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DAX unter Druck: Sommerflaute trifft auf Unsicherheit

DAX unter Druck: Sommerflaute trifft auf Unsicherheit
Grafik: ChatGPT

In einem nervösen Umfeld zeigte sich der DAX am Dienstag schwächer und fiel zeitweise unter die wichtige Schlüsselmarke von 24.000 Punkten. Kurz vor Börsenschluss gelang es ihm, diese noch gerade so zu verteidigen. Er schloss den Tag schließlich mit einem Minus von 1,15 % bei 24.027 Punkten ab. Damit folgte er der orientierungslosen Eröffnung der Wall Street, die nach ihrer jüngsten Rekordjagd eine Pause einlegte. Die Anleger agieren derzeit äußerst zurückhaltend, was angesichts der anstehenden Zinsentscheidungen der EZB und Fed sowie des US-Zollstichtags am 1. August kaum überrascht. Zudem spielt die Saisonalität den Bären in die Karten.

Insbesondere der drohende Zollstreit zwischen den USA und der EU sorgt für Nervosität: Sollte keine Einigung erzielt werden, droht Präsident Trump mit Zöllen von bis zu 30 Prozent. Dies würde eine Eskalation bedeuten, die den transatlantischen Handel massiv belasten könnte. Parallel dazu startete die Berichtssaison in Deutschland zögerlich: Während SAP seine Zahlen erst am Abend präsentierte, sorgte Sartorius mit einem Kurssturz von bis zu 15 Prozent für einen Paukenschlag. Zum Handelsschluss stand jedoch nur noch ein Minus von 5,4 % zu Buche. Auch die SAP-Aktie notiert vorbörslich 3 % tiefer, obwohl das Unternehmen gute Zahlen vorgelegt hat. Allerdings enttäuschte es beim Cloud-Wachstum. Für steigende Kurse am deutschen Aktienmarkt sorgte unterdessen die Meldung, dass Japan und die USA ein Abkommen im Zollstreit vereinbart haben. Das weckt scheinbar Hoffnungen, dass dies auch mit der EU gelingen könnte.

Charttechnisch steht der DAX am Scheideweg. Ein nachhaltiger Rückfall unter die wegweisende Zone um 24.000/23.960 Punkte könnte ein Wendemuster bestätigen und eine tiefere Korrektur einleiten. Verweigert sich der Aktienmarkt diesem Szenario, könnte der DAX wieder die Aufwärtsbewegung aufnehmen. In Kombination mit saisonalen Effekten besteht jedoch die Gefahr eines Rückschlags. Insbesondere in der saisonal schwachen Zeit von Ende Juli bis September neigen die Aktienmärkte zu Kursverlusten. Doch solange die Region um die Marke von 24.000 Punkten hält, bleibt die technische Ausgangslage des DAX positiv. Nun steht ein Tauziehen zwischen Bullen und Bären bevor, bei dem sich die Richtung der Märkte entscheiden wird.

DAX: Kampf um wegweisende Marke

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Long: Vorbörslich notiert der DAX deutlich im Plus. Er kletterte zeitweise über die Marke von 24.300 Punkten, traf dort jedoch auf Gegenwehr. An dieser Stelle befindet sich ein erster horizontaler Widerstand, ein zweiter folgt bei 24.368 Punkten. Dieser Bereich wird wohl kurzfristig darüber entscheiden, ob der Index wieder Kurs auf die obere Begrenzung der Range bei 24.479/500 nimmt.

Short: Scheitert der DAX an der Hürde um 24.310 Punkte, ist mit einem Rücklauf bis 24.192 Punkte zu rechnen. Von dort aus könnte es dann wieder aufwärts gehen. Ein Rutsch darunter dürfte ihn wieder an die Horizontale bei 24.113 führen, bevor eine Gegenbewegung einsetzt. Kurzfristig bleibt jedoch der Bereich um 24.000 Punkte relevant und richtungsweisend. Oberhalb davon bleibt das Chartbild positiv, während ein nachhaltiger Rutsch darunter eine größere Korrektur einleiten könnte.

Dax-Chart von TradingView

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DAX Unterstützungen:

24.192 – Zwischentiefs

24.113 – Horizontale

24.000 – vorher WS

23.960 – Horizontale

23.921 – Tagestief 22.07.

23.787 – Gap 04.07.

DAX Widerstände:

24.237 – Tageshoch 22.07.

24.310 – Zwischenhochs

24.335 – Tageshoch 21.07.

24.370 – Zwischenhoch

24.456 – Gap 10.07.

24.479 – ex Rekordhoch

24.494 –Tageshoch 18.07.

24.575 – Zwischenhoch

24.639 – Rekordhoch 10.07.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



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