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Schwächesignal von der Wall Street DAX unter 25.000 Punkten: Korrekturrisiko steigt deutlich

DAX fällt unter 25.000-Punkte-Marke
Grafik: ChatGPT

Der DAX steht vor einem richtungsweisenden Handelstag, denn der Verlust der technisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten, eine fragile Waffenruhe Iran-Konflikt, steigende Ölpreise und erste Schwächesignale der Wall Street treffen aktuell gleichzeitig aufeinander. Nachdem der deutsche Leitindex am Mittwoch aus seiner Seitwärtsrange nach unten ausgebrochen ist, rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, ob dies der Beginn einer größeren Konsolidierung ist.

Geopolitik belastet die Stimmung

Der wichtigste Belastungsfaktor für den deutschen Aktienmarkt bleibt derzeit die Entwicklung im Nahen Osten. Neue militärische Spannungen zwischen den USA und eine dem Iran haben die Nervosität an den Finanzmärkten spürbar erhöht. Anleger fürchten vor allem eine weitere Eskalation mit möglichen Auswirkungen auf die Energieversorgung und die globale Konjunktur.

Die unmittelbare Folge war ein deutlicher Anstieg der Ölpreise. Höhere Energiepreise erhöhen die Produktionskosten vieler Unternehmen, belasten die Gewinnmargen und können gleichzeitig die Inflationsrisiken weiter erhöhen. Für den DAX ist dies besonders relevant, da zahlreiche Industrie- und Exportwerte empfindlich auf steigende Kosten und schwächere Wachstumserwartungen reagieren.

Damit hat die Geopolitik das Frankfurter Börsenparkett vorerst wieder fest im Griff. Solange keine Entspannungssignale aus dem Nahen Osten kommen, dürfte die Risikobereitschaft der DAX-Anleger begrenzt bleiben.

Schwächere Wall Street als Gegenwind

Zusätzlicher Druck könnte nun von den US-Börsen ausgehen. Die monatelange KI-Rallye zeigt erste Ermüdungserscheinungen. Sowohl der Nasdaq 100 als auch der S&P 500 verzeichneten am Vortag Rücksetzer, nachdem Anleger erste Gewinne mitgenommen hatten. Noch ist der Aufwärtstrend zwar intakt, doch sollte sich die gestrige Kursschwäche bestätigen, droht auch an der Wall Street eine größere Konsolidierung.

Für den DAX ist diese Entwicklung nicht zu unterschätzen. Denn die Wall Street fungiert weiterhin als Taktgeber für die globalen Aktienmärkte. Sollten die US-Indizes in eine Konsolidierungsphase übergehen, dürfte dies auch die Erholungsversuche des deutschen Leitindex erschweren.

DAX: 25.000 Punkte im Fokus

Charttechnisch hat sich das Bild eingetrübt. Der DAX hat die zuletzt dominierende Seitwärtsrange zwischen 24.900 und 25.400 Punkten nach unten verlassen und damit erstmals seit mehreren Wochen ein deutlicheres Schwächesignal geliefert. Entscheidend wird nun sein, ob die Bullen die verlorene Schlüsselzone rasch zurückerobern können oder ob die Verkäufer ihre Kontrolle weiter ausbauen.

Die erste Zielzone auf der Unterseite bei 24.750 Punkten wurde bereits erreicht. Dort setzte zunächst eine Stabilisierung ein. Für den heutigen Handelstag richtet sich der Blick daher auf den Unterstützungsbereich zwischen 24.730 und 24.750 Punkten. Kann sich der DAX dort behaupten, wäre zunächst eine Gegenbewegung in Richtung der ehemaligen Range-Unterkante bei 24.900 bis 24.940 Punkten denkbar. Gelingt der Ausbruch darüber, würde auch die Marke von 25.000 Punkten wieder in Reichweite rücken. Scheitert der Index jedoch bereits an diesem Erholungsversuch oder an der 25.000-Punkte-Marke, was derzeit das wahrscheinlichere Szenario ist, dürfte sich die laufende Konsolidierung ausweiten.

