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DAX wankt: Erholung stockt – nächste Korrektur voraus?

DAX wankt: Erholung stockt – nächste Korrektur voraus?
Grafik: ChatGPT

Zum Wochenauftakt zeigte sich der deutsche Leitindex freundlich und profitierte von positiven Vorgaben aus Asien sowie steigenden US-Aktienmärkten. Doch die Freude währt nur bedingt: Am deutschen Aktienmarkt steigt die Wahrscheinlichkeit einer Fotrtsetzung der Korrektur, weil es dem DAX bislang nicht gelingt, wichtige technische Hürden nachhaltig zu überwinden. Zwar schloss der DAX den Handelstag mit einem Plus von 0,9 % bei 23.807 Punkten ab, doch die jüngste Erholung wirkt weiterhin kraftlos.

Zwei Faktoren verhindern allerdings stärkere Kursverluste. Einerseits haben die US-Indizes nach einem kurzen Rücksetzer wieder an Boden gewonnen und geben damit Rückenwind. Zum anderen sorgt die Aussicht auf sinkende Zinsen für Unterstützung. Beobachter rechnen damit, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer Sitzung am 17. September angesichts des schwächelnden Arbeitsmarkts eine Zinssenkung beschließen dürfte, was die Aktienmärkte zunächst stützen könnte. Doch die Kehrseite: Der Arbeitsmarkt in den USA kühlt schneller ab als erwartet, was die Angst vor einer Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft verstärkt. Zinssenkungen könnten daher zu spät kommen, um einen Konjunkturabschwung zu verhindern.

Dennoch blicken viele Anleger optimistisch nach vorn und sehen mögliche Rücksetzer eher als Kaufchance – so wie schon in den vergangenen Monaten. Panikartige Verkäufe bleiben bislang aus. Für Nervosität sorgt dagegen die politische Lage in Frankreich: Nach der gescheiterten Vertrauensabstimmung von Premierminister François Bayrou steht die Regierung erneut vor dem Aus. Das Risiko einer wachsenden Schuldenkrise in Paris könnte auch die europäischen Finanzmärkte belasten.

DAX: Kraftlose Erholung

Vorbörslich notiert der DAX schwächer und könnte mit einem Gap down in den Handel starten. Der DAX hat weiterhin Probleme, wichtige Hürden wie die Marke von 23.818 Punkten sowie die vorherige Abrisskante bei 23.970 Punkten zu überwinden bzw. zu erreichen. Solange er darunter bleibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Korrektur noch nicht vorüber ist. Für den Intraday-Handel heute bleibt die Marke von 23.800 Punkten wegweisend. Bleibt der DAX darunter, drohen Rücksetzer bis 23.650.

Fällt er unter das gestrige Tief, rücken 23.550 sowie die markante Unterstützung bei 23.500/470 ins Visier. Ein Schlusskurs darunter wäre ein weiteres Verkaufssignal und könnte die Korrektur beschleunigen. Ein Ausbruch über 23.818 könnte ihn dagegen wieder in Richtung 23.900/930 führen. Auch ein Backtest der Abrisskante bei 23.970/24.000 würde dann wahrscheinlicher werden.

DAX: Weitere Korrektur oder Fortsetzung der Erholung?

Dax-Chart von TradingView

DAX Unterstützungen:

23.768 – SMA100 (daily)

23.655 – Tagestief 08.09.

23.596,98 – Gap 05.09.

23.546 – Tagestief 05.09.

23.507 – Tagestief 03.09.

23.500 – Horizontale

23.482 – Tagestief 02.09.

23.475 – ex Allzeithochs

23.381 – Verlaufstief 01.08.

23.269 – Gap 25.06.

23.100 – Horizontale

DAX Widerstände:

23.807 – Schlusskurs 08.09.

23.818 – 61,8% Retracement

23.830 – Tageshoch 08.09.

23.854 – Tageshoch 05.09.

23.930 – Horizontale

23.970 – Bulle-Bär-Marke

23.990 – Tageshoch 02.09.

24.037 – Gap 01.09.

24.046 – Tageshoch 01.09.

24.063 – Tageshoch 29.08.

Die hier angewandte fundamentale und technische Analyse stellt keine Anlageberatung dar. Es handelt sich auch nicht um Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Wertpapieren und sonstige Finanzinstrumenten. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können eine individuelle Anlageberatung nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Ich halte Frankreich aktuell für den größten Unsicherheitsfaktor.

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