Folgen Sie uns

Indizes

Dax: Was ist eingepreist?

Wie viel Abschwung ist bereits eingepreist?

Avatar

Veröffentlicht

am

Der Dax war gestern – anders als die US-Indizes – eher schwach auf der Brust. Noch am Freitag zeigte sich der deutsche Leitindex in Bestform und holte den Abstand zu der Wall Street auf, aber gestern dann wieder der Rückfall:


(Chartvergleich Dax und S&P 500; Dax schwarz; Chart durch anklicken vergrößern)

Woran liegt das? Weil die US-Märkte von einer vorsichtigeren Fed mehr profitieren? Dann hätte der Dax am Freitag nicht so euphorisch auf de Aussagen von Jerome Powell reagiert. Vermutlich waren es schlicht Gewinnmitnahmen nach dem größten Anstieg seit eneinhalb Jahren des Kassa-Dax am Freitag..

Grundsätzlich gilt: die Fed ist von einem klaren Belastungsfaktor nach der Powell-Rede zu einem neutralen Faktor geworden – zwar geht die Bilanzreduzierung weiter, aber eine Zinsanhebung im März ist unwahrscheinlicher geworden. Dazu die scheinbar bessere Stimmung zwischen den USA und China, sichtbar in der Einladung des nordkoreanischen Sonnengotts Kim nach Peking – ein Geschenk an Trump, der auch diese Baustelle lösen will. Das dritte Großthema, nämlich die Rezessionssorgen, sind jedoch nicht kleiner geworden durch die Gewinnwarnung von Samsung heute Nacht.

Mithin besteht aufgrund der (temporären?) Entspannung in Sachen Fed und Handelskrieg in dieser Woche noch die Chance auf weitere Zugewinne – aber in der nächsten Woche kommt die Brexit-Abstimmung (15.01.). Und die US-Berichtssaison beginnt. Es ist zu erwarten, dass dabei die meisten US-Unternehmen zwar noch einmal gute Zahlen für das 4.Quartal melden, aber in ihren Ausblicken deutlich pessimsitischer werden als zuvor. Die Frage lautet daher: was ist durch die sell offs im Oktober und Dezember bereits eingepreist?

So oder so: für die Wall Street wird die Luft nun wieder etwas dünner, wie sind bereits in der ersten großen Widerstandszone beim S&P 500:

Im günstigen Fall besteht noch weitere Luft bis ca. 2620 Punkte:


(Chart: realinvestmentadvice.com; durch anklicken vergrößern)

Und der Dax? Ist klar aus dem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Möglich ist aber zunächst noch einmal ein Rücklauf bis in den Bereich 10670/75 – viel tiefer aber sollte es nicht gehen, wenn der Dax sein kurzfristiges Aufwärtsmomentum beibehlten will. Logisches Ziel auf der Oberseite ist der Bereich 10980 Punkte..


Foto aus der Bargeld-Endverarbeitung. Foto: Deutsche Bundesbank

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Finanznews

Aktienmärkte: Perfekter Sturm? Marktgeflüster (Video)

Avatar

Veröffentlicht

am

Braut sich da für die Aktienmärkte der perfekte Sturm zusammen – mit einem Potential, wie wir es zuletzt im Januar 2018 und im Dezember 2018 gesehen haben? Manches spricht dafür: die extreme Positionierung der Investoren vor allem im US-Tech-Sektor, die mangeldenen Absicherungen (Put-Optionen), der Glaube, dass nichts schief gehen könne, weil die Fed ja als Retter jederzeit bereit stehe etc. etc. Aber nun scheint das Coronavirus vor allem in Südkorea und Japan um sich zu greifen, die WHO zeigt sich zunehmend nervös. Und die Wall Street realisiert, dass auch die amerikanischen Aktienmärkte und die US-Wirtschaft nicht immun sind gegen Schocks (heute der Einbruch beim US-Einkaufsmanagerindex vor allem im Dienstleistungsbereich)..

Werbung: Traden Sie smart mit Capital.com: https://bit.ly/316AkWq

weiterlesen

Aktien

Kommt eine 10% Korrektur bei Aktien? China pumpt Geld, Gold steigt, und zwei Aktienideen

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

China pumpt Milliarden ins Finanzsystem und senkt seinen Leitzins. Das soll helfen gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Manuel Koch bespricht das Börsengeschehen dieser Woche im folgenden Video. Goldman Sachs sieht die Möglichkeit, dass die Aktienmärkte um 10% einbrechen könnten. Gold hat laut Empfehlungen der trading-house Börsenakademie, die im Video besprochen werden, die Möglichkeit auf 1.700 Dollar zu steigen. Die Aktie von Airbus sei eine Short-Idee. Für beide Empfehlungen gibt es im Video konkrete Einstiegsmarken.

weiterlesen

Indizes

Die EZB hat eine Meinung zur aktuellen Hausse am Aktienmarkt

Avatar

Veröffentlicht

am

Von

Die Zentrale der EZB in Frankfurt

Wie viele Kommentatoren gibt es dieser Tage, die kund tun, dass die aktuelle Hausse am Aktienmarkt eine Manie ist, eine reine Gier, ein Trieb der Angst, weil man keine Gewinne verpassen will, usw. Dazu noch billiges Geld von den Notenbanken, die Aktien fast alternativlos machen. Also, alles stumpf rein in den Aktienmarkt? Das Lustige oder auch Traurige ist: Einer der Hauptverursacher dieser Situation meldet sich zu Wort, und sieht das kritisch, was er geschaffen hat. Es ist die EZB.

Es ist eine knochentrockene Aufgabe sich durch den vier Wochen verzögert veröffentlichten Sitzungstext der EZB zu kämpfen. Aber mit einem Tag Verzögerung haben wir uns das angetan. Gestern wurde nämlich der Sitzungstext des EZB-Rats aus Januar veröffentlicht. Und siehe da, man hat auch eine Meinung zum Aktienmarkt. Eigentlich äußert sich die Europäische Zentralbank nicht zu konkreten Entwicklungen am Aktienmarkt. Denn man ist ja ein „neutraler“ Player, und hat nur die Preisstabilität im Blickpunkt? Aber sie äußert sich im aktuellsten Sitzungsprotokoll wie folgt (ins Deutsche übersetzt):

Es sei angemerkt worden (man merkt schon, Protokollanten-Slang), dass der Anstieg des Aktienmarktes nicht mit einer Verbesserung der Gewinnerwartungen (der Unternehmen) in Zusammenhang zu stehen scheint. Wie es auch in den Vereinigten Staaten der Fall zu sein scheint, deute dies auf eine mögliche Abkoppelung zwischen den lebhaften Finanzmärkten und den weiterhin gedämpften Aussichten für die Realwirtschaft hin. Es wurde auf die Aktienmärkte verwiesen, wo der anhaltende Anstieg der Bewertungen nur schwer mit den schwächeren Gewinnaussichten auf beiden Seiten des Atlantiks, den gedämpften Gewinnmargen und der allgegenwärtigen Unsicherheit zu vereinbaren war. Es wurde auch angemerkt, dass höhere Immobilienpreise zu einer Fragilität des Finanzsystems führen könnten, die durch die makroprudenzielle Politik nicht ausreichend berücksichtigt werden könnte.

Dazu kann man nur sagen: Die Diagnose mag zwar richtig sein. Aber dass der Verursacher sich besorgt zeigt über die Folgen seines eigenen Handelns, ist schon bemerkenswert!

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen