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Dax: Wie einst Sisyphus..

Die Sisyphos-Arbeit des Dax – und das mentale Schlamassel, in dem die Wall Street jetzt steckt..

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Beim Dax ist schon viel „drin“, also viel eingepreist – und eigentlich, so hat man das Gefühl, würde sich der Index gerne erholen und mal wieder etwas Boden gut machen nach den heftigen Abverkäufen vor allem Anfang Dezember, als es immerhin in kurzer Zeit um 1000 Punkte nach unten ging:

 


(Chart durch anklicken vergrößern)

Aber es sind nun die lange so ignoranten Amerikaner, es ist die Wall Street, die jede Erholung wieder zunichte macht – und dann muß der Dax wie einst Sisyphos den Stein erneut bergaufwärts rollen..

 

Und das kostet Kraft und zehrt zudem an den Nerven! Aber immerhin hat der Dax und haben andere europäische Indizes nun Signale von der EZB, dass die Notenbank wohl doch länger die Füße still halten wird, wenn die Konjunktur dauerhaft abkühlen sollte.

Die Amis dagegen starren wie das Kaninchen auf die Schlange und brauchen nun Streicheleinheiten. Man will jetzt eine Versicherung, dass die Fed irgendwie auf die Bremse tritt bei ihrem Zinskurs, denn das sind derzeit große Schmerzen, die die Wall Street aushalten muß: die Zinsanhebungen bei gleichzeitiger Bilanzreduzierung entziehen den Märkten den Saft, oben drauf kommen nun plötzlich noch Konjunktursorgen. Und das stürzt die Amerikaner in eine mentale Ausnahme-Situation: noch vor kurzem wähnten sie sich in der Besten aller Welten mit einem Business-freundlichen Präsidenten, und stellen nun fest, dass man selbst irgendwie Teil der Welt ist und dazu noch  in Sachen US-Präsident eher ein Problem als eine Lösung hat (ab Samstag 00:00 Uhr wahrscheinlich government shutdown!).

Viele US-Anleger hat es jetzt zweimal kalt erwischt: erstens bei ihrer Annahme einer ja in schöner Regelmäßigkeit wieder kehrenden Weihnachtsrally. So war es doch in den vergangenen Jahren immer – aber in der vergangenen Jahren hatten wir einen Bullenmarkt, nun sind wir am Anfang eines Bärenmarktes.

Dann die Euphorie nach dem G-20-Gipfel – auch hier haben sich viele stark eingekauft und stehen nun vor der Frage, wann sie denn eigentlich die Reißleine ziehen wollen. Fallende Kurse verstärken die Schieflagen – also fallen die Kurse weiter, weil die schief Liegenden verkaufen müssen und damit die anderen, ebenfalls schief Liegenden mit ihren Verkäufen noch weiter unter Druck bringen.

Und wo sind eigentlich die viel beschworenen Aktienrückkäufe? Seit es bergab geht, ist davon nicht mehr viel zu sehen – typisch. Man kauft nur, wenn es teuer ist – weil man optimsitisch ist für die Zukunft. Wenn es runter geht, kauft keiner mehr – also auch hier fehlende Unterstützung! Und damit sind wir nun einem Schlamassel, aus dem nun nur noch eine wohlgesonnene Fed retten kann.

Wenn der Dax Glück hat und Jerome Powell wirklich das liefert, was die Märkte einfordern, wird der Dax den Stein nicht wieder und wieder nach oben rollen müssen. Aber das wissen wir erst am Mittwoch Abend..

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Was heute wichtig wird! China im Fokus in Davos

Der Stand der Dinge: Davos, China, US-Berichtssaison..

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Heute wird sich in den USA zeigen, ob man die nicht bestätigten Meldungen über eine Teileinigung im Handelsstreit wieder abverkauft.

  • Großes Thema in Davos ist aber China
  • Heute ZEW 11:00 Uhr für Deutschland und Europa
  • Quartalszahlen von UBS, Johnson&Johnson, Travelers und nachbörslich IBM
  • Angela Merkel und Manuel Macron unterzeichnen heute einen neuen Freundschaftsvertrag, Erneuerung nach 1963 zwischen Adenauer und de Gaulle

 

Chinas Entwicklung, der Motor der Weltwirtschaft – wird sie jetzt zu deren Bremse?

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gibt es viele Brennpunkte, aber eben auch eine große Besorgnis, die Entwicklung der neuen Weltmacht China.

