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Dax: Wie könnte die Korrektur jetzt weiter ablaufen?

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Gestern verlor der Dax -2,6% – ein ordentliches Pfund! Und auch heute keine wirkliche Reaktion nach oben, vielmehr fiel der deutsche Leitindex unter die wichtige Unterstützungszone 10.980-11.000 Punkte. Wie geht es weiter? Was wären nach Elliott-Wave logische Muster, wie sich die Korrektur abspielen könnte? Dazu Konstantin Oldenburger mit den wahrscheinlichen Varianten:


Foto: Deutsche Börse AG

26 Kommentare

26 Comments

  1. Michael

    8. Februar 2019 17:02 at 17:02

    Ich folge gerade dem Chart … mit großem Erstaunen. Bei der Gelegenheit fällt mir auch wieder der Kommentar eines geschätzten Kollegen vom 16. Januar ein:
    Der Markt nimmt alles vorweg. Eine Rezession ist für den Markt dann schglecht, wenn die meisten Angst davor haben das sie kommen könnte. Ab dem Zeitpunkt wo es klar ist, dass es eine Rezession gibt und auch von offizieller Seite bestätigt, fängt der Markt an zu steigen … NEIN das ist nur Luftholen um weiter nach oben zu gehen.

    Das ist NUR meine Meinung und nicht repräsentativ, Gott sei Dank…ich bin gerne allein mit meiner Marktmeinung ?

    Das ist dermaßen shortlastig, dass ich nicht anders kann als zu erwarten das es nach oben geht.
    Meine eigene Analyse besagt, das wir innerhalb der nächsten 5-10 Handelstagen im Dax die 11.700 erreichen werden. Und erst da erwarte ich eine zaghafte Korrektur von ca. 400 Punkten um von dort aus dann an die 12.500 zu steigen.
    Ich handle NUR nach Technik und die sagt mir sowas ähnliches voraus
    .

    https://finanzmarktwelt.de/vorsicht-wenn-der-markt-dich-einschlaefert-marktgefluester-video-114020/#comment-53022

  2. leftutti

    8. Februar 2019 17:12 at 17:12

    Das gehört zwar jetzt nicht hierher, aber ich finde gerade keinen passenden Artikel: Im Wirtschaftskalender sehe ich eine sehr starke Zahl der Baubeginne im Januar in Kanada. Also Hut ab, das sind echt harte Hunde! Bei -40 bis -50°C würde ich mir dreimal überlegen, ob ich zu bauen beginne. Metertief gefrorenen Boden ausheben, Kräne aufstellen, Beton gießen und rütteln. Mich würde mal das Verhältnis von Zement zu Frostschutzmittel im Beton interessieren 🙂

    • Bundessuperminister für Statistik und Fakten

      8. Februar 2019 17:33 at 17:33

      @leftutti, vermutlich haben sich die Statistikexperten der USA wegen des Government-Shutdowns vorübergehend neue Jobs in Kanada besorgt. Natürlich nicht in der Baubranche, sondern bei der Canadian Mortgage and Housing Corporation, welche die Zahlen erfasst und veröffentlicht.

  3. Altbär

    8. Februar 2019 18:41 at 18:41

    @Michael, ja Leute die sich so überzeugend als immernochpermabullen äussern müssen sich nicht wundern
    wenn Ihnen ihre Kommentare vor die Nase gehalten werden. Was mich erstaunt, dass man mit sehr langer Erfahrung so denken kann.Ich habe ihn ja auch gefragt, wie er mit seinen Ansichten seine Langfristanlagen,
    ( die ja annehmbar in Aktien sind) die Dez.Korrektur überstanden haben.Die Antwort war eher ausweichend.Natürlich haben solche Leute in der 10 jährigen Kunsthausse gut gelebt.Die Flut hebt alle Schiffe, wenn das Wasser zurückgeht sieht man wer nackt gebadet hat. Zu seiner Entlastung u.meinem Erstaunen gibt es auch sehr viele Profis, die nur permabullisch programmiert sind.Die Börse führt schon sehr oft ein Eigenleben, aber irgendwann sind auch wider Fakten gefragt.

    • sufaap2008

      9. Februar 2019 17:23 at 17:23

      Hält jemand Ihnen Ihre Kommentare vor die Nase, wenn der Markt steigt?

      • Michael

        9. Februar 2019 21:55 at 21:55

        @sufaap2008, immer wenn die Märkte steigen, kriechen die Permabullen plötzlich in beängstigenden Massenbewegungen aus den Löchern und Erdhöhlen, in die sie sich bis dahin beleidigt und gedemütigt zurückgezogen haben, um ihre Wunden zu lecken.
        Natürlich halten sie dann jedem die Kommentare und Artikel unter die Nase, der es gewagt hat, vor gewissen Abwärtsrisiken zu warnen. Und zwar meistens in der typisch höhnischen und überheblichen Manier euphorisierter Massen, die ja prinzipiell aufgrund der Mehrheitsmeinung schon gar nicht falsch liegen können.
        Sehen Sie sich doch nur die andauernden hämischen und spöttischen Kommentare zu @Markus Fugmanns ständig warnenden Worten an, wenn die Bullenmärkte mal gerade wieder im Aufwind sind.

