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Dax: Was alle glauben tritt meist nicht ein! Warum Trump keinen Waffenstillstand braucht..

Was eingepreist ist an den Märkten – und was nicht!

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Das Chartbild des Dax sieht derzeit auffallend anders aus, als das der US-Indizes:


(S&P orange, DAx schwarz; Chart durch anklicken vergrößern)

Der Dax hat die Rallys am Dienstag und Mittwoch (nach der Powell-Rede) überhaupt nicht mitgemacht – offenkundig interessiert sich der deutsche Leitindex – anders als die Wall Street – nicht wirklich für die Fed-Politik. Dagegen scheint einzig und allein das Thema Handelskrieg im Vordergrund zu stehen beim Dax – der Handelskrieg USA-China, aber eben auch der Trumpsche Handelskrieg gegen Europa, der derzeit nur durch einen fragilen Waffenstillstand auf Eis gelegt ist, bald aber wieder „heiß“ werden dürfte mit der sich abzeichnenden Einführung von US-Zöllen auf Autos aus der EU.

Solange dieses Damoklesschwert nicht beseitigt ist, wollte der Dax eben auch die Wall Street-Party nicht mitfeiern und sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen – nach wie vor handelt der Index im kurzfristigen Abwärtstrendkanal und verengt derzeit seine Handelsspanne, was wiederum auf eine impulsive Bewegung hindeutet, die zeitnah (Montag) ansteht:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Nun ist die Frage: hat der Dax gute Gründe, die Party der anderen nicht mitzufeiern? War es nicht der Dax (und andere Indizes), der besonders ab Juni (Handelskrieg) bereits Schwäche zeigte und damit der Wall Street voraus war, die dann erst im Oktober einbrach?

Jedenfalls wird es jetzt echt heiß: der Dax hat nun mehrfach die 11270/80er-Zone verteidigt, wirkt aber dennoch irgendwie zittrig. Kein Wunder: wie die neueste Umfrage der Deutschen Börse zeigt, sind die Profis so stark auf steigende Kurse eingestellt wie seit 12 Jahren nicht mehr (und sitzen dabei auf nicht realisierten Buchverlusten mit ihren Long-Positionen), dass Anstiege schwierig werden, während ein Bruch des bisherigen Jahrestiefs eine Kaskade von Stop losses auslösen dürfte.

Also angstvolles Starren auf den G20-Gipfel! Ein wirklicher Deal zwischen den USA und China scheint ausgeschlossen, eher – wie das Wall Street Journal gestern berichtete – ein überbrückender Waffenstillstand, bei dem die Amerikaner auf die Erhöhung der Zölle ab dem 01.Januar zunächst verzichten.

Das ist die Erwartung, die nun in den Märkten eingepreist ist: keine Lösung, sondern die Verschiebung des Problems, aber – und das ist für die Märkte die Hauptsache – eben auch keine weitere Eskalation. Vielleicht kommt es so.

Vielleicht aber auch nicht. Denn die Konsensmeinung war nicht sehr zuverlässig in den letzten Jahren. Trump? Keine Chance bei den Wahlen 2016. Brexit? Nein, die Briten werden schon drin bleiben. Es kam dann bekanntlich anders. Und es kann diesmal auch anders kommen, denn was hat Trump zu gewinnen bei einem Waffenstillstand? Trump sieht die Chinesen unter Druck, die brauchen, so meint er, eine schnelle Lösung, während er mit den Zöllen gut leben kann. Also gar kein Handlungsdruck für Trump, und wenn der Gipfel ohne Ergebnis verstreicht, wird der Druck für die Chinesen immer höher – nicht aber für Trump. Ein Waffenstillstand in „Kriegen“ entsteht immer dann, wenn beide Parteien wissen, das sdie Krädteverhäktnisse ausgeglichen sind – aber Trump wähnt sich stretgisch im Vorteil bei diesem Krieg..

Jedenfalls wäre ein solcher Kompromiß (keine Anhebung der Zölle ab 01.Januar gegen chinesische Reformversprechen) auch nicht gerade typisch für die Mentalität Trumps – und genau deshalb hegen wir ein starkes Mißtrauen gegenüber der Konsensmeinung..