Dazu ein paar Fakten:

  • Als im Jahre 2009 die Ökonomien der großen Staaten infolge des Lehman-Crashes in die Rezession taumelten, gab es einen großen Retter, nämlich China.
  • Die Volksrepublik nahm richtig viel Geld in die Hand, legte gigantische Infrastrukturprogramme auf und gab der Weltwirtschaft einen entscheidenden Schub.
  • China stieg innerhalb eines Jahrzehnts zur wirtschaftlichen Weltmacht auf mit einem Anstieg des BIPs von gut 3,5 auf über 12 Bio.$.
  • Wofür Japan und insbesondere die USA Jahrzehnte gebraucht haben, gelang China in nur einer Dekade.
  • Dies hatte in den letzten 10 Jahren den unglaublichen Effekt, nämlich, dass durch Chinas rasanten Wirtschaftsbooms dessen Anteil am globalen Wachstum sagenhafte 34% betrug.
  • Die Folgen dieser eigentlich „ungesunden“ Entwicklung werden mehr und mehr deutlich.
  • Es wurden so viele Wohnungen gebaut, das es Geisterstädte gibt, in denen kaum Menschen wohnen. Man spricht von über 60 Mio. leer stehenden Wohneinheiten, die aber auf Pump finanziert wurden.
  • Chinesische Unternehmen sind mit über 160% zum BIP verschuldet, welches gigantische 12 Bio.$ beträgt.
  • Mr. Dax, Dirk Müller, bezeichnet deshalb China als die größte Blase in der Menschheitsgeschichte.
  • Jetzt kommt zusätzlich der Handelskrieg mit den USA, zur Unzeit und deshalb steuert Chinas Regierung mit großer Macht dagegen.
  • Peking plant große Steuer- und Abgabensenkungen. Den Regionalregierungen soll erlaubt werden Sonderanleihen herauszugeben. Das kostet gewiss Hunderte Mrd.$. und während sich die Gesamtschulden Chinas vor 10 Jahren noch bei 140% zum BIP bewegten, liegen diese nach einer Schätzung des International Institute of Finance heute bereits bei über 300%. (Quelle HB)
  • Deshalb herrscht große Nervosität in Davos, die sich auch im IWF-Bericht von Christine Lagarde über den Zustand der Weltwirtschaft niederschlug.
  • Nur noch 33% der Führungskräfte glauben, dass das globale Wirtschaftswachstum in den kommenden drei Jahren steigen wird. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es noch 45 %. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 1 378 CEOs aus 91 Ländern, die die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC durchgeführt hat. Traditionell wird diese zu Beginn des Forums in Davos vorgelegt. Zugleich ist es der schlechteste Wert seit der Finanzkrise 2009.
  • So könnte aus einem Motor eine Bremse für die Welt-Ökonomie werden. Anhand dieser gigantischen Summen, wird ein ungeordneter Brexit für das Exportland Deutschland sogar im Vergleich zu einem geringeren Problem.
  • Beispielhaft sei hier nur Volkswagen genannt, das im letzten Jahr in China 4 seiner insgesamt 10,8 Mio. weltweit verkauften Fahrzeuge absetzen konnte.
  • Deutsche Industriebosse beäugen die Entwicklung Chinas deshalb mit Argusaugen.
  • Tenor in der „Welt“ zu den Aussichten der Weltwirtschaft. Deutschland wird nach unten durchgereicht.

Davos

By Flyout – taken by Flyout, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=162060

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Dax: Zurück auf Los! Das Pendel schlägt aus..

Jetzt rückt die US-Berichtssaison als wichtigster Trigger in den Fokus, der entscheiden wird, ob das Pendel in Richtung Bullen oder Bären ausschlägt!

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Für den Dax könnte es nun heißen: zurück auf los! Gestern die verhaltende Schwäche, nun eröffnet der deusche Leitindex auf X-Dax-Basis bereits unter der wichtigen 11090er-Marke (obere Kante des Abwärts-Gaps vom 06.Dezember) – und damit ist der Weg frei für einen erneuten Test des alten und wichtigen Widerstands (der nun Unterstützung ist) bei 10980 bis 11.000 Punkte:

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(Chart durch anklicken vergrößern)

Das wäre ein durchaus typisches Muster: Ausbruch nach oben über den Widerstand, impulsiver Anstieg, dann der Abstieg mit erneutem Test des Widerstandsniveaus, das nun Unterstützung ist. Wenn der Dax dann diese Unterstützung verteidigen kann, wäre das ein Beweis der Stärke – wenn nicht eben ein Beleg für Schwäche!

Faktisch heißt das aber zunächst: der Dax muß, wie bei Monopoly, zurück auf Los – und damit wieder bereits erobertes Terrain aufgeben. Das ist auch eigentlich kein Wunder angesichts des geradezu himmerlschreienden Optimismus der Märkte nach Weihnachten: aus Panik wurde schnell Euphorie. Und dieser Wechsel der Stimmungslagen ging zu schnell, um wirklich hnachhaltig zu sein!

Wie ist nun das Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären? Die Bullen verbuchen als Plus-Punkt die Fed, die erst einmal auf abwarten gepolt zu sein scheint, also kein Hindernis mehr zu sein scheint (mit Ausnahme der weiter gehenden Bilanzreduzierung).

