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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Dax: Vielleicht besser chinesische Aktien kaufen..

Warum der Dax vielleicht derzeit nicht so fürchterlich attraktiv ist..

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am

Der X-Dax startet heute leicht höher – aber Chinas Aktienmarkt explodiert heute geradezu mit einem Plus bei 5% der verschiedenen Indizes. Da wird die Verschiebung der Deadline für die Zollanhebung gefeiert, andererseits befeuern Aussagen des China Security Journal, wonach Chinas Akienmarkt nun auch ein Ausdruck des internationalen Wettbewerbs werde, die Hausse. Im Klarext bedeuted das nämlich: wir lassen uns von den Amerikanern nicht mehr sagen, dass unsere Wirtschaft nicht gut läuft, nur weil unser Aktienmarkt nicht gut läuft. Also wird China nun alles dafür tun, dass der Aktienmarkt des Riesen-Landes nicht mehr als Zeichen der Schwäche gedeutet werden kann..

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Das alles spricht derzeit eher für chinesische Aktien als für deutsche Aktien – könnte man vermuten. Denn wenn Trump in irgendeiner Form einen Deal mit China zustande bringen würde, wer wäre dann wohl das nächse Ziel seiner Attacken? Richtig, Europa. Und wenn Trump keinen Deal mit China zustande bringt, ist eben Europa dennoch das nächste Ziel seiner Attacken – daher ist die Frage, ob die Zölle auf EU-Autos kommen, ein Damoklesschwert, das nach wie vor über dem Dax hängt.

Was passiert nun, nachdem die Minimalforderung der Märkte, nämlich die Verschiebung der Deadline 01.März für neue Strafzölle, eingetreten ist? Reicht das wirklich für weiteren Rückenwind für so stark überkaufte Märkte? Bisher ist das alles noch recht dünn, was man inhaltlich hört – nach wie vor dominiert die Hoffnung, aber irgendwann wollen die Märkte auch einmal Substanz statt Glanz haben. Und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass weniger Substanz sondern vielmehr Glanz dann nicht mehr ausreichen wird bei der zu erwartenden Ernüchterung der Märkte.

Man hat das Gefühl, die Märkte sind wie im Rausch – besoffen von der Wende der Fed und der Hoffnung auf den großen Deal USA-China. Es sind wohl vor allem Aktienrückkäufe der US-Unternehmen, die für diese Rally verantwortlich sind, dazu noch etwas Short-Squeeze – und fertig ist die dünnstvolumige Rally.

Wer nach dieser langen Strecke noch long gehen will, der soll das tun. Aber alle Parameter sind am Anschlag, der Markt hat alle Sorgen ausgepreist – und diese Mischung ist es, die in der Vergangenheit nie ein gutes Ende gefunden hat..


(Chart durch anklicken vergrößern)

 

By Peter Morgan from Nomadic – Detail, Terracotta Warriors, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2909770

2 Kommentare

2 Comments

  1. Prognostiker

    25. Februar 2019 12:13 at 12:13

    Da Alles ein Nullsummenspiel ist u.die China-Börse Freudensprünge macht, müssten eigentlich andere Börsen in Tränen ausbrechen . Oder endet der Handelskrieg in einer Win-Win-Win- Situation?
    Was auch immer passiert, gemäss F.Zulauf ist die Globalisierung im Rückwärtsgang.Auch Steen Jakobsen sagt: Hände weg von US-Aktien u.High Yidld Bonds, aus den USA kämen im Moment nur Staatsanleihen in Frage.

  2. USLA

    25. Februar 2019 12:36 at 12:36

    Ich denke die Zölle auf EU Autos werden kommen, da es in diesem Fall Deutschland besonders hart treffen würde, ist dann wahrscheinlich eine Revanche für Nord Stream 2. Ist dann auf jeden Fall ein politische und keine wirtschaftliche Entscheidung seitens der USA. Aber dies ist nur eine Vermutung warten wir mal ab.
    Zu den US Staatsanleihen gibt es ein interessantes Statement von Larry Fink auf CNBC.
    https://www.cnbc.com/2019/02/24/larry-fink-on-us-china-trade.html?__source=sharebar|googleplus&par=sharebar

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Finanznews

Chimerica zerbricht! Marktgeflüster (Video)

Warum das Auseinanderbrechen der Nutz-Beziehung USA-China ein ökonomisches und politisches Erdbeben auslösen wird!

