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Dax: wichtige Marke verteidigen..

Kann der Dax die wichtige Marke bei 10535 Punkten, die das Ausbruchsniveau nach der Fed-Sitzung markierte, verteidigen? Wir haben es jetzt wieder mit politischen Börsen zu tun – bis zur US-Wahl und danach..

Redaktion

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FMW-Redaktion

Kann der Dax die wichtige Marke bei 10535 Punkten, die das Ausbruchsniveau nach der Fed-Sitzung markierte, verteidigen? Das Überwinden dieser Marke setzte am Donnerstag letzter Woche schnell eine dynamische Bewegung in Gang und aktivierte eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation, deren eigentliches Ziel (wie schon häufig betont), über der 10800er-Marke liegt (die Strecke vom Ausbruchsniveau 10535, die beiden Schultern der inversen SKS, bis zum Kopf bei 10245 Punkten, also knapp 300 Punkte). Dazu aber muß die Unterstützung bei 10535 halten, sonst ist die inverse SKS „kaputt“.

Am Freitag schon Abgaben an den US-Märkten, in Asien setzt sich das fort – im späten Handel weiteten sich die Verluste aus:

Shanghai Composite -1,40%
CSI300 -1,36%
ChiNext -0,60%
Nikkei -1,25%

Der X-Dax startet nach längerer Zeit wieder einmal mit einem Abwärtsgap:

dax260916

Noch hält sich der deutsche Leitindex über dem wichtigen 10535er-Bereich und handelt aktuell in Sichtweite der 10575er-Unterstützung. Aber wenn der Dax das Szenario der inversen SKS aufrecht erhalten will, muß er zeitnah, muß er heute Gas geben! Optimal wäre für die Bullen das Schließne des heutigen Gaps mit dann folgendem Anstieg über das bisherige Verlaufshoch bei 10710 Punkten. Bricht dagegen die 10535 nachhaltig, wäre der Korridor frei bis zum „Kopf“ der inversen SKS bei 10245 Punkten.

Wie schon im Videoausblick thematisiert: es ist jetzt gewissermaßen ein neues Spiel! Denn der Fokus rückt weg von den Notenbanken – es geht einige Zeit ins Land, bis die nächsten relevanten Notenbank-Sitzungen anstehen. Und rückt hin zum Thema US-Wahlkampf mit der mit Spannung erwarteten Ferbsehdebatte zwischen Trump und Clinton. Wenn Trump es nur einigermaßen gelingt, sich nicht zu blamieren, dürfte das die Märkte nicht gerade erfreuen, risk-off würde dominieren. Schon jetzt liegen Clinton und Trump gleichauf, wobei damit zu rechnen ist, dass faktisch Trump schon vorne liegt, weil das Reservoir der bisherigen Nicht-Wähler riesig ist (und die bisherigen Nicht-Wähler neigen mehrheitlich zu Trump und sind eine entscheidende Größe).

All das bedeutet: die Risiken nehmen jetzt zu, die Volatilität dürfte steigen, wir haben es jetzt wieder mit politischen Börsen zu tun – bis zur US-Wahl und danach (was macht Trump, wenn er die Wahl verliert? Wird er sagen, sie sei manipuliert gewesen und dann seine Anhänger mobilisieren?), also in den nächsten Monaten. Man sagt ja, politische Börsen hätten kurze Beine – aber diesmal sind sie schon aufgrund des längeren Zeithorizonts bis zur US-Wahl eben politische Börsen mit ziemlich langen Beinen!

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