Bärisches Szenario: Fällt der DAX unter 24.730 Punkte zurück oder scheitert an der Rückkehr in die vorherige Seitwärtsrange, ergeben sich weitere Abwärtsziele bei 24.665 und 24.618 Punkten. Darunter würde die Unterstützungszone zwischen 24.500 und 24.425 Punkten in den Fokus rücken. Aus charttechnischer Sicht wäre dies die logische Fortsetzung des Ausbruchs aus der vorherigen Seitwärtsphase.

DAX Widerstände: 24.973 (TH), 25.000, 25.124 (Gap), 25.196, 25.362, 25.400

DAX Unterstützungen: 24.762 (TT), 24.728 (0,618 Fib), 24.665, 24.618, 24.490, 24.425

DAX unter Druck: Schwache US-Börsen, Iran-Konflikt und Bruch der 25.000 Punkte

Dax-Chart auf TradingView-Basis

Fazit für Donnerstag

Der DAX steht an einer wichtigen Weggabelung. Während die Eskalation im Iran-Konflikt und steigende Ölpreise für Verunsicherung sorgen, belasten gleichzeitig erste Schwächesignale von der Wall Street die Marktstimmung. Charttechnisch kommt hinzu, dass der Index die wichtige Marke von 25.000 Punkten sowie die mehrwöchige Seitwärtsrange nach unten verlassen hat.

Für den morgigen Handel bleibt daher die Zone um 25.000 Punkte die zentrale Entscheidungsmarke. Aktuell haben die Bären kurzfristig einen leichten Vorteil.

Hinweis: Die im Artikel enthaltenen Marktanalysen und charttechnischen Einschätzungen dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung oder Handelsempfehlung dar.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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2 Kommentare

  1. Der VW-Großaktionär Porsche SE muß in Kürze den Dax verlassen, und zum MDax wechseln. Auf daß das Sondervermögen Forschung und Weiterentwicklung diverser Satelliten aus den Bereichen Navigation, Nachrichtendienste und Internet auf der Internationale Raumstation ISS mitfinanziert, und Porsche sich dort in Sachen Navigation mit einbringen kann.

  2. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Sehr geehrter Herr Jäger…

    Langfristig sind die Aussichten des DAX Performance Index sehr schlecht…da die sogenannte Dividendenrendite des DAX bei den 25 500 keine 2 Prozent mehr beträgt ..trotz der ganzen Aktienrückkäufe durch die großen DAX Firmen..wird es unmöglich sein die vergangene Performance zu wiederholen…

    Demgegenüber waren die Übertreibungen der Jahrtausendwende Peanuts…die 8136 vom März des Jahres 2000 waren demzufolge günstige Einstiegskurse im Vergleich zu heute..
    Das trifft im Wesentlichen für alle Aktienmärkte zu..Deutschland ist da keine Ausnahme…die Frage wird sein wieviele Korrekturen lassen die Notenbanken zu…bevor die wieder intervenieren…diese Interventionen können verbal oder nonverbal erfolgen..Whatever it takes war eine verbale Intervention von Draghi…dem schloss sich 2015 ein großes QE Programm an…angeblich um die Deflation zu bekämpfen..eine glatte Lüge!
    Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Alan Greenspan weigerte sich ja beharrlich im Dot Com Crash Staatsanleihen zuzukaufen obwohl er dazu unter anderem von Ben Bernanke bedrängt wurde..aber Alan Greenspan war der Ziehsohn von Paul Volcker und wollte partout nicht eingreifen..deshalb stürzte zum Beispiel der Nasdaq Composite Index um über 80 Prozent ab…
    Das Ben Bernanke dann das Gegenteil machen würde war logisch…er wartete noch die Lehman Pleite im September 08 ab und schlug dann zu..bis heute hat die FED Bilanz nicht wieder das Vorkrisenniveau jener Zeit erreicht …obwohl es damals Bernanke versicherte… das genau das geschehen würde… wenn die Krise vorüber
    sei…
    Die Notenbanken werden also entscheiden was wir bekommen…einen Crash wie in 2000 oder eine kleine Korrektur..

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