        Wenn ein Forist einen konkreten Kommentar abgibt, entweder zu seinen Trades, Tradingempfehlungen oder auch allgemeinen Ansichten und Meinungen, ist es auch mehr als legitim, dass man sich in einer Diskussion auf diese Kommentare und Aussagen bezieht. Da „durfte“ ich beispielsweise schon ganz andere Dinge erleben, als nur den Kinderkram, dass mir jemand Kommentare vor die Nase hält. Ganz im Gegenteil würde ich mich auf einen konkreten Bezug auf meine Kommentare freuen…

        Würden Sie es bevorzugen, dass jeder seine Meinung kundtun und keiner darauf antworten sollte, weil an den Börsen, Finanz- und Aktienmärkten ohnehin nur eine 50:50-Wahrscheinlichkeit besteht? Das erschiene mir als eine etwas zu langweilige Art der Diskussion.

        • sufaap2008

          11. Februar 2019 14:19 at 14:19

          Wenigsten irgendjemand wach geworden…
          Was sind Permabullen? Und wann kriechen Permabären aus Löchern und Erdhöhlen? Was ist das denn für ein Quark?
          Handelt hier jemand überhaupt noch den Markt oder schwadroniert man lieber wer wen wann angegriffen hat?
          Wann hat hier letztes Mal ein Forist einen konkreten Kommentar entweder zu seinen Trades oder Tradingempfehlungen abgegeben?
          Darum geht es ja, denselben Kinderkram a la „schau, ich hab doch irgendwann mal gewarnt“ ohne jeglichen Mehrwert seit !Monaten! zu Lesen ist einfach nur langweilig.

          • Michael

            11. Februar 2019 15:03 at 15:03

            @sufaap2008: Wann hat hier letztes Mal ein Forist einen konkreten Kommentar entweder zu seinen Trades oder Tradingempfehlungen abgegeben?
            Von meiner Seite können Sie folgende Kommentare zu Trades oder Tradingempfehlungen nachlesen:
            20.12.2018:
            Ich bin andererseits natürlich schon wieder mit einem neuen größeren Long bei XAUUSD seit 1.243 im Gold dabei.

            21.12.2018 (USDCAD)
            Nun scheint mir ein guter Einstieg für eine Korrektur (Short) um 300 bis 500 Pips zu sein. Ich habe eben einen größeren Short-Trade bei 1.35257 mit Ziel (TP) 1.325 platziert.

            09.12.2019 (USDCAD)
            Mein Short-Trade im USDCAD vom 21.12.2018 wurde heute Nacht beim TP von 300 Pips erfolgreich geschlossen. Anfang Januar hatte ich bei etwa 1.365 nochmal eine größere Position nachgelegt, das war einfach zu verführerisch ? Diese ist jetzt gut 400 Punkte im Plus.
            Da heute Nachmittag die Zinsentscheidung der BoC mit dazugehörigem Geschwafel stattfindet, ist mit höherer Volatilität zu rechnen. Aus diesem Grund habe ich den Trade mit einem SL in der Gewinnzone bei etwa 1.34 (250 Pips) abgesichert. TP sitzt im Bereich der Tiefs von Anfang November bei etwa 1.305 (600 Pips).

            18.01.2019 (GBPUSD)
            In meinem Depot wurde gestern via Sell-Limit ein Short bei etwa 1.30 ausgelöst.

            Für mich war’s weder langweilig, noch ohne Mehrwert 😉

          • Michael

            11. Februar 2019 15:55 at 15:55

            Nachdem EURUSD nun erneut an der aktuellen Unterstützungszone abzuprallen scheint, habe ich mich zu einem kurz- bis mittelfristigen Long bei 1.1285 entschieden.
            Gewagt, aber dennoch sehe ich gute Chancen…

          • Michael

            14. Februar 2019 00:38 at 00:38

            Mein EURUSD-Long-Trade wurde nach Eintritt einer spontanen, diffusen und für mich nicht nachvollziehbaren plötzlichen Dollarstärke beim Einstiegspreis von 1.1285 wieder geschlossen. Ich beobachte diese Unterstützungszone weiterhin, ebenso deren Unterkante bei 1.1215, die einen Short-Trade in den Fokus der Aufmerksamkeit lenken könnte.

      • leftutti

        9. Februar 2019 22:25 at 22:25

        @sufaap2008, Ihr Kommentar erinnert mich irgendwie an die gekränkte Reaktion von Politikern, wenn man sie auf die Wahlversprechen hinweist, die sie regelmäßig abgeben und nie einhalten.

  4. Altbär

    9. Februar 2019 18:35 at 18:35

    @ sufaap 2008, Wie sie sich vielleicht erinnern wurden sämtliche Warner u.selbst FMW oft als Crashpropheten u.Schwarzseher gebrandmarkt.Immerhin habe ich die Baisse im Dez.im Gegensatz zu vielen grossen Koriphäen einigermassen erwischt.
    So wie man in den Wald hineinruft, so kommt das Echo zurück.

