Folgen Sie uns

Aktien

Dax: Unterstützung bei 11520 im Fokus

Normalerweise, wenn das Rally-Schema intakt wäre, müssten die Anleihemärkte weiter unter Druck kommen, weil Inflation und Wachstum zu erwarten ist durch die Trumpsche Politik – aber nichts dergleichen. Die Bären wittern schon Morgenluft..

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Der Dax gestern mit leichtem Druck, über der 116000er-Marke scheint die Luft zunehmend dünn zu werden. Wenig Unterstützung auch von den US-Indizes (nur der Nasdaq hält sich gut), die Trump-Profiteure wie Nebenwerte, Banken und Transportwerte haben ihren Siegeszug erst einmal beendet. Scheinbar setzt sich lamgsam die Erkenntnis durch, dass da ein bißchen zu viel Euphorie im Spiel war, dass die Dinge langsamer laufen werden als zuvor erwartet. Das zeigt schon der Umgang mit der viel gehaßten Obamacare, das nach einem Telefonat Trumps mit dem Sprecher des Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, nun doch nicht ersatzlos gestrichen, sondern durch ein anderes Programm ersetzt werden soll – und das wiederum kann Jahre dauern, bis ein solches Werk ausgearbeitet ist.

Das alles steht symbolisch für die „Mühen der Ebene“, denen Trump sich ausgesetzt sehen wird: es ist etwas anderes, große Sprüche zu klopfen, als mit einem Verwaltungsapparat konkrete, teilweise kleinteilige Politik machen zu müssen! Morgen wird Trump eine Pressekonferenz geben, und die Hauptfrage wird sein, ob er darin die Währungspolitik erwähnt, sprich ob China angesprochen wird.

Daher dürfte heute erst einmal abwarten angesagt sein, es fehlen die Konjunkturtermine, die US-Berichtssaison steht vor der Tür. In Asien dominieren die roten Vorzeichen, vor allem der Nikkei unter Druck, nachdem der Yen zuletzt wieder deutlich aufgewertet hat:

Shanghai Composite -0,29%
CSI300 -0,17%
ChiNext -0,51%
Nikkei -0,79%

Derzeit sind die Aktienmärkte ja eher ruhig unterwegs, während vor allem am Devisenmarkt mehr passiert: so etwa das neue Allzeittief der türkischen Lira, nachdem das Parlament der Türkei faktisch seiner eigenen Entmachtung zugestimmt hat um den Weg für den Diktator Erdogan vollends frei zu machen.

Zum Dax: der Index hält sich zur X-Dax-Eröffnung noch recht gut, da sich die US-Futures zum Start der europäischen Session hin erholt haben:

dax10-01-17

Aber die Sache wird nicht einfach für den deutschen Leitindex: Widerstände im Bereich 11600, dann 11630 und vor allem das bisherige Jahreshoch 11650. Kritisch wird es, wenn der Dax den gestrigen Doppelboden bei 11520 Punkten unterschreitet, dann nämlich das logische Ziel zunächst der Ausbruchsbereich bei 11480/85. Das sind alles Marken, die seit Tagen Gültigkeit haben, weil der Index nicht so recht vom Fleck kommt – weder nach oben noch nach unten.

Aber ein Blick auf die Anleihemärkte sollte den Bullen doch eine Warnung sein: warum fallen die Renditen für US-Anleihen nun schon seit Mitte Dezember? Normalerweise, wenn das Rally-Schema intakt wäre, müssten die Anleihemärkte weiter unter Druck kommen, weil Inflation und Wachstum zu erwarten ist durch die Trumpsche Politik – aber nichts dergleichen. Die Bären wittern schon Morgenluft..

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Masud79

    10. Januar 2017 09:10 at 09:10

    Jetzt geht der ganze Mist wieder hoch . Ich glaub es nicht

    • Avatar

      Robert14021984

      10. Januar 2017 10:12 at 10:12

      jaja zum Mäuse melken.. wenn ich jetzt long gehe fäll er warsch. wie ein Stein in die Tiefe

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Daimler: Deutlich sinkender Umsatz, steigender Gewinn

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Daimler Mercedes Logo

Daimler hatte vor genau einer Woche Zahlen zum Quartalsgewinn als Ad Hoc-Mitteilung veröffentlicht. Heute nun hat Daimler offiziell seine kompletten Quartalszahlen veröffentlicht. Und diesem Bericht ist die interessante Tatsache zu entnehmen, dass Daimler es mitten in der Coronakrise geschafft hat denn Gewinn zu erhöhen, während er Umsatz deutlich schrumpft.

Daimler heute auch mit Umsatzzahlen

Egal ob EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) oder bereinigtes EBITDA. Der Gewinn im 3. Quartal ist bei Daimler höher als im 3. Quartal 2019. Das EBITDA steigt von 2,69 auf 3,07 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA steigt von 3,14 auf 3,48 Milliarden Euro. Das letztliche Konzernergebnis belief sich auf 2.158 nach 1,81 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz sinkt um 7 Prozent von 43,3 auf 40,3 Milliarden Euro. Der Fahrzeugabsatz sinkt um 8 Prozent von 839.300 auf 772.700 Stück. Weniger Fahrzeuge, weniger Umsatz, aber mehr Gewinn. Das kann sich sehen lassen gegenüber den Börsianern.