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Sabine

    3. Dezember 2018 12:39 at 12:39

    Das klingt ja jetzt mal anders.
    a) USA will die Weltmachtstellung behalten. Zumindest bei den US-First-Leuten. Nicht bei Obama, Buzsch- und Clinton-Clan. (Die Globis)
    b) Bei einem Handelskrieg China-US verlieren beide.
    Hier hieß es hier oft, Trump, der Idiot, wird sich nur ins eigene Fleisch schneiden bzw. den US. Die Chinesen wird es nicht jucken. Jetzt kommt raus, daß US den längeren Atem hat.
    c) Denn Chinas Wirtschaft lebt nur von immer neuen Welt-Krediten durch das weltweite Gelddrucken. Dorthin sind die Milliarden geflossen. Wenn das stoppt, bricht die Wirtschaft wie ein Kartenhäuschen zusammen.
    Irlmaier sagt vor 1950, das Geld wird auf einen Schlag wertlos. (–> für Bayern sagt er es – wegen der Vernetzung wohl aber auch weltweit…)

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Gegensätzliche Botschaften: Anleihemärkte und Aktienmärkte! Marktgeflüster (Video)

Heute jede Menge schlechter Nachrichten aus dem Unternehemenssektor – Dax und Wall Street unter Druck

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Heute jede Menge schlechter Nachrichten aus dem Unternehemenssektor: gestern FedEx mit der Warnung, dass die Weltwirtschaft weiter Probleme habe, heute dann der Absturz von Bayer nach dem Monsanto-Urteil in den USA, dann die Gewinnwarnung von BMW, und schließlich die pessimistischen Aussagen der Schweizer Großbank UBS. All das sorgt dafür, dass der zuletzt so euphorische Dax heute unter Druck kommt, die an Fed-Tagen normalerweise starke Wall Street ebenfalls mit Verlusten. Heute entscheidend die Aussagen der Fed – wird dsie die dovishen Erwartungen erfüllen? Im Vorfeld geben die Anleihemärkte und die Aktienmärkte völlig gegensätzliche Botschaften..

Link zum heutigen Live-Webinar (18.55Uhr): https://www.youtube.com/watch?v=DkIKInaSAjQ

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Warum steigt die Wall Street – oder wer kauft hier eigentlich?

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Die Wall Street steht vor einer ungewöhnlichen Quartalsbilanz (Q1 2019).

Wer hätte dies nach dem Dezember geglaubt, bei dem man im Vergleichsmaßstab schon bis ins Jahr 1931 zurückgreifen musste, so stark waren die Kurse gefallen.

 

Aktuelle Umfrage von Bank of America / Merrill Lynch

Eine Umfrage bei dieser Bank unter 239 Fondsmanagern mit einem Gesamtanlagevolumen von 664 Milliarden Dollar ergab, dass diese so wenig Geld in Aktien investiert haben, wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Nur noch drei Prozent seien in Aktien übergewichtet (im Vergleich zum Index), im Oktober lag diese Zahl noch bei 22 Prozent, im November sogar bei 31 Prozent.

Der Befragung zufolge rechnen noch 28 Prozent dieser Investoren damit, dass die Gewinne der Unternehmen weiter sinken müssten. Wer hat also gekauft?Das dürften in erster Linie Hedgefonds gewesen sein, die angesichts einer grottenschlechten Performance im Dezember (auch angesichts ihrer horrenden Gebühren für Anleger) stark unter Druck stehen und eine Shortsqueeze ausgelöst haben dürften.

Dann natürlich die US-Konzerne, die mit ihren Buybacks in den ersten Monaten nochmals richtig zugeschlagen haben. Ein kurstreibendes Verfahren mit allerlei Nebenwirkungen für das Investitionsklima im Lande, welches zusehends Politikern missfälllt und vielleicht bald zu entsprechenden regulatorischen Regelwerken führen könnte. Mit dabei dürfte der Kleinanleger in bestimmtem Umfang sein, der bei Kursanstiegen in den Markt gezogen wird, als immer wiederkehrendes FOMO (Fear of missing out), sozusagen.

 

Ist dies ein gutes oder schlechtes Zeichen für den Markt?

Sowohl als auch. Denn einerseits ist noch genügend Kapital für die US-Aktienmärkte vorhanden, anderseits könnten diese Großinvetoren auch mal Recht haben. Dafür spricht auch ganz einfach die Mathematik. Bei Fortführung der Hausse, ohne substanzielle Korrektur, müssten die Kurse im Jahresverlauf astronomische Höhen annehmen. Dies bei einer sich spürbar abschwächenden Weltwirtschaft und einer Hausse im Endstadium (11. Jahr Aufschwung).

Nicht sehr realistisch, oder?

 

CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=243386

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Märkte vor der Fed: Rüdiger Born

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Aus dem Studio des japanischen Fernsehens (wie jeden Mittwoch) gibt Rüdiger Born wieder seine Einschätzung zu den Märkten. Wie immer unterhaltsam – auch kulturell 🙂

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