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Indizes

Dax: Weihnachtsrally jetzt schon im November

Redaktion

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FMW-Redaktion

Es gibt ja eine klare Tendenz: Weihnachten beginnt sowohl im Einzelhandel als auch derzeit an den Börsen schon im November. Bekanntlich ist die Vorweihnachtszeit an den Märkten meist eine Zeit steigender Kurse, und diese Weihnachtsrally findet daher schon einmal im November statt! Der Dax hat nun den Abwärtstrend seit dem Allzeithoch überwunden, dazu noch den Widerstand bei 11060 Punkten, wo auch die 200-Tage-Linie verläuft:

Dax191115

Denkbar ist, dass der Index nach dem Ausbruch über den Abwärtstrend sowie den 11060er-Widerstand noch einmal zurück kommt auf die 11060er-Marke, um dann wieder nach oben zu drehen. Zu bedenken ist, dass in den USA nächste Woche Thanksgiving ist – und die Woche von Thanksgiving ist in den USA mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (das zeigt die Vergangenheit) eine Zeit steigender Kurse (warum auch immer). Derzeit haben also die Bullen die deutlich besseren Karten!

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Fallende Indizes – was geht da noch? Silber als Idee

Rüdiger Born

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Die Indizes tendieren gen Süden. Was ist da für Trader machbar so kurz vor dem Wochenende? Das schaue ich mir im folgenden Video auch, wie auch Tradingchancen im Silber. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Indizes

Aktienmärkte und die Wirtschaft: Markus Koch zur aktuellen Lage

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte sind derzeit in schwerem Fahrwasser – die Volatilität ist derzeit extrem hoch. Der eigentlich längst eingepreiste Stimulus durch die US-Politik wird immer unwahrscheinlicher vor der US-Wahl, die Fed hält erst einmal die Füsse still und spielt den Ball der Politik zu. Und wenn der nächste Stimulus nicht kommt, wird das die Wirtschaft in den USA deutlich zu spüren bekommen, wie kürzlich die US-Großbanken Goldman Sachs und JP Morgan durch ihre Senkung der BIP-Prognosen klargemacht haben.

Hinzu kommen noch die Sorgen um die nächste Corona-Welle – vor allem in Europa steigen die Infizierungen derzeit deutlich, vor allem in Frankreich, aber auch in UK und Spanien. Markus Koch faßt die aktuelle Lage der Wirtschaft und der Aktienmärkte zusammen – und freut sich nach seiner Rückkehr aus Deutschland auf besseres Internet in den USA..

 

Markus Koch zur Lage der Aktienmärkte und der Wirtschaft

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Indizes

Aktienmärkte: Läßt die Fed wirklich einen neuen Crash zu?

Wird die Fed zusehen, dass ihr ganzes Rettungsgebäude in sich zusammenstürzt, etwa durch die Ausweitung einer Korrektur der Aktienmärkte in einen Bärenmarkt?

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Die Aktienmärkte der USA wanken im September. Die politischen Gegenspieler im amerikanischen Kongress können sich nicht auf ein fünftes Rettungspaket einigen und brechen ihre Verhandlungen auf unbestimmte Zeit ab. Zusätzlich sendet die Federal Reserve Signale, dass sie mit ihren Rettungsmaßnahmen stillhalten will. Gleichzeitig erschweren Covid-19 und weitere Belastungen den wirtschaftlichen Erholungsprozess. Würde man vonseiten der Regierung sowie der Notenbank tatsächlich einem Absturz der Aktienmärkte zusehen?

Aktienmärkte: Die derzeitigen Negativfaktoren

Das fünfte Konjunkturpaket und Maßnahmen der Federal Reserve werden nicht in absehbarer Zeit kommen. So lauten die Hiobsbotschaften für die Aktienmärkte in der heißen Woche nach dem großen Verfallstag. Aber das wäre doch fünf Wochen vor der Wahl eine zerstörerische Haltung von Regierung und Notenbank, die viel der Mühe um die Unterstützung der Corona-geschädigten Wirtschaft konterkarieren könnte. Wird nicht gerade jetzt der so essenzielle Konsum durch das Ausbleiben der Unterstützungsgelder bei einer zweiten Coronawelle dringend gebraucht? Und warum möchte ausgerechnet in dieser Situation Fed-Chef Powell erst einmal die „Füße stillhalten“?

