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Dax: Was passiert jetzt nach dem Dollar-Abverkauf?

Noch ist nichts angebrannt, noch fehlt der Druck nach unten, allerdings ist die Luft nach oben auch irgendwie raus. Der Dax mit tieferen Hochs und tieferen Tiefs, normalerweise nicht gerade ein Ausweis von unbedingtem Aufwärtswillen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit stark an, dass der Dax zumindest das Ausbruchsniveau in der Zone 11480 noch einmal testet..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der Dax hat sich gestern eher schlecht als recht gehalten und das Tempo der wieder gestiegenen US-Märkte nicht mitgehen können – der Vorsprung des deutschen Leitindex zum S&P500 ist dahin. Der massive Abverkauf des Dollar zum chinesischen Yuan bringt den Greenback auf breiter Front unter Druck, der Euro-Dollar nun weit über der 1,05er-Marke.

Und das alles trotz einer doch sehr hawkishen Fed gestern, die im FOMC-Protokoll ihtre Besorgnis über ein Überschießen der US-Wirtschaft und der Inflation zum Ausdruck gebracht hat – vor allem dann, wenn die Trump-Regierung massive fiskalische Stimuli starten sollte. Die Fed versteht sich also als Bremsklotz, wenn die Dinge zu schnell laufen – und bei Trump muß bekanntlich alles sehr schnell gehen, reine Impuls-Politik, die erst später nach den Folgewirkungen der eigenen Handlungen fragt (wenn überhaupt).

Nun ist es zuletzt ja so gewesen, dass eine starker Dollar für Risikobereitschaft stand, ein schwacher Dollar für Risikoaversion. Wenn diese Schema bestehen bleiben sollte, könnte den Aktienmärkten also Ungemach drohen. Der Dow Jones mit dem 15.Handelstag in Folge nicht über der 20.000er-Marke (war doch eigentlich ein „no brainer“, oder?), die US-Autoverkäufe stark, aber die nachbörslichen Gewinnwarnungen der großen US-Einzelhändler Macy´s und Kohl´s zeigen, dass dem US-Konsumenten vielleicht doch das Geld nicht so locker in der Tasche sitzt – beide Aktien nachbörslich schwer verprügelt.

In Asien die Vorgaben gemischt, der Nikkei nach dem starken Anstieg des Vortags mit Verlusten, weil Dollar-Yen stark gefallen ist:

Shanghai Composite +0,20%
CSI300 -0,02%
ChiNext -0,36%
Nikkei -0,36%

Sehen wir uns den X-Dax-Start an – er startet mit einem selten gewordenen Phänomen: einem Abwärtsgap..

dax05-01-17

Noch ist nichts angebrannt, noch fehlt der Druck nach unten, allerdings ist die Luft nach oben auch irgendwie raus. Der Dax mit tieferen Hochs und tieferen Tiefs, normalerweise nicht gerade ein Ausweis von unbedingtem Aufwärtswillen.

Damit steigt die Wahrscheinlichkeit stark an, dass der Dax zumindest das Ausbruchsniveau in der Zone 11480 noch einmal testet. Zumal, da erzählt man nichts Neues, die Märkte grundsätzlich überhitzt, überkauft, überoptimistisch sind. Mit der Dollar-Schwäche könnte nun ein Auslöser für eine Korrektur gefunden sein – jedenfalls tendieren wir heute dazu, Erholungen im Dax zu verkaufen..

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    KSchubert

    5. Januar 2017 10:04 at 10:04

    Die Indizes stecken die Dollar-Schwäche erstaunlich gut weg! Ich tendiere dazu, die DAX-Höchstkurse heute wieder deutlich über 10600 zu sehen, wenngleich ich dem aktuellen kurzfristigen Anstieg des Dollars auch nicht wirklich traue…

  2. Avatar

    Toni

    5. Januar 2017 10:29 at 10:29

    Ihre Bemerkung heute Morgen, Risikoaversin = schwacher Dollar habe ich auch schon beobachtet ,was ich aber nicht verstehe ,dass dann jeweils der Euro stark wird ??? D.h. Euro = Fluchtwährung während der Yen in den letzten Wochen die absolut schwächste Währung (neben dem engl. Pfund) ist. Haben Sie dafür eine Eklärung ??? M.f.G

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Januar 2017 10:35 at 10:35

      @Toni, das Pfund ist Brexit-getrieben, der Yen wurde abverkauft wegen der Bank of Japan-Politik; und beim Dollar ist es so, dass wenn die US-Renditen steigen, der Dollar meist steigt, was wiederum anzeigt, dass Gelder von Anleihen in Aktien wandern, zumindest bis die US-Renditen so hoch sind, dass Gelder wieder in Anleihen fließen..

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Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

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Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
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Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

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