Aktien

Dax: Wann kommt die Bewegung?

FMW-Redaktion

Gestern der Tag des Terrors, aber die Aktienmärkte in den USA und der Dax bleiben davon seltsam unberührt. Anders als die Märkte für Staatsanleihen, etwa die 30-jährige US-Staatsanleihe mit dem größten Renditerückgang seit August, die 10-jährige mit dem größten Rückgang der Rendite seit zwei Wochen. Die Anleihemärkte nehmen die Vorfälle in Ankara und Berlin also sehr wohl zur Kenntnis, der Euro verliert wegen Berlin und fällt unter die 1,04er-Marke.

Heute keine wichtigen Daten, die Bank of Japan lässt die Geldpolitik unverändert, ist aber für die Wirtschaft optimistischer, weil der Export und die Industrieproduktion anzögen. Auch der Trend in Sachen Inflation scheint zu stimmen, aber das nicht wegen der Geldpolitik der Bank of Japan, sondern weil mit der Wahl von Donald Trump weltweit die Inflationserwartungen steigen. So oder so war das vielleicht die Wende in Japan, es könnte perspektivisch jetzt darum gehen, die Geldpolitik wieder etwas zu straffen.

In China weiter Turbulenzen am Anleihemarkt, die 10-jährige Staatsanleihe des Landes steigt auf 3,5%, die Banken suchen händerringend am Geldmarkt nach Liquidität, dementsprechend die Laune an Chinas Aktienmärkten überschaubar, nur der Nikkei weiter im Vorwärtsgang nach einer Erholung des Dollar-Yen:

Shanghai Composite -0,48%
CSI300 -0,60%
ChiNext +0,09%
Hang Seng -0,45%
Nikkei +0,53%

Der X-Dax startet mehr oder weniger unverändert über der 11400er-Marke:

dax20-12-16

Erste Unterstützungen bei 11375 und 11360, kritischer für den Dax aber würde es erst, wenn der Bereich um 11310 unterschritten würde mit wahrscheinlichen weiteren Abgaben dann bis 11220 Punkte. Darunter dann die 11140er-Marke als letztes Auffangbecken, dessen Unterschreiten den Dax dann wieder auf das Ausbruchsniveau um die 10800/10830er-Zone bringen würde.

Aber all das ist noch Zukunftsmusik, der Index handelt in Sichtweite des Hexensabbat-Hochs vom Freitag, der nächste relevante Widerstand bei Überwindung des Freitagshochs wäre in der Zone 11475 Punkte:

dax20-12-162

Derzeit scheint die Aktienmärkte nichts anzufechten, die Vola beim Stoxx600 (VStoxx) ist so gering wie seit 2014 nicht mehr:

vstoxx

Also keinerlei Bedenken, keine Unsicherheit, kann nichts schief gehen. Diese Haltung findet ihre scheinbare Bestätigung in der Aufwärtsbewegung von über 1000 Punkten beim Dax ohne nennenswerte Korrektur. Auf gegenwärtigem Nivau scheint uns ein Einstieg auf der Long-Seite nach der langen Gewinnstrecke riskant, Shorties sollten auf erste Schwäche warten, bevor sie in den Markt einsteigen. Die nächste Bewegung wird dynamisch werden..



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1 Kommentar

  1. Die anleihemärkte sind überverkauft.es findet eine gewisse konsolidierung statt,das hat nichts mit terror zu tun.nennen sie mir bitte ein beispiel,wo terror nachhaltig die märkte beeinflusst hat.berlin ist,so schlimm die tat auch war,keine sekunde lang ein grund für die märkte zu reagieren.

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