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Dax: Warum fällt er heute so stark?

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Der Dax kommt heute unter Druck und fällt auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen – und das ohne jegliche Nachrichten, die als Bergündung für fallende Kurse herhalten könnte! Aber es passiert nun scheinbar das, was eigentlich zu erwarten war: die Märkte werden nervöser vor dem Termin 15.Dezember, an dem Trump die neuen Strafzölle gegen China erheben könnte – womit dann nicht nur sämtliche Importe der USA aus China bezollt würden, sondern vor allem auch Konsumgüter betroffen wären (was der Durchschhnittsamerikaner dann deutlich spüren würde).

Die Märkte wollen nun Klarheit – eingepreist ist mindestens eine Verschiebung der Zölle, wenn nicht gar deren Absage durch Trump. Je länger aber der US-Präsident sich in Schweigen hüllt und ansonsten, wie gestern einmal mehr, nur die Plattitüde „die Gespräche laufen gut“ wiederholt, werden die Aktienmärkte sich nicht beruhigen. Man quengelt gewissermaßen im Vorfeld, um den US-Präsidenten unter Druck zu setzen, nach dem Motto: „mach das nicht!“

 

Eines scheint klar: einen Deal wird es bis zum 15.Dezember nicht geben, aber Trump könnte es eben einmal mehr schaffen, mit weichgespülten Botschaften die Märkte zu beruhigen. Tenor: man brauche noch etwas Zeit, aber sei sich schon fast einig. Fast.

Wie die Dinge stimmungsmäßig stehen zwischen China und den USA zeigt folgende Aussage des chinesischen Aussenministeriums: die USA seien ein großer Lügner und Verbreiter von Lügen – wohl unter Anspielung der Haltung der Amerikaner in Sachen Uiguren:

 

Charttechnisch ist der Dax an relevanten Widerstandszonen gescheitert – und könnte nun bis in den Bereich 12450 Punkte korrigieren, mithin also die untere Begrenzung des Trendkanals testen:

 

Offenkundig werden nun die euphorischen Privatanleger aus dem Markt gekegelt, die mit der Jahresendrally fest gerechnet hatten. Saisonal ist die Handelswoche vor Mitte Dezember in der Regel eher ungünstig, bevor dann häufig die Jahresendrallly einsetzt (das Vorjahr war da eine ziemlich signifikante Ausnahme, ausgelöst durch die Kommunikation der Fed mit dem Begriff „Autopilot bei der Bilanzreduzierung).

Mit den besser als erwarteten ZEW-Daten kann sich der Dax wieder etwas erholen – aber die entscheidende Frage auch für den deutschen Leitindex lautet: eskaliert der Handelskrieg weiter? Gerade für Deutschland als Export-fixiertes Land wäre das der worst case..

Der Dax ist heute unter Druck

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Übelkeit

    10. Dezember 2019 11:40 at 11:40

    Charttechnik machen die News. Nicht umgekehrt. Mal von 9/11 abgesehen.

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    Katja Wohmann

    10. Dezember 2019 12:33 at 12:33

    Sobald die Notenbanken mit gedrucktem Geld nicht sofort kaufen, fallen die Indexe – weiss doch inzwischen jeder, nicht? Die Börsenkurse haben schon lange fast nichts mehr mit der Realität zu tun und ist nur noch ein Spiel der Länder mit ihrem gedruckten Geld. Kauft China, kauft die EZB auch, um am Schluss wenigstens entwas von der eigenen Zone retten zu können.
    Was passiert mit den Käufen, wenn die Kurse purzeln? Nichts, einfach nichts, denn die Notenbanken haben keine Gläubiger die ihnen eine Insolvenz androhen könnten. Deshalb lässt der SNB-Präsident jeden wissen der ihm zuhört, dass es nie mehr eine hoche Rezession geben werden, da man immer dank dem Wegfall der Golddeckung alles aufkaufen könne.

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    Altbär

    10. Dezember 2019 13:34 at 13:34

    Und Alle die meinen die SantaKlaus-Rally u.die Endjahresrally komme sowieso , auch wenn es vorher um 1000% gestiegen wäre, könnten wieder auf dem falschen Fuss ( Naive Gehirnhälfte ) erwischt werden.
    War doch 2018 auch so. Die Dummheit der Börsianer korreliert mit der Blödheit gewisser Staatspräsidenten.
    Herr Fugmann , gibt es da einen Chart u.von welcher Firma ist er ?

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      Markus Fugmann

      10. Dezember 2019 14:17 at 14:17

      @Altbär, einen Chart vom Dezember 2018?

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        Altbär

        10. Dezember 2019 15:20 at 15:20

        @ M.Fugmann, ich meinte ob es einen Chart gebe ,wo man die Korrelation der genannten Eigenschaften sehe ? Sie kennen doch sicher eine Firma die über fast alles Charts hat.
        Wenn nicht , verlasse ich mich wieder auf die Wirtschaftszahlen, dann liege ich sicher falsch.
        Gruss aus der Höhle

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    susiklatt

    10. Dezember 2019 14:47 at 14:47

    und warum steigt der DAX jetzt wieder so stark?

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    susiklatt

    10. Dezember 2019 14:48 at 14:48

    und warum steigt er jetzt wieder so stark?