    • sufaap2008

      11. Februar 2019 14:44 at 14:44

      Heißt es, dass Sie an den jüngsten Anstieg seit Ende Dez. nichts verdient haben?
      Oh je, wie viele Jahre warten Sie schon auf die Baisse? Ich hoffe, Sie haben nicht den gesamten Zyklus geshortet.
      Die Ansicht, dass der getürkte Markt implodieren wird, lässt mich persönlich nicht davon ab auch an steigenden Märkten Geld zu verdienen.
      …handeln Sie, was Sie sehen und nicht was sie denken

      • Michael

        11. Februar 2019 15:17 at 15:17

        Wann hat hier letztes Mal ein Forist einen konkreten Kommentar entweder zu seinen Trades oder Tradingempfehlungen abgegeben?
        Darum geht es ja, denselben Kinderkram a la „schau, ich hab doch irgendwann mal gewarnt“ ohne jeglichen Mehrwert seit !Monaten! zu Lesen ist einfach nur langweilig.
        Oh je, wie viele Jahre warten Sie schon auf die Baisse? …handeln Sie, was Sie sehen und nicht was sie denken

        Ist das Ihre persönliche Sichtweise von konkreten Trades oder Tradingempfehlungen? Für mich klingt es aber schon ein wenig nach Kinderkram und weniger konkret…

        • sufaap2008

          11. Februar 2019 15:54 at 15:54

          ???

          • Michael

            11. Februar 2019 16:41 at 16:41

            Nix verstehen???
            Sie beklagen sich weiter oben, dass keine Kommentare zu konkreten Trades oder Tradingempfehlungen zu lesen seien. Dass man immer nur nicht konkreten „Kinderkram ohne Mehrwert“ zu lesen bekomme. Und selber schreiben Sie gleichzeitig Dinge wie …handeln Sie, was Sie sehen und nicht was sie denken
            Das klingt für mich wenig konkret und eher nach Kinderkram. Konkret wäre z. B., wann genau Sie in den jüngsten Anstieg seit Dezember eingestiegen sind, was Sie zu diesem Einstieg veranlasst hat, ob, wann und warum Sie die Korrekturen der letzten Woche vorhergesehen und Ihre Gewinne rechtzeitig mitgenommen haben.

  5. sufaap2008

    11. Februar 2019 17:26 at 17:26

    ???
    sind sie irgendwie beleidigt?
    …lesen sie doch einfach meine kommentare, am besten seit anfang letzten jahres steht ja alles da-wieso, weshalb, warum….

    • Michael

      11. Februar 2019 17:40 at 17:40

      Ich beleidigt? Wieso, sollte ich das sein? Ich kann Sie beruhigen, bin ich nicht im Ansatz.
      All Ihre Kommentare seit Anfang letzten Jahres aus 10.000en von Kommentaren rauszusuchen, könnte etwas anstrengend werden 🙂 Aber ich werde ab jetzt wachsam wie ein Luchs (endlich mal kein Bulle oder Bär) nach konkreten Trades oder Tradingempfehlungen von Ihnen Ausschau halten. Ich freue mich schon darauf, vielleicht überzeugen Sie mich ja mit erfolgreichen Trades und guten zugrunde liegenden Argumenten, endlich auch einmal in die Aktienindizes zu investieren, statt nur immer in den faden Forexmärkten aktiv zu sein, die hier ohnehin wie ein Stiefkind behandelt werden.

      • sufaap2008

        11. Februar 2019 22:17 at 22:17

        Muss Sie aber leider erstmal enttäuschen, ich werde Sie nicht „überzeugen“ 🙂 können. Das was ich handle/trade, sind nicht die Aktienindizes, sondern die Rohstoffmärkte, die hier noch stiefkindlicher behandelt werden. Dort sind die Permabullen und Permabären nicht existent und das Geschwafel von Trump, Powell und Draghi von keiner allzu großer Bedeutung. RSI, MACD, CCI…fehlanzeige, alles über Bord geworfen, dafür aber z.B. Commitments of Traders Report von CFTC, Saisonalität und vieles mehr, all das gibt die Richtung vor. Über diesen Tradingansatz in Verbindung mit Volumenprofile habe ich hier paar mal geschrieben. Mit solchen Ansätzen werden regelmäßig die ersten Plätze bei der World Cup Trading Championship belegt.
        Momentan kann ich keine Empfehlungen geben, der Shutdown in den Staaten sogt dafür, dass die CFTC mit dem Report vier Wochen im Verzug liegt. Es ist so, ob Ihnen fast alle Indikatoren für die letzten vier Wochen nicht mehr zu Verfügung stünden…Zwangspause…hm, der Donald hat also doch in die Suppe gespuckt :-)))
        ÖL sieht sehr interessant aus, in beiden Sorten findet gerade eine Backwardation statt, die geht meistens mit steigenden Kursen einher, die letzte hat fünfstellige Gewinne eingebracht. Aus diesem Grund auch im Bauholz massiv investiert.
        Die letzten Trades im SP500 und DAX, mit einem Ausstoper und einem automatisiertem Wiedereinstieg eine Etage tiefer, entstanden auf Basis von @Markus Fugmann und @Wolfgang Analysen Ende Dez. vor dem Draghievent habe ich diese geschlossen, ist einfach nicht mehr meine Welt.
        Bin froh, dass Sie Ihre Marken posten, ich liebäugle schon lange mit den Forexmajors, wegen der Auswirkung auf die Rohstoffmärkte.

        • Michael

          12. Februar 2019 12:03 at 12:03

          @sufaap2008, herzlichen Dank für die Info, und vor allem, nix für ungut! Was die Rohstoffmärkte angeht, da bin ich noch viel mehr ahnungsloser Laie als bei den Indizes. Klingt aber spannend und insofern auch angenehm, als das Geschwafel von Trump, Powell und Draghi weitgehend außen vor bleibt.
          Das kann man an den Forexmärkten nun wirklich nicht behaupten ?
          Gestern wurde übrigens in meinem Depot ein Short via Sell-Limit im USDNOK bei 8.725 am R1 ausgelöst. Dieses Währungspaar ist immer eine ganz heiße Kiste, weil da auch zusätzlich zum Geschwafel der Ölpreis eine gewichtige Rolle spielt. Steigende Kurse beim Öl wären also hilfreich 😉

      • leftutti

        11. Februar 2019 22:44 at 22:44

        @Michael, du bist der erste Mensch hier, der sich endlich einmal in einem anderem Tier an den animalischen Märkten und Börsen personifiziert. In einen wachsamen Luchs und zugleich schlauem Fuchs, der unabhängig vom tumben Bären- oder Bullenfanatismus, frei von fast religiös-fanatisch anmutenden Long- oder Short-Dogmen seinen Weg geht und sich fröhlich, humorvoll, offen, kritisch-hinterfragend und vor allem jederzeit dem immer grantigen und nie lustigen Großviehbestand stellt 😉
        Für deine bisherigen Tradingtipps danke ich dir sehr, wer Ohren hat, der höre…

  6. Beobachter

    12. Februar 2019 11:56 at 11:56

    @sufaap 2008, Wenn sie wirklich die Rohstoffmärkte ( vor allem Öl ) einigermassen verstehen ,dann sind sie wirklich ein Champion.Ich meine das ernst u.wäre froh ,wenn sie hie u.da Tips für Tendenzen posten würden.
    Meine Erfahrung ist ,das es keinen andern Markt gibt wo die Profianalysten so sehr daneben liegen.
    Z.B, Goldmann Sachs bei Ölpreis über 100 Dollar = 200 Dollar vorausgesagt, dann kam der Fall auf unter 30 Dollar. Kürzlich haben mehrere Analysten beim letzten Hoch von ca.76Dollar schon die 100 Dollar gesehen, passiert ist der Fall auf 45 Dollar u.s.w,
    Danke im Voraus für die Einschätzungen dieses natürlich politisch beeinflussten Marktes. Wenn dann @ Michael als anerkannter Devisenorofi seine Einschätzungen noch öfters kundtut ,wäre dann diese Plattform
    wie von Ihnen beiden gewünscht noch ausgeglichener. Das Tüpchen aufs „ i „ wäre dann noch, wenn wir einen Statistiker finden, der diese Einschätzungen als richtig oder falsch absegnet ! !

    • Michael

      12. Februar 2019 12:23 at 12:23

      @Beobachter, anerkannter Devisenprofi, soweit würde ich jetzt nicht gleich gehen 😉 Ich realisiere eher wenige, dafür größere Trades, und das äußerst selten nur in kurzfristigen Zeitfenstern, schon gar nicht Intraday. Wenn für mich alles zusammenpasst, also Charttechnik, Wirtschaftsdaten und letztendlich auch noch das unkalkulierbare Geschwafel und sogar mein Bauchgefühl und meine Intuition aufgrund von Erfahrungswerten 😉 steigt die Wahrscheinlichkeit für einen neuen Trade. Und da die Trades eher mittel- bis längerfristig ausgelegt sind, kann ich auch mal ein paar Tage bis wenige Wochen aussitzen, wenn der Einstieg (wie meistens) etwas zu früh erfolgt. Entfleuchen die Kurse zu lange in zu steilen Kerzen, geht es natürlich auch mal in die Hose (in den letzten vier Jahren etwa 23% meiner Trades).

      Das mit dem Statistiker kriegen wir sicher auch noch hin, auch wenn es in dieser Zunft viele gibt, die grundsätzlich alle anderen Ansichten und Meinungen als falsch absegnen.

    • sufaap2008

      13. Februar 2019 11:10 at 11:10

      @Beobachter Ich möchte die Prognosen von Goldmann Sachs oder noch vom jemanden in keinster Weise in Frage stellen 🙂 Ich bin kein Rohstoffexperte und ich bin nicht in der Lage Ihnen irgendeine markante Marke zu nennen, weder im Öl noch sonst wo. Weil ich von Rohstoffmärkten keine allzu große Ahnung habe. Mein Traidingansatz beruht im Groben darauf, dass ich denjenigen Marktteilnehmer folge, die von den Rohstoffen eine sehr große Ahnung haben, dem Smartmoney, wenn man so will, und sich dementsprechend im Markt aufstellen. Ich folge ihnen mit nachgezogenem SL und ohne TP bis entweder eine Trendbeschleunigung z.B. eine Backwardation (nicht immer und überall geeignet) wie gerade im ÖL, Bauholz oder Hafer auftritt-Positionen werden aufgestockt, sich eine der Kontraindikationen bildet-Positionen werden geschlossen oder man wird banal aussgestopt. Das Ganze funktioniert nur in terminierten Märkten, fast wie vor 100 Jahren , wo ein echtes -Angebot-und-Nachfrage- tatsächlich noch stattfindet und mit weit weniger spekulativen Akteuren, die mit billigem Geld auf der Jagd nach Dividende sind.
      Die Möglichkeiten dieses Ansatzes hat auch ein alter Forist, der leider davon gesegelt ist, bei dem ersten FMW-Treff in HH gezeigt.
      Die Trefferquote ist zwar (noch)nicht so beachtlich wie bei @Michael, aber die Profittstrecken, die Tatsache, dass man die gesamte Kaffesatzleserei wie Fibonacci, Elliott, Pivot, Wolken und allerlei Kanäle und Bänder nicht mehr braucht und dass man fast völlig autonom von FED, EZB, Donald und China in aller Ruhe handeln kann, geben das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