Hier auszugsweise aktuelle Aussagen von Daimler:

Aufgrund eines überzeugenden Produktportfolios und einer positiven Markterholung haben wir im dritten Quartal eine gute Geschäftsentwicklung verzeichnet. Wir haben unsere umfangreichen Maßnahmen zur Kostenkontrolle und zum Cash Management erfolgreich vorangetrieben. Mit diesem Schwung sind wir auf dem richtigen Weg, um unser Geschäft wetterfester zu machen. Die Transformation von Daimler ist allerdings ein Langstreckenrennen. Wir halten das Tempo weiter hoch – fokussiert und mit hoher Disziplin.“

Zum Ende des dritten Quartals lag die Nettoliquidität des Industriegeschäfts bei 13,1 (Ende Q2 2020: 9,5) Mrd. €. Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts betrug 5.139 (Q3 2019: 2.819) Mio. €. Der bereinigte Free Cash Flow des Industriegeschäfts erreichte 5.345 (Q3 2019: 2.931) Mio. €.

Der hohe Free Cash Flow im dritten Quartal von rund 5,1 Mrd. € spiegelt die anhaltenden Maßnahmen zur Kostenreduzierung und zum Erhalt der Liquidität sowie die positive operative Geschäftsentwicklung in allen Geschäftsfeldern wider. Dazu trugen auch die Dividende des chinesischen Joint Ventures BBAC über 1,2 Mrd. €, positive Beiträge aus der Entwicklung des Working Capital sowie saisonale Einflüsse bei.

Letzte Woche Donnerstag Abend ging die Daimler-Aktie mit 46,84 Euro aus dem Handel, um dann letzten Freitag auf die Ad Hoc-Meldung höchst erfreut zu reagieren mit Kursen bis zu 49,60 Euro. Nach Kursrückgängen im Verlauf dieser Woche kann die Aktie heute wieder steigen auf aktuell 48,62 Euro. Im Vergleich zu Februar, vor dem Beginn des Börsencrash, notiert die Daimler-Aktie jetzt 5 Euro höher – heute ist es im Vergleich zu gestern ein Plus von 2,1 Prozent.

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Das Bild zur Börseneröffnung wirkt uneinheitlich. Die soeben veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind auch Thema, vor allem aber die steigenden Corona-Zahlen in Europa.

weiterlesen

Aktien

Für den blutigen Anfänger: So starten Sie jetzt an der Börse durch – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

der Börsenbrief ist bestellt und die erste Ausgabe sorgsam gelesen. Trotzdem, aller Anfang ist schwer, und Börsendebütanten stehen zunächst vor einer ganz praktischen Frage. Wo soll ich mein Depot eröffnen, welche Bank beauftrage ich mit der Abwicklung meiner Käufe bzw. Verkäufe, wer soll meine Wertpapiere lagern? Das Angebot der Depotbanken und Onlinebrokern ist in der Tat ziemlich unübersichtlich. Selbst Profis finden sich in diesem Angebots-Dschungel nicht immer zurecht.

Dazu im Folgenden einige Anmerkungen meinerseits. Die Gruppe der Online-Banken oder -Broker teilt sich im Wesentlichen in zwei Gruppen auf. Da gibt es zunächst die alteingesessenen wie etwa Comdirect, Maxblue oder Consors. Diese sog. Vollsortimenter bieten Ihnen nahezu das vollständige Angebot der international handelbaren Wertpapiere an. Ganz gleich, ob Ihnen der Sinn nach einem ETF, einer Aktie, einem Optionsschein oder etwa einer Anleihe steht. Hier werden Sie bedient.

Daneben zeichnen sich diese Vollsortimenter durch ein breites Angebot an Börsenplätzen aus. Es mag schon sein, dass Sie nicht gleich zu Beginn Ihrer Börsenkarriere Zugang zur Börse Stockholm oder London benötigen. Gleichwohl gilt: Mehr ist in diesem Fall tatsächlich mehr. Als ambitionierter Börsianer werden Sie irgendwann einmal in Zürich, Mailand oder Stockholm handeln.

Deshalb mein Rat: Starten Sie gleich mit einem solchen Partner, der Ihnen eine anständige Infrastruktur an die Hand gibt! Dafür sind Sie auch bereit, etwas höhere Spesen zu bezahlen.

Diesen Vollsortimentern stehen einige Online-Broker gegenüber, die mit ausgesprochen günstigen Kauf- bzw. Verkaufsspesen werben. Bekanntester Vertreter dieser Gattung ist das junge Fintech-Unternehmen Trade Republic. Hier handeln Sie abgesehen von einer Fremdkostenpauschale von 1 Euro spesenfrei. Sehr verlockend, oder?

Nun, hier gilt eine einfache Regel: Dort, wo der Preis schmal ist, ist in aller Regel auch das Angebot schmal. So bietet Ihnen Trade Republic derzeit nur mit der Börse Hamburg nur einen Handelsplatz an. Diverse Wertpapiergattungen sind überhaupt nicht handelbar. Außerdem müssen Sie hier mobil, sprich am Smartphone arbeiten. Die Software ist derart abgespeckt, dass es bei Trade Republic bislang noch nicht zu…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen