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Dax: Wie einst Sisyphus..

Die Sisyphos-Arbeit des Dax – und das mentale Schlamassel, in dem die Wall Street jetzt steckt..

Markus Fugmann

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Beim Dax ist schon viel „drin“, also viel eingepreist – und eigentlich, so hat man das Gefühl, würde sich der Index gerne erholen und mal wieder etwas Boden gut machen nach den heftigen Abverkäufen vor allem Anfang Dezember, als es immerhin in kurzer Zeit um 1000 Punkte nach unten ging:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber es sind nun die lange so ignoranten Amerikaner, es ist die Wall Street, die jede Erholung wieder zunichte macht – und dann muß der Dax wie einst Sisyphos den Stein erneut bergaufwärts rollen..

 

Und das kostet Kraft und zehrt zudem an den Nerven! Aber immerhin hat der Dax und haben andere europäische Indizes nun Signale von der EZB, dass die Notenbank wohl doch länger die Füße still halten wird, wenn die Konjunktur dauerhaft abkühlen sollte.

Die Amis dagegen starren wie das Kaninchen auf die Schlange und brauchen nun Streicheleinheiten. Man will jetzt eine Versicherung, dass die Fed irgendwie auf die Bremse tritt bei ihrem Zinskurs, denn das sind derzeit große Schmerzen, die die Wall Street aushalten muß: die Zinsanhebungen bei gleichzeitiger Bilanzreduzierung entziehen den Märkten den Saft, oben drauf kommen nun plötzlich noch Konjunktursorgen. Und das stürzt die Amerikaner in eine mentale Ausnahme-Situation: noch vor kurzem wähnten sie sich in der Besten aller Welten mit einem Business-freundlichen Präsidenten, und stellen nun fest, dass man selbst irgendwie Teil der Welt ist und dazu noch  in Sachen US-Präsident eher ein Problem als eine Lösung hat (ab Samstag 00:00 Uhr wahrscheinlich government shutdown!).

Viele US-Anleger hat es jetzt zweimal kalt erwischt: erstens bei ihrer Annahme einer ja in schöner Regelmäßigkeit wieder kehrenden Weihnachtsrally. So war es doch in den vergangenen Jahren immer – aber in der vergangenen Jahren hatten wir einen Bullenmarkt, nun sind wir am Anfang eines Bärenmarktes.

Dann die Euphorie nach dem G-20-Gipfel – auch hier haben sich viele stark eingekauft und stehen nun vor der Frage, wann sie denn eigentlich die Reißleine ziehen wollen. Fallende Kurse verstärken die Schieflagen – also fallen die Kurse weiter, weil die schief Liegenden verkaufen müssen und damit die anderen, ebenfalls schief Liegenden mit ihren Verkäufen noch weiter unter Druck bringen.

Und wo sind eigentlich die viel beschworenen Aktienrückkäufe? Seit es bergab geht, ist davon nicht mehr viel zu sehen – typisch. Man kauft nur, wenn es teuer ist – weil man optimsitisch ist für die Zukunft. Wenn es runter geht, kauft keiner mehr – also auch hier fehlende Unterstützung! Und damit sind wir nun einem Schlamassel, aus dem nun nur noch eine wohlgesonnene Fed retten kann.

Wenn der Dax Glück hat und Jerome Powell wirklich das liefert, was die Märkte einfordern, wird der Dax den Stein nicht wieder und wieder nach oben rollen müssen. Aber das wissen wir erst am Mittwoch Abend..

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SDAX als Signalgeber für den Dax und die deutsche Aktienrally?

Andreas Wolf

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am

Der deutsche Nebenwerteindex SDAX wird in der Regel wenig beachtet. Deutsche Anleger werden vielmehr regelmäßig darauf getrimmt, sich auf die „großen“ Aktienindizes wie DAX, Dow Jones oder EuroStoxx 50 zu konzentrieren. Prinzipiell ist das nicht nachteilig, wenn es dort läuft und Trends nachhaltig gespielt werden können. Schwieriger wird es aber in aktuellen Phasen wie jetzt, wo sich in weniger schwankungsfreudigen Zeiten die Frage nach einer größeren Richtungsentscheidung stellt.

Der SDAX als Frühindikator für den Dax

Der SDAX als Frühindikator und Signalgeber

Ein guter Signalgeber und damit eine Entscheidungshilfe für die künftige Entwicklung größerer Indizes ist der Blick auf die kleineren, untergeordneten Indizes wie im Falle des DAX korrespondierend der SDAX und der MDAX.