  7. Beobachter

    12. Februar 2019 13:01 at 13:01

    @ Michael, ich bin auch kein „ HIN U .HER MACHT TASCHEN LEER“ ich versuche auch in dieser total manipulierten Börsenwelt hie u.da ein Stück herauszuschneiden.Da bei mir der fundamentale Faktor immer eine grosse Gewichtung hat, haben mir natürlich die staatlichen Kurssetzter ( EZB, FED u.s.w.) auch öfters die Suppe versalzt. Ich bin daran zu lernen, die Trades besser abzusichern, weil ja meistens das Unerwartete passiert. Man kann dann mehrere Versuche starten u.wenns dann klappt grösseres Volumen hereinbringen.
    Ich glaube die gute Zeit für die eher bärisch orientierten Anleger wird noch kommen.Immerhin steht mein Konto höher als im Herbst 2018 , da würden sich einige DICKFISCHE, Fondsmanager u.s.w. bedanken, wenn sie den Dez. 2018 herausstreichen könnten.Anstatt nach dem etwa dritten Warnschuss etwas zu lernen reden Einige schon wieder von neuen Allzeithochs.

    • Michael

      12. Februar 2019 17:30 at 17:30

      @Beobachter, wie gesagt, in den Aktienindizes bin ich alles andere als eine Koryphäe. Aber was ich täglich so mitbekomme und ganz laienhaft für mich interpretiere, würden mich neue ATHs an den Amibörsen alles andere als verwundern, bevor es irgendwann so richtig rumpelt 😉
      Beim DAX ist mir aufgefallen, dass hier immer fast zwanghaft irgendwelche Gaps geschlossen werden (müssen), warum auch immer. Und heute konnten wir einen solchen Gap beobachten. Ich sage jetzt einfach mal so schlicht und einfach kombinierend vor mich hin, dass wir hier demnächst zumindest die 11.000 wiedersehen werden.

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Handelsstreit – was Trumps Pressestatement verrät

Worum geht es eigentlich in der jetzigen Phase im Handelsstreit? Es geht natürlich um seine ureigenen Interessen und um seine Wiederwahl

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Worum geht es eigentlich in der jetzigen Phase im Handelsstreit?

Das erste Statement des US-Präsidenten vor den Kameras zum Ergebnis der Handelsgespräche, am Freitag gegen 23:00 Uhr MEZ, brachte es ein wenig zutage. Es geht natürlich um seine ureigenen Interessen und um seine Wiederwahl, anders sind die Worte des US-Präsidenten nicht zu interpretieren.

Hier eine Kurzbewertung der Ergebnisse vom vergangenen Freitag.

Handelsstreit – die Glorifizierung eines Landwirtschaftsabkommens und die Wählerbasis

Wie oft hat Trump seinen Stolz auf den Plastik-Deal oder partiellen Deal im Handelsstreit zum Ausdruck gebracht – dass die US-Landwirte 40 bis 50 Billionen Doller an landwirtschaftlichen Gütern an die Chinesen liefern können? Mehrmals, auch wenn es gar nicht zur Frage von Journalisten passte. Das sei das zwei- bis dreifache des normalen Handels und sogar noch mehr, bezogen auf den jetzigen Stand von 8 Milliarden Dollar. „Ob das die US-Landwirte überhaupt schaffen können? Sie müssen Überstunden machen und vielleicht sogar doch Land dazukaufen, was gut wäre und John Deere würde auch ein Geschäft machen“.

Immer und immer wieder diese Phrase wiederholend, bezog sich Donald Trump auf seine Stammwähler im Mittleren Westen und Bundesstaaten wie Michigan, Oklahoma oder Iowa, als ob diese Handelsvereinbarung das große Ding wäre. Ein Deal in der Landwirtschaft, die gerade mal 0,9 bis 1,0 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten beiträgt.

Wie hat denn der ganze Handelsstreit begonnen? Mit Zöllen auf Stahl und Aluminium vor eineinhalb Jahren, mit der Absicht die alte Industrie und deren Arbeitsplätze in die USA zurückzuholen. Dann die ständigen Drohungen an die EU und speziell an Deutschland mit Zöllen für die Automobilindustrie. Es ist Trumps zweites großes Anliegen, nämlich die Fabriken in Detroit und Umgebung zu reanimieren. Donald Trump ist ein Verfechter der Industrie aus den 1980-ern und der Bann von Huawei dient insbesondere als Druckmittel, um seine Handelsforderungen durchzusetzen. Waren es zuerst Spionagevorwürfe, so spielen diese derzeit keine Rolle mehr.

Phase I des Deals

In diesem lange diskutierten Vorabkommen gibt es natürlich noch weitere Optionen und Absichtserklärungen. China ist anscheinend bereit sein Land künftig für Banken und Dienstleister zu öffnen. Auch in Frage der Währungsmanipulation hat man sich anscheinend auf einen Kompromiss geeinigt. Der US-Präsident hofft, dass er das erste Teilabkommen Mitte November am Rande des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgipfels in Chile Mitte November zusammen mit Chinas Präsident Xi Jiping unterzeichnen kann.

