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Dax: Warten auf Trump, der Tag danach – und das Hoffnungs-Tier Mensch

Was passiert, wenn die Hoffnung weitgehend erfüllt ist? Bekanntlich ist der Mensch ein Hoffnungs-Tier, und nichts ist schlimmer für dieses Tier als das Fehlen von Hoffnung!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Neben der umgeschwenkten Fed ist es vor allem die Hoffnung auf eine Lösung im Handelskonflikt zwischen den USA und China, die die Kurse in den letzten Wochen nach oben getrieben hat. Nun aber heißt es: „Butter bei die Fische“, jetzt muß die Hoffnungs-Rally also mit Substanz gefüllt werden!

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Das Idel-Szenario: Abschaffung aller wechselseitigen Zölle, also Friede, Freude, Eierkuchen. Eintrittswahrscheinlichkeit eher gering.

Das Konsens-Szenario: Verschiebung der Deadline 01.März auf einen entweder definierten Folgetermin – oder, aus Sicht der Märkte besser – Verschiebung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Dazu Gesten des guten Willens Chinas, also Kauf von endlos vielen US-Landwirtschaftsprodukten etc.

Das Katastrophen-Szenario: kein Deal, Erhöhung der Zölle am 01.März – das würde die Märkte komplett auf dem falschen Fuß erwischen mit einer explosionsartig anziehenden Volatilität!

Nehmen wir an, es tritt das Konseens-Szenario ein – was passiert dann an den Märkten? Gibt es Gewinnmitnahmen, weil all das eingepreist ist nach dem Motto „buy the rumor sell the fact“. Oder bringt das einen weitere Schub nach oben, weil die Katastrophe verhindert wurde? Wir tendieren hier eher zur ersten Variante: Gewinnmitnahmen, aber doch kein starker Abverkauf.

Aber gleichwohl stellt sich dann die Frage: welches Hoffnungs-Motiv können die Märkte denn nun aus dem Hut zaubern? Denn bislang marschierten die Märkte hinter dieser Hoffnung her wie der Esel hinter der Karotte: Die globale Konjunktur säuft ab? Macht nichts, Hauptsache die USA und China machen einen Deal, so lautet bisher das Mantra. Die inzwischen eher dovishe Fed dürfte nun inzwischen wohl auch eingepreist sein, also woher kommt dann das nächste Hoffnungs-Motiv, das die immer weiter fallenden Erwartungen für die Unternehmensgewinne kaschieren könnte? Was kann von der stark steigenden Rezessions-Wahrscheinlichkeit ablenken?

Mithin ist also die Frage: was passiert morgen, wenn die Hoffnung weitgehend erfüllt ist? Bekanntlich ist der Mensch ein Hoffnungs-Tier, und nichts ist schlimmer für dieses Tier als das Fehlen von Hoffnung!

Der Dax jedenfalls hat seine Hoffnung noch nicht verloren! Aber was kommt morgen bzw. dann am Montag?


(Chart durch anklicken vergrößern)

Entscheidend heute sind also die „leaks“, wie die Gespräche laufen – und dann natürlich das Treffen zwischen Trump und Liu He um 20.30Uhr..

 

Von Human_evolution_scheme.svg: M. Gardederivative work: Gerbil (talk) – Human_evolution_scheme.svg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8858092

14 Kommentare

14 Comments

  1. Avatar

    Macwoiferl

    22. Februar 2019 10:06 at 10:06

    Hoffnung auf Exit vom Brexit.
    Hoffnung auf das zweite Halbjahr.
    Hoffnung auf Draghi, Powell, Bank of Japan.
    Hoffnung auf Treffen Trump mit xxx.
    Hoffnung auf Tax Reform 2.0
    Hoffnung auf die unbekannten Strippenzieher, die jetzt im ersten Halbjahr sagen: Es MUSS steigen, egal wie und warum.
    Hoffnung auf Frühling und damit mehr Autokäufe.
    Hoffnung auf Hoffnung.
    Hoffnung auf Bla-Bla.
    Bla-Bla, das macht noch mehr Hoffnung.
    Für Hoffnung gibt es immer einen Grund.
    Für steigende Kurse ebenso, wenn die Hintermänner sagen: es MUSS jetzt sein.

  2. Avatar

    Columbo

    22. Februar 2019 10:24 at 10:24

    Hoffnung haben-Aktien kaufen.
    Keine Hoffnung haben-Gold kaufen.
    Nichts haben-Nichts kaufen.

  3. Avatar

    Borout

    22. Februar 2019 11:16 at 11:16

    Es knallt so richtig hoch , wenn es einen ungeregelten , harten Brexit gibt . Man darf nicht so rational denken , Herr Fugmann. Dann klappt´s auch mit den Gewinnen an der Börse.

