste Monat für Buybacks, insbesondere in diesem Jahr, in dem die Effekte der Steueramnestie noch wirken. Ein Kommentator an der Wall Street nannte es sogar als die größte Rückkaufphase in der Geschichte der Aktienmärkte, wegen der ausstehenden Summe.
    Das heißt natürlich auch, dass wenn die Kurse in den nächsten 3 Wochen nicht steigen, die Street ein echtes Problem mit der Börsenhausse hat.
    Die zentrale Position hat aber wieder einmal Donald Trump inne. Wenn er den Eindruck aufrechterhält, dass eine wie auch immer geartete Einigung im Zollstreit mit China Ende November/Anfang Dezember möglich ist, wird er die Rallye befeuern – bei einer Eskalation aber total abwürgen.
    Das weitere Hauptproblem ist die Zinsentwicklung, von der kein Störfeuer (Fed-Kommunikation) kommen darf.
    Meine derartige Sicht (kurzfristig)
    Gruß

    • Avatar

      Gixxer

      7. November 2018 10:14 at 10:14

      Wie immer sehr aufschlussreich.
      DANKE.

      Ich sehe es schon, es kommt noch der Tag, da bekommen Sie hier auch Ihre eigene Kolumne.

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        Markus Fugmann

        7. November 2018 10:17 at 10:17

        @Gixxer, je früher das passiert, umso besser 🙂

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      bademeister

      7. November 2018 17:38 at 17:38

      @Wolfgang M. Weitere Steuerreform wird gegen die Demokraten ab jetzt nicht so leicht umzusetzen sein, Muller, gibt’s den überhaupt noch?, muss und wird sich bald zusammen mit einer Horde von Demokraten zurückmelden, und in Sachen China muss Trump weiterhin seine Wählerschaft bedienen-jetzt den Handelsstreit absagen oder beilegen wird so nicht kommen können, denn dann wäre Trump fertig.

      Die letzten zwei Jahre waren für den alten Haudegen ja eine „gmahde Wiesn“, er konnte sich rückwirkend betrachtet praktisch ungestört entfalten..vielleicht schaffen es die Demokraten samt Anhängen jetzt nach der Wahl, seine konstruktiv-negative Energie durch ihre Störfeuer zumindest teilweise in die nächste Sandkiste umzuleiten. Sollte Trump unter diesen Umständen beginnen, durch noch zu machende Fehler endlich seine eigene Wählerschaft zu vergraulen/radikalisieren (Happy-End für China und den Rest der Welt), gibt’s das was der Boss ja schon längere Zeit für sein Land vorausgesagt hat…Bürgerkrieg.

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    Wolfgang M.

    7. November 2018 21:56 at 21:56

    Als ich heute Morgen über die Schieflage der „Institutionellen“ in den USA im Zusammenhang mit einer möglichen Jahresendrallye berichtet habe, hätte ich selbst nicht erwartet, dass ein anfänglich relativ moderater Kuranstieg gleich so eine Eindeckungsrallye auslösen würde. Aber es war wie häufig: Mit jedem Anstieg wird die Not der Shortseller bzw. der Unterinvestierten größer (man denke nur an die Not der aktiven Fondsmanager, denen die passiven ETFs so einfach davon marschieren).
    Und das Brutale und Unverständliche daran für viele ist: Für den Kursanstieg an diesem Tag gibt es zumeist keinen realwirtschaftlichen Grund.
    Bis auf den Umstand, dass Donald Trump bei seiner „seltsamen“ Pressekonferenz bei den wenigen Fragen zur China-Zollpolitik, kein weiteres Öl ins Feuer gegossen hat. Noch nicht.
    Gruß