Dazu müsste es aber erst noch zu Papier gebracht werden.

„Wir sollten das in den nächsten vier Wochen schaffen“, so die Worte Trumps.

 

Der taktische Schachzug im Handelsstreit

Trump hat mit diesem partiellen Deal folgendes erreicht: Zunächst hat er eine Eskalation abgewendet, indem er die Anhebung der Zölle ab 15. Oktober ausgesetzt hat – das Basisszenario für die Märkte. Dann gab er den Märkten die Hoffnung, dass es mit Phase zwei in vier Wochen zu weiteren Ergebnissen im Handelsstreit kommen könne, ob dies realistisch ist oder nicht. Drittens schiebt er kräftig weiter an mit Forderungen an die Federal Reserve mit einer Zinssenkung Ende Oktober. Dies und das von der Fed angekündigte Anleihekaufprogramm in Höhe von 60 Milliarden Dollar (kurzlaufende T-Bills, offiziell kein Q4) monatlich tun das Übrige im Hinblick auf die monetäre Versorgung der Märkte. Alles in allem eine Strategie, die dazu dient, die so wichtigen Aktienmärkte weiter oben zu halten. Da kann man tiefsinnig philosophisch sehr viel darüber nachdenken und diskutieren, ob das Ganze Sinn macht, aber das Entscheidende ist doch, ob die Märkte kurzfristig daran glauben.

Eine große Rolle dürfte bei diesem Konstrukt auch der ehemalige Goldman Sachs-Direktor und Hedgefonds-Manager Steven Mnuchin gehabt haben, der sich damit bestens auskennt.

Der Vorteil an Trump ist oftmals, dass er sofort ausspricht, was er denkt, ohne sich vorher über etwaige Folgen Gedanken zu machen. Er sprach in dem Presseauftritt davon, dass die Aktienmärkte derzeit fallen, wenn es schlechte Nachrichten gäbe und sie würden bei guten steigen – beides hänge immer mehr mit dem Handelsstreit zusammen. Das würde ihm gefallen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, eigentlich nichts Neues, denn der Präsident hat bisher jedes Mal per Twitter interveniert, wenn es mit den Kursen nach unten ging. Darüber habe ich schon vor Wochen einen Artikel geschrieben, mit dem Titel „Shortprodukte, derzeit gefährlich wie selten“.

Sehr interessant war die Reaktion des Dow Jones in den letzten 30 Handelsminuten am Freitag. Nachdem durchgesickert war, das es nur eine Aussetzung der Zollanhebungen Mitte Oktober geben werde und keine Zurücknahme der bestehenden, kam es zu 200 Punkten an Gewinnmitnahmen. Die Märkte wollen mehr.

 

Fazit

Wenn man sich das ganze Schauspiel im Handelsstreit seit gut 18 Monaten betrachtet, so fällt auf: Dem US-Präsidenten geht es primär eigentlich um das Thema, welches er schon 1987 in einem Interview mit Larry King zum Besten gab. Die USA würden von anderen Ländern über den Tisch gezogen, das müsse sich endlich ändern, das schreckliche Handelsbilanzdefizit abgebaut werden. Es verschwünden Arbeitsplätze aus Amerika und dies habe zu einer Deindustrialisierung geführt. Um das zu ändern, sei er angetreten: „Make America great again, oder America First“, lautet sein Motto. Das hat er seinen Wählern im Mittleren Westen versprochen, das Thema Vorherrschaft in der Welt ist dabei zunächst ein sekundäres, es kann sich auch aus bereits beschriebenen Gründen erst nach der zweiten Amtszeit Trumps materialisieren. Aber es müsste eigentlich lauten:

„Trump First, dann die Familie und deren Geschäfte und dann das Land“ – und das bedeutet in erster Linie, dass Donald Trump wiedergewählt werden will. Wer eine andere Reihenfolge annimmt, ignoriert die Fakten.

Für sein Vorhaben braucht er eine stabile Wirtschaft, hohe Aktienkurse und seine Wählerbasis. Ob das gesamtwirtschaftlich großen Sinn ergibt, steht erst einmal auf einem anderen Blatt. So hangelt er sich von Monat zu Monat, immer in dem Spagat der „Demonstration der Stärke“ und der Abhängigkeit von der Wirtschaft. In jüngster Zeit wurden die Folgen der Zollpolitik immer signifikanter, deshalb auch die vorweihnachtliche Phase der Deeskalation.

Deshalb dürfte das Gezerre um ein Abkommen zwischen den Kontrahenten weitergehen, aber immer unter Berücksichtigung des ganz großen Zwischenziels. Eine Lösung im Handelsstreit is es beileibe nicht.

Allerdings muss man dieser Logik folgend, nichts Gutes für die Verhandlungen über die Autozölle mit der EU erwarten. Wie schimpft Donald Trump schon seit Jahren: „Ich hasse es, diese Mercedes Benz auf der Fifth Avenue zu sehen!“

In seiner Familie gab und gibt es allerdings eine Reihe von Automobilen mit dem Stern, typisch Trump halt.

 

Waffenstillstand im Handelsstreit - aber wie lange hält er?