Das Thema Handelskrieg wird nun nach Aussagen des kanadischen Botschafters in den USA wieder spannend: die USA würden weiter die Auslieferung der Huawei-Finazchefin fordern, bis Ende Januar muß Kanada über diese Auslieferung an die USA entscheiden. Dann der gestrige Tweet von Donald Trump, der mit dem verräterischen Satz endet: „stop playing around“. Hört auf mit eurer Eierei, so könnte man frei übersetzen. Hintergrund dürfte sein, dass China bestreitet, überhaupt geistigen Diebstahl zu betreiben und dafür Belege fordert. Der Handelskrieg war noch in der letzten Woche ein Plus für die Bullen (Hoffnung), nun zeigt sich, dass diese Hoffnung doch arg voreilig war – das wird jetzt also erst einmal ein Pluspunkt für die Bären.

Jetzt aber rückt die US-Berichtssaison als wichtigster Trigger in den Fokus, der entscheiden wird, ob das Pendel in Richtung Bullen oder Bären ausschlägt: heute Zahlen von vier Dow Jones Konzernen (vorbörslich Johnson & Johnson, United Technologies und Tavelers, nachbörslich dann noch IBM). Das macht nach (Preis-)Gewichtung mehr als 13% des Dow Jones aus (der bekanntlich ein preisgewichteter Index ist) – es geht also heute um was!


By Taken byfir0002 | flagstaffotos.com.auCanon 20D + Canon 70-200mm f/2.8 L – Own work, GFDL 1.2, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=983980

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DAX Analyse: A = B

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Angetrieben von neuen Hoffnungen, dass es im Handelsstreit zwischen den USA und China zu einer Einigung kommt, gelang dem Dax-Index am Freitag der Sprung über die psychologisch relevante 11.050er-Marke. Doch zu Beginn der neuen Woche musste das Barometer zunächst einmal durchatmen und tendierte vorsichtshalber auf dem Niveau von grob 11.150 Punkten seitwärts. Insbesondere schwache Wachstumsdaten aus China und neue Brexit-Sorgen drückten auf die Stimmung der Anleger. Die britische Premierministerin Theresa May präsentierte gestern dem Unterhaus ihren Plan B für den Austritt Großbritanniens aus der EU. Im Wesentlichen gab es jedoch keine Veränderungen (A = B). Ein zweites Referendum über einen EU-Austritt oder eine Verschiebung des Austrittstermins lehnte May erneut ab.

Der deutsche Leitindex Dax beendete den Handel mit einem Abschlag von 0,62 Prozent und ging mit einem Kursstand von 11.136 Punkten aus dem Handel. Inwieweit das Gezerre um den Brexit sich noch auf die Märkte auswirken wird, muss zunächst noch abgewartet werden. Zweifelsohne aber dürfte eine Einigung zwischen den USA und China für mehr Begeisterung unter Investoren sorgen, als die gefühlt ewige Leierkiste um den Austritt Großbritanniens aus der EU.

Doch auch die Lage bei Dax-Index sieht nicht gerade rosig aus, das Barometer hat sich jetzt zwar weiteres Kurspotenzial in Richtung des EMA 200 auf Wochenbasis bei 11.355 Punkten freigekämpft, allerdings findet sich ausgerechnet dort ein Sammelsurium an Widerständen wieder. Eine kleine Hoffnung gibt es aus technischer Sicht aber, der Kursverlauf zwischen Anfang Dezember und dem abgelaufenen Freitag erinnert sehr stark an eine inverse SKS-Formation, die in der Charttechnik sehr häufig für eine Trendwende steht.

Long-Chance im Dax

Für den Dax-Index kann auf kurzfristiger Basis Aufwärtspotenzial lediglich bis an den EMA 200 auf Wochenbasis sowie einer dort verlaufenden Trendlinie um 11.355 Punkten abgeleitet werden. Weiter kann sich zunächst nicht aus dem Fenster lehnen, dafür sind noch zu viele Unwägbarkeiten politischer und konjunktureller Natur präsent. Kursrücksetzer zurück auf das Unterstützungsniveau von zunächst 11.050 Punkten sollten stets eingeplant werden. Aber erst darunter dürfte sich der Dax-Index wieder in Richtung der Marke von 10.585 Punkten weiter abwärts bewegen. Dies käme jedoch einem Scheitern der Käufer gleich, weil sich der jüngste Vorstoß der Bullen vom Freitag als klassisches Fehlsignal entpuppen würde!
Widerstände: 11.216 / 11.300 / 11.355 / 11.429 / 11.500 / 11.566

Unterstützungen: 11.138 / 11.052 / 10.993 / 10.900 / 10.800 / 10.681

Dax




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


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