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      Andreas

      7. November 2018 22:20 at 22:20

      @Wolfgang

      Deshalb schrieb ich ja neulich, was interessieren die Börsen fundamentale Tatsachen?
      Die Börsenwelt hat sich doch längst entkoppelt von der Realwirtschaft.
      Heute ist der Nasdaq um 3 Prozent gestiegen, einfach weil es nun mal schick ist, nach den Midterns Aktien zu kaufen. Das ist alte Tradition, völlig egal Wie Die Wahl abgelaufen wäre.
      Besonders Goldkäufer sind seit Jahren arm dran, fundamental sollte ja Gold bei über 5000 Dollar+ stehen, so die Meinug der Goldbugs und ich kann deren Argumente gut nachvollziehen. Aber wie man sieht, Krisenherde, Merkels, Trumps, der böse Putin, Wirtschaftsblasen überall, aber Gold fällt…
      Charttechnisch gesehen, war der Abverkauf derAktienmärkte einfach nur eine Welle 4, jetzt beginnt nun mal die Welle 5, alles ganz öde und charttechnisch nach Plan…Aber wenn die Welle 5 endet, dann wird’s spannend…oder auch nicht, das Plunge Protection Team könnte den Bären die Laune erneut verderben.

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        Gixxer

        8. November 2018 09:37 at 09:37

        Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass das erst die Welle 4 war und jetzt die 5. Welle kommt.
        Das würde mir zumindest so einiges erklären bzw. würde ins Bild passen.
        Es kommt noch mal eine Jahresendrally, wie es alle gewohnt sind. Die Buybacks wären dann auf jeden Fall abgeschlossen und könnten nicht mehr stützend wirken und auch die Dinge, die @Wolfang M. schon des Öfteren angesprochen hat, nämlich dass in 2019 eine Rezession kommen wird (ich hoffe, ich habe das so noch richtig in Erinnerung), würde dann passen.

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      sufaap2008

      8. November 2018 23:28 at 23:28

      Hallo @Wolfgang M. die Idee auf die Buybacks zu setzen war richtig. Die Probanden, die ich mir unverschämterweise Ihren Kommentaren entnommen habe, liefen direktional mit dem „ESMAKastrierten“ CFD-Hebel 5:1 ganz sicher in den Hafen. Vielen Dank für die wertvollen Informationen! Es hat sogar Spaß bereitet, ganz ohne auf die „Griechen“ zu schauen, irgendwelche Linien zu ziehen, oder der FED zu lauschen 🙂 🙂 🙂

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Coronavirus: Sorgen um die Ausbreitung nehmen zu

Werden die westlichen Börsen heute schmerzhaft einpreisen, dass man zu gutgläubig mit der Bedrohung durch das Coronavirus umgegangen ist?

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Was für eine Verwirrung: Zahlen aus China zum Coronavirus deuten auf eine Eindämmung der Infektionszahlen hin, wenn man die Zahl der gesundeten Personen von dem der neuinfizierten substrahiert – falls man den Zahlen überhaupt Glauben schenken kann. Dann der dramatische Anstieg der Neufälle in Südkorea, in Italien und neue Erkrankungen in Japan. Nimmt die globale Ausbreitung Fahrt auf? Dazu noch die ungeklärten Fragen über die Art der Übertragung.

Coronavirus: Kann eine Pandemie noch abgewendet werden?

Eine große Unruhe lösten die Meldungen am Wochenende aus Norditalien aus. Die Zahl der in Italien mit dem Coronavirus infizierten ist auf 157 emporgeschnellt. Verteilt auf mittlerweile fünf der 20 italienischen Regionen, mit den meisten Fällen in der Lombardei, aber auch in den Regionen Venetien, Piemont, Emiglia Romagna und Latium. Auch in Italien greift man zu Vorsorgemaßnahmen, wie der Schließung von Schulen, Kinos, Theatern und Museen, aber auch die vorzeitige Beendigung des Karnevals in Venedig.

Südkorea und jetzt auch Italien – damit wird deutlich, dass eine weltweite Verbreitung des Coronavirus anscheinend nicht mehr aufzuhalten ist. Kurz vor dem Wochenende hatte die WHO noch davor gewarnt, dass das Zeitfenster immer kleiner werde. Dazu der Leiter für Virologie an der Charité in Berlin, Prof. Dr. Dorsten am Sonntag zur dpa: „Eine Eindämmung in letzter Sekunde ist wohl auch mit allen verfügbaren Kräften nicht mehr erreichbar. Das Virus spielt seinen Trumpf aus: Weil die meisten Infektionen mit Sars-CoV-2 mild verlaufen, sind sie kaum erfassbar.“ Denn dadurch würde eine unbemerkte Übertragung von Sars-CoV-2 möglich.

