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Dax: Weiter wie bisher?

Geht alles so weiter wie bisher? Geringe Handelsspanne beim Dax, ein paar Pünktchen rauf, ein paar Pünktchen runter, zwischen 12720 und 12790 Punkten? Der S&P500 hat nun bei den Schlusskursen in den letzten zehn Handelstagen eine Handelsrange von 15 Punkten – weniger als 1%. Nun nehmen die Warnungen vor dieser geringen Volatilität zu..

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FMW-Redaktion

Geht alles so weiter wie bisher? Geringe Handelsspanne beim Dax, ein paar Pünktchen rauf, ein paar Pünktchen runter, zwischen 12720 und 12790 Punkten? Immerhin bei den US-Indies gestern etwas Bewegung, vor allem bei Dow Jones, der kurzzeitig nach unten sackte, nachdem Boeing bekannt gegeben hatte, dass die Testflüge für die neuen 737-Modelle wegen technischer Probleme abgebrochen werden mussten. Aber am Ende des Handels war dann wieder alles wie bisher: die US-Indizes faktisch unverändert. Der S&P500 hat nun bei den Schlusskursen in den letzten zehn Handelstagen eine Handelsrange von 15 Punkten – weniger als 1%.

Nun nehmen die Warnungen vor dieser geringen Volatilität zu – gestern hat der „Bond-King“ Jeff Gundlach gesagt, dass ein VIX unter 10 praktisch immer ein Kauf sei, mithin also die Vola bald ansteigen werde. US-Aktien, so Gundlach, seien zu teuer, während in Europa die Bewertungen noch einigermaßen vernünftig seien. Dazu kommt: die Konjunkturdaten aus Europa sind deutlich besser als in den USA – das ist gut sichtbar im „Macro Surprise Index“ der Citigroup, der die Abweichungen der Konjunkurdaten von der vorherigen Erwartung bemißt: während die Kurve in Europa nach oben geht, ist sie in Sachen US-Konjunktur im freien Fall.

Was kommt heute auf uns zu? Dieselbe Müdigkeit, dieselbe Trance? In Asien der Nikkei mit Gewinnen, China mit Verlusten:

Shanghai Composite -0,45%
CSI300 -0,05%
ChiNext -1,40%
Nikkei +0,39%

Daraufhin startet der X-Dax kaum verändert:

Bislang konnte der Index den seit Anfang Mai bestehenden, also sehr kurzfrsitigen Aufwärtstrend verteidigen – die untere Begrenzung dieses Trends verläuft im Bereich 1272/30 Punkte. Solange diese Linie hält, kann der Dax seinen Blick nach oben richten, der erste leichte Widerstand imm Bereich der 12790er-Marke, dann das Allzeithoch bei 12837 Punkten (dies allerdings nicht auf Xetra-Basis, sondern auf X-Dax-Basis – die Euphorie vom Freitag vor der Stichwahl in Frankreich).

Auch heute wieder wenig relevante Daten (US-Erzeugerpreise, US-Erstanträge), aber spannend werden die Zahlen der bedeutenden US-Einzelhändler Kohl´s und Macy´s. Sie dürften den aktuellen Niedergang der etablierten US-Einzelhandelsunternehmen dokumentieren (auch, aber nicht nur wegen Amazon – das Konsumverhalten ändert sich derzeit!) und daher heute durchaus Markt-bewegende Wirkung haben. Spannend wird auch, wie die Snap-Aktie heute verprügelt wird nach Vorlage der Zahlen gestern nachbörslich.

Ansonsten bleibt die Frage: wo ist der nächste große Impuls?

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    nielsentrading

    11. Mai 2017 11:43 at 11:43

    Ich glaube für die US Indizes und besonders den NDX kann auch Kim Jong Atomraketten abfeuern würde Apple und NDX nicht jucken, würden sogar steigen weil ist dann richtig bullish wird und alle wollen dann Apple Aktien und iPhones ohne Ende kaufen….warum auch immer aber so spielt halt zZ die Musik an den Märkten

    • Avatar

      columbo

      11. Mai 2017 11:53 at 11:53

      Vor allem, weil beim Iphone dann ein Geigerzähler eingebaut wäre.

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Aktienrückkäufe: Warum ich nicht begeistert bin – Werbung

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Lieber Börsianer,

die langjährige Flutung der Finanzmärkte mit dem billigen Geld der Notenbanken hat mittlerweile zu einigen kuriosen Begleiterscheinungen geführt. Weil Geld nichts mehr kostet, verschulden sich einige Unternehmen bis über beide Ohren. Doch statt in Zukunftstechnologien zu investieren, kaufen sie lieber eigene Aktien zurück – Kurspflege nennt man das. Angeblich geschieht das zum Wohle der Anleger, denn durch die Aktienrückkäufe steigen in der Regel auch die Kurse.

Allerdings ist bei hochverschuldeten Unternehmen Vorsicht geboten. Denn bereits ein geringer Zinsanstieg stellt diese Unternehmen vor arge Probleme. Freilich sind nicht alle Aktienrückkäufe schlecht. Wenn sich das Unternehmen die Kurspflege leisten kann und damit Geld an die Aktionäre zurück gibt, ist das oft besser, als das Geld möglicherweise zu Negativzinsen im Unternehmen zu belassen. Doch vor Übertreibungen müssen Sie sich schützen.

Das Spielcasino ist eröffnet

In den USA sind mittlerweile nicht mehr Privatanleger, Pensionsfonds und Vermögensverwalter die größten Aktienkäufer, sondern die Unternehmen selbst. Das freie Spiel von Angebot und Nachfrage wird damit außer Kraft gesetzt. In den vergangenen zehn Jahren gaben die 500 Unternehmen des S&P 500 die gigantische Summe von fünf Billionen Dollar für eigene Aktien aus. Das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt von Japan, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

90% der Unternehmen haben dafür mehr als die Hälfte ihrer Gewinne investiert. Das Geld fließt also nicht mehr in Fabriken, Maschinen, Produkte und Jobs sondern wird für die eigene Kurspflege eingesetzt. Die Big Player erhalten damit den Status Quo und überlassen die Entwicklung neuer Technologien den Start-Ups und der Konkurrenz aus Fernost.

Nicht unbedenklich ist dabei, dass vor allem in den USA ein Teil der Vorstandsvergütung an die Entwicklung des Aktienkurses geknüpft ist. Die Manager tun sich also vor allem selbst etwas Gutes, statt an die langfristige Konkurrenzfähigkeit Ihres Unternehmens zu denken. Wenn Aktien in solch riesigem Umfang zurückgekauft werden, dann handelt es sich um einen ernsten Eingriff in die Preisbildung der betreffenden Aktien.

Apple schlägt besonders gerne zu

Der größte Käufer eigener Aktien ist ausgerechnet Apple. Jetzt könnte man einwenden, dass Apple auch Milliardengewinne erzielt und sich deshalb die Rückkäufe leisten kann. Das ist prinzipiell richtig. Doch selbst Apple übertreibt mittlerweile. Im vergangenen Jahr wurden Anteile im Wert von 72 Milliarden Dollar zurückgekauft. Der freie Cashflow lag deutlich darunter. Selbst die Gewinnmaschine Apple nimmt also mittlerweile Fremdkapital auf, um Aktienrückkäufe zu finanzieren. Das wurde sogar von offizieller…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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