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Dax: Wieder eine Steilvorlage – aber harter Brocken voraus! Worauf man jetzt achten sollte!

Rückenwind, verbale Ausfälle, Zahlen, Widerstände..

Markus Fugmann

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Es ist – wie schon gestern – der Nikkei, der zu einer positiven Stimmung zum Handelsstart in Europa maßgeblich beiträgt! Der Anstieg des japanischen Aktienmarkts dürfte auch damit begründet sein, dass Japan nicht so im Fokus steht im Handelskrieg und daher latent als sicherer Hafen erscheinen kann, dazu kommt die Dollar-Stärke, die dann zu Yen-Schwäche führt und somit die japanischen Exporteure begünstigt!

Aber reicht der Rückenwind aus Tokio aus, um den Dax durch den ganzen Handelstag zu tragen? Gestern gelang das nicht, nach anfänglichen Gewinnen sackte der Dax dann vormittags ab, die Drehung erfolgte dann erst durch die vermeintlich versöhnlichen Worte Trumps auf seiner Pressekonferenz zum NATO-Gipfel. Heute darf man gespannt sein, wie die europäischen Aktienmärkte darauf reagieren, dass Trump aktiv einen harten Brexit einfordert, den Briten ansonsten droht eben keinen Handelsvertrag abzuschließen und damit der ohenhin taumelnden Theresa May möglicherweise den politischen Todesstoß versetzt! Denn ohne Handelsvertrag mit den USA scheitern alle Träume der Brexit-Anhänger, die den Briten versprochen hatten, dass ohne Europa alles besser werde..

Faktisch ist das der nächste massive Spaltungsversuch von Donald Trump, nachdem sich die May-Regierung und die EU gerade wieder angenähert hatten – je fragmentierter Europa ist, umso besser für Trump, so die offenkundige Strategie des US-Präsidenten. All das verstärkt die ohnehin schon große geopolitische Unsicherheit erheblich!

Neben dieser geopolitischen Verunsicherung aber steht natürlich der Auftakt der US-Berichtssaison im Fokus, und wer sich die Erwartungen ansieht, wird staunen! Beispiel JP Morgan: zwar dürfte der Gewinn zum Vorquartal um +22% steigen, aber die Umsätze zum Vorquartal eben um gut -4% fallen. Genau das ist jetzt der entscheidende Punkt: es ist ja schön, wenn die Gewinne vor allem durch die US-Steuerreform steigen, aber dieser Effekt ist temporär. Wichtig ist vor allem das Umsatzwachtum – das wird in dieser US-Berichtssaison das entscheidende Kriterium werden (neben den Ausblicken auf die nächsten Quartale!).

Grundsätzlich stellt sich die Frage: wie werden die US-Aktienmärkte auf die Zahlen reagieren? Werden Gewinne mitgenommen, oder sagt man sich: angesichts solcher Gewinnsprünge sind die US-Aktienmärkte doch geradezu günstig – ein Wort, das angesichts der Bewertungsniveaus in Teilen der US-Aktienmärkte (z.B. Amazon!) zumindest nicht ganz ohne Humor gebraucht werden kann..

Und der Dax? Muß nach wie vor die Zone 12600-12650 Punkte überwinden, wenn das noch einmal etwas werden soll:


Chart durch anklicken vergrößern)

Immerhin schafft der Dax gleich zur X-Dax-Eröffnung die Zone bei 12520 Punkten zu überwinden – aber der jetzt wartende Widerstandsbereich 12600 bis 12650 ist ein richtig harter Brocken..

 

Von Sönke Kraft aka Arnulf zu Linden – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7852105

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