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Dax: Was jetzt?

Das ist momentan weder Fisch noch Fleisch beim Dax. Wenn der Index nach unten rauscht, wird er gekauft, steigt er, wird die Luft da oben dann wiederum zu dünn. Wir sind scheinbar derzeit in einer Seitwärts-Schiebephase, der Markt wartet auf den nächsten Trigger für die nächste größere Bewegung..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Was passiert jetzt beim Dax nach dem wilden Ritt gestern? Erst das Abtauchen, dann der Anstieg wegen der Rede von Theresa May – wenn auch die Gründe für die Euphorie um die Rede der britischen Regierungschefin nicht wirklich nachvollziehbar sind: es wird einen harten Brexit geben, so oder so, und ob das für den exportlastigen Dax wirklich so erfreulich ist, darf man getrost bezweifeln!

Der Euro zeigt Stärke nach den gestrigen Aussagen Trumps, wonach ein starker Dollar schädlich sei für die USA – es ist also zu erwarten, dass der Dollar wohl schon sein Hoch gesehen hat, respektive der Euro stärker werden dürfte. Auch das eigentlich kein Grund zum Abfeiern für den Dax.

Die US-Märkte stagnieren weiter, Banken werden dort verkauft (wichtig heute die Zahlen von Citigroup und Goldman Sachs), alles, was die Trump-Rally im Dezember getragen hat, hat jetzt im Januar den Trump-Blues, alles fokussiert sich nun auf den Freitag und die Rede Trumps bei seiner Amtseinführung.

In Asien zieht der Nikkei zum Handelsende nach oben und zieht so die US-Futures mit rauf, Chinas Märkte dürfen nicht fallen, so lange Xi Xinping in Davos weilt:

Shanghai Composite +0,13%
CSI300 +0,39%
ChiNext -1,16%
Nikkei +0,43%

Der X-Dax eröffnet heute nach zwei Handelstagen mit einem Abwärts-Gap zur Eröffnung wieder einmal mit einem Aufwärts-Gap:

Das ist momentan weder Fisch noch Fleisch beim Dax. Wenn der Index nach unten rauscht, wird er gekauft, steigt er, wird die Luft da oben dann wiederum zu dünn. Wir sind scheinbar derzeit in einer Seitwärts-Schiebephase, der Markt wartet auf den nächsten Trigger für die nächste größere Bewegung. Wichtige Bereiche sind nun als Unterstützungen 11480 und das getsrige Tagestief bei 11424, oben die sattsam bekannten Marken 11600/05, 11650 und das bisherige Jahreshoch bei 11694.

Grundsätlich scheint uns, dass die Dinge für die Aktienmärkte nicht einfacher werden, jetzt, da Donald Trump ins Amt kommt. Vorher war viel Hoffnung, jetzt kommt viel Realität, und es wäre nicht das erste Mal, dass Hoffnungen auf die ganz große politische Wende, die dann den ganz großen Wirtschafts-Boom nach sich zieht, sich nicht erfüllen würden. Die Welt wird ab Freitag sicher nicht sicherer, eher viel ungewisser, und normalerweise sagt man doch: Börsen mögen keine Unsicherheit. 2017 aber wird jede Menge Unsicherheit bringen!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    bauer

    18. Januar 2017 10:14 at 10:14

    dieses quartal noch 4stellig…das wird schmerzhaft sein!

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Devisen

Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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