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Trump und die Wall Street! Videoausblick

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Was ist der Unterschied zwischen der Wall Street und Trump? Die Wall Street hängt die Erwartungen so weit nach unten (bei den Quartalszahlen dre US-Konzerne), dass ein Überbieten dieser so stark abgesenkten Erwartungen leicht ist – und die Märkte dann über eben diese Überbietung jubeln können. Bei Trump passiert oft – so auch am Freitag – das Gegenteil: er hängt die Erwartungen extrem hoch, um sie dann krachend zu unterbieten. Denn der vermeintliche Deal mit China ist nicht mehr als eine hastig gestrickte Absichtserklärung, deren Halbwertszeit so oder so begrenzt sein dürfte. Die Zölle bleiben bestehen, eine weitere Eskalation derzeit nicht im Interesse Trumps – aber die Konflikte der beiden Großmächte (Hongkong, Uiguren, Iran, Huawei etc.) werden sich nicht in Luft auflösen, sondern vielmehr zeitnah wieder aufbrechen..

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US-Notenbank Fed startet Anleihekaufprogramm

Seit Beginn der akuten Notfallmaßnahmen am 17. September zur Abwendung des Kollapses des US-Dollar Repo-Marktes hat die Fed ihre Bilanz bis zum 9. Oktober bereits um über 190 Mrd. US-Dollar ausgeweitet

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Im Volumen von ca. 60 Mrd. US-Dollar pro Monat will die US-Notenbank Fed bis mindestens zum zweiten Quartal 2020 US-Staatsanleihen mit kürzerer Laufzeit erwerben. Darüber hinaus werden die Interventionen am Repo-Markt fortgesetzt.

 

US-Notenbank Fed druckt bereits dreistellige Milliardenbeträge

Am Freitagabend veröffentlichte die US-Notenbank im Schatten der Berichterstattung um die Zollverhandlungen zwischen China und den USA in Washington eine Presseerklärung, in der sie den Beginn eines neuen Kaufprogramms für US-Staatsanleihen bekannt gibt. Ab dem 15. Oktober sollen US-Schatzwechsel (T-Bills) in einem Anfangsvolumen von 60 Milliarden US-Dollar pro Monat gekauft werden.

Die Kaufsumme wir den Marktbedürfnissen angepasst und an jedem neunten Bankarbeitstag des Monats erneut veröffentlicht. Die Anleihekäufe sollen bis mindestens zum zweiten Quartal 2020 fortgeführt werden. Über ihre Website und via Twitter teilte die Fed mit, dass darüber hinaus auch die seit Mitte September laufende Liquiditätsunterstützung des Repo-Marktes fortgesetzt wird. Im Detail stellt die Fed für über Nacht Repo-Geschäfte an jedem Bankarbeitstag 75 Mrd. US-Dollar zur Verfügung. Darüber hinaus werden zweimal pro Woche länger laufende Wertpapierpensionsgeschäfte im Volumen von jeweils 35 Mrd. US-Dollar durchgeführt.

Seit Beginn der akuten Notfallmaßnahmen am 17. September zur Abwendung des Kollapses des US-Dollar Repo-Marktes hat die Fed ihre Bilanz bis zum 9. Oktober bereits um über 190 Mrd. US-Dollar ausgeweitet.

 

Im Zuge des jetzt verlautbarten Maßnahmenkatalogs wird die US-Notenbank dem Geld- und Staatsanleihenmarkt pro Monat in Summe ca. 205 Mrd. US-Dollar zur Verfügung stellen. Zum Vergleich umfasst das QE-Programm der EZB, das am 1. November startet, zunächst nur 20 Milliarden Euro bzw. 22 Milliarden US-Dollar pro Monat.

Ziel der Maßnahmen sei es, so die US-Notenbank, die Liquiditätsreserven der Banken mittels des frisch geschöpften Geldes wieder auf den Stand vor den Verspannungen am Geldmarkt zu hieven. Faktisch ist der private Geld- und Kapitalmarkt mit der Emissionsflut an US-Staatsanleihen überfordert und wäre ohne das neuerliche digitale Gelddruckprogramm der Fed bereits Mitte September kollabiert.

 

QE, or not QE?

Umso erstaunlicher ist es, dass die US-Notenbank sich weigert anzuerkennen, dass sie bereits mitten drin steckt in einem neuen QE-Programm. „QE“ steht für Quantitative Easing, was übersetzt mengenmäßige Lockerung bedeutet. Damit ist die Erhöhung der Geldmenge durch die US-Notenbank Fed gemeint, die über das US-Dollar Geldschöpfungsprivileg verfügt.

Durch das Erzeugen neuer Dollars und den Ankauf von Staatsanleihen wird faktisch die US-Dollar Geldmenge erhöht und die Fed-Bilanz ausgeweitet, ergo handelt es sich um ein QE-Programm. Die Fed versucht, den Stress am Repo-Markt als technische Verspannung darzustellen, was aber nicht der Realität entspricht. Eine Repo-Transaktion (Sale and Repurchase Agreement), auch Repo genannt, ist ein Vertrag, bei dem der Verkäufer Staatsanleihen an den Käufer verkauft und sich gleichzeitig verpflichtet, dieselben Staatsanleihen zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen. Dabei zahlt er den gleichen Preis wie beim ursprünglichen Verkauf, jedoch zuzüglich Zinsen für den während der Laufzeit erhaltenen Barbetrag. Der Repo-Markt hat für die zur Verfügungstellung von Liquidität für den Staatsanleihenmarkt eine große Bedeutung. Weil im Zuge der Liquiditätsaustrocknung ab Mitte September nicht mehr ausreichend Anleihe-Käufer am Markt vorhanden waren, schoss der Repo-Zins kurzfristig intraday auf über 10 Prozent nach oben und drohte die Nachfrage nach US-Staatsanleihen auszutrocknen und Banken in Geldnot zu bringen. Nur durch die anhaltende und massive Liquiditätsflutung des Marktes mit frisch „gedruckten“ Dollars gelang es, den Repo-Zins aktuell wieder auf 1,91 Prozent abzusenken.

