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Indizes

Dax: Wer hätte das gedacht – Deutschland im Zentrum der Weltmärkte!

Wenn die wirtschaftliche Ebbe droht, sieht man, wer nackt gebadet hat..

Markus Fugmann

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An dem, was am Freitag passiert ist, ist zweierlei ungewöhnlich: erstens sorgt normalerweise der Einkaufsmangerindex aus Deutschland von Markit nicht für allzu große Bewegungen an den Märkten – und zweitens sorgen Daten aus Deutschland eigentlich in den letzten Jahren nie für größere Bewegungen an den Weltmärkten. Das letzte Mal, als die Finanz-Welt wirklich auf Deutschland blickte, war in der Griechenland-Krise, war damals also eine politische Situation. Nun aber geht es um die deutsche Wirtschaft als der vermutlich beste Indikator dafür, wie es um den Welthandel und die Weltwirtschaft steht!

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Was wir am Freitag nach den deutschen Eikaufsmanangerindizes sahen, zählt zu den größten Bewegungen seit Jahren an den Anleihemärkten – und das will schon etwas heißen, weil an den Anleihemärkten im Gegensatz zu den Aktienmärkten das große Geld bewegt wird. Es war dann schließlich die Invertierung der 3-monatigen US-Anleihe mit der 10-jährigen US-Anleihe, die den Abverkauf an den Aktienmärkten in Gang setzte – Rezessionsfurcht. Denn ein Blick in die Geschichte zeigt: passiert diese Invertierung bei diesen Anleihe-Laufzeiten, folgte stets eine Rezession (wann das genau passiert, ist nicht zu prognostizieren – in der Regel hebt sich die Invertierung dann mit Einritt der Rezession wieder auf und die Zinskurve versteilt sich wieder).

Das erwischte die Aktienmärkte insofern kalt, als diese ja bislang davon ausgegangen waren, dass man im ersten Quartal 2019 eine kleine Delle sehe, dann aber das alte Wachstums-Muster wieder einsetzen würde. Aber immer mehr Parameter deuten darauf hin, dass da etwas Größeres kommt, dass der Abschwung dauerhafter und heftiger ist als die Aktienmärkten sich vorstellen konnten.

Und damit ist ein zentraler Pfeiler der Aktienmärkte gewissermaßen einsturzgefährdet, weil mit dem Abschwung der Konkunktur auch die Unternehemenszahlen schwächer werden – was inbesondere in den USA die Frage nach der nicht gerade bescheidenden Bewertung der US-Aktienmärkte laut werden lassen dürfte!

Aber auch der Dax ist zuletzt deutlich unter die Räder gekommen und hat in recht kurzer Zeit 500 Punkte verloren:

Nicht zufällig ist der Dax im Bereich der 11800er-Marke gescheitert – dort verlief die Nackenlinie der großen Schulter-Kopf-Schulter-Fomation des Dax..

 

 

Und dann der Abpraller:

 

Wir werden sehen, wie heute (10.00Uhr) der ifo Index ausfällt – sollte er besser ausfallen als erwartet, besteht durchaus Erholungspotential.

Aber eines ist doch auch klar: welche Munition haben die Notenbanken jetzt eigentlich noch? Die EZB „hat fertig“, die Fed wird bis September noch ihre Bilanzsumme reduzieren – oder sie gerät in Panik und senkt die Zinsen vorher. Die Welt muß sich die Frage stellen, was es bedeutet, wenn die Manipulation der Notenbanken immer nur etwas mehr Zeit erkaufen, aber das Grundmuster immer gleicht bleibt, nämlich dass die Schulden deutlich schneller wachsen als die Wirtschaft.

Und wenn eine Rezession kommt, wird es die Zombie-Firmen besonders hart treffen, die nur deswegen noch existieren, weil die Notenbanken das Prinzip der „kreativen Zerstörung“ (Schumpeter) ausser Kraft gesetzt haben. Das aber kann man auf Dauer nicht ungestraft tun – das wird die Lehre sein aus den Eingriffen der Notenbanken!

 

Von Gerd W. Zinke – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=768681

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Finanznews

Aktienmärkte: Die Montags-Rally – und Karl Kraus! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute zunächst stark. Warum? Vermutlich weil heute Montag ist: der Nasdaq hat knapp zwei Drittel seiner Gewinne seit Jahresbeginn am Montag erzielt, die Montage waren in 76% der Fälle positiv. Im Vorergrund standen wieder einmal – in Ermangelung von Impfstoff-Nachrichten – die Stimulus-Hoffnungen, die jedoch ziemlich vage sind. Wohl bis morgen muß ein Deal zwischen den US-Republikanern und den US-Demokraten zustande kommen. Passiert das doch nicht, droht ein zumindest temporärer Rücksetzer für die Aktienmärkte. Der österreichische Schrifsteller und Satiriker Karl Kraus hat einmal formuliert: „Der Sex hält nie das, was die Onanie verspricht“. Das gilt wohl auch für die Stimulus-Hoffnungen der Märkte, daher nach einem starken Beginn schnell Ernüchterung..

