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Dax: War das ein Fehlausbruch? Nervosität im frühen Handel..

Keine Frage: der Dax ist nervös am heutigen Hexensabbat – schon im frühen Handel ungewöhnliche Bewegungen. Denkbar ist, dass sowohl in den USA als auch beim heimischen Dax ein Interesse größerer Player besteht, die Indizes gedeckelt zu halten zum Abrechnungstermin..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Gestern schien der Dax mit dem Sprung über das Jahreshoch bei 12100 Punkten den Ausbruch geschafft zu haben. Aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab, und nun steht der Dax da, wo er vor der Fed und den Wahlen in Holland auch schon gestanden hatte. Also faktisch ein Nullsummenspiel. Oder sogar ein Fehlausbruch?

Das ist angesichts des heutigen Hexensabbats alles andere als klar. Denkbar ist, dass sowohl in den USA als auch beim heimischen Dax ein Interesse größerer Player besteht, die Indizes gedeckelt zu halten zum Abrechnungstermin. Jedenfalls fehlten gestern die Käufer, die den Ausbruch beim Dax hätten weiter voran treiben können.

Oder ist es doch die langsam einsetzende Ernüchterung über den neuen großen Führer Donald Trump, die die Aktienmärkte erfasst hat? Denn die Bilanz von Trump ist bisher mehr als ernüchternd: die Ersetzung von Obamacare funktioniert nicht, der Einreisestopp ist gestoppt, die Abhör-Vorwürfe gegen Obama nicht bestätigt, und dazu hat Trumps Budgetplan offensichtlich keine Chance auf Realisierung. Da liegt doch die Frage nahe, wie es dann mit den Lieblingsprojekten der Wall Street – Steuerreform und Infrastruktur-Investitionen – aussieht. Trump ist jetzt in der unangenehmen Situation, mit der politischen Realität konfrontiert zu werden, und stellt fest, dass man mit „alternativen Fakten“ zwar twittern, aber eben keine Politik machen kann. Merkel dürfte heute jedenfalls auf einen ziemlich mies gelaunten Trump treffen!

Und langsam muß Trump liefern, sonst verliert die Wall Street ihren kindlichen Wunder-Glauben an den Messias. Neben der Großbaustelle Obamacare muß sich Trump jetzt mit den Demokraten bis zum 28.April auf die Anhebung der US-Schudlenobergrenze einigen – das Thema Steuersenkung ist für 2017 wohl fast schon gelaufen, gleichwohl mit unverbrüchlicher Zuversicht in den Kursen der US-Indizes eingepreist. Die große Korrektur ist dann fällig, wenn die Wall Street die Steuerreform erst einmal wieder auspreist.

Der X-Dax startet aufgrund eher mauer Vorgaben aus Asien etwas tiefer:

Und die Nervosität vor dem heutigen Verfall ist schon greifbar – vorhin ging es beim X-Dax plötzlich gut 20 Punkte nach unten in wenigen Sekunden, und das ohen dass sich die US-Futures stärker bewegt hätten:

Weiter die 11915/20er-Zone als dicke Unterstützung, darunter die 11860 und 11835, also alles beim Alten. Aber auf der Oberseite hat der Dax während der gestrigen Gegenbwegung nach dem Fall knapp unter der 12100er-Marke nun neuen Widerstand ausgebildet. Da muß er also drüber, sonst geht der Blick Richtung Süden..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    17. März 2017 09:18 at 09:18

    Und nicht zu vergessen: Die Meuterei innerhalb der EZB.
    Ob Super-Mario Ende des Jahres noch so unbeschwert fliegen kann?
    Shanghai hin oder her, es zeichnet sich hier ein interner Eklat ab!

    • Avatar

      schau mer mal

      17. März 2017 14:16 at 14:16

      Häufig ein guter Kontraindikator. ;-) Mal schauen…

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