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Dax: Warum das Seitwärtsgeplänkel ein Ende findet

Warum das Seitwärtsgeplänkel im Dax ein Ende findet

Es tut sich derzeit nicht viel im Dax. Seit dem Anstieg über die runde 16.000er Marke pendelt der Index in einer engen Seitwärtsrange hin und her. Im gestrigen Handel konnte das deutsche Börsenbarometer zwar ein neues Rekordhoch bei 16.104 Punkten markieren. Allerdings gelang es den Bullen nicht, das hohe Niveau über die Ziellinie zu bringen. Einsetzende Gewinnmitnahmen zum US-Börsenstart haben den deutschen Leitindex unter Druck gebracht. Dieser ging schließlich kaum verändert bei 16.040 Zählern aus dem Handel.

Der Dax präsentierte sich zuletzt äußerst stabil oberhalb der 16.000er Marke, kann aber an die Dynamik der Vorwoche nicht mehr anknüpfen. Das dürfte sich jedoch heute ändern. Sowohl die Inflationszahlen als auch die zahlreichen Quartalszahlen deutscher Unternehmen könnten zu einem Ausbruch aus der engen Range führen. Ein nachhaltiger Rutsch unter 16.000 Punkte dürfte eine Zwischenkorrektur einleiten, während ein Anstieg über 16.100 Zähler neue Rekorde mit sich bringt.

News und Konjunkturdaten

Am heutigen Tag stehen Inflationsdaten aus China, Deutschland sowie den USA im Fokus. In der Nacht wurden bereits die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China veröffentlicht. Der Verbraucherpreisindex für den Oktober liegt bei 1,5% (Prognose 1,4%; vorher 0,7%), während der Erzeugerpreisindex bei 13,5% notiert (Prognose 12,4%; vorher 10,7%). Hierzulande liegen die Verbraucherpreise weiterhin auf einem hohen Niveau von 4,5% im Oktober. Um 14:30 Uhr folgt dann noch die Teuerungsrate aus den USA. Analysten gehen von einem erneuten Anstieg auf 5,8% aus (vorher 5,4%). In der Kernrate dürften die Verbraucherpreise von zuvor 4,0% auf 4,3% zulegen. Zudem erscheinen zeitgleich die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Danach folgen um 16:30 Uhr auch noch die US-Rohöllagerbestände.

Vor allem die Inflationsdaten könnten heute für Schwung in dem zuletzt trägen Dax sorgen. Insbesondere dann, wenn die Zahlen für Oktober höher als erwartet ausfallen sollten. Dadurch dürfte die Diskussion um eine früher als von Experten prognostizierte Zinserhöhung wieder an Fahrt gewinnen.

Darüber hinaus stehen frische Geschäftszahlen auf dem Programm. So berichten aus dem Dax der Sportartikel-Hersteller Adidas, der Versicherer Allianz, der Energiekonzern E.ON, der Chiphersteller Infineon und der Energietechnik-Konzern Siemens Energy über das dritte Quartal.

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Dax: Wo heute die wichtigen Marken für den Handelstag liegen

Der Dax pendelt weiterhin zwischen zwei wichtigen Extensionszielen bei 16.040 und 16.130. Ausgehend von diesem Niveau dürfte bald eine Zwischenkorrektur einsetzen. Im frühen Handel hat der Index zum vierten Mal die Unterstützung bei 15.993 getestet. An der Unterkante der Range ist er zunächst nach oben abgeprallt. Sollte er jedoch darunter fallen, trifft er im Bereich von 15.930 auf eine Kreuzunterstützung (EMA200, Pivot S2). Hier ist mit einer Gegenreaktion zu rechnen. Gelingt es dem Dax im Anschluss nicht die 16.000er Marke zurückzuerobern, könnte sich die Zwischenkorrektur bis 15.850/800 ausweiten.

Oberhalb von 15.993 bleibt der Dax bullisch und dürfte seine Seitwärtsphase fortsetzen. Überwindet er den Pivot Punkt bei 16.040, wäre Platz bis 16.087. In der Zone zwischen 16.090 und 16.104 dürfte die Luft wieder dünner werden. Springt der Index über das gestrige Tageshoch, dann könnte er noch das Extensionsziel bei 16.130 erreichen, bevor ihm langsam die Puste ausgeht.

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Dax Ausblick: Ende der Seitwärtsbewegung? 16.000er Marke im Fokus

Dax Unterstützungen (US)

15.993 – mehrfache US

15.930 – Pivot S2 + EMA200

15.849 – zuvor WS

15.824 – Tagestief 02.11.

15.800 – Ausbruchslevel

15.725 – horizontale US

15.688 – Gap 29.10.

Dax Widerstände (WS):

16.043 – 127,8% Ext.

16.087 – horizontaler WS

16.104 – Tageshoch 09.11.

16.130 – 161,8% Ext.

16.181 – 200% Ext. (Tief 14.816; D1)

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