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Dax: Warum das Scheitern des Operetten-Gipfels Trump-Kim ein Problem sein wird!

Faktisch verschlechtern sich mit dem Scheitern des Gipfels die Chancen auf einen irgendwie gearteten Handelsdeal zwischen den USA und China!

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Da ist scheinbar etwas schief gelaufen! Keine gemeinsame Abschlußerklärung, Absage des geplanten gemeinsamen Mittagessens – das Treffen Trump-Kim endet in einem  Desaster!

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Vermutlich ist der Grund die mangelnde Empathie der Amerikaner und inbesondere Trumps, die zu gewissen Realitäts-Verlusten führt: warum sollte Kim Yong Un genau das aus der Hand geben, was für ihn und sein Regime die einzige echte Lebensversiung ist? Die Atombombe zu besitzen ist ein Instrument, das den Amerikanern Respekt einflößt und damit Kim vor einem Schicksal bewahren kann, wie es Gaddafi erlitt.

Rein formal scheiterten die Verhandlungen – so die Aussage Trumps soeben – daran, dass Nordkorea die Abschaffung aller Sanktionen gefordert hatte, was die Amerikaner wiederum nicht wollten, weil sie dann eines zentralen Druckmittels abhanden gekommen wären.

Wichtiger aber ist, was aus dem Scheitern des Gipfels Trump-Kim folgen wird! Denn Trump war in seinem Ton gegebüber China auch deshalb so freundlich, weil er unbedingt den PR-Triumph haben wollte: er, The Donald, schafft das, was Generationen an US-Präsidenten vor ihm nicht geschafft hatten – Freiden in Korea. Der Präsident als Superman, das war und ist die eigentliche Motivation Trumps, dem die koreanische Halbinsel ansonsten herzlich egal sein dürfte (Berichten zufolge war er noch bei Amtsantritt auch nicht ansatzweise in der Lage, auf einer Weltkarte zu zeigen, wo Nordkorea überhaupt liegt..).

Mithin ist das also ein Scheitern der Trumpschen Allmachtsfantasien, und das wird Auswirkungen haben auf seinen Umgang mit China: der US-Präsident wird Peking vorwerfen, dass sie ihren Vasallen Kim nicht anständig auf (US-)Linie gebracht haben und daher weniger geneigt sein, das stete Schauspiel aufzuführen, das er in den letzten Wochen aufgeführt hatte und damit die Aktienmärkte nach oben pushte: dass alles ganz toll laufe mit den Chinesen und ganz ganz bald sicher ein ganz toller Deal zustande kommen werde.

Wir sind aber deutlich weiter weg von einem solchen Deal als die Märkte glauben, das hat gestern durch die Blume auch Lighthyzer klar gemacht – es wird so etwas wie einen finalen Desal nicht geben können, das ist vielmehr ein langwieriger Prozeß mit Höhen und Tiefen, ein Thema für ein ganzes Jahrzehnt. Die Märkte aber meinen, man bekomme einen Deal und könne dann endlich das leidige Thema abhacken..

Faktisch verschlechtern sich mit dem Scheitern des Gipfels also die Chancen auf einen irgendwie gearteten Handelsdeal zwischen den USA und China! Genau dieses optimale Szenario aber ist in den Märkten voll eingepreist, was einmal mehr die nicht unerhebliche Fallhöhe zeigt, die die hochfliegenden, über-optimistischen Aktienmärkte nun aufgebaut haben.

Heute im Fokus das US-BIP (14.30Uhr) – und man darf gespannt sein, wie die Wall Street das Scheitern Trumps wertet..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Strategie-Azubi

    28. Februar 2019 09:55 at 09:55

    Meine Meinung als Strategieanfänger:
    1. Das Drehbuch dieser Verhandlungen schreiben die Chinesen als Schirmherren der Koreaner.
    2. Die Taktik ist , den Donald ins Leere laufen zu lassen.
    3.Da er innenpolitisch angeschlagen ist, wird die Position der Chinesen im Handelskrieg gestärkt.
    4. Donald wird lernen müssen, dass man im Leben nicht Alles ( wie z.B schöne Frauen ) kaufen kann.

  2. Gixxer

    28. Februar 2019 10:14 at 10:14

    „warum sollte Kim Yong Un genau das aus der Hand geben, was für ihn und sein Regime die einzige echte Lebensversicherung ist? Die Atombombe zu besitzen ist ein Instrument, das den Amerikanern Respekt einflößt und damit Kim vor einem Schicksal bewahren kann, wie es Gaddafi erlitt.“
    Das dem so ist, wird gerade wieder eindrucksvoll in Venezuela gezeigt.
    Wäre ich Kim, würde ich da auch nicht nachgeben.

  3. Hesterberg

    28. Februar 2019 13:00 at 13:00

    Trump hat als Dealmaker komplett versagt. Als Baulöwe konnte er für ihn gute Deals mit Geld und Macht erpressen. In der Politik funktioniert dieses System weniger gut bis gar nicht. Ein guter Deal ist nur dann ein guter Deal, wenn die Interessen beider Seiten in einer erkennbar angemessenen Form Berücksichtigung finden. Eine solche Betrachtung ist Trump nicht zu eigen. Dass ihn seine Verhandlungspartner zudem mehr und mehr als Schaumschläger erkennen, dem jegliche Verlässlichkeit fehlt, macht das Zustandekommen von Deals noch unwahrscheinlicher. Die Chancen für eine Übereinkunft im Handelsstreit mit China dürften derzeit irgendwo zwischen Null und weniger als Null liegen.

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Und wen erschwischt es dabei besonders? Dreimal dürfen Sie raten, richtig, die Deutsche Bank. Den deutschen Branchenprimus traf es im ersten Quartal besonders deutlich. Das Geldhaus erscheint bei Refinitiv nicht mehr unter den ersten zehn Topadressen bei Fusionen und Übernahmen in Deutschland, in früheren Zeiten eine Unmöglichkeit. Man glaube zwar im Gesamtjahr wieder zulegen zu können, gerade nach einer Fusion mit der Commerzbank. Aber…..?

Auch das Geschäft mit Börsengängen (IPOs) ist im ersten Quartal richtiggehend eingeschlafen. Das Geschäft mit Aktienemissionen brach laut Refinitiv um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Zuletzt hatte Volkswagen den Börsengang seiner Nutzfahrzeugsparte unter dem Namen Traton abgesagt.

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