Folgen Sie uns
  • Brokervergleich
  • Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Indizes

Dax: Wenn in China ein Sack Reis umfällt..

Veröffentlicht

am

Wenn in China ein Sack Reis umfällt, dann spürt der Dax die Erschütterung, könnte man salopp formulieren!

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Denn China ist für den Dax wichtiger als die Fed, wichtiger als die Zahlen von Google, Apple oder sonst irgendeiner der großen Firmen dieser Welt. Und die heutigen Einkaufsmanagerindizes aus dem Reich der Mitte zeigen, dass eine Drehung ins Positive nicht zu erwarten ist, wie Zhengsheng Zhong, der den Einkaufsmanagerindex leitend erhebt, formuliert (Hervorhebungen durch FMW):

„In general, China’s economy showed good resilience in April, yet it stabilized on a weak foundation and is not coming to an upward turning point. The Politburo meeting signalled that in the first quarter of this year China had adjusted its countercyclical policy marginally. As pressure on the economy remains in the second quarter, we expect that there will be minor adjustments to the policy but not a turnaround.”

Also trotz der eher schwachen Wirtschaft kein großer Stimulus durch Peking, so die klare Aussage – und wir erinnern uns: seit den Januar-Zahlen zur massiv gestiegenen Kreditvergabe in China hieß das dominante Narrativ an den Aktienmärkten der USA und eUropas: China stimuliert, die Wirtschaft Chinas wird sich daher bald deutlich erholen und damit auch etwa Europa wieder mit nach oben ziehen. Daraus dürfte aber wohl erst einmal nichts werden, zumal alle wichtigen Komponenten des chinesischen PMI rückläufig waren zum Vormonat:

Sind die Märkte, ist vor allem die Wall Street in der Lage, die Widerlegung des eigenen Narrativs einfach auszusitzen`? Blickt man auf die letzten Wochen und Monate, so ist es wahrscheinlich, dass die wild gewordene Bullen-Herde sich wieder ein Argument einfallen läßt, warum das alles auf einmal keine Rolle mehr spielt. Vielleicht zaubert man noch schnell ein neues Hoffnungs-Motov aus dem Hut – etwa, besonders innovativ, die Hoffnung auf den Deal zwischen den USa und China? Fliegen nicht heute Mnuchin und Lighthyzer nach Peking? Extrem gutes Zeichen..

Heute wieder eine Kaskade an Zahlen vvor allem von US-Unternehmen, vor allem natürlich Apple (ab 22.30 bei FMW). Sollte Apple auch ähnlich enttäuschen wie Google, wird die Verdrängung für die Bullen schon schwieriger – da müßte dann schon am Mittwoch die Fed ein Kaninchen aus dem Hut zaubern..

 

Kann der Dax heute das gestrige Tagestief bei 12260/65 Punkten als zentrale, nächstliegende Unterstützung verteidigen?

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Indizes

Aktuell: Trump über China-Zölle, Powell und Draghi

Veröffentlicht

am

Soeben Aussagen von Donald Trump in Sachen Zölle gegen China gegenüber seinem „Haussender“ Fox News – hier die wichtigsten Aussagen des US-Präsidenten in Schlagzeilen:

– China will mehr als wir einen Deal

– werden substantiel zusätzliche Zölle erheben wenn kein Deal

– Deals muß Schutz geistigen Eigentums enthalten

– im Falle zusätzlicher Zölle könnten diese bei 10% statt bei 25% liegen

– China entwertet den Yuan „wie einen Tischtennisball“ („like a ping-pong ball“)

– Plan B mit China wäre, Business mit China zu reduzieren

Und noch Aussagen zu Powell und Draghi:

– Powell macht keinen guten Job

– ich habe hohe Zinsen, während Obama billiges Geld hatte

– ich hätte das Recht, Powell zu feuern – habe aber nicht gesagt, dass ich das tun werde

– Powell macht nichts für die USA, während andere Länder ihre Währung abwerten

– Fed-Politik ist ungesund („insane“)

– die EZB druckt Geld, während Fed Geld entzieht; die USA bräuchten einen Draghi


Und Trump über Google und Facebook auf die Frage nach Kartellverfahren der EU:

– wir könnten Google und Facebook verklagen, vielleicht tun wir das auch (FMW: daraufhin kommen die Aktien der beiden Unternehmen unter Druck)

weiterlesen

Indizes

Handelskrieg, Gewinnwarnungen, Rezession – was tun die Märkte?

Veröffentlicht

am

Von

Der Handelskrieg kommt mit dem G20-Gipfel am Wochenende in Osaka in eine entscheidende Phase – wird es wieder die altbekannten optimistischen Aussagen geben, denen dann aber keine konkreten Taten folgen? Steve Mnuchin hat heute vormittag in einem Interview mit dem US-Finanzsender CNBC wieder Hoffnungen geschürt: der Deal zwischen den USA und China sei zu 90% fertig.