Nur so konnte ein Übergreifen der Liquiditätskrise auf den internationalen Geldmarkt und andere Wertpapiermärkte verhindert werden, wobei die Welt durch einen technischen Fehler beim Handelsdesk der mit den Offenmarktgeschäften betrauten New Yorker Fed nur knapp einer Katastrophe entgangen ist.

 

Der Staat braucht Geld, die Fed erzeugt es

Egal, wie die Fed ihre jüngsten Maßnahmen benennt, so handelt es sich faktisch doch um eine Erweiterung ihrer Bilanz. Dafür werden neue Dollars aus dünner Luft geschaffen und nachfragewirksam in den Repo- und Staatsanleihenmarkt gepumpt. Damit ist die Definition von Quantitative Easing eindeutig erfüllt. In Anbetracht des weiter steigenden Refinanzierungsbedarfs des Staates, der Unternehmen sowie der Verbraucher war es nur eine Frage der Zeit, bis die Fed als Gläubiger der letzten Instanz erneut in den Markt eintreten muss, so wie alle Zentralbanken der westlichen Hemisphäre.

Der Refinanzierungsbedarf allein der US-Bundesregierung wird vom Congressional Budget Office (CBO) der USA für das laufende Fiskaljahr auf 1.200 Mrd. US-Dollar geschätzt. Das sind 240 Mrd. US-Dollar oder 25 Prozent mehr als im Fiskaljahr 2018/2019. Dies entspricht einem Staatsdefizit gemessen am Bruttoinlandsprodukt von ca. 4,8 Prozent (Maastricht-Kriterium sind 3 Prozent). Die Schuldenquote liegt gemessen am BIP aktuell bei 106 Prozent. Ab einem Verschuldungsgrad von 80 Prozent gemessen am BIP sprechen Ökonomen von Überschuldungstendenzen. In der Konsequenz belaufen sich die Zinszahlungen aus den US-Bundesschulden auf mittlerweile 372 Mrd. US-Dollar pro Jahr.

Die Staatsverschuldung der USA liegt aktuell bei 22,8 Billionen US-Dollar, die Gesamtverschuldung bei 73,98 Billionen US-Dollar. Die daraus resultierende gesamte Zinsbelastung beläuft sich auf 3,54

Billionen US-Dollar pro Jahr. Die jährlichen Kreditkosten entsprechen damit 17 Prozent des US-BIP in Höhe von 20,5 Billionen US-Dollar. Ohne ein permanent laufendes QE-Programm und weiter fallende Zinskosten ist diese Schuldenlast im Verhältnis zum BIP dauerhaft nicht mehr finanzierbar.

Fazit und Bedeutung für die Märkte

An Hand der Dimensionen des Refinanzierungsbedarfs und der Dynamik der Schuldenexpansion, allein auf staatlicher Ebene, wird deutlich, dass es sich nicht um ein temporäres oder technisches Problem am Geldmarkt handelt, sondern um ein handfestes Überschuldungsproblem, dessen die Fed mittels Bilanzausweitung versucht, Herr zu werden. Bereits seit Ende Juli bedient sich die US-Notenbank dazu erneut des Instruments der qualitativen Geldpolitik, also Zinssenkungen. So kontrolliert sie den Zins für kurzfristige Darlehen.

Mittlerweile ist es für die US-Volkswirtschaft gleichwohl von essenzieller Bedeutung, den Zins auch für länger laufende Verbindlichkeiten signifikant zu senken. Dieser Kapitalmarktzins, der sich an den Zinsen für Staatsanleihen orientiert, ist die Grundlage für Darlehen an Unternehmen, Häuslebauer, Konsumenten und Studierende. Um den Kapitalmarktzins ebenfalls zu senken, wird die Fed in Zukunft mit sukzessive steigendem Volumen Schuldverschreibungen längerer Laufzeiten und weniger bonitätsstarker Schuldner aufkaufen. Andere Zentralbanken, wie die Bank of Japan, bedienen sich bereits permanent des Instruments der quantitativen Geldpolitik.

Für reale Vermögenswerte, wie Aktien, Immobilien und Rohstoffe/Edelmetalle bedeutet der Start des massiven QE-Programms der US-Notenbank eine nachhaltig preistreibende Wirkung und die Fortsetzung der liquiditätsgetriebenen Hausse, respektive Blase. Die Verwässerung der US-Dollar Geldmenge bei gleichzeitig sinkenden Zinsen verringert im Gegenzug die Attraktivität der Weltleitwährung US-Dollar. Zu den generellen Risiken und Nebenwirkungen dieser extrem laxen Geldpolitik hält Sie Finanzmarktwelt.de permanent auf dem Laufenden.

Die US-Notenbank Fed erweitert wieder ihre Bilanzsumme

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