Könnte das nicht heißen, dass es der US-Konjunktur gar nicht so katastrophal geht, um weitere Notmaßnahmen einführen zu müssen? Die Federal Reserve hat bereits drei Billionen Dollar in das System gepumpt. Klar: Powell will Druck auf die Politik ausüben, solange die Coronazahlen nicht deutlich zurückgehen, kann sich der Arbeitsmarkt nicht erholen – ein wenig psychologische Kriegsführung, trotz der Unabhängigkeit der Notenbank.

Durch die Pandemie sind die Arbeitnehmer auf die staatliche Unterstützung angewiesen – und ohne diese wäre die Auswirkung auf den Eckpfeiler der US-Wirtschaft, den Konsum, fatal. Wie sehr die Aktienmärkte nach weiteren Stimuli gieren, konnte man gestern an der Marktreaktion erkennen, nachdem kurz das Gerücht aufkam, die Sprecherin der Demokraten, Nancy Pelosi, würde an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Aber hat der Notenbankchef nicht in jeder seiner Sitzungen betont, dass er alles tun werde, um Wirtschaft und Arbeitsmarkt zu stützen, „whatever it takes“? Und jetzt plötzlich Attentismus?

Die US-Wirtschaft soll im dritten Quartal stark gewachsen sein, auch in Deutschland spricht man schon von einem Quartalswachstum um die acht Prozent. Wie kann man im Übrigen auf die Prognose einer US-Großbank setzen, die im vierten Quartal einen Rückgang des Wachstums von sechs auf drei Prozent prognostiziert? Hat in den letzten sechs Monaten auch nur eine einzige Prognose des Verlaufs der Wirtschaft durch Analysehäuser gestimmt?

Durch die permanente verbale Stütze Powells ist es unglaubwürdig für mich, dass er erst bei einem Einbruch der Aktienmärkte von 30 oder gar 40 Prozent eingreifen würde. Dies entspräche einem Vermögensverlust von über 15 Billionen Dollar, was in etwa einem Sechstel der gesamten Welt- Aktienmarktkapitalisierung entspräche. Ich denke, dass man schon den Eintritt in einen Bärenmarkt zu verhindern versucht.

Wie schnell war die Fed zur Stelle, als es im S&P 500 im Dezember 2018 19,5 Prozent nach unten ging – oder im Corona-Crash, der in 34 Tagen wegen der Fed-Intervention seinen Tiefpunkt erreicht hat. Fedchef Powell kennt sicher die Situation der Unternehmen, die der KMUs, schließlich arbeiten ihm Hunderte Ökonomen aus allen Fedfilialen zu. Genauso ist die Notenbank in Kenntnis aller relevanten Statistiken, die es in den USA gibt. Die Frage ist nur, ob die Zahlen in seiner Strategie eine Rolle spielen und welche Relevanz sie im Psychospiel der Notenbankpolitik innehaben.

Ich bin sicherlich nicht „Fed-gläubig“ und denke, dass die Notenbank die Wirtschaft nicht allein retten kann. Das kann und konnte in der Geschichte noch nie eine Notenbank.

Sie wird aber sicherlich nicht tatenlos zu sehen, dass ihr ganzes Rettungsgebäude in sich zusammenstürzt, etwa durch die Ausweitung einer Korrektur der Aktienmärkte in einen Bärenmarkt .

Fazit

Die (rechtzeitige) Korrektur der Aktienmärkte kommt vielen sicherlich gelegen, vor allem auch der US-Notenbank, die natürlich die überhitzten Indizes insbesondere im Bereich Hightech im Visier hat. Aber auch die hemmungslose Spekulation der neuen Generation RobinHood, die allein mit ihren irrsinnigen Hebeleinsätzen und ihren Millionen Depots den Markt nach oben gezogen haben.

Außer einem, Donald Trump, den ärgert jeder Kursrückgang, weil er die Höhe der Aktienmärkte – egal bei welchem Index – zum Maßstab seiner erfolgreichen Politik hochstilisiert hat. Wenn es dann in den Wochen vor der Wahl, insbesondere vor den großen Fernsehauftritten steigende Kurse gäbe, wäre auch der Amtsinhaber zufrieden.

Jedenfalls bricht jetzt eine wichtige Periode an, der Konsum muss (aus Sicht der US-Administration) am Laufen gehalten, die Arbeitslosigkeit zurückgefahren, die Impfstoffentwicklung wahlkampfrelevant vorangetrieben und die Aktienmärkte vor schweren Rückschlägen bewahrt werden.

Deshalb würde ich bei einem Einbruch von 30 Prozent plus mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es keinen alten und neuen US-Präsident Trump geben werde.

Läßt die Fed einen erneuten Crash wie im März wirklich zu?

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