Der DAX hat zur Wochenmitte erneut Schwäche gezeigt und ist im Sog nachgebender US-Börsen unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten gerutscht. Den Handelstag beendete er schließlich mit einem Minus von 0,5 % bei 23.960 Punkten. Damit bleibt der deutsche Leitindex kurzfristig unter Druck, auch wenn es ihm – ebenso wie dem US-Leitindex S&P 500 – gelang, die für den Trend relevante 50-Tages-Linie zu verteidigen, die aktuell bei 23.920 Punkten verläuft. Das Ringen um die Schlüsselmarke von 24.000 Punkten dürfte sich daher auch im weiteren Wochenverlauf fortsetzen und die Richtungssuche am deutschen Aktienmarkt prägen.
Zusätzlich sorgt der bevorstehende große Verfall an den Terminbörsen, der sogenannte Hexensabbat am Freitag, für eine spürbar höhere Volatilität. Belastend wirkten sich zudem die teils heftigen Bewegungen am Kryptomarkt aus. So war der Bitcoin zunächst dynamisch über die Marke von 90.000 US-Dollar gestiegen, bevor er erneut in den Bereich von 85.000 US-Dollar abrutschte. Diese Schwankungen schürten insgesamt die Risikoaversion an den Finanzmärkten.
Jahresendrally kommt nicht in Gang
Eine klassische Jahresendrally will unter diesen Vorzeichen bislang nicht in Gang kommen. Viele Anleger am deutschen Aktienmarkt zeigen sich angesichts geopolitischer Unsicherheiten, etwa der drohenden Eskalation in Venezuela, sowie anhaltender Sorgen rund um das Thema Künstliche Intelligenz zurückhaltend. Hinzu kommt, dass der DAX in der vergangenen Woche erneut an der markanten Widerstandszone bei 24.500 Punkten gescheitert ist. Nach den kräftigen Kursgewinnen im laufenden Jahr wollen Anleger keine Risiken mehr eingehen und sichern Gewinne ab.
Neue Impulse könnten jedoch von den US-Inflationsdaten ausgehen, die heute um 14:30 Uhr veröffentlicht werden. Neben den Arbeitsmarktdaten gelten sie als entscheidender Faktor für den künftigen Zinskurs der US-Notenbank Fed. Ein spürbarer Rückgang der Inflation könnte die Zinshoffnungen weiter entfachen und damit auch den Aktienmärkten Unterstützung liefern.
DAX erreicht wichtigen Punkt
Der DAX ist im nachbörslichen Handel zeitweise unter die Marke von 23.900 Punkten gerutscht, bevor eine erste Stabilisierung einsetzte. Damit hat der Index – wie bereits vor zwei Tagen skizziert – die zentrale Rücklaufzone zwischen 24.079 und 23.835 Punkten erreicht. Aktuell ringt der DAX um die viel beachtete 50-Tage-Linie (EMA50), die kurzfristig als entscheidender Gradmesser fungiert.
Bleibt der Index unter 24.000 Punkten und rutscht per Stundenschluss unter die EMA50 bei 23.920 Punkten, rückt zunächst die Unterstützungszone um 23.850/23.830 Punkte in den Fokus. Auch ein kurzfristiges Unterschießen bis in den Bereich um 23.800/790 Punkte wäre aus technischer Sicht noch unkritisch, sofern es dem DAX anschließend gelingt, die EMA50 zügig zurückzuerobern. Tiefer sollte es aus Sicht der Bullen jedoch nicht mehr gehen, da sich das Chartbild andernfalls spürbar eintrüben und weitere Abwärtsziele freigesetzt würden. Ein Tagesschlusskurs unterhalb von 23.930/23.920 Punkten wäre in diesem Zusammenhang als klares Warnsignal zu werten.
Gelingt hingegen eine Stabilisierung oberhalb dieser Zone, bestehen gute Chancen auf eine erneute Attacke der 24.000-Punkte-Marke. Auf der Oberseite warten erste Widerstände bei 24.075 und 24.115 Punkten. Werden diese überwunden, eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 24.193 Punkten.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützung:
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Naja- er dümpelt seit Ende Juni um die 24.000.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
Bei den 24 000 eine Jahresendralley zu erwarten…?
Wir stehen nicht mehr bei den 5000 vom September 99…. als der DAX spielend bis auf über 8000 stieg… im März 00…( 60 Prozent in 6 Monaten)…
Damals wurden in der absoluten Spitze wohlgemerkt 138 Prozent im Buffet Indikator erreicht und jetzt waren’s schon über 225…
Vielmehr kommt es mir vor …als ginge da ein Trend zu Ende…ein Aufwärtstrend der seit 16 Jahren und 9 Monaten läuft…der zweitlängste Zyklus in der Geschichte der Börse…
Gestern jedenfalls bekamen die Bye the dipp Käufer kalte Füße..
Auf der Internetseite vom Buffet Indikator können Sie den aktuellen Bullenmarkt sehr gut nachvollziehen…
Wenn die Enthebelung nachlässt…war’s das…dann lösen sich die Optionen und Derivate in Luft auf…zumindest die Calls und Long Positionen… je nachdem wo die Knock Out Barriere liegt…
Geht der Abwärtstrend dann mehere Jahre… wie von 00 bis 03…dann kommt’s für viele ganz dicke…