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Der britische Historiker Niall Ferguson prägte 2007 den Begriff „Chimerica“ – und meinte damit die unausgesprochenen Deal beider Länder, wonach China produziert und Amerika konsumiert, wobei China die Schulden der USA kauft und damit das Ungleichgewicht ausgleicht. Diese unausgesprochene Wirtschaftsallianz scheint nun zu zerbrechen durch den Bann von Huawei und den daraus resultierenden praktischen Konsequenzen (Google blockt Zugang zu Android-Systemen etc.). Die Folgen des absehbaren Auseinanderbrechens von „Chimerica“ sind unabsehbar – und werden vor allem in den USA stark unterschätzt, denn damit ist das „Leben über die eigenen Verhältnisse“ in Frage gestellt! Die US-Aktienmärkte, zuletzt gestützt vor allem durch defensive Werte, sind noch weit entfernt davon, dieses Auseianderbrechen adäquat einzupreisen!

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Indizes

Über Prognosen und Prognostiker an den Finanzmärkten – „Dartpfeile werfender Schimpansen“

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Von

Von Thomas Müller

Seit ich mich mit Finanzmärkten und entsprechend mit Prognosen beschäftige – also seit rund 25 Jahren – fällt mir auf, dass immer wieder Prognostiker zu großer Bekanntheit gelangen oder gar so etwas wie Gurus werden, also von einer eingeschworenen Schar Anhänger gegen jede Kritik verteidigt werden, obwohl die Prognosen nach meinem subjektiven Empfinden diesen Status keineswegs rechtfertigen. Bei einigen Prognostikern/Kommentatoren war ich sogar sehr sicher, dass sie wenig Ahnung haben, wovon sie sprechen, ohne dies aber wirklich geprüft zu haben. Allerdings war da auch immer die Stimme im Kopf, die mir sagte, diese Leute haben so viele Anhänger und tauchen regelmäßig in den Medien auf, irgendetwas muss an diesen Leuten dran sein.

 

„Superforecasting“

Nun bin ich kürzlich auf das Buch „Superforecasting“ von Philip Tetlock gestoßen und muss dabei immer wieder an die diversen aus Fernsehen und Presse bekannten Prognostiker denken. Gleich am Anfang stellt er fest: „Viele verkünden ihre Prognosen mit dem Brustton der Überzeugung. Und einige verkaufen sich als Propheten, die Jahrzehnte in die Zukunft blicken können. Von einigen Ausnahmen abgesehen stehen sie nicht etwa vor der Kamera, weil sie sich durch hervorragende Weitsichtigkeit ausgezeichnet hätten. Ob sie mit ihren Prognosen richtigliegen oder nicht, scheint niemand wissen zu wollen. [..] Die Fernsehorakel haben vor allem ein Talent: Sie können selbstbewusst auftreten und eine überzeugende Geschichte erzählen. Mehr müssen sie gar nicht können.“

Das, was hier noch eine Behauptung ist, belegt Tetlock dann im Weiteren. Über einen Zeitraum von 20 Jahren untersuchte Tetlock die Prognosen zahlreicher Experten und kam zu dem Ergebnis, dass die meisten nicht besser waren, als ein Dartpfeile werfender Schimpanse – oft waren die Prognosen der Experten sogar schlechter.

Die Unterschiede, ob ein Prognostiker gut oder schlecht war, führt Tetlock auf die Methodik zurück und unterscheidet zwei (Extrem-)Typen: Die Füchse und die Igel. Die Bezeichnungen sind angelehnt an einen Satz des griechischen Dichters Archilochos: „Der Fuchs weiß viele Dinge, aber der Igel eine große Sache.“

Soll heißen, es gibt die eine Gruppe, die viele Aspekte mit in eine Prognose einbezieht und in Wahrscheinlichkeiten denkt. Es fallen selten Wörter wie „unmöglich“ oder „unausweichlich“, aber oft Wörter wie „möglicherweise“, „einerseits und andererseits“. Die andere Gruppe verfolgt einen großen Gedanken, um den alles kreist und auf den alles hinausläuft. Die Füchse geben in allen Bereichen bessere Prognosen ab und zwar sowohl zuverlässiger als auch schärfere Prognosen. Die Igel aber sind viel häufiger in den Medien gefragt als die Füchse. Die Zuschauer/Leser wollen kein „vielleicht“ und „möglicherweise“ hören, sondern eine konsistente Story mit einem klaren Ergebnis.