Wer nur milde oder keine Symptome hat, geht nicht zum Arzt und wird nicht getestet. Er kann das Virus aber auf viele andere Menschen übertragen, der Multiplikatoreffekt ist da. Nach einer Schätzung des Imperial College London werde nur ein Drittel aller importierten Fälle aus China überhaupt wahrgenommen, so Drosten. „Ich glaube nicht mehr daran, dass eine Pandemie vermeidbar ist.“

Die „offiziellen“ Zahlen aus China

Betrachtet man sich hingegen die offiziellen Zahlen aus China, so könnte man den Eindruck gewinnen, dass das Coronavirus sich bereits in der Eindämmung befindet. Die Differenz zwischen den Neuinfektionen und den als geheilt Eingestuften, verringert sich seit mindestens einer Woche, von über 60.000 auf mittlerweile gut 55.500.

Das sind sicher Zahlen, die sehr unrealistisch sind. Dazu der Leiter für Virologie an der Charité in Berlin, Prof. Dr. Dorsten: „In China gehen nur die schwer Erkrankten zum Arzt oder ins Krankenhaus, alle anderen sind durch überfüllte Warteräume und staatliche Erfassung abgeschreckt.“

Aber ist eine Zahl von vielleicht Millionen Infizierten überhaupt denkbar, ohne dass dies auffallen müsste? China hat 28.000 Krankenhäuser, die bestimmt stark ausgelastet sind. Würden die spekulierten Zahlen nicht einen nationalen Notstand auslösen? Auch wäre dann im Zentrum der Krankhheit, Wuhan, wohl Land unter. Stehen nicht hunderte von Virologen und Ärzten weltweit in Kontakt mit ihren Kollegen in China, allein schon um Informationen für Vorsorgemaßnahmen oder auch für die Entwicklung eines Impfstoffes zu bekommen? Bei einer solchen Anzahl müsste die WHO nicht nur die höchste Alarmstufe ausrufen, sondern China seine Grenzen dichtmachen, das Ausland alle Personen, die in den letzten zwei Monaten in China waren oder Kontakt mit einem Chinesen hatten, in Quarantäne nehmen, oder nicht? Gerade aktuell kommen aus China Meldungen, dass man in vier chinesische Provinzen die Notfallmaßnahmen für das Corona-Virus zurückfährt. In den Regionen Yunnan und Guizhou würden diese von Stufe I auf Stufe III gesenkt, in Guangdong und Shanxi auf Stufe II. Das vierstufige chinesische Warnsystem sieht bei Stufe I den Gesundheitsnotstand.

Es ist alles schon sehr rätselhaft. Klar ist nur, dass man noch zu wenig weiß über die Eigenschaften von Covid-19.

Coronavirus: Sonderfall Südkorea

Über 760 bestätigte Infektionen gibt es bereits in Südkorea und sechs Todesfälle. Präsident Moon Jae hatte am Freitag von einer ernsthaften Lage gesprochen und rasche Gegenmaßnahmen angekündigt. Das Epizentrum der Erkrankungen ist Daego, eine Stadt mit 2,5 Millionen Einwohnern. Nach Angaben der koreanischen Seuchenschutzbehörde könnte der Ursprung dort eine 61-jährige Frau sein, die als Infizierte an zwei Sonntagen hintereinander einen Gottesdienst besucht hatte. Mutmaßungen sprechen bei ihr von einem sogenannten „Superspreader“, einem Betroffenen, der besonders viele Menschen ansteckt.

Medizinische Aspekte

Was die Gefährlichkeit des Virus, seine Veränderung und seine Ausbreitungsgeschwindigkeit betrifft, herrscht auch eine unglaubliche Vielfalt an Auslegungen. Für medizinisch-virologische Laien schlichtweg nicht zu beurteilen. In der Kommentarspalte bei finanzmarktwelt.de versucht @Quintus mit zahlreichen, interessanten Hintergrundinformationen Licht ins Dunkel zu bringen. Aus China kommen hingegen eher optimistischere Aussagen, wen wunderts?