Neben dem Handelskrieg weiter im Fokus ist derzeit auch die Fed: gestern sorgte James Bullard, eigentlich ein ultradovishes FOMC-Mitglied für etwas Ernüchterung bei den Zinssenkungs-euphorischen Märkten, als er eine 0,5%-Zinssenkung für Juli ausschloß. Jochen Stanzl weist in folgendem Interview zurecht darauf hin, dass die Fed gut daran tut, ihr Pulver nicht zu früh zu verschiessen mit zu schnellen Zinssenkungen – dann nämlich würden die Aktienmärkte wahrscheinlich weiter nach oben ausbrechen, während gleichzeitig die Ertragslage der Unternehmen aufgrund der Abschwächung der Wirtschaft immer schlechter wird. Ergo, so Stanzl, wäre die Fallhöhe für die Aktienmärkte dann besonders hoch.

Nun beginnt auch die Berichtssaison für das 2.Quartal – und einige Unternehmen wie die Lufthansa haben schon Gewinnwarnungen ausgesprochen. Das könnte also ein heißer Tanz werden für die Aktienmärkte:

Der Dax ist stark beeinflußt vom Handelskrieg

Foto. Deutsche Börse AG

weiterlesen

Indizes

Jens Weidmann: Seine Wandlung – und der Kampf um die Draghi-Nachfolge

Veröffentlicht

am

Bundesbankchef Jens Weidmann gilt als der stabilitätsorientierte und auch prinzipientreue Notenbanker schlechthin, als Verwalter des geistigen Erbes der deutschen Bundesbank und damit eigentlich nicht als bevorzugter Kandidat für die Nachfolge von Mario Draghi. Bis zur letzten Woche, in der er plötzlich für ihn Ungewöhnliches kommunizierte.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

 

Die verbale Wandlung des Jens Weidmann

Wer hätte diese Worte des Gegners der Nullzinspolitik der EZB erwartet: „Inzwischen hat sich der Europäische Gerichtshof mit dem OMT befasst und festgestellt, dass es rechtens ist. Im Übrigen ist das OMT geltende Beschlusslage“, verbreitete jüngst Jens Weidmann in einem großen Online-Portal. Ausgerechnet zu den Outright Monetary Transactions (OMT), dem Programm, mit dem die Europäische Zentralbank (EZB) notfalls unbegrenzt Staatsanleihen kaufen möchte, um den Zusammenbruch einzelner Euro-Länder unter ihren Staatsschulden und ein Zerbrechen der Gemeinschaftswährung zu verhindern. Dieses Programm wurde zwar bisher nicht aktiv, aber schon seine Existenz (war) dem deutschen Bundesbanker ein Dorn im Auge.

Als einziger Notenbanker im EZB-Rat stimmte Weidmann gegen das Anleihe-Kaufprogramm, wegen der erheblichen stabilitätspolitischen Probleme.

Jens Weidmann weiter: „Die EZB verteile damit in beträchtlichem Umfang Solvenzrisiken zwischen den Steuerzahlern der Währungsunion um.“

Damit verwische sich Geld- und Finanzpolitik, ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für die Glaubwürdigkeit der Notenbanken.

Diese bisherige Ablehnung der Anleihekäufe hatte bislang seine Chancen, Draghi im Oktober als neuen EZB-Chef zu beerben gemindert, wegen des Widerstands der Euro-Südländer, die bei der Vergabe des Postens ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben.

 

Wer wird der Nachfolger von Mario Draghi?

Doch inzwischen hat Bundesbankchef Jens Weidmann die strategische Kehrtwende eingeleitet. Weidmann gilt daher neben dem Finnen Olli Rehn, dem französischen Notenbankchef François Villeroy de Galhau und EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré als aussichtsreichster Kandidat für die Draghi-Nachfolge. Seine Chancen, Mario Draghi als erster Deutscher auf dem EZB-Chefsessel zu beerben, sind diese Woche deutlich gestiegen.

Die Unterstützung der Bundeskanzlerin ist ihm sicher, denn aufgrund der Probleme den Wunschkandidaten Manfred Weber zum EU-Kommissionschef zu machen, dürfte sich die Kanzlerin nun umso mehr für Weidmann als EZB-Chef einsetzen.

 

Der Beigeschmack

Diese Kehrtwende ruft natürlich sofort Kritik hervor. Noch im Herbst hatte Jens Weidmann in einem Handelsblatt-Interview verkündet die EZB-Geldpolitik stehe vor der Normalisierung, Staaten sollten sich auf wieder steigende Zinsen einstellen. Die Staatsanleihekäufe der Notenbank dürften die Fähigkeit der Märkte, verschuldete Regierungen durch höhere Finanzierungskosten zu disziplinieren, „nicht vollends aushebeln“. Weidmann forderte von Italien einen „nachhaltigen Haushalt“ und von allen Euro-Ländern „solide öffentliche Finanzen“. Eine „weitere Vergemeinschaftung von Risiken“ und „Haftung ohne Kontrolle“ lehnte er ab. Sieht so Prinzipientreue aus?

 

Fazit

Egal wer die Nachfolge des scheidenden EZB-Präsidenten Mario Draghi antritt, ob Franzose, Finne oder Deutscher Es scheint so, als ob die „finanzielle Repression“, also die die relative Rückführung der Staatsschulden der EU-Länder im Verhältnis zum jeweiligen Bruttoinlandsprodukt auf Kosten der Sparer noch längere Zeit seine Fortsetzung findet.

 

Die Wandlung des Jens Weidmann

Dr. Jens Weidmann. Foto: Chatham House – Uploaded by Magnus Manske CC BY 2.0

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen