Geht die Jahresendrally an den Aktienmärkten weiter? Diese Frage dürfte Anleger in der neuen Handelswoche besonders beschäftigen, denn wichtige charttechnische Marken könnten bereits früh Hinweise auf die weitere Richtung liefern. Nach dem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk der US-Notenbank Fed in Form einer erneuten Zinssenkung setzen Investoren in der letzten vollen Handelswoche vor Weihnachten auf eine Fortsetzung des Anstiegs. Damit könnte sich der traditionell starke Börsenmonat Dezember tatsächlich zu einer echten Jahresendrally entwickeln – sofern größere Störfaktoren ausbleiben.
Solche Risiken könnten allerdings von einer nachlassenden KI-Euphorie oder enttäuschenden US-Konjunkturdaten ausgehen. Zuletzt zeigte sich jedoch ein anderes Bild: Von der Schwäche der US-Tech-Werte profitierten Standardwerte-Indizes wie der Dow Jones und der DAX. Anleger schichteten Kapital aus teuren, heiß gelaufenen Technologietiteln in klassische Branchen wie Banken und Industrie um. Während der Dow Jones Industrial bereits ein neues Rekordhoch markiert hat, richtet sich der Blick hierzulande nun auf die bisherige DAX-Bestmarke von 24.771 Punkten.
Aktienmärkte vor runden Marken
Um dieses Niveau zu erreichen, muss der deutsche Leitindex jedoch die charttechnisch wichtige Zone um 24.500 Punkte überwinden, an der er zuvor mehrfach gescheitert war. Gelingt der Ausbruch, ist auch der Weg zur runden Marke von 25.000 Punkten nicht mehr allzu weit. Ziehen die US-Börsen mit, könnten mehrere symbolträchtige Schwellen fallen – etwa 7.000 Punkte im S&P 500, 26.000 Punkte im Nasdaq 100 sowie 50.000 Punkte im Dow Jones.
Entscheidend bleibt jedoch der makroökonomische Rahmen. Weitere US-Konjunkturdaten müssen die angehobenen Wachstumsprognosen der Fed bestätigen. Eine robuste Wirtschaft bei zugleich lockerer Geldpolitik wäre historisch ein positives Signal für die Aktienmärkte. Spannung versprechen in der neuen Woche zudem die Zinsentscheidungen von EZB und Bank of Japan sowie der große Verfall am Freitag, der kurzfristig für erhöhte Volatilität sorgen dürfte.
DAX vor wichtiger Hürde
Der DAX zeigt sich vor dem Auftakt in die neue Handelswoche fester und unternimmt einen erneuten Vorstoß nach oben. Zeitweise konnte der deutsche Leitindex über die Marke von 24.300 Punkten klettern, scheiterte jedoch zunächst an der Hürde bei 24.330 Punkten. Diese Marke rückt damit im heutigen Intraday-Handel in den Fokus.
Ein nachhaltiger Anstieg über 24.330 Punkte würde die Chancen deutlich erhöhen, die Hochs der vergangenen Woche erneut zu attackieren. Allerdings ist der Weg nach oben weiterhin von mehreren Widerständen geprägt. Im Bereich von 24.450, 24.500 sowie 24.550 Punkten wartet ein enges Widerstandscluster, an dem sich entscheiden dürfte, ob der DAX im Rahmen einer möglichen Jahresendrally seine Rekordstände ins Visier nehmen kann oder ob die Aufwärtsbewegung an Dynamik verliert.
Auf der Unterseite bleibt das Bild hingegen fragiler. Gelingt es dem Index nicht, sich über 24.330 Punkten zu etablieren, ist zunächst mit einem Rücklauf bis in den Bereich um 24.230 Punkte zu rechnen. Zudem besteht die Möglichkeit, dass das offene Gap vom Freitag bei 24.186 Punkten geschlossen wird, bevor es erneut zu einem Stabilisierungsversuch kommt.
Kritisch wird die Lage jedoch bei einem Unterschreiten von 24.165 Punkten. In diesem Fall würde sich das kurzfristige Chartbild eintrüben und weitere Abgaben könnten den DAX in Richtung der runden Marke von 24.000 Punkten und darunter führen.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützung:
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…diese Woche wird nochmal schwierig…bei den großen Handelsvolumina die da zu erwarten sind wird es wohl viel Geschiebe geben…nächste Woche und die 2 danach dürfte bei dünnvolumigem Handel dann etwas in Richtung der runden Marken gehen…