Die chinesische Seuchenschutzbehörde (CCDC) hat eine Auswertung von über 44.000 Covid-19-Erkrankungen publik gemacht. 80 Prozent der Fälle seien mild verlaufen, davon 2,3 Prozent der Patienten verstorben. Die Mehrzahl der Todesfälle betraf Menschen im Alter von über 60 Jahren und/oder Patienten mit Vorerkrankungen.

Die bisherigen Reaktionen der Börsen auf die Ausbreitung des Coronavirus

Trotz heftiger Warnungen vor Einbußen bei Umsatz und Gewinn von hunderten Unternehmen (S&P 500) waren die Reaktionen an den Börsen noch absolut milde. Mit Kursrückschlägen bei den Indizes von zwei bis drei Prozent hatte man bisher auf die Zeit nach der Virus-Epidemie geblickt. Auf einen gewaltigen Nachholeffekt und Konjunkturprogramme allerorten sowie auf Notenbanken, die die Geldschleusen nochmals richtig öffnen.

Die heutigen Börsenreaktionen aus Fernost und bei den Futures deuten Ungemach an.

Fazit

Wer will angesichts der verwirrenden Meldungen eine Prognose über die weitere Entwicklung des Coronavirus wagen, medizinisch, wirtschaftlich und verhaltenspsychologisch? Was erwarten die Börsianer? Auch wenn mit Goldman Sachs ein Big Player vor einer 10-Prozent-Korrektur an der Wall Street warnt – die oben beschriebenen Erwartungen haben bisher dominiert. Seit dem Wochenende hat Corona aber China in großem Maße verlassen, das Schreckgespenst einer weltweiten Pandemie nimmt Gestalt an. Werden die westlichen Börsen heute schmerzhaft einpreisen, dass man etwas zu gutgläubig mit der Bedrohung von Sars-CoV-2 umgegangen ist? Und hat man jetzt einen Grund für Gewinnmitnahmen?

Das Coronavirus auf dem Weg, eine Pandemie auszulösen

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Aktienmärkte: Panikverkäufe am Montag? Videoausblick

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Erleben die Aktienmärkte am heutigen Montag Panikverkäufe – nachdem man lange glaubte, dass die Folgen des Coronavirus eigentlich nicht wirklich relevant für die Märkte seien? Heute Nacht die asiatischen Aktienmärkte tief rot (Japan geschlossen), nachdem die Infizierungen vor allem in Südkorea und Italien weiter parabolisch nach oben schießen. Die Sorgen vor einer globalen Ausbreitung werden damit immer realer, inzwischen ist von „Pandemie“ die Rede. Bereits am Freitag waren die Umsätze an den Aktienmärkte deutlich angezogen, ein Zeichen, dass die „Dickfische“ aktiv geworden sind. Aber die einseitige Positionierung auf der Long-Seite ist nach wie vor extrem, daher droht nun der „perfekte Surm“..

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Finanznews

Aktienmärkte: Perfekter Sturm? Marktgeflüster (Video)

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Braut sich da für die Aktienmärkte der perfekte Sturm zusammen – mit einem Potential, wie wir es zuletzt im Januar 2018 und im Dezember 2018 gesehen haben? Manches spricht dafür: die extreme Positionierung der Investoren vor allem im US-Tech-Sektor, die mangeldenen Absicherungen (Put-Optionen), der Glaube, dass nichts schief gehen könne, weil die Fed ja als Retter jederzeit bereit stehe etc. etc. Aber nun scheint das Coronavirus vor allem in Südkorea und Japan um sich zu greifen, die WHO zeigt sich zunehmend nervös. Und die Wall Street realisiert, dass auch die amerikanischen Aktienmärkte und die US-Wirtschaft nicht immun sind gegen Schocks (heute der Einbruch beim US-Einkaufsmanagerindex vor allem im Dienstleistungsbereich)..

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