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Indizes

Dax: Weiter relativ stark? Der Dollar als Signal..

Wenn der Dollar nach oben ausbricht, wird die Jahresendrally wohl ausfallen..

Markus Fugmann

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Der Dax ist zuletzt deutlich stärker gewesen als die US-Indizes – am Freitag kam die Wall Street nach der Rally von Montag bis Donnerstag wieder deutlich unter Druck, während der Dax sich sogar mit einem leichten Plus ins Wochenende verabschieden konnte. Heute eröffnet der X-Dax mit einem kleinen Aufwärts-Gap nach den soliden Verkäufen von Alibaba am „Single Day“:


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Entscheidend ist nun, dass der Dax die Boden-Formation knapp über der 11400er-Marke verteidigen kann – und dann die Widerstände im Bereich 11650 und 11690/95 überbieten kann.

Noch scheint sich der Dax – anders als der Euro – wenig Sorgen um Italien zu machen. Bis morgen muß Italien der EU-Kommission einen geänderten Budget-Plan vorlegen, sonst droht ein Strafverfahren der EU gegen Italien – und gleichzeitig eine Ausweitung der verbalen Schlammschlacht zwischen Rom und Brüssel. Das wiederum aber dürfte dann auch die Risikobereitschaft der Aktien-Investoren dämpfen. Der Euro jedenfalls steht bereits stärker unter Druck und fällt auf den tiefsten Stand des Jahres:

 


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Ein schwacher Euro aber ist nicht so schlecht für die exportlastigen Dax-Konzerne – aber ein Gegenwind für die großen US-Firmen. Daher dürfte der nächste Tweet von Donald Trump in Sachen zu starker Dollar wohl nicht allzu lange auf sich warten lassen. Für die Weltmärkte ist ein starker Dollar ohnehin Gift – wenn der Dollar-Index nun nachhaltig nach oben ausbrechen sollte (was er aktuell versucht!), wäre das nicht gerade positiv für die Aktienmärkte:


(Chart durch anklicken vergrößern)

Dazu dann auch die Unsicherheiten um den Brexit – auch das britische Pfund deutlich unter Druck zu Wochenbeginn. Da sind also Belastungsfaktoren am Werk, die der Dax bislang weitgehend ignoriert – aber die ihm dann doch möglicherweise zeitnah „auf die Füße fallen“.

Damit der Dax weiter Strecke machen kann, muß die Wall Street mitspielen, müssen die US-Indizes zeigen, dass sie richtig Lust auf Jahresendrally haben. Die Saisonalität sowie die nun vermehrt möglichen Aktienrückkäufe der US-Unternehmen sind die maßgeblichen Faktoren, die eine solche Jahresendrally ermöglichen könnten. Aber diese Jahresendrally kann wohl nur dann gelingen, wenn es Signale gibt, dass sich der Handelskrieg nicht ausweiten wird – und das muß ebenfalls Donald Trump ermöglichen mit abmildernden Aussagen in Richtung China.

Derzeit scheint also alles möglich – Italien, Brexit, Handelskrieg sind die dominanten Riskofaktoren. Im kurzen Zeitfenster könnten die Märkte die These spielen, dass der niedrige Ölpreis bei gleichzeitig starkem Dollar die Fed dann defensiver werden lassen könnte..

So oder so: gerade die US-Indizes sind derzeit stark technisch getrieben, daher wird auch das nächste Signal von der Technik ausgelöst. Konkret: der S&P 500 muß über das Hoch der letzten Woche, muß die 2820er-Marke überwinden und damit wieder in den gebrochenen Aufwärtstrendkanal eintauchen – wenn das nicht zeitnah gelingt, fällt die Jahresendrally aus..

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Indizes

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Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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