    • Avatar

      Michael

      22. Februar 2019 11:38 at 11:38

      @Borout, leichter gesagt, als getan. Wie soll ein rational-vernunftmäßg denkender Mensch aufhören, so zu denken? Nicht soviel Zeit im Wasser verbringen, Herr Fisch…
      Das klingt so, als müsste man etwas bescheuert sein, um an der Börse Gewinne zu machen. Was wiederum vielleicht gar nicht so von der Hand zu weisen ist ;)

    • Avatar

      Koch

      22. Februar 2019 11:45 at 11:45

      Seit die Gelddrucker sich die Weltbörsen durch feindliche Übernahmen einverleibt haben,kommt man mit DENKEN überhaupt nicht mehr voran!Nur eine Vitamin-B-Beziehung zu einer Sekretärin im Notenbankbereich ist noch zielführend.Also versuche ich mein Glück mal als Loverboy und treibe mich demnächst verstärkt im Frankfurter Ostend herum.

  4. Avatar

    Prognostiker

    22. Februar 2019 11:53 at 11:53

    Wie man so sagt ,DIE BESTE ALLER WELTEN, mindestens für Aktien u.Immo-Besitzer, während für die Normalos jede schlechte Wirtschaftsnachricht Existenzängste auslösen dürfte, werden die SCHONHABENDEN mit immer steigenden Vermögen belohnt.Die Umverteilungsmaschine der Notenbanken
    läuft solange bis das gemeine Volk mit den gelben Westen daherkommt.
    ( Anmerkung ,ich bin Profiteur u.nicht neidisch)

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    Juza

    22. Februar 2019 12:41 at 12:41

    Also ich denke die Aktienmärkte gehen nach oben, weil die Verkäuferseite einfach dünn ist und die meisten einfach abwarten. Und ein paar risikofreudige Anleger kaufen. (Deshalb auch kaum Liquidität in den Märkten). Nebenbei war letztes Jahr ein negativ für alle Indizes – und es gibt sehr selten 2 negative Jahre in Folge an den Börsen.
    Und falls es einen Rutsch nach unten gibt, springen die Notenbanken ein.

    Rein von den Fundamentalwerten in Japan, EU, China, USA und den Gewinnerwartungen der Einzelaktien sind die Indizes deutlich überbewertet – doch wohin sonst mit dem Geld? :-)

  6. Avatar

    Beobachter

    22. Februar 2019 12:56 at 12:56

    @ Koch, eigentlich braucht es keine Insider, wir wissen in der Zwischenzeit Alle was die machen,
    die Frage ist nur, OB DIE WISSEN WAS SIE MACHEN ? u.langfristig verursachen.

  7. Avatar

    Altbär

    22. Februar 2019 13:05 at 13:05

    @Juza, u.die Endjahresrally hat es ja auch immer gegeben nur 2008 nicht. Also je schlechter die Wirtschaft, desto höher die Aktienkurse ( Firmenwerte) u.steigende Preise für Hochrisikoanleihen.Wo sehen sie dann etwa das Ziel, oder anders gefragt, wie schlecht müsste dann die Wirtschaft laufen, dass der DJ die 50 000
    erreicht?

    • Avatar

      Juza

      22. Februar 2019 14:09 at 14:09

      Also Altbär, ich sehe das so: wie wir nun sehen wurde das Wirtschaftswachstum der letzten Jahre ausschließlich mit der Notenpresse erkauft, ansonsten würde es nicht auf so wackeligen Beinen stehen. Je schlechter die Wirtschaft läuft, desto mehr wird dem mit Hilfe der Notenbanken entgegengesteuert. Somit gibt es (anscheinend) keinen Grund für fallende Kurse (auf Jahressicht). Aber eher so in Richtung DJ 28k oder 29k. 50k erscheint mir recht hoch ;-)
      Ausnahme: es gibt einen größeren Knall aufgrund einer Kettenreaktion, Auslöser hierfür gibt es ja genug (Brexit, Italien, Japan-Exporte, Handelskrieg, …) – erscheint aber unwahrscheinlich in diesem Jahr. Eher 2020 oder noch wahrscheinlicher erst ab 2021.
      PS: das alles ist eine aktuelle, persönliche Einschätzung. Niemand kann wissen was der nächste Tweet bring … LOL

  8. Avatar

    Hesterberg

    22. Februar 2019 13:48 at 13:48

    Gemach, gemach! Der Mega-Crash ist nicht mehr aufzuhalten. Wir können in aller Ruhe auf ihn warten. Die Realisten sind short oder warten an der Seitenauslinie. Nach dem Warnschuss im Dezember ist die Bullenherde wieder zurück auf der Weide und sonnt sich in Unbekümmertheit. Solange noch die Sonne scheint, können die Bullen in der ihnen eigenen Sorglosigkeit dem Herannahen der Sintflut nicht gewahr werden. Und wenn die großen Wassermassen dann auf sie zurollen, können sie nicht mehr schnell genug rennen. So war es schon immer und so wird es wieder sein.

