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Indizes

Dax: Vergiftetes Geschenk der Fed – oder: sei vorsichtig, was du dir wünschst!

Der krampfhafte Versuch von Powell, Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

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Es gibt Geschernke, über die man sich lange freuen kann – und es gibt Geschenke, die nach außen hin hübsch aussehen, aber dennoch keinerlei Freude bereiten! Und das, was die Fed und Jerome Powell gestern verschenkt haben, gehört eindeutig zur zweiten Kategorie!

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Dabei stand das Geschenk doch so eindeutig auf dem Wunschzettel der Märkte – es war das Maximale, was sich die Perma-Bullen an dovisher Wende erhoffen konnten. Aber es ist wie im Leben manchmal auch: man sollte vorsichtig dabei sein, was man sich wünscht! Denn indem die Fed die Hoffnungen faktisch sogar übererfüllte, säte sie gleichzeitig den Zweifel – den Zweifel an der derzeitigen Wunschvorstellung der Märkte, dass es nach einem schwächeren ersten Qaurtal dann wieder schnell nach oben gehe und daher doch alles gut sei!

Vorgestern haben die Aussagen von FedEx diesen Biedermeier-Optimismus schon schwer angekratzt – und dann gestern der krampfhafte Versuch von Jerome Powell, die Abwärtsrisiken klein zu reden, aber gleichzeitig eine Geldpolitik zu verkünden, die nur dann Sinn macht, wenn man eben von massiven Abwärtsrisiken ausgeht!

Es sind die schlauen Anleihemärkte, die den Braten sehr schnell gerochen haben – bei den Aktienmärktn ist die Leitung gelegentlich ja etwas länger, und so dauerte es ein bißchen, bis die Wall Street ins Grübeln kam. Wenn nun reihenweise die Renditen der Anleihelaufzeiten bis sieben Jahre invertieren und damit so eindeutig die rote Warnleuchte „Rezession“ blinkt, dann sollte man schon einmal die Frage stellen, ob es in dieser Situation Sinn macht, nur ca. 4% unter dem Allzeithoch zu handeln (wie der S&P 500)!

Wohl eher nicht. Und eines haben die Märkte wohl auch noch nicht so recht auf dem Zeiger: selbst wenn es zu einem Deal zwischen den USA und China kommt, wird eine globale Rezession wohl kaum mehr zu vermeiden sein! Nur weil sich der Konflikt nicht weiter verschärft (wenn das Szenario der Optimisten stimmt), bringt das ja per se kein Wachstum, zumal Trump gestern klar gesagt hat, dass er nicht daran denke, die bisher erhobenen Zölle gegen China wieder abzuschaffen. China aber fordert, dass eben gerade die bisherigen Zölle abgeschafft werden, damit man bereit ist für diesen Deal.

Der Dax jedenfalls hat sein Kursziel erreicht:

Und prallt von dem erreichten Kursziel recht hart ab:

Shit happens. Aber nicht selten passiert das mit charttechnischer Ansage, so wie diesmal!

Wir gehen davon aus, dass der von der Fed indirekt geschürte Konjunktur-Pessimismus dem Dax nicht gerade gut tun wird..

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Hesterberg

    21. März 2019 09:31 at 09:31

    Mein Gott, war das gestern eine peinliche Vorstellung von Jerome Powell. Wenn man schon lügt, dann sollte man es wenigstens in völliger Überzeugung tun und dabei so geschickt, dass sich der, der die Lüge zu erkennen vermag, in seiner Intelligenz geschmeichelt fühlt. Das liegt aber eben beides nicht im Naturell von Jerome Powell und genau deshalb hätte er viel besser daran getan, die Wahrheit offen auszusprechen, anstatt sie zur Unwahrheit zu verdrehen. Sichtlich hatte er sich in seiner Haut auch nicht wohl gefühlt und wird wohl sehr unter Druck gestanden haben. Jetzt hat er wohl das Gegenteil von dem erreicht, was er zu vermitteln suchte.

