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Dax: Warten, dann zuschlagen..

Die Zeit bis Mitte Dezember ist historisch gesehen eher mau für die Aktienmärkte, bevor es dann ab Mitte des Monats wieder sehr viel freundlicher wird und es dann ja fast immer zu einer Jahresendrally kommt. Es wäre alles andere als erstaunlich, wenn es auch in diesem Jahr so kommt..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax handelt faktisch seit Anfang/Mitte November in einer Seitwärtsrange zwischen 12800 und 13200 Punkten. Das alles trotz des Höhenflugs der Wall Street, wo Indizes wie der Dow Jones fast täglich neue Allzeithochs erreichten. Mit der nun wahrscheinlich bald beschlossenen US-Steuerreform werden jedoch die Karten neu gemischt, die US-Tech-Werte, also die großen Gewinner des Jahres 2017 (wie Amazon und Konsorten) werden verkauft, vor allem Finanzwerte werden dagegen gekauft, weil diese von der US-Steuerreform profitieren bzw. von deren Auswirkung (Anstieg der Inflation, Ansteig der Zinsen, Deregulierung etc.). Für den Dax kännte das etwa bedeuten: eine Infineon oder SAP wird verkauft (die ja beide sehr gut gelaufen sind), während man etwa eine Deutsche Bank oder Commerzbank zukauft – so dürften es größere Player machen, steht zu vermuten.

Sehen wir uns einmal den Dax an – das geht rauf, runter, wieder rauf, wieder runter, also im Grunde richtungslos. Das konnte man als Range-Handel spielen, aber die ganz große Bewegung ist nicht gekommen. Mal wurde nach unten angetäuscht, mal nach oben – allerdings wohl eher öfter nach oben:


(Chart durch Anklicken vergrößern!)

Also scheint völlig unklar zu sein, wohin die Reise geht – doch wir sehen derzeit auf der Unterseite die größeren Chancen, und zwar schon deshalb, weil in den nächsten Tagen die gewohnte Unterstützung der von Rekord zu Rekord eilenden Wall Street entfallen dürfte. Dort nämlich dürfte eine Konsolidierung einsetzen, die Märkte sind in der Hoffnung auf die US-Steuerreform massiv gestiegen, nun steigen sie nicht mehr, nachdem die Tatsache US-Steuerreform mehr oder weniger sicher eingetreten ist. Es bewahrheitet sich jetzt also wieder das alte Sprichwort „buy the rumor, sell the fact“ (kaufe das Gerücht, verkaufe die Tatsache).

Dazu kommt jetzt ide eher ungünstige Saisonalität: die Zeit bis Mitte Dezember ist historisch gesehen eher mau für die Aktienmärkte, bevor es dann ab Mitte des Monats wieder sehr viel freundlicher wird und es dann ja fast immer zu einer Jahresendrally kommt. Es wäre alles andere als erstaunlich, wenn es auch in diesem Jahr so kommt: vor Mitte Dezember wird ein bißchen rumgezappelt, man sucht und findet Argumente, warum der Markt jetzt zu teuer sei, warum die US-Steuerreform doch nicht so gut sei. Es geht dann etwas weiter nach unten, bevor dann die nächste Bewegung nach oben einsetzt und die Argumente der Vorwoche wieder vergessen sind. Nach dem Motto Adenauers: „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern!“.

So oder so: wir sehen den Bruch der 12900er-Marke als Auftakt für eine weitere Korrektur beim Dax, die dann deutlich unter das Verlaufstief der Vorwoche (knapp über der 12800er-Marke) führen wird. Dieses von uns favorisierte Szenario wäre nur bei einem deutlichen Überschreiten der Marke bei 13200 Punkten obsolet. Also warten, dann zuschlagen..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    baeuerin

    5. Dezember 2017 08:58 at 08:58

    „““ Für den Dax kännte das etwa bedeuten: eine Infineon oder SAP wird verkauft „““
    Ja aber Hr.Fugmann…
    kopieren Sie event.meinen Post von vorhin?
    Aber sie geben mir wenigstens das Gefuehl,das ich auf der richtigen Spur bin!
    Aucg die dt.Kapitalertragssteuer har es dieses Jahr noch in sich!!
    NaechsterHalt in dieser Woche:
    125xx Points

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