  9. Avatar

    Macwoiferl

    22. Februar 2019 15:19 at 15:19

    @Hesterberg:
    Wann soll es crashen? Wo? Warum?
    In den USA? Dort wird Trump ALLES dransetzen, dass es NICHT crasht. Zur Not das Militär.
    Denn die Amerikaner sind Aktienfreaks. Da MUSS es steigen für Donald, den dumpfbackigen Diktator.
    In Europa? Hier wird die Notenpresse gerade wieder angeworfen.
    China? Gerade wurde eine Ladung Helikoptergeld über dem Land verteilt.
    Brexit = löst sich in Wohlgefallen auf.
    Was hier immer nicht verstanden wird:
    KEIN Politiker der Erde – ich wiederhole: KEIN Politiker der Erde wird: jemals eine Entscheidung GEGEN die Märkte treffen.
    Mein Tipp: Dow 30.000 bis zur Wiederwahl Trumps. Dax 14.000.
    Die Bullen werden noch Jahre grasen und sich dick und rund fressen in der Sonne!!

    • Avatar

      Hesterberg

      22. Februar 2019 16:06 at 16:06

      Ich schließe es nicht aus, dass Sie Recht behalten.

  10. Avatar

    Prognostiker

    22. Februar 2019 20:47 at 20:47

    @Macwoiferl, Sie glauben also, dass Trump der erste Mensch wäre dem es gelingt den Konjunkturzyklus
    zu verlängern, u.das nach mehrjähriger kreditgetriebener Hausse ?
    FMW hatte kürzlich eine Aussage von ich glaube Ewald Mises erwähnt:
    Es gibt keinen Ausweg einen kreditgetriebenen Boom ohne Kollaps zu beenden.H. Fugmann könnte den Spruch sicher hervorholen.

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Bitcoin

Dow 30.000 Punkte, Bitcoin mit Aussicht auf 20.000 – Ideen für Pfund und Hewlett Packard

Redaktion

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Der Dow Jones ist diese Woche über 30.000 Punkte geklettert, ein Rekordhoch! Die aktuelle Lage und die Aussichten bespricht Manuel Koch im folgenden Video mit einem Experten. Ebenfalls ein wichtiges Thema im Video ist die seit Wochen vorhandene Euphorie im Bitcoin, auch wenn die Volatilität groß ist. Hier sei die Chance auf einen Anstieg Richtung 20.000 Dollar vorhanden (aktuell 17.192 Dollar). Aber dann könne es bei dieser runden Marke aus psychologischen Gründen zu Gewinnmitnahmen kommen.

Auch im Video besprochen werden aktuelle Handelsideen der trading house-Börsenakademie. Das britische Pfund könne man gegen den US-Dollar kaufen über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Ebenso könne man derzeit über eine Stop-Buy-Order auf steigende Kurse in der Hewlett Packard-Aktie setzen. Beide Ideen werde im Video konkret begründet.

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Aktien

Aktienmärkte: Die 8-Billionen-Dollar Bombe – 20%-Korrektur voraus

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der USA haben ein Klumpenrisiko – sie sind eine Bombe, die entschärft werde auf Kosten einer heftigen Korrektur. Das sagt nicht ein sogenannter „Crash-Prophet“, sondern der eher als „Dauer-Bulle“ bekannte Hans. A. Bernecker. Alle Indizes der amerikanischen Aktienmärkte seien extrem überkauft, getrieben vor allem in den letzten Monaten durch die Tech-Werte. Bevor dann ab dem 09.November mit der Pfizer/BioNTech-Meldung über den Impfstoff eine gewaltige Rotation erfolgte – raus aus Tech, rein in die sogenannten Value-Werte (die jedoch in vielen Fällen eigentlich alles andere als „value“ sind). Man wechselt also von einer Überbewertung in die andere, und dabei entfernen sich die Aktienmärkte immer mehr von der ökonomischen Realität.

Aktienmärkte: Nach dem Entschärfen der Bombe kommt die Erholung

Der Hype der Aktienmärkte, so Hans Bernecker, sei vor allem von Kleininvestoren getragen gewesen (die sogenannten „Robinhooder“). Das alles erinnert an die Euphorie des Jahres 1987, der dann im Oktober diesen Jahres ein gewaltiger, wenn auch nur kurzfristiger Absturz folgte. Nun aber gebe es eine Schwachstelle: das seien extrem überbewertete Aktien wie eine Tesla mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 500 Milliarden Dollar, die nun ein großer Hedgefonds-Manager geshortet habe. Es werde nun, so Bernecker, bald eine heftige Marktbereinigung geben bei den großen und marktschweren Titel der amerikanischen Aktienmärkte, die alleine acht Billionen Dollar auf die Waage bringen.

Wann kommmt der Einbruch? Eher zeitnah, meint Bernecker. Es handele sich dabei um eine Markt-Bereinigung, der dann jedoch wieder eine Aufwärtsbewegung folgen werde. Sehen Sie hier die Aussagen des „Altmeisters“ Bernecker:

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Die überbewrteten Aktienmärkte der USA als Bombe, die bald entschärft wird

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Finanznews

Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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