  2. Avatar

    Puff- Mutter

    21. März 2019 09:51 at 09:51

    Powell hat einmal gesagt: ER SEI NICHT DAS DIENSTMÄDCHEN DER BÖRSE,
    inzwischen ist er zur ZWANGSPROSTITUIERTEN geworden. Klar muss er jetzt die gescheiterte Geldorgie der Vorgänger ausbaden. Er kann nur verlieren, er sollte zurücktreten u.ein Buch schreiben.
    ZWANGSPROSTITUTION IN DER FINANZINDUSTRIE, Wer würde da wohl die Rolle des Zuhälters übernehmen?

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    Prognostiker

    21. März 2019 11:39 at 11:39

    Merken langsam die zahlreichen „ BÖRSENPROFIS“ mit gefühlter 100 jähriger Erfahrung, dass schlechte Wirtschaftszahlen nicht nur immer u.ewig gut sein können für die Börsenkurse ?
    Was ist da los? überdovische Notenbanken u.Aktien steigen nicht mehr? Gestern habe ich geschrieben,
    IRGENDWANN NÜTZTS NICHTS MEHR. Ich denke ,dass sie das Kartenhaus noch eine Weile stützen können u.dann gibt es 2019 EIN SCHÖNES „ SELL IN MAI“

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    Roberto

    21. März 2019 16:41 at 16:41

    Die Mehrheit der Marktteilnehmer kann diesen Anstieg nicht nachvollziehen weil er Notenbank getriebne ist. Es ist halt nicht fundamental unterlegt. Das stimmt und kann auch nicht geleugnet werden.
    Ich selbst würde mir auch wünschen das wir mal ein bereinigendes Gewitter bekommen, da auch ich gerne wieder „längerfristig“ anlegen würde, anstatt nur Swingtrading zu machen.
    Heute sieht man es wieder sehr schön. Alles und jeder ist negativ eingestellt, weil die Kurse zum Handelsende abverkauft wurden, trotz Geschenke der Fed. Aber Punkt 14.30 uhr Start Wall Street vom Punkt weg nur noch steigen, steigen und nochmals steigen.
    Ich persönlich werde niemals herausfinden wer das macht. Ob das PPT oder Algos oder beide. Ich weiß nur das mein Geld sich entweder nicht vermehrt oder sogar weniger wird, wenn ich mich gegen diese Herde stelle. Was soll ich also machen, außer versuchen mit dem Markt zu gehen. Ob es mir passt oder nicht. Und langfristigesAnlegen wird so immer weiter in die Zukunft verschoben bis es endlich mal wirklich crasht. ich selbst warte eigentlich schon seit Jahren darauf. Gut nur das ich die ganze Zeit zwischendurch getradet habe, sonst wäre ich jetzt schwarz vor Ärger :-)))
    Es hilft kein heulen und schimpfen und beleidigen…der Markt zeigt die Richtung. Ob WIR wollen oder nicht….wenn uns das nicht passt, müssen wir uns wo anders austoben.

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      Columbo

      21. März 2019 17:46 at 17:46

      @Roberto
      Auf den Punkt gebracht, so ist es! Ich bin mit meinen Langfristanlagen voriges Jahr ausgestiegen, weil ich keine Lust mehr hatte, mit 60+ Haus und Hof zu riskieren, so viel wie Warren Buffett hab ich schließlich nicht. Jetzt schau ich mir die besonders großmauligen und lässigen Bullen amüsiert von der Seitenlinie an. Manche sehen etwas übernächtigt aus, vermutlich von Albträumen geplagt?.

    • Avatar

      Michael

      21. März 2019 19:38 at 19:38

      @Roberto, ich sehe wie Columbo ebenfalls seit 4 Jahren auch keine Gewinne, sondern nur eine Nullnummer im DAX. Kurz- und mittelfristig sind sicherlich Gewinne zu realisieren, langfristig gesehen ist das Ganze eine sinnlos Energieverschwendung ohne Gewinne.

  5. Avatar

    Roberto

    21. März 2019 17:57 at 17:57

    @Columbo, das ist wohl auch der Grund warum das Volumen immer geringer ausfällt. Die Menschen die wirklich ANLEGE wollen halten das Geld aus dem Markt fern und spekulieren mit kleineren Volumina.
    Das ist wohl in der Tat der Ausdruck von Skepsis zu den aktuell steigenden Märkten.
    Ich hoffe nur, das es sehr bald passiert, denn je länger das wieder dauert, könnten wieder einige doch in den Markt einsteigen und so noch weiter befeuern.