Im oberen Bild des 30-Jahre-Chart des mit 70 Werten bestückten SDAX erkennt parallel verlaufende Phasen zum „großen“ DAX. Die dort enthaltenen Werte repräsentieren durchaus ein modernes, aktuelles Indexbild. Grund hierfür ist, dass der Auf- und Abstieg aus der „4. Liga“ der deutschen Aktienwerte einfacher und schneller von statten geht als bei den größer kapitalisierten Indizes. Damit bilden sie aktuelle Trends und Entwicklungen schneller ab. Es überrascht daher nicht, dass der SDAX in sich eintrübenden, weltwirtschaftlichen Situationen schneller nach unten wegkippte – und umgekehrt auch Rallyeabschnitte schneller begann als der DAX oder der TecDAX.

So geschah es 2007/08 bei dem Beginn der Finanzkrise, die der SDAX bereits Mitte 2007 antizipierte, während der DAX erst Anfang 2008 den Druck spürte. Und auch die Rallys startete der Index in vergangenen Phasen, wie 2002 oder 2013, früher als sein großer Bruder.

Aktuell befindet sich der SDAX wieder in einer neuen Rallyephase, die er erst in der vergangenen Woche mit dem Überschreiten des Allzeithochs vom 17.2.2020 bei 13066 Punkten einleitete. Bestätigt wurde dieser neue Rallyeabschnitt mit einem mehr als 2 Prozent liegenden Wochenschlusskurs zum Freitag, dem 20.11.2020. Mit den Zugewinnen vom Wochenstart nimmt der SDAX nun Kurs auf sein erstes Ausbruchsziel bei 14300 /14450 Punkten.

In der Folge der kommenden Wochen werden zunächst der MDAX und danach der DAX diesen neuen Rallyeabschnitt ebenfalls beginnen und neue Allzeithochs erreichen, die jeweils in der ersten Phase rund 10 Prozent über den bisherigen Allzeithochs liegen werden.

Der SDAX findet im Vergleich zum Dax kaum Beachtung

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Thanksgiving-Party

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die steigenden Corona-Zahlen in den USA werden an der Börse derzeit ignoriert. Die Kurse kennen aktuell nur eine Richtung. Positiv zu werten ist auch, dass vermutlich die ehemalige Fed-Chefin Janet Yellen neue US-Finanzministerin werden sollte.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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Kennen Sie die verborgene Macht der Allzeithochs? – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern wurde Ihnen irrtümlich ein Text – Besprechung der SAP-Zahlen – zugeschickt, den Sie in der Vorwoche bereits erhalten hatten. Leider ist mir das Versehen nicht rechtzeitig aufgefallen, sodass ich die Aussendung nicht mehr zurückholen konnte. Bitte entschuldigen Sie mein Versehen! Im Folgenden lesen Sie nun, warum Rekordhochs für uns als Börsianer so reizvoll sind, weil sie weitere Kursanstiege andeuten.

Haben Sie es auch schon erlebt, dass manche Aktien einfach immer weiter steigen? Es kommt einem manchmal beinahe unheimlich vor, wie wenn eine verborgene Kraft den Kurs immer weiter nach oben hievt. Gerade wenn eine Aktie einen neuen Höchststand erreicht hat, ist das häufig ein Signal für weiter steigende Kurse. Eigentlich ist diese Entwicklung paradox, denn wenn etwas immer teurer wird, dann müssten sich eigentlich weniger Menschen dafür interessieren. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Allzeithochs haben oft eine unterschätzte Wirkung auf die Entwicklung von Aktienkursen. Es ist häufig zu beobachten, dass ein Allzeithoch neue Kräfte freiwerden lässt und die Kurse immer weiter nach oben treibt. Für unerfahrene Börsianer wirkt das Treiben manchmal wie Magie. Denn warum sollte ein Kurs, der eigentlich ständig schwankt, gerade vom Hochpunkt aus noch weiter steigen? Nun, dafür gibt es gleich mehrere Erklärungen. Wenn Sie die Entwicklungen richtig einschätzen können, dann können auch Sie ab sofort von der verborgenen Macht der Allzeithochs profitieren.

Die fundamentale Erklärung

Neue Allzeithochs werden in der Regel nur erreicht, wenn es den betreffenden Unternehmen wirtschaftlich gut geht. Denn nur dann investieren viele Anleger in die Aktie und führen diese auf neue Höchststände. Einem gut laufenden Unternehmen ist meist für längere Zeit Erfolg beschieden. Ein lukratives Geschäftsmodell bleibt in der Regel über einen längeren Zeitraum ertragreich. Und der unternehmerische Erfolg führt dann wiederum zu steigenden Kursen und weiteren Allzeithochs.

Zudem berichten die Medien über Allzeithochs und die Bekanntheit des Unternehmens steigt. Dies führt vor allem bei kleineren Technologie-Unternehmen, die bisher unter dem Radar vieler Anleger waren, zu steigenden Kursen. Diese Unternehmen werden erst nach dem Erreichen neuer Höchststände und den…..

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