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Indizes

Wall Street vor US-Wahlen: Was machen die Aktienmärkte?

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Durch den Anstieg bis über den Widerstand bei 3.494 Punkten (0.76-Retracement) konnte der marktbreiteste Index der Wall Street, der S&P 500, die jüngste Prognose exakt nachvollziehen. Die an den letzten Tagen angelaufene Korrektur verfügt noch nicht über die in Erwartung gestellte Ausdehnung. Hierüber ist indes noch nicht das letzte Wort gesprochen, wenngleich eine Dramatisierung der Ausgangslage nicht zu erwarten ist. Die jüngsten Bewegungen stellen die erste Phase einer größeren Bodenbildungsphase dar. Im Chart habe ich diese Option lediglich angedeutet.

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Ausblick für den S&P 500, den Leitindex S&P 500:

Hervorgerufen durch das mehrfache Überschreiten des 0.76-Retracements (3.494 Punkte) konnte der S&P 500 die erste Unterwelle (i) der übergeordneten Welle (C; nicht dargestellt) ausbilden. Der regelkonforme Abschluss dieser Welle ist noch ausstehend, denn erst durch eine Korrektur (ii), wie diese im Chart dargestellt ist, würde dieser Schritt begangen. Resultierend daraus ist für die sich anschließenden Tage von einem schwächelnden Chartverlauf der Wall Street insgesamt auszugehen. Mit dem Anlauf an das 0.76-Retracement (3.286 Punkte) habe ich im Chart das maximale Ausmaß dieser Korrektur dargestellt.

Der Leitindex der Wall Street, der S&P 500

Aller Voraussicht nach wird sich der Trendverlauf bei Weitem nicht so massiv einstellen. Im Umkehrschluss sollte ein Bruch dieser Supportline vermieden werden, um das beschriebene Szenario nicht in Erklärungsnöte zu versetzen. Das endgültige Aus, für den seit Monaten laufenden Aufwärtstrend, würde indes erste ein eventueller Bruch des 1.62-Retracements (3.178 Punkte) in die Wege leiten.

Fazit:

Die momentane Verfassung präsentiert sich vielleicht etwas schlechter, als es gerechtfertigt wäre. Ein erneutes Signal ist noch nicht in Sichtweite..

Dow Jones, der älteste Index der Wall Street:

Der dienstälteste Aktienindex der Wall Street, ja sogar der Welt konnte mit der Performance, welche sich an den zurückliegenden beiden Wochen eingestellt hat, die jüngste Prognose hinreichend genau nachvollziehen. Dadurch bestärkt, habe ich das bisherige Szenario unverändert belassen und lediglich der aktuellen Entwicklung Rechnung tragend, Anpassungen vorgenommen. Dennoch sollte der Index mit Argusaugen betrachtet werden, denn die aktuelle Konstellation deutet nicht darauf hin, dass eine neue weittragende Rallye unmittelbar bevorsteht. Die Charts zeigen das.

Ausblick für den Dow Jones:

Der Schlusskurs des Dow Jones über 28.547 Punkte (0.76-Retracement) verleiht dem aktuellen Geschehen einen positiven Ausblick, sodass die Titulierung mit Welle (1) durchaus zu rechtfertigen ist. Die aktuell laufende Korrektur dient demzufolge der Ausbildung der ultimativen Welle (2). Mit dem 0.76-Retracement (27.089 Punkte) liegt die maximale Grenzlinie für Welle (2) in überbrückbarer Entfernung, wenngleich eine „2“ diese Linie nur relativ selten anläuft. Die Performance der folgenden Tage wird sich daher im Zeichen der Korrektur darstellen.

Der Dow Jones, der älteste Index der Wall Street

Eine stärkere Ausbildung der Korrektur, hin zu einer regelverletzenden Bewegung, ist dennoch nicht zu erwarten. Nach Abschluss von Welle (2) wird sich der Dow Jones wie auch die anderen Indizes der Wall Street wieder emporschrauben können und aller Voraussicht nach zu einem neuen Allzeithoch führen. Der Startschuss für diese Rally fällt mit einem erneuten Überschreiten der 0.76-Linie (28.547 Punkte) und kann eine hohe Dynamik zur Folge haben. Größere Gefahren würde sich erst unterhalb der 0.76-Linie (27.089 Pkt.) einstellen.

Fazit:

Die aktuelle Verfassung lässt auf eine Fortsetzung des seit März laufenden Aufwärtstrends der Wall Street schließen. Dennoch bleiben Unsicherheiten, welche auch eine seitliche Performance begünstigen..

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Indizes

Rüdiger Born: Aktuelle Lage bei Indizes und Silber

Rüdiger Born

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