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    Roberto

    21. März 2019 18:30 at 18:30

    ..ich persönlich rechne zumindest bei den Amis nicht mehr damit das die Kurse nachgeben. Eher das Gegenteil. man merkt seit heute 14.30 Uhr wer das Zepter fest in der Hand hat. Es sind die Kreise die um keinen Fall sinkende Kurse brauchen. Und diese Kreise sind zu stark. Den Indizes wird immer nur dann ein Eigenleben erlaubt wenn sie sich weit von gefährlichen Marken bewegen. je näher sich diese aber den gefährlichen Marken nähern, umso stärker fällt der Eingriff aus. so werden die Marktteilnehmer natürlich auch Konditioniert. Und man weiß dann irgendwann, dass Unterstützungen IMMER ein Kauf sind…somit nährt die Hausse die Hausse….und man hat als Bär eigentlich kaum eine Chance außer im kurzfristigen Bereich.

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      Columbo

      21. März 2019 19:55 at 19:55

      @Roberto,
      ist das jetzt nicht doch ein wenig Verschwörungstheorie? 1929 und 2000 hat man auch geglaubt, daß nichts mehr fallen kann.

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    Prognostiker

    22. März 2019 10:02 at 10:02

    @ Robero, einverstanden DIE HAUSSE NÄHRT DIE HAUSSE, u.irgendwann ist sie so übergewichtig u.überernährt, dass sie krepiert.Wenn die Kurse so hoch sind,dass sie nicht mehr steigen,haben die Hedge
    Fonds kein Interesse mehr, denn Dividenden unter 2% genügen nicht als Rendite. Die Hedger brauchen Bewegung, u.die kann dann zwangsläufig nur noch abwärts sein.Powell hat übrigens auch zugegeben, dass die Notenbanken nicht jeden beliebigen Kursverfall aufhalten könnten.
    Neben Columbo gibt es dann noch Hunderte von Dickfischen die an der Seitenlinie warten, bis die übergewichtigen überernährten Bullen taumeln.Diesmal sei es anders als 1929, stimmt , aber heute können in einer Tausendstelsekunde Milliarden Aktien verkauft werden.
    Wenn so erfahrene Leute wie Roberto glauben, dass die Börsen noch kaum fallen können, (UNTERSTÜTZUNGEN SIND IMMER EIN KAUF)dann könnte der Zeitpunkt bald erreicht sein, wo es eben doch passiert u.Viele auf d en falschen Fuss erwischt.

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      Roberto

      22. März 2019 12:13 at 12:13

      @ Prognostiker,…wäre schön wenn Sie aus meinem text sich nicht nur einen einzigen Satz herauspicken um darauf rumzureiten, sondern den ganzen Text als Kontext verstehen. Wenn Sie meinen kompletten Bericht lesen und das haben Sie ja sicherlich, dann werden Sie merken, das wir eigentlich einer meinung sind.
      daher verstehe ich jetzt nicht warum Sie das anders darstellen ??? Das die hausse die hausse nährt kennt jeder der etwas mit Börse zu tun hat. Aber so wie ich es geschrieben habe…( den Text vorher dazu ), ist doch der Sinn das wir einer Meinung sind.
      Schade das ich das noch erklären muss.

  8. Avatar

    Hesterberg

    22. März 2019 10:04 at 10:04

    Gemach, Gemach, liebe Leute! Was ist denn so schlimm daran, für seine Langfristinvestments ein paar Jahre an der Seitenauslinie zu stehen und geduldig auf den Crash zu warten? Wir wissen doch alle, dass der Crash kommen wird, weil er kommen muss. Und dann werden sich alle Gewinne der Bullen innerhalb kurzer Zeit pulverisieren. Im Einkauf liegt der Gewinn des Langfristinvestments und deshalb kauft man Aktien nicht jetzt, sondern nach einem Crash. Bis dahin vertreiben wir uns die Zeit mit Trading und genießen die Informationen der finanzmarktwelt.
    Das Kartenhaus der Notenbanken hat weder ein Fundament noch Grundmauern und wird nur noch notgedrungen immer weiter aufgestockt. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann es in sich zusammen fällt. Nur ein Dümmling kann daran glauben, es könne immer so weiter gehen.

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    Altbär

    22. März 2019 10:36 at 10:36

    @ Hesterberg, damit ist Alles gesagt, DAS PROBLEM IST NUR ,DASS ES NOCH ZUVIELE HOCHGEBILDETE GUTBEZAHLTEN DÜMMLINGE GIBT,

    • Avatar

      Hesterberg

      22. März 2019 11:30 at 11:30

      @Altbär
      Ja, schon, aber sie können nicht verhindern, was nicht zu verhindern ist. Sie können es nur hinauszögern. Mehr nicht. Solange lehnen wir uns entspannt zurück, in dem Wissen, dass die Realität dem Treiben an den Märkten schon ein Ende bereiten wird, so wie sie es in den vergangenen Jahrhunderten bei völligen Übertreibungen immer getan hatte. :-)

    • Avatar

      Koch

      23. März 2019 17:08 at 17:08

      Allmächt Altbär!Servus aus Unterfranken.Schaut aus,als kriegen mer se doch noch,die Ganzjahresrallyeisten.Auf geht’s Buam,nach unten!Ab Montag geht den Gelddruckern und ihren Jüngern,der Arsch auf Grundeis.Du &ich &die wenigen „Last-Man-Standing“,werden es verdient geniessen.Darauf noch ein Keiler Weissbier aus Lohr/Main.

  10. Avatar

    Beobachter

    22. März 2019 12:26 at 12:26

    Ja lieber Roberto, ich habe ihren Textt extra 2mal gelesen u.es tönt leider so als hätten sie die Meinung ,dass es nie mehr fallen könnte. Die Frage von Columbo wegen „Verschwörungstheorie“ deutet ev. in die gleiche Richtung.

    • Avatar

      Roberto

      22. März 2019 12:53 at 12:53

      @Beobachter, ich mach hier die Erfahrung das es Menschen gibt, die immer NUR das Lesen wollen was sie sich selber denken und nicht das was im Text steht. Sie gehören dann wohl auch dazu. Wahrscheinlich fehlt solchen Lesern das gewisse etwas um Texte zu verstehen. Und ich habe mit Sicherheit noch nicht mal verklausuliert geschrieben….lieber Beobachter Sie brauchen meinen Text nicht noch ein drittes Mal lesen…SIE werden es einfach nicht verstehen, weil Sie es einfach NICHT verstehen wollen.
      Zitieren Sie weiter einfach Ihre „Leute“ die genau das schreiben wie Sie es sich wünschen, dann ist Ihr Tag gerettet und Sie brauchen sich nicht über so einen „komischen Schreiber“ wie ich es bin nicht ärgern….das hilft bestimmt.

  11. Avatar

    columbo

    22. März 2019 13:22 at 13:22

    Rationale Menschen riskieren nicht das, was sie haben, für das, was sie nicht haben und nicht brauchen(Warren Buffett).

  12. Avatar

    Altbär

    24. März 2019 13:14 at 13:14

    @ Koch, DIE ALLZEITHOCHTRÄUMER hatten nur zwei Nächte zum Träumen u. sind wieder in der Wirklichkeit aufgewacht. Nach der unverständlichen Rally der letzten Wochen ist vor allem der Russel 2000
    schon wieder etwa 15 % vom Hoch entfernt. Dieser Index hat schon 2018 die Korrektur früher angekündigt.
    Haben etwa die kleineren Firmen kein Geld um bezahlte Gefälligkeits – Hochstufungen zu bezahlen, wie z.B. Apple u.s.w.? Die extremen Erholungen der Fang u.Nasdaq Titel sind sonst durch Nichts zu erklären.
    Hätte man doch angenommen, das die sowieso hochbewerteten Titel mit der Rückabwicklung der Globalisierung ( Felix Zulauf ) am meisten zu leiden hätten.
    Das Problem der kleineren Firmen ( Hohe Verschuldung, fallende bis negative Gewinne , schwierige Refinanzierung der auslaufenden Kredite) wird sowieso von keiner Notenbank zu lösen sein.Wenn die Rezession kommt wird sich die Sache dominoartig verschärfen.
    Die unfehlbaren Bondmärkte haben gerade ein Zeichen gesetzt.Machen wir noch ein Bier auf, den Sekt nehmen wir später, die in die Enge getriebenen „Notbankmanager „werden schon noch ein betrügerisches Mittel finden um ihr SUPEREXPERIMENT zu verlängern.

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Allgemein

US-Wahl egal für die US-Märkte? Experte Andre Stagge mit ausführlicher Erklärung

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Ande Stagge über die aktuelle Lage im S&P 500 und zur US-Wahl

Ist der Ausgang der US-Wahl letztlich egal für die US-Aktienmärkte? Das denken manche Beobachter. Der Börsenexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht dieses Thema im folgenden aktuellen Video im Detail. Ausführlich geht er auf die einzelnen Standpunkte von Joe Biden und Donald Trump ein. Zum Beispiel seien die Steuerideen von Joe Biden eindeutig schlecht für die Wirtschaft. Natürlich muss man fair sein und erwähnen, dass die US-Unternehmen durch die große Steuersenkung von Donald Trump im Jahr 2017 massiv profitiert hatten. Andre Stagge glaubt an einen Wahlsieg von Joe Biden, und dass dies letztlich nicht gut für die Märkte wäre – auch wegen der Idee von Joe Biden den Mindestlohn in den USA drastisch anzuheben. Wichtig werde auch die Phase direkt nach der Wahl, und ob Donald Trump bei einer möglichen knappen Wahlniederlage Probleme machen wird.



Ist die US Wahl egal by Andre_Stagge on TradingView.com

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Aktien

Dieser Sektor überstrahlt die Tech-Aktien nachhaltig

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Tech-Aktien erfreuen sich großer Beliebtheit und werden an den Börsen dementsprechend ambitioniert bewertet. Doch allzu oft sind profitable Geschäftsmodelle in diesem Sektor so häufig anzutreffen wie Einhörner in freier Wildbahn. Abgesehen von einigen wenigen dominierenden Unternehmen mit funktionierenden Businessmodellen investieren Anleger in diesem Sektor allzu oft in grandios überteuerte Phantasie- und Hoffnungswerte. Dass es auch anders und sogar profitabler geht, zeigt eine noch stark vernachlässigte Branche.

Tech-Aktien allein sichern keinen Reichtum

Wenn Börsenprofis von Sektor-Rotation sprechen, dann wird dabei in der Regel nur ein sehr enges Spektrum betrachtet. Meist wird bei dem Tausch von Aktien aus einem Sektor in einen anderen Sektor lediglich zwischen Value und Growth unterschieden. Sowohl institutionellen Anleger als auch Privatanleger schichten je nach Börsenumfeld von Zyklikern in Wachstumswerte, primär Tech-Aktien um. Diese Sichtweise ist jedoch sehr limitiert und wird der Vielfalt der Investitionsmöglichkeiten am Aktienmärkt nicht gerecht.

Wie wäre es alternativ mit einer neuen Variante der Sektor-Rotation, bei der Gewinne im aufgeblähten Tech-Sektor (volksw. Sekundärsektor) realisiert und in einen von den weltweiten Anlegern noch stark vernachlässigten Sektor investiert werden. Dabei geht es um einen Sektor, der mit gesunden Bilanzen (oft komplett schuldenfrei), hohe Margen á la Apple & Co., starken Free-Cash-Flows, zweistelligen Gewinnsteigerungen und attraktiven Dividendenrenditen aufwarten kann.

Nicht ganz unwichtig in Zeiten der Pandemie ist zudem der Status dieses Sektors in vielen Ländern als systemrelevant, weshalb die Produktion hier auch nur peripher von den Lockdowns betroffen war und ist. Das beste aber ist der dieser Branche zugrunde liegende Jahrhunderttrend (Säkularer Bullenmarkt), der nahezu zwangsläufig zu steigenden Investitionen in diesem Sektor führt.
Im Klartext geht es um die Unternehmen, die direkt und indirekt Hartgeld in Form von monetären Edelmetallen aus dem Boden holen. Jahrelang litt die Branche unter Preisverfall und hohen Schulden. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Die meisten Minen haben sich zu investorenfreundlichen Cash-Maschinen gewandelt, die schuldenfrei und mit prall gefüllten Kriegskassen wie zuletzt die Vorstände der Tech-Aktien auf Einkaufstour gehen (M&A) oder eigene Aktien zurückkaufen.

