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Dax: Wann kommt der Impuls?

Die Märkte haben nun eine Zinsanhebung der Fed im März eingepreist und sich damit arrangiert, es fehlen derzeit die Impulse für die nächste Bewegung in die eine oder andere Richtung. Nach unten fehlt noch der Wille, nach oben der Anlaß. Belastend wirkt die sich zuspitzende Situation mit Nordkorea aus, auch das Theater um die vermeintliche Abhörung des Trump-Telefons ist nicht eben förderlich..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax zeigte gestern leichte Schwäche – vor allem wegen des Abverkaufs der Deutschen Bank, die fast 8% verloren hatte. Bei den US-Märkten wurde die Trump-Rally in minimalem Volumen rückabgewickelt, Transportwerte, Banken und Nebenwerte (Russell2000) mit Verlusten, nachdem zuvor Goldman Sachs, dann am Wochenende Citigroup und schließlich gestern JP Morgan aufgefallen war, dass die Bewertungen doch ein bißchen hoch seien. Eine spektakuläre Erkenntnis – und die Frage stellt sich, warum das diesen Banken ausgerechnet jetzt aufegfallen ist und nicht schon zuvor, als die Bewertungen ja nicht wirklich niedriger waren?

Wie auch immer: die Märkte haben nun eine Zinsanhebung der Fed im März eingepreist und sich damit arrangiert, es fehlen derzeit die Impulse für die nächste Bewegung in die eine oder andere Richtung. Nach unten fehlt noch der Wille, nach oben der Anlaß. Belastend wirkt die sich zuspitzende Situation mit Nordkorea aus, auch das Theater um die vermeintliche Abhörung des Trump-Telefons ist nicht eben förderlich. Aber reicht das, um eine eigentlich dringend fällige Korrektur einzuleiten, die über die gestrigen Mini-Verluste hinausgeht?

Grundsätzlich ist der Glaube an das große Trump-Wunder ja noch intakt. Wenn, ja wenn, die große Steuersenkung käme, dann wären die Bewertungen der US-Aktien zwar durchaus hoch, aber eben nicht absurd. Wenn das aber eben nicht kommt, dann wären die US-Aktienmärkte so massiv überteuert, dass es fast schon weh tut. Derzeit geht die Trump-Adminsitration die erste Baustelle an: Obamacare. Wann aber die Steuer-Thematik in den Vordergrund rückt, ist noch völlig offen. Und von dieser Frage wird das Wohl und Wehe der US-Aktienmärkte abhängen – käme nur das Trumpsche Infrastrukturprojekt, würde das nicht ausreichen, um die derzeitigen Bewertungs-Nivaus zu rechtfertigen.

Wie auch immer: der X-Dax startet praktisch unverändert, zumal die Vorgaben aus Asien auch nicht wirklich aussagekräftig sind:

Widerstand hat der Dax bei der 12.000er-Marke: gestern startet der X-Dax von dort, kam anschließen unter Druck, lief dann wieder bis zur 12.000er-Marke hinauf, um dann erneut abzuprallen. Gelingt der Sprung über diese Marke, wäre das schon ein gutes Zeichen, das sich dann noch zusätzlich bestätigen würde, wenn der Dax über die Zone 12035/50 steigen würde und damit den Abwärtstrend im kurzen Zeitfenster überwinden würde – dann ein neues Jahreshoch sehr wahrscheinlich über der 121000er-Marke.

Auf der Unterseite ist dagegen Unterstützung das gestrige Tagestief bei 11920 Punkten, bevor dann der Gap-Bereich zwischen 11860 (obere Kante) und 11835 (untere Kante) ins Blickfeld geriete. Insgesamt gehen wir aber eher davon aus, dass der Dax wie auch die US-Indizes heute seitwärts laufen..

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