 

Crashpropheten und ihre Prognosen

Die Untersuchung Tetlocks fand zwar in den USA statt, passt aber genauso auch nach Deutschland. Seit Jahren wird prophezeit, dass wir uns „im Endspiel befinden“, dass der finale Crash nun bald kommt, die Systemwende bevorsteht. Es werden also einerseits Extremprognosen aufgestellt; der totale Zusammenbruch, ein großer, wenn nicht gar der endgültige Crash, das Ende von Euro, USD, der EU. Das ist das die „große Sache“ des Igels.

Alle (Teil-)Prognosen laufen auf dieses Szenario hinaus, egal was auch passiert, alles wird durch die Brille dieser einen großen Prognose gesehen. Jeder Rückgang der Börsenkurse, jede Abschwächung des BIP-Wachstums, jeder noch so kleine Wahlerfolg einer eurokritischen Partei dient dann als Beleg. Obwohl die Prognosen scheinbar so eindeutig sind, sind sie tatsächlich sehr weich, d.h. es wird kein Zeithorizont angeben und die Ereignisse werden nicht konkretisiert.

Das Ergebnis kann regelmäßig beobachtet werden. Die Kritiker sagen, die Prognosen sind nicht eingetroffen, die Anhänger sagen, „abwarten“, es deutet doch bereits alles darauf hin. Und selbst gegenteilige Entwicklung werden dann umgedeutet. Erholt sich z.B. die Konjunktur heißt es, das zögert den Zusammenbruch nur hinaus, der wird dann umso schlimmer. Ist die Inflation nicht wie seit Jahren prognostiziert gestiegen, wird die Definition kurzerhand geändert. Aus Sicht der Anhänger (und ihrer eigenen) haben die Igel also immer Recht, selbst wenn sie seit Jahren komplett danebenliegen. Das sorgt zwar nicht für gute Prognosen, aber für regelmäßige Medienauftritte.

Umgekehrt erlebe ich sowohl im Alltag im echten Leben als auch in Internetforen oft, dass Prognosen aus meiner Sicht zu Unrecht angegriffen werden. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist die US-Präsidentschaftswahl 2016. Nate Silver schätze die Siegchancen von Trump auf rund 30% und als Trump dann bekanntermaßen gewonnen hatte, wurde ihm vorgeworfen, die Wahl falsch prognostiziert zu haben. Tetlock nennt hier als Beispiel Wetterprognosen, wo häufig bei einer Prognose von z.B. 70% Regenwahrscheinlichkeit von den allermeisten „Konsumenten“ davon ausgegangen wird, dass es regnet – regnet es dann nicht, ist die Prognose falsch.

 

Wetterbericht

Tetlock wählt das Beispiel Wetterbericht, weil es da leicht zu zeigen ist, wo der Irrtum liegt: Sagt ein Meteorologe in 100 Fällen eine Regenwahrscheinlichkeit von 70% voraus und regnet es tatsächlich in rund 70 dieser 100 Fälle, sind die Prognosen sehr gut. Bei der US-Präsidentschaftswahl lässt sich das nicht so leicht testen, das Grundprinzip ist aber das gleiche. Und letztlich bestätigt es das oben genannte Prinzip: Die Medienkonsumenten (und die meisten Internet-Foristen) schätzen Prognostiker mit sehr pointierten und scheinbar klaren, selbstbewusst vorgetragenen Prognosen weit mehr als abwägende, in Wahrscheinlichkeiten formulierte Prognosen.

Tetlock hofft, dass sich dieses Verhaltensmuster mittel- bis langfristig ändert, so wie auch in anderen Bereichen – er nennt z.B. die Medizin – im Vergleich zu früher mehr Rationalität etwa in Form von Doppelblindstudien Einzug gehalten hat. Angesichts des medialen Erfolgs der Igel bin ich da weniger optimistisch. Letztlich befriedigen die Igel eine im Publikum vorhandene Nachfrage, bei der es allenfalls vordergründig um die korrekte Prognose geht, tatsächlich aber um die Projektion und Bestätigung eines bestimmten Weltbilds.

 

Von Jeremy Weate from Abuja, Nigeria – Chimpas at Tacugama Sanctuary, near Freetown, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38733073

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Devisen

Rüdiger Born: Spannender Markt! Blick auf die Charts

Veröffentlicht

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Der Markt ist momentan sehr spannend. Schauen wir im folgenden Video direkt auf die Charts. Der Dow könnte in Kürze eine Trendewende hinlegen und steigen. Interessante Chartverläufe will ich auch bei mehreren Devisenpaaren ansprechen. Haben Sie den Trade des Tages (heute USDJPY) noch nicht abonniert? Jeden Tag gibt es eine Detail-Analyse! Es ist vollkommen kostenlos! Einfach dazu hier anmelden.

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