Einsen und Nullen vs. Schaufeln und Bagger

Nicht umsonst bezeichnet man in der Ökonomie den Bergbau als Primärsektor (Urproduktion), da ohne diesen nichts geht – auch nicht im Zeitalter der Digitalisierung und des 3D-Drucks. Für alles, wovon wir uns ernähren, womit wir uns fortbewegen, unsere Gesundheit schützen, arbeiten und uns unterhalten, benötigen wir nach wie vor Rohstoffe – und zwar in einer Menge wie nie zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Ein besonders spannender Bereich in diesem primären Sektor ist die Förderung monetärer Edelmetalle wie Gold und Silber, die mit modernsten Abbaumethoden zutage gefördert werden. Keine digitale Notenpresse der Welt kann deren Wert verwässern. Es könnte sich sogar in Zukunft als essenzieller Vorteil erweisen, dass unser digitales Giralgeldsystem, auf das wir uns in unserem täglichen Leben verlassen und das lediglich aus virtuellen Einsen und Nullen besteht, zusätzlich durch eine physische Alternative in Form von weltweit anerkanntem und über Jahrtausende wertstabilem Hartgeld abgesichert ist. Zu dieser Thematik empfiehlt sich das Buch der Deutschen Bundesbank mit dem Titel „Das Gold der Deutschen“. Dort ist die Bedeutung des Goldes für die Reservehaltung unserer Zentralbank sowie für das gesamte Finanzsystem unseres Landes bis hin zur Wohlstandswahrung der Deutschen anschaulich beschrieben. Gold und Silber sichern die Kaufkraft ganzer Nationen, auch im Falle einer weltweiten Pleitewelle – auch von Staaten.

Über den Minen-Sektor können Sie an diesem Megatrend partizipieren und in Unternehmen investieren, die nicht selten 60 Prozent Bruttomarge sowie knapp 30 Prozent Netto-Marge erzielen – mit stark steigender Tendenz in den letzten fünf Jahren. Darüber hinaus zahlen diese Konzerne größtenteils und ebenfalls mit steigender Tendenz Quartalsdividenden aus, die im Schnitt für das Jahr 2021 bei 2,4 Prozent p. a. liegen (Forward Dividend Yield der 25 internationalen Werte im Philadelphia Gold and Silver Sector Index). Die Zeiten, in den Gold- und Silberminen unter Schuldenlasten litten, sind längst passé. Die Unternehmen dieses Sektors haben sich in den letzten Jahren zu wahren Cash-Maschinen gemausert.

Perspektiven

Schaut man sich die Perspektive der Branche an, dann sind die Ursachen für deren Sonderkonjunktur kein temporäres Phänomen, sondern systembedingt: In dem Maße, wie die globale Überschuldung in Höhe von mittlerweile über 330 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (260 Billionen US-Dollar im 1. Quartal 2020) die Kreditportfolios der Banken durch die Zombifizierung der Unternehmen belasten und die Notenbanken zu Nullzinspolitik und Geldmengenausweitung á la Heißluftballon zwingen, um die Staaten vor dem finanziellen „Sudden Death“ zu bewahren, bleibt die Förderung von Gold und Silber ein lukrativer Megatrend.

Der direkte Vergleich

Doch genug der Lobpreisungen und zurück zu den harten Renditefakten: Es ist unumstritten, dass Anleger in den letzten Jahren und speziell seit März dieses Jahres mit einem Index-Investment in den NASDAQ und erst recht in ausgesuchte High-Teck-Aktien wie Apple, Microsoft, Tesla, Amazon oder Alphabet eine herausragende Performance erzielen konnten. Damit war diesen Aktien auch die volle Aufmerksamkeit der Börsenberichterstatter sicher. Dass nur eine Handvoll der im NASDAQ Index enthaltenden Werte für die sehr positive Wertentwicklung verantwortlich sind sei hier nur am Rande erwähnt. Ganz anders sieht die Situation bei den Gold- und Silberminen aus, deren Aufschwung von einer ausgeprägten Marktbreite getragen wird. Auf Jahressicht befinden sich alle 25 im Philadelphia Gold and Silver Sector Index befindlichen Aktien im Plus. Viele sogar auf oder in der Nähe ihrer Allzeithöchststände. Vergleicht man den NASDAQ-Index mit dem Schwerpunkt Tech-Aktien mit einem Index der weltweit 25 größten Gold- und Silberproduzenten sowie Minenfinanzierer (Royalty- und Streaming-Unternehmen) dann ergibt sich folgendes überraschendes Bild:

