Devisen

Dax: vor der Daten-Flut

FMW-Redaktion

Es ist selten, dass an einem Handelstag so viele wichige Konjunkturdaten anstehen wie heute – im Fokus insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten (14.30Uhr) und der ISM Index Dienstleistung (16.00Uhr). Daher schon viel Zurückhaltung in Asien, wobei die Märkte in China nach sechs Verlustwochen in Folge in dieser Woche erstmals wieder Gewinne verbuchen:

Shanghai Composite +0,45%
CSI300 +0,81%
ChiNext +1,27%
Nikkei +0,48%

An den US-Märkten gestern das Schema von vorgestern: schwache Eröffnung, dann ziehen die Kurse im späten Handel wieder an. Offenkundig hat man sich damit arrangiert, dass die Fed im Juni oder Juli die Zinsen anheben wird, das verbreitet anscheinend keinen Schrecken mehr. Allerdings gilt das wohl nur für die USA: andere Märkte dürften auf Zinsanhebungen durch die Fed durchaus empfindlich reagieren, das gilt sowohl für die Aktienmärkte als auch für die Devisenmärkte.

Kommen wir zum Dax: der Index hat gestern im Bereich 10160/70 einen Bodenbildung vollzogen – wenn dieser Boden hält, sieht es nach dem nächsten Analuf in Richtung 10360/70 aus, mit dem zuvor zu überwindenden Widerstandsbereich bei 10280/90:

Dax0306162

Dabei ist ein Rücklauf nochmal in Richtung 10160/70 durchaus denkbar heute, aber diese Unterstützung sollte halten. Gelänge der Sprung über die 10360/70er-Zone, wäre der Weg frei in Richtung der großen Widerstandszone bei 10500 Punkten, an der auch die obere Begrenzung des übergeordnet noch laufenden Abwärtstrends verläuft:

Dax030616

Was heute helfen könnte: mit der Senkung der Prognose für die Kerninflation hat die EZB gestern indirekt angekündigt, nach einer Periode des Abwartens wieder aktiv werden zu wollen – wohl gegen Ende des Jahres. Zuvor war immer Tenor gewesen: erst einmal abwarten, wie die bereits eingeführten Maßnahmen wirken. Das dürfte den Euro perspektivisch unter Druck halten und damit dem Dax helfen.

Heute bei den US-Arbeitsmarktdaten bleibt jedoch die Frage, wie sich der Streik von 35.000 Verizon-Arbeitern in der Statistik niederschlägt – einige Stimmen gehen davon aus, dass ca. 20.000 Jobs weniger erscheinen werden in der heutigen Zahl. Allzu viel Bewegung ist an den Aktienmärkten vor den Daten wohl nicht zu erwarten..

 



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