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Indizes

Dax: Was ins Laufen gekommen ist, ist schwer zu bremsen

Das Momentum liegt nach dem gestrigen Bullen-Lauf im kurzen Zeitfenster nun auf Seiten der Bullen..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Hurra, der Dax lebt noch! Gestern eine Art Befreiungsschlag nach der vorherigen Depression, und nun geht es mit Schwung nach oben! Dabei schwankt vor allem die Wall Street von einem Extrem ins Andere mit Extremwerten beim Relative Stärke Index und anderen Kennziffern (siehe dazu den heutigen Videoausblick). Im Wesentlichen haben wir es an der Wall Street mit einem Short Squeeze zu tun: vor allem jene Aktien, die stark geshortet worden waren, sind gestern deutlich gestiegen.

Dennoch: die US-Indizes haben sich nun entschieden, dass es zunächst einmal keine neuen Tiefs geben wird. Wenn die Bullen einmal ins Laufen kommen, tranpeln sich alles nieder, was sich in den Weg stellt. Und das bedeutet: die Reise nach oben kann durchaus weiter gehen, wenngleich es mit großer Wahrscheinlichkeit sehr volatil bleiben wird – so wie zuletzt beim Dow Jones, der in zwei Tagen 1200 Punkte verloren hat und gestern dann 500 Punkte zulegen kann.

Nun suggerieren sich die Märkte: eigentlich ist doch alles in Ordnung, wir haben ein bißchen übertrieben mit unserern Sorgen in Sachen Fed (daher wird heute das FOMC-Protokoll sehr wichtig!) und Handelskrieg, das Wesentliche ist doch, dass die Zahlen der Unternehmen gut sind. Und hier war die Reihenfolge der US-Berivhtssaison sehr günstig: erst die US-Banken, die in Sachen Handelskrieg und Fed eher nichts zu verlieren haben, dann Versicherungen (United Health), gestern dann die starken Zahlen von Netflix, die man nun als Paradigma für die Berichtssaison der Tech-Werte zugrunde legt (zu Unrecht!). Faktisch hat man sich bislang also die Sahnestücke des Kuchens ausgesucht, die Brösel aber kommen noch (vor allem Apple).

Aber dennoch: was ins Laufen gekommen ist, ist schwer zu bremsen. Daher hat der zuvor stark überkaufte Dax im kürzeren Zeitfenster durchaus noch weiteres Potential über die Stationen 11860/65, die Zone 11890/11910 bis hinauf auf die 12040/45:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Wir erleben jetzt also eine Gegenbewegung gegen den Abverkauf, und selbst diese Gegenbewegung kann die Charts der Indizes noch nicht reparieren, dafür ist charttechnisch zu viel Schaden angerichtet worden. Aber das Momentum liegt nach dem gestrigen Bullen-Lauf im kurzen Zeitfenster gleichwohl auf Seiten der Bullen..

 


By Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33112184

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    17. Oktober 2018 10:13 at 10:13

    Na ja, das stimmt schon, aber die FED sollte aufpassen, nicht zu weit vorzupreschen im Verhältnis zum EUR, da unser Bundesbankladen sowieso gesagt hat, frühestens ab Juni/September 2019 könnten wir darüber nachdenken, die Zinsen zu erhöhen. (Was längst überfällig wäre, sowieso…)

    Ausserdem werden „die“ in Frankfurt sowieso die Briten abwarten.

    Aber, was man doch sehen sollte, prinzipiell gäbe es 3 unterschiedliche Möglichkeiten:
    1. einen harten Brexit
    2. einen weichen Brexit
    3. gar keinen Brexit

    Das mit Nordirland sagt doch aus, dass man offenbar nicht bereit sein dürfte, sich auf Kompromisse einzulassen, da man dann immer noch von der EU anhängig wäre.

    Was wiederum bedeuten dürfte : Ja oder Nein.

    Und , dass ein „harter“ Brexit zu gewissen Konsequenzen führen sollte (drastische Pfund-Abwertung, Einführung von Zöllen, Einführung von Visa-Pflichten gegenüber GB-Bürgern , nebst einer „Neuordnung“ der Handelsbeziehungen zwischen Europa und den Briten usw…)

    Ein Marktchaos gibt´s als „Bonbon“ noch obendrauf … ? Immer dieser Bullenmarkt, 2008 ist doch zu lange her ? ;)

    Nebenbei dürfte dann „Europas Finanzplatz Nr. 1“,London, ziemlich abschmieren, im Endeffekt müssten die Briten dann bei der EU/EZB später „betteln“ gehen.

    Bitte macht das da rückgängig. Die EU/EZB würden dies schon machen, nur der Preis wäre dann gewaltig, der Preis wäre : das britische Pfund.

    Das wäre das Ende des britischen Pfunds, danach wäre Ruhe mit den „Rosinenpickern“, immerhin hätte man dann ein super Umtauschverhältnis EUR /GBP erreicht, hätte doch was ? :D

    Und dies alles wegen „Refugees welcome “ ?

    Das ist wie bei Asterix : Die spinnen , die Briten…

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