Chart zeigt Vergleich von Philly Fed-Rohstoffen gegen Tech-Aktien

Auch andere Zeithorizonte belegen die Attraktivität einer Beimischung von Minenaktien in einem breit diversifizierten und mittelfristig ausgerichteten globalen Aktienportfolio. So betrug die Performance des oben dargestellten Minenindex seit Jahresbeginn in US-Dollar +37 Prozent. Der NASDAQ brachte es im gleichen Zeitraum auf +21 Prozent. Über zwei Jahre hinweg betrachtet betrug die Outperfromance des Minenindex gegenüber dem NASDAQ ganze 46,5 Prozent (+108 vs. +61,5 Prozent). Auf Sicht von drei Jahren ist die Wertentwicklung mit 71,5 zu 71,25 Prozent nahezu identisch. Seit 20. Oktober 2016 performte der NASDAQ mit +96 Prozent besser als der Minenindex mit +66 Prozent. Auf Sicht von 5 Jahren hatte dann aber wieder der Minenindex klar die Nase mit +172 gegenüber +135 Prozent vorn.

Erhellend ist auch ein Vergleich der Marktkapitalisierung zwischen einem einzelnen Vertreter der Tech-Aktien und allen börsengelisteten Aktiengesellschaften der Edelmetallindustrie. Aus den Renditevergleichen, den Bewertungen sowie den Zukunftsperspektiven, die im Bereich der Tech-Aktien von Zerschlagungsintentionen überschattet werden, ergibt sich auch durch die extrem asymmetrische Kapitalallokation enormes Umschichtungspotenzial zugunsten des Minensektors.

Grafik zeigt Apple Marktwert gegenüber Edelmetallen

Fazit

Umso tiefer die Welt unaufhaltsam in den Schuldenstrudel gerät, umso interessanter wird eine Branche: die Geldproduzenten. Und damit sind nicht etwa die Zauberlehrlinge aus den Notenbankzentralen gemeint, sondern die Bergbauunternehmen, die das bewährte Geld der Vergangenheit und das verlässliche Geld der Zukunft aus der Erde schürfen. Gäbe es diese Branche nicht, würden den Anlegern eine interessante Investmentopportunität entgehen und die Möglichkeit, hart erarbeiteten Wohlstand auch in unsicheren Zeiten zu sichern, schwieriger. Auch die Weltwirtschaft und das Weltfinanzsystem können sich über das oft zu Unrecht verteufelte kosmische Geschenk der Edelmetalle freuen, genauso wie unsere Vorfahren, denen Gold und Silber durch unzählige Krisen half.

Dieser Megatrend, der seit Jahrtausenden funktioniert, verdient seinen Namen und die Unternehmen aus diesem Sektor verdienen trotz aller bekannten Risken zumindest einen Platz auf der Watchlist der Anleger. Wie interessierte Investoren ein Startportfolio in diesem Sektor aufbauen können, hatten wir bereits vor gut einem Jahr erläutert.

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktienmärkte: Warten auf den Ausbruch! Videoausblick

Die Aktienmärkte sind nach wie vor in einer intakten Seitwärtsbewegung. Mal herrscht Stimulus-Optimismus (so wie heute), mal herrscht Stimulus-Pessimismus..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind nach wie vor in einer intakten Seitwärtsbewegung, ohne aktuell klar erkennbare Richtung. Mal herrscht Stimulus-Optimismus (so wie heute, nachdem Pelosi die Deadline dann doch nicht gestern enden lassen wollte), mal herrscht Stimulus-Pessimismus – es ist ein ständiges hin und her. Die Verhandlungen über den Stimulus dürften mindestens bis zum Wochenende weiter gehen, ergo die Aktienmärkte in der übergeordneten Seitwäersbewegung bleiben. Auffallend ist die Schwäche des Dollars bzw. die Stärke beim Euro, die Renditen für US-Staatsanleihen steigen derweil auf den höchsten Stand seit Juni. Obwohl die Aktienmärkte hoffnungsvoll sind, sinkt die Wahrscheinlichkeit für einen Stimulus-Deal je näher die US-Wahl rückt..

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