  6. Avatar

    barthez72

    10. Dezember 2019 14:48 at 14:48

    Die Charts sind doch von CAPITAL.COM !!! 😉

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Rüdiger Born: Bewegung bei Indizes, Euro und Gold

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Zur Action in den Aktienindizes will ich mich im folgenden aktuellen Video äußern. Bei Euro vs US-Dollar will ich eine mögliche Bodenbildung ansprechen. Die aktuelle Aufwärtsbewegung wirkt nicht besonders schwungvoll. Und beim Gold, da ist richtig was los. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Wall Street: Markus Koch zum „turnaround“ Dienstag

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Kommt heute an der Wall Street der „turnaround tuesday“? Also die Rally nach dem gestrigen Abverkauf? Donald Trump himself hat die Wall Street indirekt aufgefordert, jetzt einzusteigen. Tut sie das? Oder erleben wir nur einen „dead cat bounce“?

Dazu Markus Koch mit seinen Einschätzungen:

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Aktienmärkte: Trump rät Wall Street nach Abverkauf zum Einstieg

Donald Trump gibt der Wall Street heute ein klares Signal zum Einstieg – es wäre eine Überraschung, wenn die Botschaft Trumps ungehört verhallen würde..

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Die Aktienmärkte haben bekanntlich gestern eine Art „schwarzen Montag erlebt – der Dow Jones verlor etwas mehr als 1000 Punkte, das war der zweitgrößte Punktverlust in der langen Geschichte des Index. Die Aktienmärkte – und hier insbesondere die Wall Street – hatten die ökonomischen Auswirkungen des Coronavirus auf die leichte Schulter genommen und dabei die vorherigen Warnsignale vom Anleihemarkt (gestern größter Rückgang der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe seit dem Jahr 2016 – die Renditen waren jedoch schon zuvor deutlich unter Druck geraten als Zeichen der Flucht in sichere Häfen) sowie vom Devisenmarkt (Dollar-Stärke) und Rohstoffmarkt ignoriert.

Ein zentraler Auslöser war, dass die amerikanische Seuchenbekämpfungsbehörde CDC 53 Fälle von Infizierungen mit dem Coronavirus (inklusive der Passagiere der „Diamond Princess“, die zurück in die USA überführt worden waren) gemeldet hatte. Die Angst ging nun auch an der Wall Street um, dass die Pandemie auch auf die USA übergreifen könnte.

Für US-Präsident Trump sind das beunruhigende Nachrichten – schließlich reflektiert der Dow Jones aus seiner Sicht ein Barometer für seinen Regierungs-Erfolg. Nun weilt der US-Präsident derzeit in Indien, aber gleichwohl ist bekannt, dass der US-Präsident die US-Aktienmärkte und insbesondere den Dow Jones engmaschig verfolgt. Was Trump bekanntlich nicht gebrauchen kann, ist ein fortgesetzr Abverkauf der Aktienmärkte – also griff „The Donald“ zu seinem Smartphone und versicherte twitternd, dass das Problem mit dem Coronavirus vollständig unter Kontrolle sei:

„The Coronavirus is very much under control in the USA. We are in contact with everyone and all relevant countries. CDC & World Health have been working hard and very smart. Stock Market starting to look very good to me!“

Es passiert nicht oft, dass ein US-Präsident Empfehlungen indirekt oder direkt zum Einstieg in die Aktienmärkte gibt (sein Vorgänger Obama bildete da auch eine Ausnahme, als er kurz vor dem Tiefpunkt nach der Finanzkrise ebenfalls zum Einstieg geblasen hatte). Aber damit nicht genug: wie sehr das Thema Aktienmärkte und ihr gestriger Abverkauf Trump bewegt, zeigte sich heute erneut: vor Reportern in Indien sagte der US-Präsident, dass die Aktienmärkte so oder so steigen würden, wenn er die Wahlen gewinnt. Wenn allerdings nicht, würden die Märkte so crashen „wie niemals zuvor“. Eindeutiger kann man als Politiker die eigene Karriere-Entwicklung wohl kaum mit den Finanzmärkten verknüpfen. Und dann ergänzte Trump beiläufig, dass man ja sehr viel Geld ausgebe zur Bekämpfung des Coronavirus (die US-Regierung will dafür Gelder im Volumen von zweieinhalbb Milliarden Dollar bereits stellen).

Kurz zuvor auch der Auftritt von Trumps cheerleader der Aktienmärkte – also von Larry Kudlow. Gegenüber der „Washington Post“ sagte Kudlow:

“The coronavirus will not last forever. The US looks well-contained and the economy is fundamentally sound. If you’re a long term investor, you should seriously consider buying these dips.”

Da wird also viel ins Feld geführt seitens der Trump-Administration. Die Botschaft an die Wall Street und seine mächtigen Banken ist klar: laßt uns jetzt nicht hängen! Das erinnert ein bißchen an den herben Abverkauf im Dezember 2018, als US-Finanzminister Mnuchin ein paar Anrufe bei den großen Banken-Playern der Wall Street tätigte – und wenig später schossen die amerikanischen Aktienmärkte nach oben.

Vielleich kann man es so sagen: wir wären durchaus überrascht, wenn die Wall Street das Signal von Trump und den Seinen heute ignorieren würde. Ziemlich überrascht..

Trump fordetr die Wall Street zum Einstieg in die Aktienmärkte auf

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